Katholische Kirchgemeinde
Untervaz

 

Am Freitag, 6. März 2026 feiern wir

um 19.00 Uhr in der reformierten Kirche Zizers    

den Weltgebetstag mit Texten aus Nigeria zum Thema:  

«Ich will euch stärken, kommt!», Matthäus 11,28

 

In diesem Jahr wenden wir unseren Blick nach Nigeria, woher die Weltgebetstagsliturgie stammt.

 

Nigeria liegt an der Westküste Afrikas und ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas.
Es gibt über 250 ethnische Gemeinschaften und über 500 indigene Sprachen.
Traditionelle afrikanische Religionen umfassen eine Vielzahl von Glaubensrichtungen und Riten. In der Kolonialzeit wurde das Christentum durch europäische Missionare eingeführt. Im Norden ist vor allem der Islam verbreitet.

Die kulturelle Vielfalt Nigerias findet Ausdruck in den farbenfrohen Textilien, wo jedes Muster eine Geschichte über das traditionelle Erbe erzählt. Dazu gehört seit vorchristlicher Zeit das Geschichtenerzählen, die Musik, Tanz und Theater, und in moderner Zeit eine bedeutende Filmindustrie. Die nigerianische Literatur wurde durch die Auszeichnung mit verschiedenen internationalen Preisen weltweit bekannt.

 

Unter dem Titel «Ich will euch stärken, kommt!» – einer Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu «Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken» (Mt 11,28) – schildern Frauen aus Nigeria ihre alltäglichen Belastungen, und wie sie im Glauben «Ruhe für die Seele» finden. Auch das Titelbild bezieht sich darauf.  Einerseits zeigt es die tägliche Realität des Lastentragens und andererseits weist es auf unsichtbare emotionale Lasten hin.

So sind wir alle eingeladen, miteinander zu tragen und einander gegenseitig zu entlasten. Denn geteiltes Leid ist halbes Leid!

Dabei wollen wir unsere Augen nicht verschliessen vor den Herausforderungen der Vergangenheit und Gegenwart. Auch dieses Liturgieland wird durch Tagesaktualitäten in den Fokus gerückt. Beten und glauben wir, dass unser Gebet zu einer Deeskalation beitragen kann.

Wir freuen uns, wenn auch Sie dabei sind – herzliche Einladung!

Weltgebetstagteam Trimmis/Says, Untervaz, Zizers

Am 7. Februar fand von 9:00 bis 11:30 Uhr das Projekt „Wir entdecken den Schatz der Erstkommunion“ statt. Sieben Kinder nahmen gemeinsam mit jeweils einer Begleitperson daran teil. In insgesamt sieben Stationen setzten sich die Kinder und ihre Begleitperson auf kreative und kindgerechte Weise mit verschiedenen Elementen der Heiligen Messe auseinander.

Die Kinder dekorierten unter anderem eine persönliche Schatzkiste, in der sie im Verlauf des Vormittags die „Schätze der Heiligen Messe“ sammeln konnten. Jede Station bestand aus einem Gesprächsteil sowie einer Aktivität, bei der die Kinder eine kleine Erinnerung für ihre Schatzkiste gestalteten.

Durch Gespräche, kreative Aufgaben und gemeinsames Nachdenken konnten die Kinder die Inhalte aktiv erleben und vertiefen.

Am Schluss fand ein gemeinsamer Rückblick statt, bei dem die Kinder ihre gesammelten Schätze betrachteten und darüber sprachen, was der grösste Schatz jeder Heiligen Messe und insbesondere der Erstkommunion ist: Jesus selbst.

Der Abschluss erfolgte in der Kirche. Priska zeigte den Kindern den Tabernakel und erklärte ihnen die Bedeutung vom Weihrauch und der Monstranz. Mit einem gemeinsamen Gebet und einem Lied endete der Vormittag in einer ruhigen und feierlichen Atmosphäre.

Wir bedanken uns herzlich bei den Kindern für ihr Interesse und bei deren Eltern für ihre Unterstützung.

Roberta Dietiker und Priska Kollegger

 

Jedes Jahr machen die Sternsinger/-innen, was wirklich zählt, damit es ein „frohes neues Jahr“ wird: Segensspuren hinterlassen! Die Tradition hat ohne Zweifel biblische Wurzeln. Die Überlieferung des Evangelisten Matthäus (Mt. 2,2–15) berichtet davon, dass Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem kamen, um dem neu geborenen König zu huldigen, ihm die Gaben von Gold, Weihrauch und Myrrhe zu bringen und mit der Kunde der Geburt Jesu in ihre Heimat zurückzukehren.

In diesem Jahr haben sich 8 Kinder fürs Sternsingen angemeldet. Wow, das hat richtig Spass gemacht mit so vielen Kindern unterwegs zu sein. Und auch die Leute waren sehr darüber erfreut, dass so viele mitgemacht haben. Wir hatten 5 Könige und 3 Sternenkinder.

Am Sonntagmorgen haben wir uns um 9.00 Uhr eingekleidet und die Lieder noch ein wenig geübt, danach haben wir an der Hl. Messe teilgenommen. Am Schluss gab uns der Herr Pfarrer den Segen und sandte uns aus, die Häuser und ihre Bewohner zu segnen. Das Wetter war auch in Ordnung, aber unheimlich kalt.

Wir waren überall willkommen und die Leute haben sich sehr über unsere Lieder und Segenswünsche gefreut. Der Herr Pfarrer hat dann die Häuser gesegnet und ich habe folgendes auf die Haustüre geschrieben:

20 * C + M + B * 26

Was so viel wie «Christus, Mansionem, Benedicat – Christus segne dieses Haus» bedeutet. Wer wollte konnte auch einen Aufkleber mit der Aufschrift haben.

Die diesjährige Aktion der Sternsinger stand unter dem Motto: « Schule statt Fabrik! – Sternsingen gegen Kinderarbeit.» Millionen Kinder schuften weltweit unter härtesten Bedingungen – statt zu lernen, arbeiten sie in Fabriken, auf Feldern oder im Haushalt fremder Menschen. Ihre Kindheit bleibt auf der Strecke.

Mit der diesjährigen Aktion: «Schule statt Fabrik» unterstützt Missio gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen in Bangladesch Projekte, die Kindern den Weg aus der Zwangsarbeit ermöglichen – hin zu Bildung, Selbstbestimmung und einem besseren Leben.

Es sind Fr. 1’568.30 zusammengekommen. Ein toller Betrag, wir, die Kinder, Pfr. Issac, Priska v. Däniken und Priska Kollegger danken allen für die grosszügige Unterstützung.

Fürs leibliche Wohl der Sternsinger und Betreuer haben Roberta & Walter Dietiker geschaut. Danka viel mol.

Wir freuen uns aufs nächste Jahr und wünschen allen Gottes Segen fürs neue Jahr.

Eure Priska Kollegger

 

 

Ein Krippenspiel ist rund um das Weihnachtsfest in vielen Kirchen und Gemeinden zu bewundern. In vielen Familien gibt es unterschiedliche „Krippen“ und „Krippenfiguren“, manchmal weitergegeben von Generation zu Generation. Mit den Krippenfiguren und im Krippenspiel wird ein Teil der Weihnachtsgeschichte nachgestellt und gespielt. So verbreitet sich die „gute Botschaft“: Gott wird Mensch. Gott kommt den Menschen so nahe, dass er selbst als ein Kind zur Welt kommt.

Jedes Jahr haben wir das Krippenspiel mit einem Thema eingebunden. Dieses Jahr haben wir «Schaf Lenny – Auf Schatzsuche» genommen. Ein paar Schafe suchen einen Schatz – und finden den grössten Schatz, nämlich das Jesuskind – das Licht der Welt; den Friedensfürst.

Insgesamt hatten wir 7 Proben und zwei Aufführungen; um 16.00 Uhr in der kath. Kirche und um 17.30 Uhr in der ref. Kirche. Danach waren aber alle müde und hatten grossen Hunger. Ein grosses Dankeschön an alle Kinder; das war einfach super und wunderschön!

Einen neuen Rekord haben wir auch geschafft: 37 Kinder haben mitgemacht, wow! Wunderschön, dass sich so viele Kinder die Zeit nehmen, um beim Krippenspiel dabei zu sein. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

In diesem Jahr waren die Kinder vor allem Tiere. Für die Tierkostüme mussten viele Stülpen genäht werden und verschiedene Haarreifen mit Tierohren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Näherinnen: Musla Allemann, Alessandra Ragazzoli und Leonie Wilhelm, das hätten wir ohne euch nie geschafft.

Vielen Dank an das Krippenspielteam: Priska v. Däniken (Musik), Sandra Maffiew (Theater), Paula Joos, Emma Krättli, Linda Eckert, Leonie Adam, Mirella Jenal und Priska Kollegger (für alles andere).

