Erntedankfeste gibt es schon seit Urzeiten in fast allen Kulturen und Religionen, es ist eines der ältesten Feste der Menschheit. In der römisch-katholischen Kirche wird bereits seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. das Erntedankfest gefeiert.. Im Judentum wird Erntedankfest an zwei Tagen im Jahr gefeiert. Das Pfingstfest ist das Getreideerntefest und das Laubhüttenfest das
Weinerntefest. Im Islam wird durch das ganztägige Fasten im Ramadan die Schöpfung als besonderes Geschenk wahrgenommen, und die Gaben werden sehr intensiv nach Sonnenuntergang genossen. Die Hindus feiern ihr Erntedankfest „Makar Sankranti“ im Januar zu Beginn der Erntezeit und bitten um eine gute Ernte.

Erntedank ist die Zeit des Dankes für Empfangenes, für die Möglichkeit des Überlebens an jedem Tag des Jahres. Im Psalm 127,1-2 heißt es: „Wenn nicht der Herr das Haus baut, müht sich jeder umsonst, der daran baut. Wenn nicht der Herr die Stadt bewacht, wacht der Wächter umsonst. Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und euch spät erst niedersetzt, um das Brot der Mühsal zu essen; denn der Herr gibt es den Seinen im Schlaf.“ Mit anderen Worten: Alles menschliche Mühen würde überhaupt nichts nützen, wenn der Segen Gottes fehlte.

Die vielen Unglücke und Katastrophen in den vielen Ländern dieser Erde zeigen doch auf, wie hinfällig irdische Sicherheiten sind und wie sehr der Mensch auch abhängig ist von Faktoren und Gegebenheiten, die er selber nicht in der Hand hat.

Wenn wir die Erntegaben zum Altar bringen, dann zeigt dies an, dass Gott der Ursprung aller Dinge ist und diese in ihm ihre Vollendung finden. Das Geheimnis des Lebens ist Verwandlung, und der Glaube gibt uns die Zuversicht, dass alles Werden und Vergehen umfangen ist von einem großen Plan der Liebe, der das Zeitliche im Ewigen bewahrt und bestehen lässt. So laden wir alle Gemeindemitglieder und auch alle Interessierten ganz herzlich ein zu einem Familiengottesdienst zum Erntedankfest am Sonntag, 03. Oktober, um 09.30. In dem Gottesdienst wollen wir den Weltmissions-Monat eröffnen.