Mitten im Sommer, wenn das Jahr seinen Höhepunkt erreicht hat, feiern wir das wunderschöne Fest, Maria Aufnahme in den Himmel. Maria wird mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen, weil ihr Leib ja die notwendige Bedingung war, dass Gott in Jesus Mensch werden konnte. Nur allein mit ihrem Ja – ihre seelische Zustimmung zu Gottes Plänen – wäre der Heilsplan nicht aufgegangen. Seele UND Leib gehören für das Heilswirken Gottes zusammen.

Gott wirkt sein Heil auch durch jeden und jede von uns. Er will auch in Dir und mir Mensch werden. Unser Leib ist die notwendige Bedingung dafür, dass wir Gott unser Ja gegeben haben, seinen Willen zu tun. Wir müssen zu den Menschen, die Trost brauchen, hingehen; brauchen unsere Hand, um Hilfestellung zu leisten und unsere Augen, um jemanden liebevoll anzusehen. Ohne Ohren und Herz verstehen wir kaum, wo anderen der Schuh drückt.

Maria ist uns Glaubenden als Hoffnungszeichen vor Augen gestellt, gleichsam als Beispiel, worauf auch wir hoffen dürfen: Wie Gott an Maria gehandelt hat, so handelt er an allen Menschen, die sich ihm öffnen und ihn das eigene Leben prägen lassen.

Zum Fest Aufnahme Mariens in den Himmel gehört für viele von uns bis heute die Kräuterweihe. Einer religiösen Überlieferung nach soll der Leichnam Marias in einem strahlenden Lichterkranz zum Himmel aufgestiegen sein. Weitere Überlieferungen sprechen davon, dass bei Öffnung des Grabes statt des Leichnams Marias sich darin Blüten und Kräuter befanden.

In der katholischen Kirche werden deshalb seit Jahrhunderten zu Mariä Himmelfahrt Kräutersegnungen begangen. Dazu werden aus sieben verschiedenen Kräutern, die die sieben Sakramente und die sieben Schmerzen Marias symbolisieren, Sträuße gebunden. Sie sind eingeladen, in dem Gottesdienst am 15. August um 9.30 Uhr einen Kräuterstrauß zur Segnung mitzubringen. Die Heilkraft der Kräuter soll durch die Fürbitte der Kirche dem ganzen Menschen zum Heil dienen. Dieses Heil ist an Maria besonders deutlich geworden.