Dann hatten wir noch verschiedene Musikanten: Malin Wolf / Klavier, Linda Eckert, Maria Joos und Nina Cadelbert / Flöten und Saverio Repole / E-Gitarre. Herzlichen Dank an alle Musikanten.

Vergelt‘s Gott an alle Eltern, für die feinen Z’Vieris und eure wertvolle Mithilfe.

Auch gibt es wieder einen Film des Krippenspiels; herzlichen Dank an Matthias Wolf.

Was würden wir nur machen ohne die vielen freiwilligen Helfer, die jedes Jahr viel Zeit investieren, damit das Krippenspiel so schön ist und für viele eine bleibende, unvergessliche Erinnerung. Danke, danke, danke!

Die Kollekte war für « hiki – Hilfe für hirnverletzte Kinder». Hiki unterstützt, entlastet und vernetzt Familien mit hirnverletzten Kindern. Die Kirchgemeinden werden das Geld (sFr. 929.10) weiterleiten. Vielen Dank für die grosszügigen Spenden.

Priska Kollegger

Komm, wir feiern zusammen! Einmal im Monat feiern wir gemeinsam – reformiert & katholisch. Mit Liedern, Geschichten, Bewegung und Gebet für Kinder ab 0 Jahren und ihren Familien. Die Feiern finden abwechselnd in der reformierten und der katholischen Kirche statt.

Am 9. Dezember organisierte das ökumenische Chliichinderfiir-Team ein Adventsfenster mit Ausschank.

Die Engel überbrachten Maria, Josef und den Hirten die frohe Botschaft. In dem Sinne bastelten die Kinder bei der vorherigen Feier viele schöne Engel, die wir dann am 9. Dezember präsentieren durften.

Wie gewohnt, feierten wir zuerst die Chliichinderfiir in der Kirche. Die Kinder hörten sehr konzentriert und gespannt die Weihnachtsgeschichte im Kamishibai. Wir sangen Weihnachts- und unsere gewohnten Lieder. Anschliessend bereiteten die Kinder und das Team alles für das Adventsfenster vor. Bis zur Beleuchtung des Fensters, trafen wir uns im Pfarreiheim und durften basteln und schon mal ein wenig Kuchen essen.

Um 17.00 Uhr war es dann so weit. Wir zündeten die Lichter an und bekamen viele zusätzliche Besucher, die unser Fenster bestaunten. Der Abend wurde ein wunderbarer Ort der Begegnung und der Verkündung.

Der Dank geht an alle fleissigen Kinder, ans Vorbereitungsteam und an die Mamis und Nanis.

Alle Familien herzlich willkommen! Wir freuen uns auf viele kleine und grosse Gäste! Die nächsten Daten für die Ökumenische Chliichinderfiir sind:

10. Februar (ref. Kirche)

10. März (kath. Kirche)

14. April (ref. Kirche)

12. Mai (kath. Kirche)

 

Das Fest, dass wir am 2. Februar im Volksmund als „Lichtmess“ feiern, heißt offiziell „Darstellung des Herrn“ und geht auf die jüdische Tradition (Lev. 12, 1-8) zurück, dass Eltern nach Geburt eines Kindes, 40 Tage bei einem Buben, 80 nach der Geburt eines Mädchens, im Tempel von Jerusalem ein Reinigungsopfer darbringen mussten. Daher rührt auch die alte Bezeichnung: „Reinigung (lat. Purificatio) Mariens“. Rechnet man vom 25. Dezember weg, so fällt dieser Tag auf den 2. Februar. 

Nach Ansicht des Judentums war ein erstgeborener Sohn Eigentum Gottes und musste durch dieses Opfer ausgelöst/“dargebracht“ werden. Dazu wurde Jesus vor Gott „dargestellt“. Daraus ergibt sich die im Liturgiekalender verwendete Bezeichnung: „Fest der Darstellung/Darbringung des Herrn im Tempel“.

Der christliche Osten feiert an diesem Festtag die Begegnung des Messias mit dem Gottesvolk des Alten Bundes. Der Westen schaut vor allem auf Maria. Seit der Liturgiereform wird dieser Tag als „Fest des Herrn“ gefeiert. Und Hl. Papst Johannes Paul II. hat 1997 das Fest zum „Tag des geweihten Lebens“ erklärt. Im Fokus stehen die Charismen jener Männer und Frauen, die sich in besonderer Weise dem Herrn in einem Orden, in einer geistlichen Gemeinschaft und in einem geistlichen Dienst zur Verfügung stellen.

Im Tagesevangelium geschieht das faszinierende, dass die beiden alten Menschen Simeon und Hanna, die mit Ausdauer auf den Retter warteten, in Jesus den Erlöser sehen. Im Nachtgebet der Kirche heißt es täglich mit Simeons Worten: „Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“  (Lukas 2,29-32).

Simeons und Hannas Weisheit beeindrucken mich und ihre große Geduld und das Vertrauen in Gott, dass  sie am Ende ihres Lebens Gott in einem Licht sehen. Darauf fußt der Brauch, an diesem Fest die Kerzen für das Jahr zu segnen. In unserer Pfarrei bringen auch Gläubige ihre Kerzen mit und lassen sie segnen. Im Volksglauben besitzen die „Lichtmess-Kerzen“ eine besondere Fürbittkraft in schwierigen Situationen. 

Das heutige Fest der Darstellung Jesu im Tempel lenkt also unseren Blick ganz stark hin auf Jesus Christus. Es soll uns ein Licht aufgehen: Er ist das Vorbild unseres Lebens, er ist der Weg hin zu Gott. Von daher gehört Jesus auch in unserem Leben dazu. Wer mit Jesus lebt, der wird versuchen, wie er zu leben.

Dazu möge er uns einen Segen geben, das heißt: Er selbst möge uns Gott anvertrauen, so wie Maria und Josef ihn Gott anvertraut haben. Er ist zum Segen und zum Licht geworden, uns dürfen wir das auch wünschen, dass wir selbst zum Segen und zum Licht für andere werden. Er soll unsere Schritte auf seinen Wegen, den Segenswegen lenken. 

Am 3. Februar begeht die katholische Kirche das Fest des heiligen Blasius. Er war Bischof von Sebaste in Armenien. Um das Jahr 316 wurde er zur Zeit des römischen Kaisers Licinius auf grausame Weise um seines Glaubens willen getötet. Sein Andenken ist bis heute erhalten.

Wenn die Verehrung des hl. Blasius sich bis heute erhalten hat, muss das bestimmte Gründe haben. Die Überlieferung sagt, dass Blasius ein sehr hilfsbereiter Mensch war, der besonders den Armen, Kranken und Leidenden zur Seite stand. Man kann ihn schlechthin einen Helfer in jeder Not nennen (er gehört zu den 14 Nothelfern), sogar die Kerkerhaft soll er noch benutzt haben, um den Menschen in Krankheit und Not zu helfen. Hier soll auch der Legende nach Blasius einen jungen Mann von einer Fischgräte befreit haben, die diesem im Halse steckengeblieben war.

Wenn wir den Blasius-Segen empfangen, geht es um mehr als um verschluckte Fischgräten. Es geht um das, was uns „im Hals stecken bleibt“, um das, was wie ein „Kloß im Hals“ sitzt und lähmt und nicht weichen will: Zukunftsangst, Sorge, Enttäuschung, Frust. Was müssen wir alles „schlucken“ und ersticken schier daran? Worte von anderen, die wir zu verdauen suchen; Worte, die wir selbst nicht rausbringen; eigene Worte, an denen andere schwer zu schlucken haben? Möge der Blasius-Segen davon befreien und von Beschwerden erlösen.

Beim Blasiussegen wird den Gläubigen der Segen Gottes durch den Priester zugesprochen. Dabei werden zwei gekreuzte, brennende Kerzen verwendet. Die Kreuzform und die Lichtsymbolik verweisen auf den auferstandenen Jesus, der die Quelle allen Lebens und aller Gesundheit ist. Auf die Fürsprache des Hl. Blasius soll Gott seine Gnade und Stärke zeigen, wenn ich schwach bin, wenn ich verwundet bin, wenn ich am Boden liege.

Wer wünscht sich nicht Gesundheit an Leib und Seele. Heutzutage machen Menschen sehr viel für ihre Gesundheit, auch Arbeitgeber entdecken die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Ich denke mir manchmal, wenn die Menschen doch ein wenig ahnen könnten, welch große Hilfe auch der heilmachende und reinigende Glaube an Jesus Christus, die Quelle allen Segens, haben könnte, gerade, wenn manches schwer zu schlucken ist oder sich zu viele unreine Geister angesammelt haben. In unserer Pfarrei wird der Blasiussegen jeweils im Anschluss der Hl. Messe Darstellung des Herrn, am Montag, 2. Februar und Dienstag, 3. Februar, am heiligen Tag, um 18.30 Uhr erteilt.

