„Die Route wird neu berechnet“ Die Route wird neu berechnet – unzählige Male mussten wir seit gut einem Jahr umsteuern, immer wieder neu unsere Aktivitäten planen, dabei in der Unsicherheit vor Krankheit und möglicher Gefahr leben. Wie wurde das erlebt und was bedeutet das für diesen Sommer?

In diesen Tagen kann man in Schulen und Büros, in Fabrikhallen und Werkstätten den erleichterten Seufzer hören: na endlich, es ist so weit, endlich Urlaub, endlich Ferien! Druck und Stress vieler Arbeits- und Schulwochen hören auf, es beginnen die Tage und Wochen der Erholung, Zeit für sich und seine Lieben.

Urlaub ist eine Notwendigkeit, ja ein Segen, wenn er recht genutzt wird. Die arbeitsfreie Zeit soll dich näher zu dir selber bringen denn: „Wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne dich dir selbst“. Dieses Wort des hl. Bernhard soll zum Nachdenken anregen. Urlaub sollte kein Stress sein, in gar keiner Weise.

Die Freizeit bietet sich an der Sehnsucht Raum zu geben, er ist auch Chance die Gottes Beziehung zu vertiefen. „Alles Erkennen beginnt mit der Wahrnehmung“ sagte der hl. Thomas von Aquin.

Verplanen wir unsere Urlaubszeit nicht zu sehr, in der Meinung, nur so unseren Erlebnishunger stillen zu können. Denn wahre Lebensfreude wächst aus der Tiefe. Als geistliches Wort geben wir Ihnen die Worte von Papst Franziskus mit auf den Weg: „Wir rennen und arbeiten so viel, wir setzen uns für so vieles ein; doch wir riskieren, abends müde zu sein und eine beschwerte Seele zu haben… Denken wir jeden Tag daran, in Gott Anker zu werfen!“ Nur in der Stille öffnen sich Herz und Seele. Nutzen wir die Zeit des Urlaubs, ein Stück des Weges mit Gott zu gehen!

Erholsame, begegnungsreiche, stärkende Urlaubszeit wünschen wir uns allen, den Schulkindern, ihren Eltern, den Reisenden, allen unterwegs und den Daheimgebliebenen. Möge uns überall ein aufmerksamer Schutzengel begleiten und gesund nach Hause bringen.