Der 5. Februar ist der Gedenktag der heiligen Agatha von Catania. Sie war noch ein junges und außergewöhnliches Schöne Mädchen. Um des Himmelsreiches willen hatte sie ihre Jungfräulichkeit Gott geweiht. Darum wies sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters Quintianus zurück. Trotz mehreren Drohungen, lehnte sie ihn immer und immer wieder ab. Aus Zorn veranlasste Quintianus ihre Verurteilung und liess ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter, erschien ihr nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als er dies bemerkte, liess der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie starb am 5. Februar. Sie war 25 Jahre alt.

Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der darauf hin zum Stillstand kam. Agatha liegt in der Kathedrale von Catania begraben

In vielen katholischen Gegenden wird an diesem Tag das Agathabrot geweiht. Das Agathabrot ist Bestandteil vieler volkstümlicher Bräuche. So sollte immer ein Stück Agathabrot Zuhause aufbewahrt werden. Angeblich konnte dieses Stück Brot nicht schimmeln. So wurde sichergestellt, dass immer genügend Brot für die Familie vorrätig war.

Das Agathabrot galt außerdem als wohltuend für Kranke. Ihm wurde der Schutz vor Fieber und Krankheiten. Auch dem Vieh wurde es vor dem Alpauftrieb verfüttert. Dies sollte Unheil fernhalten und sicherstellen, dass sich die Kühe vertragen. Und natürlich wurde es von den Bauern auch mit auf die Alphütten genommen, wo es ebenfalls zum Schutz für das Vieh neben dem Kreuz platziert wurde.

Traditionell werden am Gedenktag der Heiligen besondere Brote gebacken. Auch wir werden in der Messe am 5. Februar eine Brotsegnung durchführen. Bitte stellen Sie ihr Brot vorne Altar. Es ist ein Zeichen dafür, dass gerade im Alltäglichen der Segen Gottes.