 

 

Der 5. Februar ist der Gedenktag der heiligen Agatha von Catania. Sie war noch ein junges und außergewöhnliches schönes Mädchen. Um des Himmelsreiches willen hatte sie ihre Jungfräulichkeit Gott geweiht. Darum wies sie den Heiratsantrag des heidnischen Statthalters Quintianus zurück. Trotz mehreren Drohungen, lehnte sie ihn immer und immer wieder ab. Aus Zorn veranlasste Quintianus ihre Verurteilung und liess ihr die Brüste abschneiden. Nach dieser Folter, erschien ihr nachts der heilige Petrus und pflegte ihre Wunden. Als er dies bemerkte, liess der Statthalter Agatha auf glühende Kohlen legen, wodurch sie am 5. Februar starb. Sie war 25 Jahre alt.

Etwa ein Jahr nach ihrem Tod brach der Ätna aus, und die Einwohner von Catania zogen mit dem Schleier der Heiligen dem Lavastrom entgegen, der darauf hin zum Stillstand kam. Agatha liegt in der Kathedrale von Catania begraben

In vielen katholischen Gegenden wird an diesem Tag das Agathabrot geweiht. Das Agathabrot ist Bestandteil vieler volkstümlicher Bräuche. So sollte immer ein Stück Agathabrot Zuhause aufbewahrt werden. Angeblich konnte dieses Stück Brot nicht schimmeln. So wurde sichergestellt, dass immer genügend Brot für die Familie vorrätig war.

Das Agathabrot galt außerdem als wohltuend für Kranke. Ihm galt der Schutz vor Fieber und Krankheiten. Auch dem Vieh wurde es vor dem Alpauftrieb verfüttert. Dies sollte Unheil fernhalten und sicherstellen, dass sich die Kühe vertragen. Und natürlich wurde es von den Bauern auch mit auf die Alphütten genommen, wo es ebenfalls zum Schutz für das Vieh neben dem Kreuz platziert wurde.

Traditionell werden, am Gedenktag der Heiligen, besondere Brote gebacken. Auch wir werden in der Messe am 5. Februar um 18.30 Uhr eine Brotsegnung durchführen. Bitte stellen Sie ihr Brot vor den Altar. Es ist ein Zeichen des Segens Gottes.

 

09.30 Uhr       Hl. Messe mit Auflegung der Asche

13.30 Uhr        Projekt für die Kinder

16.00 Uhr        Andacht für Kinder und junge Familien

18.30 Uhr        Hl. Messe mit Auflegung der Asche

Am Aschermittwoch, wenn der Fasnachtstrubel vorbei ist, beginnt die Fastenzeit.  Der Prophet Joel hat geschrieben: „Kehrt um von ganzem Herzen“(Joel 2, 12). Diese Einladung klingt beim ersten Hinhören vielleicht nicht sehr verlockend. Sie macht aber ganz deutlich, dass die Zeit vor dem Osterfest uns fragen will, ob wir in allem, wie wir leben, einfach so weitermachen können.

Kehrt um – das ist die Einladung, alte und ausgetretene Wege zu verlassen und Neues, Ungewohntes zu wagen. Es ist die Einladung, sich selbst mit seinen Stärken und Fähigkeiten, seinen Schwächen und Grenzen, mit seiner Vergangenheit und Geschichte besser anzunehmen. Was macht mein Leben reich und was könnte es noch mehr bereichern? Was hält mich von der Fülle des Lebens, die Gott uns Menschen geschenkt hat, ab?

Zu den Wegen darauf eine Antwort zu finden, zählt seit der Frühzeit der Kirche das Fasten. Der Aschermittwoch ist also der erste Tag der 40 tägigen Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten. Der Name Aschermittwoch kommt vom Brauch, die Asche von Palmzweigen des Palmsonntags des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen auf der Stirn mit einem Kreuz aus dieser Asche zu zeichnen.

Am Aschermittwochsgottesdienst teilzunehmen ist ein großer Beitrag,  dass die Fastenzeit dieses Jahres uns die Möglichkeit gibt, Bewusstheit und Achtsamkeit zu pflegen.

„Advent, Advent ein Kerzlein brennt“. Alle Jahre wieder kommen nicht nur das Christuskind, sondern auch die Vorbereitungen zum Adventkranzbinden. Das alljährliche Adventskranzbinden fand auch dieses Jahr, am Samstag, 22. November statt, – ein Anlass, der die Vorfreude auf die Adventszeit stimmungsvoll einläutete.

Um 9.00 Uhr traf sich eine Gruppe aus Kindern und Erwachsenen, um Adventskränze zu binden. Priska Kollegger und Andrea Bürkli bereiteten alle Materialien vor: Tannenzweige, Draht, Gartenschere sowie Dekoration, Kerzen, Schleifen, Kugeln und viele andere verschiedene Sachen. Danach begannen wir, die frischen Tannenzweige in kleine Bündel zu sortieren.

Im nächsten Schritt wurden diese Bündel sorgfältig und gleichmäßig mit Bindedraht rund um den Strohring befestigt. Dabei achteten wir darauf, dass keine Lücken entstehen und der Kranz seine typische dichte Form erhält. Nachdem der gesamte Ring mit Zweigen bedeckt war, kontrollierten wir die Stabilität und richteten einzelne Zweige noch aus.

 

Anschließend dekorierten wir den Kranz. Die vier Kerzen wurden mit Kerzenhaltern fest angebracht, danach verzierten wir den Kranz mit Schleifen und Naturmaterialien wie Zapfen und getrockneten Orangenscheiben. Zum Schluss überprüften wir, ob alles fest sitzt.

Das gemeinsame Basteln des Adventskranzes hat uns viel Spaß gemacht und uns geholfen, in Adventsstimmung zu kommen und uns auf die Ankunft Jesu Christi in unserem Leben vorzubereiten. Der fertige Adventskranz zeigt außerdem unser Talent, eine schöne, handgefertigte Dekoration zu gestalten.

 

Kerzen sind in den dunklen Wintermonaten unverzichtbar. Sie spenden Licht und Wärme, bringen Farbe in unsere Wohnungen und symbolisieren Hoffnung in der Dunkelheit, indem sie in dieser Zeit Hoffnung in uns wecken. Auch in der Kirche selbst spielt die Kerze das ganze Jahr über eine zentrale Rolle. Sei es als Osterkerze, die uns jeden Sonntag an die Auferstehung Christi erinnert, oder als Taufkerze, die die Übergabe unseres Lebens an Gott symbolisiert.

Das Entstehen einer Kerze, ihr stetes Eintauchen in warmes, flüssiges Wachs, weckt Gefühle der Besinnlichkeit und des Glücks. Eine so geschaffene Kerze kann nur in Ruhe entstehen. Das Kerzenziehen hat seinen eigenen Rhythmus, der Geduld abverlangt: Eintauchen, auskühlen und wieder eintauchen. Mit jedem Ablauf nimmt der Durchmesser der Kerze um eine Wachsschicht zu.

An 5 Nachmittagen im November konnten die Untervazer im Keller vom katholischen Pfarreiheim auch dieses Jahr wunderschöne Kerzen selber machen. Gefragt und verlangt war wie immer bei dieser äußerst kreativen und langsamen Tätigkeit; Geduld! Dass ab und zu eine Kerze im warmen Wachs verschwand, wurde von den „Opfern“ tapfer und mit einem leeren Schlucken ertragen. Mit einer „Jetzt-erst-Recht“-Miene holten sie sich einen neuen Docht und begannen wieder von vorn. Das Resultat: lauter schöne Kerzenunikate!

Wir danken allen, die gekommen sind und freuen uns bereits jetzt aufs nächste Kerzen ziehen. Auch ein großes Dankeschön an alle freiwilligen Helfer, die uns während den 5 Tagen unterstützt haben.

Vielen herzlichen Dank. 

Das Jahr 2025 verabschiedet sich langsam und wir feiern an Weihnachten den neuen Anfang der Geburt eines Kindes. Am Ende des Jahres wird die Rückschau gehalten und Gott geht mit uns durch Jesus in eine neue Zukunft. Die drei Worte in der Weihnachtsgeschichte sind sehr Sinnvoll, wenn wir in die Zukunft schauen: „Fürchtet euch nicht!“

„Fürchtet euch nicht!“, sagt der Engel zu Maria, als er ihr verkündet, dass sie mit Jesus schwanger ist.

„Fürchtet euch nicht!“, sagt der Engel zu Josef, als er Maria heimlich zurücklassen will. „Fürchtet euch nicht!“, sagt der Engel zu den Hirten, als er ihnen die Geburt Jesu verkündet.

