Alle unsere katholischen Kirchen haben Kirchenpatrone oder Kirchenpatroninnen. Was ist damit eigentlich gemeint? In der Urkirche wurden die Gräber von Märtyrern gerne von den Gläubigen besucht. Einerseits waren die Märtyrer Vorbilder für einen starken Glauben in einer Zeit der Christenverfolgung, andererseits sah man in ihnen himmlische Fürsprecher für den Schutz der verfolgten Gläubigen.

Kirchenbauten gab es in der Urkirche erst ab dem 4. Jahrhundert. Diese wurden zu einem großen Teil über den Gräbern von Märtyrern erbaut. Der Märtyrer wurde dann zum Schutzpatron dieser Kirche. Da Gräber im römischen Reich stets außerhalb von bewohntem Gebiet liegen mussten, befanden sich auch diese Kirchen außerhalb der Städte.

Ab Mitte des 6. Jahrhunderts begann man die Gebeine der Märtyrer von den Grabeskirchen außerhalb der Stadt in Kirchenbauten innerhalb der Stadt zu übertragen. Diese Kirchen in der Stadt erhielten dann diesen Märtyrer oder die Märtyrerin als Schutzpatron oder Schutzpatronin.

Wenn das Kirchengebäude einen Schutzpatron zugeordnet haben muss, so ist damit nie einfach nur das Gebäude gemeint. Der oben beschriebene Ursprung zeigt ja ganz deutlich: Es geht um die Menschen, um die Gemeinschaft der Gläubigen. Der Schutzpatron oder die Schutzpatronin sollte diese nicht nur dann schützen oder ihnen ein Vorbild sein, wenn sie in der Kirche waren, sondern genauso sehr im Alltag.

Mit dem Heiligen Laurentius haben die Untervazer Katholiken/-innen einen sehr alltagstauglichen Kirchenpatron, dessen Einsatz für die Armen, Kranken und sonst sozial Benachteiligten ein wertvolles Vorbild auch für unsere Zeit darstellt. In diesem Jahr am 11. August wollen wir unseren Kirchenpatron, der Hl. Laurentius, selbst zu uns sprechen lassen und bitten ihn um seine große Fürsprache bei Gott.

Nach der Sommerpause geht es wieder los: Schulanfang! Mit großen Erwartungen und hoffentlich viel Freude starten am 12. August 2024 die Kinder und Jugendlichen in ein neues Schuljahr. Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrpersonen und Eltern Motivation, positives Echo und Erfolg im neuen Schuljahr 24/25!

Anfänge sind verbunden mit Chancen und zugleich verknüpft mit unterschiedlichen Erwartungen, Zweifeln und Ängsten. Bei aller Notwendigkeit von freien Zeiten ist das Gewöhnliche, das Regelmäßige und Alltägliche für unsere Entfaltung und Selbstverwirklichung von großer Bedeutung. Gott ist der Quellgrund unseres Lebens. Immer wenn etwas Neues in unserem Leben auf uns zukommt, oder zu besonderen Zeiten ist es gut an Gott zu denken und seine Nähe spürbar zu machen.

Am Sonntag, 11. August um 9. 30 Uhr in der Eucharistiefeier werden wir Gott danken für all das Gute, dass er an uns getan hat und stellen unseren Kindern unter Gottes Schutz und Segen. Die Schultüten dürfen auch gerne mitgebracht werden, die werden dann auch gesegnet. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn viele Kinder mit ihren Familien kämen.