Am 24. September 2022, nach vier Jahren Vorbereitung (durch Corona bedingte Unterbrüche), wurden wir in der Stiftskirche Heiligenkreuz im Wiener Wald durch Weihbischof Franz Scharl von der Erzdiözese Wien als Katechistinnen gesendet. Auch unser Pfarrer Issac war dabei und hat beim Pontifikalamt konzelebriert. Das hat uns sehr gefreut und wir sind ihm dankbar, dass er sich dafür Zeit genommen hat. Bei der dreistündigen Feier empfingen insgesamt 37 Frauen und Männer, darunter drei Ordensschwestern, das Sendungsdekret.

Der zweijährige Lehrgang zur Ausbildung von ehrenamtlichen Katechisten (LAK) ist ein Fernkurs und schliesst auch vier Studienwochen im zisterziensischem Stift mit der Ablegung von sechszehn Prüfungen ein. Er wurde vor genau zwanzig Jahren vom Institut St. Justinus in Mariazell mit Genehmigung der Österreichischen Bischofskonferenz und in Zusammenarbeit mit der Philosophisch – Theologischen Hochschule Benedikt XVI Heiligenkreuz gegründet und hat bis heute 750 Absolventen gesendet.

Der Dienst des Katechisten gibt es allerdings seit den Anfängen des Christentums und wird auch schon in der Bibel erwähnt (1 Kor 12,28). Das Wort «Katechist» stammt aus dem Griechischen und bedeutet «unterrichten». Die Katechisten sind Laien, die kraft der Taufe, der Firmung, ihrer theologischen Ausbildung und der bischöflichen Sendung für die Weitergabe des Glaubens befähigt sind. Sie sind im Pfarreileben integriert und können vom Pfarrer zur Unterstützung in verschiedenen Aufgaben eingesetzt werden, sie handeln in Zusammenarbeit mit dem geweihten Amtsträger und unter dessen Leitung.

Der LAK-Kurs war für uns eine grosse substanzielle und geistliche Bereicherung. Vor allem die Studienwochen haben uns sehr geprägt. Wir konnten durch grossartige, hochqualifizierte Referenten den zu Hause gelernte Stoff vertiefen und somit einen Einblick in viele theologische Aspekte unseres Glaubens gewinnen. Wir beschäftigten uns mit Altem und Neuem Testament, Liturgie, Dogmatik, Sakramenten Lehre, Christliche Moral, Kirchengeschichte, Katechismus und konnten uns zuletzt auch mit den anderen Weltreligionen und der Esoterik befassen. Darüber hinaus durften wir während der Studienwochen viel Weltkirche Luft schnuppern und unseren Glauben in Gemeinschaft mit vielen Leuten aus verschiedenen Ländern und gesellschaftlichen Schichten durch tägliche Eucharistiefeier und Gebete in konkreter Weise erleben, vertiefen und bestärken.

Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrung und freuen uns auf unsere weiteren Aufgaben in unserer Pfarrei im Dienst der Kirche.

Roberta Dietiker und Priska Kollegger