„Fürchtet euch nicht!“ – Auch uns werden diese Worte gesagt. Nur Gott kann diese drei Worte mit Autorität zu uns sprechen, und wir brauchen nichts weiter, um nach den Feiertagen in den Alltag zurückzukehren.

„Fürchtet euch nicht!“, sagt Gott zu uns in den Schwierigkeiten und Niederlagen unseres Lebens. „Fürchtet euch nicht!“, denn im Alltag ist Gott für uns da; er weiß, was wir ihm bedeuten; er lässt uns nicht allein.

Und warum sollten wir uns nicht fürchten? Die Antwort ist so paradox wie wunderbar! „Weil uns ein Kind geboren wurde.“ Denn in diesem Kind macht sich der große Gott klein, wird Mensch, um die Menschheit zu sich zu führen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und die Erfahrung, dass durch den Glauben an den menschgewordenen Sohn Gottes ein Stück Himmel auf Erden kommt und dass auch wir im neuen Jahr 2026 ein Geschenk des Himmels für andere werden können!

 

 

Der traditionelle Laternenumzug zum Gedenktag des Hl. Martin fand am 9 November in Untervaz statt. Beginn war in der reformierten Kirche mit einer ökumenischen Andacht. Dann folgte der Laternenumzug durch das Dorf. Kinder und Erwachsene folgten dem Hl. Martin, der auf einem Pferd vorausritt, mit ihren selbstgebastelten Laternen und mit den stimmungsvollen Martinsliedern. Die musikalische Gestaltung und Leitung übernahmen Priska K. und Priska V. Nach dem Umzug haben wir uns im katholischen Pfarrsaal mit warmem Punsch und Weggli gestärkt.

Herzlichen Dank an alle, die diesen Martinsumzug dieses Jahr auch möglich machten und ihn in irgendeiner Weise verschönert haben. Bis zum nächsten Jahr hoffentlich mal wieder bei schönem Wetter.

Am Sonntag, den 9. November, feierten die Erstkommunionkinder gemeinsam mit ihren Familien und der Gemeinde ihren Vorstellungsgottesdienst unter dem Motto „Ich bin wie ein Samenkorn in Gottes Garten“.

Das Thema zog sich wie ein roter Faden durch die Feier: So wie ein Samenkorn wachsen und gedeihen darf, sollen auch die Kinder im Glauben wachsen und erfahren, dass Gott sie auf ihrem Weg begleitet.

Durch die symbolischen Handlungen der Kinder während der Vorstellung wurde deutlich, dass die Pflege des Ackers sehr wichtig für das Keimen des Samens und das Wachstum der Pflanze ist: Nur wenn der Boden gepflegt wird, kann der Samenkorn keimen, wachsen und Frucht bringen – so wie auch die Kinder auf die Fürsorge und Begleitung von Eltern, Paten und Gemeinde angewiesen sind, um im Glauben zu reifen.

Die Kinder wirkten im Gottesdienst aktiv mit – sie trugen auch Kyrie und Fürbitten vor  und sangen mit Begeisterung verschiedene Lieder unter der kompetenten und herzlichen Begleitung von Priska von Däniken.

Alle Mitfeiernden erhielten am Schluss der Feier einen keimenden Samen als Andenken, verbunden mit der Einladung, für die Erstkommunionkinder zu beten und sie auf ihrem Weg zu unterstützen – so wie man einen jungen Keim hegt und pflegt, bis er zur Blüte gelangt.

Der Gottesdienst war ein schöner Auftakt auf dem Weg zur Erstkommunion und machte auch durch das Gleichnis vom Sämann im Evangelium spürbar: Gott handelt mit unendlicher Geduld und Liebe. Er will, dass alle Menschen seine frohe Botschaft hören und dass in jedem Herzen sein Reich von Frieden, Freude und Gerechtigkeit wachsen kann.

Roberta Dietiker

 

 v.l.n.r. unten: Raphael Pfiffner, Nino Bürkli

 oben: Eric-Lean Bursian Gil, Amy Gruber, Sienna Fetz,

Valentina Bächler, im Bild fehlt Beat Joos

Am 31. Oktober fand in unserer Pfarrei das Allerheiligen-Projekt mit den Kindern statt. Ziel war es, den Kindern auf kindgerechte Weise die Bedeutung des Allerheiligen –  und Allerseelenfestes näherzubringen.

Nach einem gemeinsamen Nachtessen haben wir ein kleines Theaterstück über das Leben vom Heiligen Franz von Assisi vorbereitet und gespielt. Die Kinder haben sich aktiv eingebracht und mit großer Freude verschiedene Rollen übernommen.

Im kreativen Teil des Projekts haben die Kinder eine kleine Laterne gebastelt, die sie in die Kirche mitgenommen haben. Dort haben wir bei Kerzenschein die Heiligendarstellungen betrachtet. Die Kinder haben erfahren, wer diese Heiligen waren und warum sie für viele Menschen ein Vorbild sind. Mit einem gemeinsamen Gebet für die Verstorbenen haben wir den spirituellen Teil des Projektes abgeschlossen. Die Kinder konnten dabei ihre Angehörigen auf dem Friedhof besuchen und für sie eine Kerze anzünden. So wurde spürbar, dass wir in einer grossen Gemeinschaft verbunden sind – mit den Heiligen im Himmel und allen, die uns im Glauben vorausgegangen sind.

Mit einem Eis und gemeinsamem Spiel ging unser Abend um 20:30 Uhr auch schon wieder zu Ende. Es war ein schöner Abend und wir danken den Kindern, die so engagiert und interessiert dabei waren.

Roberta und Priska

 

Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem will Menschen motivieren zwischen Weihnachten und Neujahr, einen einfachen aber persönlichen Beitrag für Dialog und Frieden zu leisten. «Friede auf Erden den Menschen guten Willens» verkündete der Engel den Hirten bei der Geburt von Jesus.

„Auch wenn die Hoffnung auf Frieden fast erlischt, keimen immer wieder Zeichen der Hoffnung, wenn endlich Parteien in Konfliktgebieten wieder aufeinander zugehen. Auch in unserer Nähe scheinen die Fronten manchmal verhärtet, stehen Angst, Verbitterung, Frustration und Unaufmerksamkeit einem harmonischen Miteinander im Weg. Darum soll das Friedenslicht-Motto 2025 jeden einzelnen von uns ganz direkt ansprechen und uns anregen in unserem Umfeld für mehr Frieden und Licht zu sorgen“.

Es ist klar, dass das Friedenslicht kein magisches Zeichen ist, das den Frieden herbeizaubern kann. Es erinnert uns vielmehr an unsere Pflicht, uns für den Frieden einzusetzen. Mit jeder Entscheidung für den Frieden wächst die Chance darauf weiter. Am 18. Dezember 2025 vor der Hl. Messe ist das Friedenslicht in unserer Pfarrkirche.

 

Der Advent ist für viele von uns schon lange keine ruhige und besinnliche Zeit mehr. Wir eilen von einem Termin zum anderen, Weihnachtsfeiern, Besorgungen und Vorbereitungen für die großen Feiertage und die Hektik in den Städten und Geschäften lassen uns kaum noch Zeit. Gerade aber im Advent sind wir eingeladen ruhig zu werden, Zeit zu finden für uns und für Gott.

Seit einigen Jahren wird in unserer Pfarrei in der Adventzeit das Rorate gefeiert. Der Name „Rorate-Messe“ stammt vom Anfangswort des lateinischen Eröffnungsverses „Rorate caeli desuper…“ (Tauet Himmel von oben), den wir auch aus dem Kirchenlied „Tauet Himmel den Gerechten…“ kennen. Der Ursprung der deutschen Bezeichnung „Engelamt“ liegt wohl im Evangelium, das in diesen Messen verkündet wurde: Maria begegnet dem Engel Gabriel, der ihr die Botschaft bringt, sie werde ein Kind vom Hl. Geist empfangen.

Als winterliche Frühmesse wurde das Rorateamt bei Kerzenschein gefeiert und konnte wegen seiner Bedeutung für die Gläubigen festlich gestaltet werden. So entstand jene Feier bei Kerzenlicht und feierlicher Musik. Mit den Roraten wollen wir uns eine Auszeit schaffen vom hektischen Treiben und uns vorbereiten auf die Ankunft des Herrn. Nach dem Gottesdienst wollen wir uns im Pfarrheim zu einem gemeinsamen Frühstück zusammenfinden um dann anschließend seelisch und leiblich gut gestärkt den Tag zu meistern. Wir freuen uns auf Euer kommen!

Das Wort „Advent“ kennt man in unserer Gesellschaft kaum noch. In den Medien ist jetzt von der „Vorweihnachtszeit“ die Rede oder gar schon von „Weihnachten“. Dabei haben die Wochen vom ersten Adventssonntag bis zum 24. Dezember ihren ganz eigenen Inhalt und ihr eigenes Gepräge.

