In diesem Monat Oktober möchte ich dazu einladen, den Rosenkranz einmal ganz bewusst zu beten und auf das eigene Leben zu übertragen. Jesus wirkt auch heute in der Welt und er wirkt auch in unser Leben hinein. Darauf können wir bauen und uns auf ihn verlassen.
Der Oktober ist traditionell der Rosenkranzmonat, in dem die katholische Kirche die Gläubigen besonders dazu einlädt, den Rosenkranz zu beten. „Wer den Rosenkranz betet, hat den gesamten Glauben in einer Hand“ hat ein kluger Mensch mal gesagt. Credo und Vaterunser, Ehre sei dem Vater und die vielen Gesätze, die entlang des Lebens Jesu gebetet werden, vertiefen das innere Wissen um den Weg Jesu. Aber da ist noch etwas anderes.
Das Gebet sammelt die Gedanken und gibt ihnen eine Richtung, beruhigt Herz und Atem und lässt das Gedankenkarussell ab und zu anhalten und in eine andere Richtung drehen. Und ich erlebe manchmal, dass es eine erstaunlich andere Sache ist, den Rosenkranz in Gemeinschaft laut zu beten. Das ist, als ob man sich gegenseitig im Glauben bestärkt und sich in Ruhe einmal gemeinsam einer Sache widmet.
Wie schon gesagt: Manchmal erfahren Menschen, dass ihnen das Gebet nicht (mehr) gelingen will. Und vermutlich tut sich jeder einmal mit dem Beten schwer. Das Rosenkranzgebet ist sicher, bietet die Möglichkeit, sich dem Beten (wieder) zu nähern. Nutzen wir die Zeit und nehmen uns Zeit: Zeit, um still zu werden, Zeit für den Herrn, Zeit für uns.
In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich zu den Rosenkranz Gebeten einladen, die in unserer Pfarrei jeden Tag um 18.00 Uhr stattfinden. Wir möchten Sie aber auch ermutigen, beim persönlichen Gebet diese Gebetskette durch Ihre Finger gleiten zu lassen – betend und betrachtend. Das Gebet ist der Anfang und die Quelle aller nachhaltigen Erneuerung unserer Kirche.
