Im Lauf der Jahrzehnte ist in Taizé eine ganz besondere Form des Gebets entstanden. Kennzeichnend für das Taizé-Gebet sind die Gesänge, das gemeinsame Gebet und eine Zeit der Stille, die eine einzigartige Gelegenheit bietet, Gott zu begegnen. Kaum eine ökumenische Gebetsform ist von den großen christlichen Konfessionen so akzeptiert wie der schlichte Ablauf eines Taizè-Gebetes.

Mit Gesängen beten ist eine wesentliche Form der Suche nach Gott. Kurze, einprägsame Lieder werden oftmals wiederholt, so dass sich eine meditative Stimmung einstellen kann, die die Gedanken frei werden lässt.

 


Mitten im gemeinsamen Gebet öffnet eine lange Zeit der Stille die Gelegenheit für den Dialog mit Gott. Diese Stille auszuhalten, fällt anfangs vielleicht etwas schwer. Nach einiger Zeit jedoch empfindet man sie jedoch als wohltuend und spürt, wie Geist und Seele aufatmen. Stille halten kann ebenso heißen Gott überlassen, was außerhalb meiner Reichweite und meiner Fähigkeiten liegt.

In diesem Jahr findet die ökumenische Nacht der Lichter (Taizé-Gebet) am Freitag, 26. November, um 20 Uhr in der Kath. Kirche statt. Viele Kerzen werden die Kirche in warmes Licht tauchen und wieder werden die schönen Taizé­-Lieder gesungen, die vom Musikensemble begleitet werden. Die katholische und die reformierte Kirchge­meinde laden alle ganz herzlich ein zum Innehalten, Genießen, Mitsingen oder auch nur zum Zuhören.

Gebete, Gesänge und die Stille drücken die Sehnsucht nach Gott aus – ganz wie Frere Roger, der Gründer der Gemeinschaft von Taize, sagt: „Vergessen wir nie: das schlichte Verlangen nach Gott ist schon der Anfang des Glaubens. Der Frauenverein serviert im Anschluss Punsch und Guetzli.