Ein neues Kirchenjahr, das Lesejahr A, beginnt mit dem letzten Sonntag im November Advent. Der liebe Advent ist schon wieder da. Ein Geschenk Gottes. Advent heißt nicht etwa Erwartung wie oft zu hören ist, sondern ist die Übersetzung des griechischen Wortes Parusia, was Ankunft bedeutet – genauer gesagt, begonnene Anwesenheit. In der Antike wurde das Wort gebraucht, um die Ankunft oder bereits eingetroffene Anwesenheit eines Königs oder Herrschers auszudrücken. Advent heißt also begonnen Anwesenheit, nämlich Gott selbst. Advent sagt uns: Gottes Anwesenheit in der Welt hat schon begonnen. Seine Anwesenheit  ist jedoch noch nicht  vollendet.

In dieser Zeit will er sichtbar in uns, den Glaubenden, anwesend sein in der Welt. Durch unser Glauben, Hoffen und Lieben will er sein Licht hineinleuchten lassen in die Nacht der Welt. Die Lichter, die wir in der dunklen Jahreszeit entzünden, sind Tröstung und Mahnung zugleich: Das Licht der Welt ist im Dunkel der Nacht von Bethlehem schon aufgegangen und die unheilige Nacht der menschlichen Sünde in die Heilige Nacht der göttlichen Verzeihung dieser Sünde umgewandelt. Doch das Licht kann nur weiterleuchten, wenn es in denen leuchtet, die es als Zeugen des Glaubens forttragen durch die Zeiten. Gott bracht sozusagen unser Lichtsein.

Der Advent ist nämlich nicht nur die Vorbereitungszeit auf die weihnachtlichen Hochfeste mit ihrem Gedächtnis des ersten Kommens des Gottessohnes Jesus Christus zu den Menschen. Der Christ schaut nicht nur auf das vergangene, sondern ebenso auf das Kommende. Er weiß inmitten aller Katastrophen der Welt – auch der persönlichen – mit überlegener Gewissheit, dass die Saat des Lichtes in verborgener Weise wächst, bis eins Tages das Gute endgültig siegen wird: wenn Christus wiederkommt. Die begonnene Anwesenheit Gottes wird eines Tages vollendete Anwesenheit sein. Dieses Wissen macht uns frei und schenkt uns Geborgenheit im Blick auf das Kind von Bethlehem, den Menschgewordene Sohn Gottes, in dem der Vater seine ganze Liebe offenbart die jeden von uns persönlich erreichen will.

So wird der Advent wirklich zu einer Zeit des Wartens und der Erwartung, einer Zeit der Stille und Innerlichkeit, einer Zeit um zum Wesentlichen zu finden, zu einer Zeit der Hoffnung, dass Gott in mir und anderen Mensch werden kann. Ihnen allen wünsche ich, auch im Namen des Kirchen-Vorstandes und Seelsorgeteams für die kommende, hoffentlich nicht allzu hektische Zeit, viel Kraft und Mut, sich für das Wesentliche und das Richtige zu entscheiden. Möge Gott Sie und Ihre Zeit mit seinem Segen erfüllen.

 

 

 

 

Martin von Tours ist einer der lieb gewordenen Heiligen der Kinder.  Am bekanntesten ist die Episode, wie er mit dem Bettler am Stadttor von Amiens den Mantel teilt, woraufhin ihm Christus im Traum erschienen sei, um ihn für den Mantel zu danken. Am Martinstag gibt es abends viele Pfarreien einen schönen Umzug.

Unser traditioneller ökumenischer Martinsumzug findet dieses Jahr am Sonntag, 9. November, statt. Wir treffen uns um 17.30 Uhr in der reformierten Kirche und machen uns nach einer Andacht auf den Weg durch unser Dorf, um Martins Botschaft mit unsere Laternen «in die Welt» zu tragen.

Ein sehr bekannter Martinsbrauch ist deswegen das Basteln von Laternen für den Martinszug. Kinder und Erwachsene bringen Licht in die triste, dunkle Zeit des Novembers. Gleichzeitig erzählt das Licht der Laternen die Botschaft, dass Jesus, das Licht für die ganze Welt, bei uns ist – gerade auch in dunklen Zeiten. Es gibt, wie jedes Jahr, einen spannende Ablauf und natürlich eine schmackhafte Verpflegung.

Herzliche Einladung an alle, Große, Kleine, Junge und Ältere, die sich von diesem uralten Brauch verzaubern lassen wollen.

 

 

Nebel – Regenwetter – Schneeschauer – trüb und kalt sind die Tage im Monat November. Die Tage werden immer kürzer, und die Nächte immer länger. Viele Menschen leiden in diesen Wochen unter starken Gefühlsschwankungen. Jeder sehnt sich danach, dass – wenn es auch nur Stunden sind – sich die Sonne am Horizont zeigt.

Als Zeichen der Hoffnung und Stärkung im Kranksein kennt die katholische Kirche das Sakrament der Krankensalbung. Die Kirche bringt damit ihre Überzeugung zum Ausdruck, dass Christus die wichtigsten Abschnitte unseres Lebens – zu denen auch Zeiten der Krankheit und das Älter-Werden zählen – durch ein Sakrament begleitet.

In unserer Pfarrei wird am 22. und 23. November anschliessend der Messfeier der Empfang der Krankensalbung angeboten.

Wir freuen uns auf zahlreiche Mitfeiernde, die so erfahren dürfen, dass Gott zu ihnen ganz persönlich sagt: «Ich bin mit dir!»

Das Kirchenjahr nähert sich seinem Ende, der Herbst und die dunkle Zeit erinnern uns an die Vergänglichkeit alles Irdischen. So liegt es nahe sich auch jener besonders zu erinnern, die uns in die Ewigkeit vorangegangen sind. Am 1. November feiern wir das Sammelfest für alle Heiligen. Die Kirche gedenkt mit diesem Hochfest nicht nur der vom Papst heiliggesprochenen Frauen und Männer, sondern auch der vielen Menschen, die unspektakulär und still ihren Glauben gelebt und ihr Christentum konsequent verwirklicht haben.

Am 2. November gedenkt die Kirche aller Seelen, also aller Verstorbenen, von denen wir ja auch hoffen, dass sie bei Gott sind. Zusammen mit den Heiligen und allen Verstorbenen bilden alle Gläubigen die Gemeinschaft der Heiligen. Das ist die Gemeinschaft aller, die durch die Taufe Anteil haben am Heiligen, also an Gott selbst. Diese Gemeinschaft steht füreinander ein. So wie ich für andere zu Gott beten kann, kann ich auch hoffen, dass andere für mich zu Gott beten.

Heiligenverehrung heißt nicht, sie anzubeten – das ist allein Gott vorbehalten. Es heißt, sie und ihr Leben würdigen, sie als Vorbilder sehen und sie um Fürbitte und Beistand bitten – dass auch unser Leben gelingen möge.

Auf unserem Lebensweg ist sicher einiges auch nicht „heilig“ oder „heilsam“, wir werden schuldig aneinander, bleiben auch so manches schuldig, unser Leben ist fragmentarisch. Wenn einem das bewusst wird, ist das schmerzhaft, es tut uns Leid, vielleicht schämen wir uns auch dafür. Diese Aspekte der „Reinigung und Läuterung“ kommen an Allerseelen in den Blick: Menschen, lebende und verstorbene, brauchen den liebenden Blick Gottes. Bei ihm sind wir geborgen und angenommen, so wie wir sind.

Um diese heilsame Erfahrung für uns und unsere Verstorbenen ganz besonders für die Verstorbenen seit Allerseelen 2024:

Margreth Krättli, Jean-Pierre Wobmann, Agatha Eckert-Hug, Lorenz Bürkli-Hug, Anna Marie Hug, Crispin Bürkli-Senti, Benedikt Wolf-Scandella, Anton Cahenzli-Galliard beten wir an Allerseelen mit dem grossen Vertrauen „deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben gewandelt, nicht genommen.“ (aus der Liturgie für Verstorbene)

Wie jedes Jahr sind wir auch dieses Jahr mit unseren Ministranten nach Rust, in den Europapark, gefahren. Wir trafen uns am Samstag, 27. September um 5.45 Uhr in der Früh auf dem Dorfplatz, von da sind wir mit dem Car nach Rust gefahren. Um 10.00 Uhr sind wir in Rust angekommen und haben zusammen einen actionreichen und abenteuerlichen Tag erlebt.

Wir hatten den ganzen Tag sehr viel Spass und konnten nicht genug bekommen von den wilden Fahrten mit den Achterbahnen. Der Tag ging leider viel zu schnell zu Ende und wir traten die Heimreise an.

