Mit Beginn des Advents und des neuen Kirchenjahres steigen wir ein, wie alle Jahre wieder, in eine der geprägten Zeiten. Warum? Der Advent ist eine Zeit der Stille, der Erwartung, des „Neu-in-den-Blick-nehmens“, der Wachsamkeit, des Aufbruchs, der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, dem Fest der Menschwerdung Gottes in unserer Welt. Denn dieser Gott ist ein Gott, der sich nicht von uns Menschen distanziert. Er sucht in der Geburt seines Sohnes die Nähe zu uns Menschen. Er wird selbst Mensch. Er lebt als Mensch mit allen Freuden und Sorgen, mit allen Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens.

Es gibt viele Möglichkeiten, mit wachen Sinnen durch diese Adventzeit zu gehen, damit ER an Weihnachten in unseren Herzen Mensch werden kann. Die Worte des Johannes der Täufer ist immer noch sehr aktuell: „Bereitet dem Herrn die Wege. Ebnet ihm die Straßen“ (Mk 1, 3). Der Täufer Johannes konnte sich sicher von unseren heutigen, so oft chaotischen Adventbedingungen keine Vorstellung machen – und trotzdem trifft er mit seinen Worten den Kern: Macht das gerade, was in unserem Leben krumm geworden ist, glättet das, was uneben und voller Schlaglöcher ist, damit die Freude aufkommen kann, die von Gott kommt und nach der wir uns im tiefsten Herzen doch alle sehnen.

Gottes Weg nach unten in der Menschwerdung seines Sohnes ist Gottes Angebot und Einladung uns von allem zu befreien, was uns niederhält. Nutzen wir den Advent als Zeit der Besinnung, als Zeit die uns den eigentlichen Sinn von Weihnachten zurückbringt. Wir wünschen Ihnen eine sinnvollste und erfüllte Adventzeit.