Die Rückreise im Bus war sehr still, die Kinder waren müde und haben geschlafen. Gegen 23 Uhr sind wir wieder auf dem Dorfplatz angekommen. Diesen Samstag erlebten unsere Ministranten, dass Mini sein nicht nur der wichtige und ehrenvolle Dienst in der Kirche ist, sondern zwischendurch mit Treffen und Ausflügen bereichert wird.

Wir haben den Tag mit euch sehr genossen. Schön, dass ihr alle dabei wart. Wir freuen uns bereits jetzt, auf den nächsten Ausflug mit euch.

Priska Kollegger, Lorena und Stefan Bürkli und Paulo Costa da Silva

 

Am 7. September wurde St. Gallen zum Treffpunkt für über 5.000 Ministrantinnen und Ministranten aus der gesamten Deutschschweiz. Unsere Pfarrei war mit 9 Minis auch dabei und konnte bei strahlendem Spätsommerwetter ein fröhliches und buntes Fest feiern. Das abwechslungsreiche Programm bot für alle etwas. Hundert Ateliers sorgten für Spass und Bewegung, aber auch für Konzentration und Geduld: Kletterwand, Seil Park, Hüpfburgen, Riesentöggelikasten, Tanz Workshops, Kerzenziehen, Hebräisch schreiben, Tattoos und vieles mehr. Auch für das leibliche Wohl war es gesorgt: vom St. Galler Bratwurst bis hin zu Chicken Nuggets, Pommes, Schnitzelbrot und Zuckerwatte. Ein zentrales Element des Tages waren die drei voll besetzten Gottesdienste, die in besonderer Atmosphäre gefeiert wurden und Gemeinschaft sowie Spiritualität in den Mittelpunkt stellten. Mit dem Minifest bedankt sich die Kirche bei den 25.000 Minis in der Schweiz, die sich regelmässig bei der Feier der Liturgie einsetzen. Es war nicht nur ein Tag voller Freude, sondern auch ein starkes Zeichen für die lebendige und engagierte Gemeinschaft der Minis in der Schweiz.

Roberta Dietiker

 

Am 11. September unternahmen wir die diesjährige Wallfahrt zum Kloster Disentis – ein spirituelles und gemeinschaftliches Erlebnis, das uns noch lange in schöner Erinnerung bleiben wird. Die Wallfahrt führte durch die Berglandschaft bis zum traditionsreichen Benediktinerkloster Disentis.

Der Tag begann um 7.45 Uhr mit einer kurzen Besinnung und dem Reisesegen von Pfarrer Issac. Gegen 9.15 Uhr erreichten wir das Kloster Disentis. Der Empfang durch Bruder Efraim und die Mönchsgemeinschaft war herzlich. In der kleinen Marienkapelle feierten wir gemeinsam die Heilige Messe. Anschliessend bekamen wir eine Orgelführung, welche sehr eindrücklich und spannend war. Nach der Orgelführung durften wir um 11.45 Uhr dem Mittagsgebet der Mönche lauschen bevor wir im Kloster Restaurant bei einem feinen Mittagessen ein wenig verweilen konnten.

Nach dem Mittagessen hatten wir kurz die Möglichkeit im Kloster Laden eine Shopping-Tour zu machen und uns mit Kloster eigenen Köstlichkeiten oder Souvenirs auszustatten.

Nach der Mittagspause machten wir mit Bruder Martin eine Führung durchs Kloster wo er uns viele spannende und interessante Details über das Kloster erzählte.

Um 15.15 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Obersaxen, wo wir im Restaurant Stai bei der Familie Janka einen z’Viari Halt machten. Bei Kaffee und Kuchen tauschten wir Eindrücke aus, lachten gemeinsam und ließen die Erlebnisse Revue passieren. Gegen 17.00 Uhr machen wir uns auf den Nachhauseweg. Während des Abstiegs begleitete uns nicht nur das Rosenkranz-Gebet, sondern auch die Eindrücke des ganzen Tages.

Die Wallfahrt zum Kloster Disentis war mehr als nur Ausflug – sie war ein Akt des Glaubens und ein Ausdruck gelebter Gemeinschaft. Wir freuen uns bereits heute auf die Wallfahrt mit euch, im nächsten Jahr. Schön, dass ihr dabei wart.

Der Kirchenvorstand                                                                                       (weitere Fotos finden Sie unter Galerie)

 

Am 24. September trafen sich 16 Kinder vom Kindergarten bis zur 4. Klasse unter der Leitung von Christina Brimer und Priska von Däniken im Pfarreiheim.

Sie machten sich bewusst, wofür sie dankbar sind, durften Gemüse und Früchte bewusst kosten und sich überlegen, woher sie kommen und wie unterschiedlich sie wuchsen.

Mit Gesang und gemeinsames Lesen, bereiteten sie sich auf den Gottesdienst vor.

Am 28. September während des Gottesdienstes, lasen die 4. Klässlerinnen den Psalm 104, während dem alle jüngeren Kinder ein grosses Bild passend zum Psalm neben den Altar legten.

«…Herr, wie zahlreich sind deine Werke!…»

Zum Schluss bekamen alle Kinder leckeres Obst.

Wir danken allen Kindern die am Projekt teilgenommen haben und freuen uns bereits jetzt auf das Erntedankfest 2026 mit euch.

Priska v. Däniken und Christine Brimer

 

Im Oktober begeht unsere Kirche die Weltmission. «Durch seine Jünger, die zu allen Völkern gesandt und von ihm auf geheimnisvolle Weise begleitet werden, setzt Jesus, der Herr, seinen Dienst der Hoffnung für die Menschheit fort. Noch immer beugt er sich über jeden armen, geplagten, verzweifelten und vom Bösen heimgesuchten Menschen, um »auf seine Wunden das Öl des Trostes und den Wein der Hoffnung zu gießen« (…) Im Gehorsam gegenüber ihrem Herrn und Meister und mit demselben Geist des Dienens führt die Kirche, die Gemeinschaft der missionarischen Jünger Christi, diese Sendung fort, indem sie inmitten der Völker für alle da ist.» In seiner Botschaft zum 99. Sonntag der Weltmission – mitten im Jubiläumsjahr – erinnert uns der inzwischen verstorbene Papst Franziskus mit Nachdruck daran, wie unverzichtbar es ist, dass die Kirche in einer von Unsicherheit, Leid und Krisen geprägten Welt als lebendiges Zeichen göttlicher Hoffnung wirkt.

Der Sonntag der Weltmission ist daher für jede und jeden eine Gelegenheit, sich dieser missionarischen Aufgabe aufs Neue bewusst zu werden. Durch das Gebet und eine solidarische Spende kann jede und jeder von uns Teil dieser missionarischen Bewegung werden, die Verbindungen zu anderen Gläubigen herstellt und pflegt; auf diese Weise wird die Zusammengehörigkeit der Weltkirche deutlich.

Dieses Jahr lenkt Missio Schweiz den Blick auf den süd- und südostasiatischen Raum – auf die Kirchen in Bangladesch, Myanmar und Laos. Wenn wir am Weltmissionssonntag am 19 Oktober die Mission durch unsere finanzielle Gabe, durch Opfer und durch unser Gebet zu unserem eigenen Anliegen machen, leben wir die allgemeine Berufung zu einem guten Christen und sind somit in der Kirche missionarisch tätig. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen schönen Sonntag der Weltkirche und sage herzlichen Dank für Ihr “Feuer und Flamme sein“ und Ihre Großzügigkeit.

 

Traditionell gilt der Oktober als Rosenkranzmonat und ist, wie der Monat Mai, in besonderer Weise Maria gewidmet. Das Rosenkranzgebet ist das Gebet der liebenden Seele. Es hilft uns in hervorragender Weise auf unserem persönlichen Weg zu Christus.

Wenn wir den Rosenkranz zum Gebet in unsere Hände nehmen, dann treten wir mit Maria ein in den heiligen Raum der Offenbarung und betrachten in den einzelnen Geheimnissen das, was Gott für uns getan hat. Wir vertiefen uns in die unendliche Herablassung und Liebe, die in der Menschwerdung Jesu zum Ausdruck kommt. Darum sagte der Hl. Papst Johannes Paul II: „Den Rosenkranz beten ist nichts anderes, als mit Maria das Leben von Jesus zu betrachten.“

Die Geschichte hat gezeigt, dass man mit dem Rosenkranz sogar Kriege verhindern oder gewinnen kann. Die Gottesmutter sagte zu Luzia in Fatima: „Mit dem Rosenkranzgebet könnt ihr alles erbeten“. Vielleicht wäre der Rosenkranzmonat Oktober der richtige Zeitpunkt, die rettende Perlenkette in die Hand zu nehmen. Wer gerne den Rosenkranz betet oder sich mal wieder diesem Gebet öffnen möchte, den laden wir im Oktober ganz herzlich zu unseren Rosenkranzgebeten, täglich um 18.00 Uhr, ein.

 

 

Erntedankfeste gibt es schon seit Urzeiten in fast allen Kulturen und Religionen, es ist eines der ältesten Feste der Menschheit. In der römisch-katholischen Kirche wird bereits seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. das Erntedankfest gefeiert. «Wer nicht danken lernt, der lernt weder haben noch geben» schreibt den ehemalige Bischof von Aachen. Die größte Kraft des Lebens ist die Dankbarkeit. Nur ein dankbarer Mensch kann sich der Guten wirklich erfreuen, dass ihm geschenkt ist.

 

 

 

Herzliche Einladung zum diesjährigen Erntedankfest, am Sonntag, 28. September 2025, um 9.30 Uhr.

 Wir wollen gemeinsam für die Gaben der Schöpfung danken und im festlichen Gottesdienst Segen für das kommende Jahr erbitten. Der Gottesdienst wird musikalisch begleitet von Priska von Däniken und den Schülern von Christine Brimer.

 

 

Neben dem 1. August als Nationalfeiertag kennt unser Bundesstaat seit 1832 jeweils am dritten Sonntag im September noch einen gemeinsamen Tag der Besinnung, der geprägt ist durch die Stichworte: Dank, Busse und Beten. Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag bedeutet, dass wir an unsere Zukunft glauben, dass wir Solidarität und Nächstenliebe leben und dass wir – wie es am Anfang unserer Bundesverfassung heisst – auf «Gott den Allmächtigen» setzten.

Den diesjährigen – Dank, Buss- und Bett-Tag feiern wir ganz besinnlich und feierlich am 21. September um 9.30 Uhr. Dieser Festgottesdienst wird musikalisch durch den Frauenjodelchor Wildwuchs begleitet. Anschließend der Hl. Messe findet ein Apéro statt.

Wir laden Sie herzlich zu dieser Feier ein.

Schön war’s auf der Alp Salaz. Doch hat das Wetter in diesem Jahr nicht so recht mitgemacht. Es hat zwar nicht geregnet – Gott sei Dank – aber die Sonne hatte sich auch nicht so oft gezeigt.

Der Gottesdienst fand in diesem Jahr vor der Alphütte statt, weil es viel zu nass war für den „Keller“. Das fanden die meisten Besucher ganz in Ordnung, so konnten sie bequem sitzen und schon etwas trinken.

Beim Gottesdienst haben außer den Geistlichen Pfarrer Issac und Florian Sonderegger auch noch der Traichler-Club-Dreien, das Alphorn Duo Emil und Heidi und eine Gruppe der Musikgesellschaft Untervaz mitgewirkt. Herzlichen Dank an alle.

Die Tages erste Lesung war Psalm 121. Danach haben Pfarrer Issac und Pfarrer Florian Sonderegger uns gemeinsam das Evangelium als zweite Lesung nach Lukas 12, 13-21 vorgetragen. Es ging um das Gleichnis vom reichen Kornbauer.

Zu Beginn der Auslegung der Evangelien Stelle versuchte Pfarrer Issac, ein Missverständnis auszuräumen. Das Gleichnis sollte nicht moralisch verstanden werden im Sinne von »Reichtum ist verwerflich und wer reich ist, ist wegen seines Reichtums moralisch schlecht«. Jesus sagte nicht: „Hütet euch vor vielen Gütern!“ Wir können uns ungetrübt an all den schönen Dinge freuen, die wir durch Gottes Güte unser Eigen nennen können. Wer reich ist, braucht deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. 

Eine größere Scheune zu bauen und für die Zukunft vorzusorgen, das ist doch sehr vernünftig – müsste man meinen. Denn warum tadelt Jesus dieses Verhalten? Bei genauerem Hinsehen geht es im Gleichnis Jesu darum, wie der Kornbauer mit seinem Reichtum umgeht und was sein Besitz für eine Bedeutung in seinem Leben hat. Er gibt sich dem Glauben hin, nun für sein Leben ausgesorgt zu haben, nicht nur im materiellen Bereich. Er meint, dass damit auch sämtliche Bedürfnisse seiner Seele gestillt seien. Er sagt: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht. Der Kornbauer irrt sich, wenn er meint, mit seinem Reichtum sämtliche für sein Leben wichtige Bedürfnisse und Sehnsüchte befriedigen zu können. Er macht sich damit von seinem Besitz abhängig.

Außerdem hat er keinen Blick mehr für andere Bedürfnisse seiner Seele, zum Beispiel die Beziehungen zu anderen Menschen und zu Gott. Das Gleichnis kritisiert nicht nur eine Lebensart, die den Reichtum überbewertet. Es beinhaltet auch eine Botschaft, die da sagt: Ihr seid mehr wert als das, was ihr besitzt. Jesus verurteilt nicht die Menschen, die viel haben, aber er fordert sie eindringlich auf, sich nicht in erster Linie oder gar ausschließlich durch den Besitz zu definieren.

Wie jedes Jahr, diesmal auch hörten wir den Alpsegen dann von Sämi, dem Chef der Älpler.

Nach dem Gottesdienst gab es dann noch etwas für das leibliche Wohl. Würste vom Grill und Schnitzelbort, zubereitet von Pipo Simmen, Markus Bürkli und Andrea Bürkli. Für die Getränke war das große Älplerteam (Freunde und Verwandte von den Älplern) zuständig. Kuchenbuffet und Kaffee haben auch nicht gefehlt. Herzlichen Dank an alle Helfer und Helferinnen.

Musik zur Unterhaltung gab es auch noch vom Alphornduo Emil und Heidi, einer Gruppe der Musikgesellschaft Untervaz, und einem Alphornbläser, der auch noch gejodelt hat (Herr Düring), gesungen wurde auch noch; Sepp Hug zusammen mit seiner Frau. Sie alle gaben abwechslungsweise ihr Bestes zur Freude der vielen Gäste.

Herzlichen Dank an alle, die an diesem Sonntag auf der Alp waren. Gottes Segen für alle und lasst uns viele gute Werke vollbringen, bis wir uns wiedersehen beim nächsten Alpgottesdienst am 2. August 2026.

Priska Kollegger

Warum gibt es immer wieder Kriege, warum schaffen wir es nicht, in Frieden zu leben? Ist Frieden vielleicht nur eine Illusion? Wahrscheinlich hätten wir  es niemals für möglich gehalten, dass wir einen Krieg erleben in Europa, an dem die Russen beteiligt sind. Und wir erwischen uns dabei, wie wir ab und zu doch ängstlich werden, dass der Konflikt nicht begrenzt bleibt, wir erwischen uns dabei, wie wir uns um die Zukunft unseres Lands Sorgen machen.

Hier frage ich mich, warum gibt es immer wieder Kriege, warum bekommen wir das nicht hin, in Frieden zu leben, Frieden zu halten? Sitzt der Krieg in Friedenszeiten irgendwo still in der Ecke und wartet, bis wir ihn wieder von der Leine lassen? Also warum können wir nicht in Frieden leben?

Am 25. September feiern wir den Gedenktag unseres Landes Patron. Hl. Nikolaus von Flüe. Seine ganze Kraft setzte er für den Frieden ein.  „Friede ist all wegen in Gott“, waren seine Worte. Warum? Weil Gott allein der Friede ist. Das ist seine entscheidende Einsicht: Außerhalb von Gott ist kein Friede möglich. Er kann nur in Gott und von Gott her verwirklicht werden, da wahrer Friede nie menschliches Werk ist.

Der Eigennutz wird zur zerstörerischen Krankheit des Menschen, schwächt ihn bis zur Unfähigkeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Das eigenmächtige Treiben stürzt ihn in tödlichen Abgrund. Hl. Nikolaus von Flüe benennt es in einem Brief an den Rat von Bern mit einfachen, unmissverständlichen Worten: „Unfriede aber zerstört“. Unfriede und Unrecht tragen den Keim der Zerstörung in sich. Jesus preist in der Bergpredigt nicht einfach die Friedfertigen, sondern die Friedensstifter, jene, die mit dem Einsatz ihres ganzen Wesens  ”Frieden machen“.

Für Hl. Nikolaus von Flüe beginnt dieser Kampf im eigenen Herzen, dort, wo Eigennutz und Machtgier ihre Wurzeln haben. Um Körper und Geist zu läutern und für den vollen Friedenseinsatz verfügbar zu machen, übt Nikolaus hartes Fasten, körperliche Zucht, bewusstes Wachen und Beten.

Herzliche Einladung zum Gebet der Novene zum Hl. Nikolaus von Flüe (Beginn 16. September) Vorbereitung auf die Gedenktage des großen Fürsprecher für Frieden am 25. September. Neben persönlichen Anliegen darf ihnen gewiss auch die Bewahrung des christlichen Erbe Europas und die Zukunft  unseres Vaterlandes anvertraut werden.

Im September feiern wir drei marianische Gedenktage: Am 8. September feiern wir Mariä Geburt, am 12. September steht der Name Mariens im Mittelpunkt und am 15. September begehen wir das Gedächtnis der Schmerzen Mariens.

Alle drei Feste sind nicht aus der Bibel ableitbar, sie haben ihren Ursprung vielmehr in der Marienfrömmigkeit.  Maria ist eine von uns – sie hat Geburtstag wie wir, trägt einen Namen wie wir und leidet Schmerzen wie wir.

Jesus hat uns am Kreuz seine Mutter uns zur Mutter gegeben. Sie begleitet uns im Leben – in Freud und in Leid. Mit dem Blick auf Jesus und den Schmerzen seiner Mutter sollen wir wissen, dass alles Leid erlöstes Leid ist, weil Jesus es überwunden hat. Wenn uns Leiden und Kreuz auferlegt werden, stehen Jesus und Maria uns zur Seite. Nah beim Kreuz, ist nah beim Herrn. Und in allem Leid, das wir erleben, ist uns auch Maria, die Mutter Jesu, sehr nahe.

Weil: Maria kennt jeden Schmerz. Sie hat nicht nur Verständnis für unsere Sorgen und Nöte, für unsere Schicksalsschläge und Unglücke, sie kennt sie aus Erfahrung. Es ist ihr kein Leid unbekannt. Doch jedes Leid hat sie als den Willen Gottes erkannt und angenommen und im Glauben bejaht! Wir können das nicht aus eigener Kraft, aber in der Kraft der Gnade.

Gehen Sie zu dieser, unserer Mutter, mit der wir über alles reden können; sie versteht uns, sie wird uns keinen Vorwurf machen, sondern sie macht uns Mut, tröstet uns und hilft uns gerne!

 

Liebe Kinder und Eltern, nach langen Sommerferien, die hoffentlich für jede und jeden von euch erholsam und voller guter Erinnerungen sind, ist der Alltag langsam mit Kindergarten und Schule wieder da. “Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, das wusste nicht nur Hermann Hesse, als er sein Gedicht „Stufen“ schrieb; „jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, das spüren sie auch am Schulbeginn.

Wir wünschen allen Kindern, ihren Eltern und dem gesamten Lehrpersonal ein Schuljahr mit vielen bereichernden Begegnungen und berührenden Momenten. Mit Schwung und Elan mögen alle das kommende Jahr meistern und mitnehmen, was kostbar und wertvoll ist, um im Leben bestehen zu können.

Möge Gott mit seiner Nähe die kleinen und großen Anfänge in eurem Leben begleiten und euch so die Liebe ermöglichen zu ihm, unseren Mitmenschen und nicht zuletzt zu euch selbst.

 

 

Am Mittwoch, den 14. Mai 2025, fand das alljährliche ökumenische Frühlingsfest statt – ein Fest der Begegnung, der Freude und des gemeinsamen Glaubens. Unter dem Motto Für Spiess und Trank fürs täglich Brot, miar dankend diar o Gott versammelten sich rund 30 Kinder der evangelischen und katholischen Kirchgemeinden zu einem fröhlichen Miteinander.

Um 13.30 Uhr haben wir mit einer Geschichte in der reformierten Kirche gestartet, welche uns von Pfarrer Florian Sonderegger erzählt wurde. Priska Kollegger und Monika Todon haben mit den Kindern gesungen.

Im Anschluss sind wir mit den Kindern ins Rüfeli gegangen, wo sie in 4 Gruppen verschiedene Posten besucht haben. Bei Pfarrer Florian Sonderegger durften sie aus Gerste Mehl malen, damit wir einen Teig für das Brot am Abend machen konnten. Bei Monika Todon spielten die Kinder Memorie und mussten die Weizenpflanzen und die dazu passenden Samen finden. Bei Pascal Bott durften die Kinder ein Wasserspiel machen unter dem Motto „Jeder Tropfen zählt“ haben die Kinder Wasser mit verschiedenen Materialien transportiert. Und auch ein Z’Viari-Tisch durfte nicht fehlen. Die Kinder haben bei Priska Kollegger, Pfarrer Issac und Lorena Bürkli fleissig Früchte und Gemüse geschnitten und danach blind durch,tasten oder Geschmack, die Früchte erkennt.

Um 16.30 Uhr haben wir uns auf den Weg zum Rhein gemacht, wo uns Urs Looser bereits ein Feuer vorbereitet hatte, damit wir den Abend bei einer feinen grillierten Wurst, Chips, Gemüse und Marshmallows ausklingen lassen konnten. Pfarrer Sonderegger hat aus dem selbsthergestellten Mehl, feine Brötli für den z’Nacht auf dem Feuer gemacht. Das ökumenische Frühlingsfest war auch in diesem Jahr wieder ein gelungenes Zeichen gelebter Einheit in der Vielfalt. Die gute Zusammenarbeit der Helferinnen und Helfer aus beiden Gemeinden zeigte: Wenn wir gemeinsam anpacken, entsteht etwas Schönes – nicht nur im Frühling.

Ein herzlicher Dank geht an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!

Am 21. Mai fand in unserer Gemeinde eine Maiandacht statt, die von den Kindern zusammen mit Priska Kollegger gestaltet wurde. Unter dem Motto „Maria – eine Mutter für uns alle“ bereiteten die Kinder mit viel Freude und Engagement eine liebevolle Andacht zu Ehren der Gottesmutter Maria vor.

Die Kinder übernahmen verschiedene Rollen: Sie lasen Fürbitten und biblische Texte vor und trugen Kerzen, Blütenblätter, Blumen, Steine und ein Seil zu Maria vor. Musikalisch wurde die Andacht von Saverio und Eros Repole (Gitarre) und Corina Repole (Querflöte) begleitet.

Viele Familien und Gemeindemitglieder kamen, um diese Mai-Andacht mitzuerleben. Die Stimmung war feierlich und gleichzeitig sehr herzlich. Nach der Andacht versammelten sich alle im Pfarreiheim und liessen den Abend bei Kaffee/Sirup und Kuchen ausklingen.

Ein herzlicher Dank gilt allen Kindern, den Begleiterinnen und Begleitern sowie den Eltern, die diese schöne Maiandacht ermöglicht haben. Es war eine eindrucksvolle Erinnerung daran, wie lebendig und kindgerecht gelebter Glaube sein kann.

Die Wallfahrt begann früh am Morgen. Um 8.00 Uhr traf sich die Gruppe bei der Bushaltestelle Dorf in Untervaz. Nach einer kurzen Begrüßung ging es mit dem Bus Richtung Bahnhof und mit dem Zug weiter nach Einsiedeln.

Gegen 10.45 Uhr erreichten wir Einsiedeln. Die Kinder waren beeindruckt vom imposanten Barockbau des Klosters. Danach besuchten wir die Messe in der Kloster Kirche, in welcher auch unser Pfarrer Issac konzelebriert hatte.

Nach dem Mittagessen in der Nahegelegenen Pizzeria haben wir uns auf einen Rätselpfad um das Klostergelände herum, begeben. Dabei haben die Kinder vieles über die Geschichte des Klosters und der Gnadenkapelle erfahren.

Am Schluss des Rätselpfades versammelten wir uns in der Gnadenkapelle für ein Gebet. Jedes Kind durfte dann noch eine Kerze anzünden. Und dann blieb auch noch ein wenig Zeit für spielen auf dem Spielplatz oder Shopping und natürlich hat auch ein feines Glace nicht gefehlt. 

Gegen 16:30 Uhr traten wir die Rückfahrt an – müde, aber voller schöner Eindrücke.

Fazit: Die Wallfahrt nach Einsiedeln war ein gelungener und erlebnisreicher. Die spirituelle Erfahrung, gepaart mit Bewegung, Spiel und Gemeinschaft, machte diesen Ausflug zu einem besonderen Erlebnis, das die Kinder sicher lange in Erinnerung behalten werden.

Roberta und Walter Dietiker, Priska Kollegger, Pfarrer Issac

 

Mit  Maria, der Mutter Jesu, haben wir Katholiken es ganz besonders. Am 15. August werden wir sie nochmal extra „hoch leben lassen“. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Hochamt der Aufnahme Mariens in den Himmel“, im Volksmund „Mariä Himmelfahrt“ ist genannt. Maria ist mit Leib und Seele von Gott in den Himmel aufgenommen worden und dort lebt Sie für immer in der Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott.

Von einer Him­mel­fahrt Mari­ens ist in der Bibel an kei­ner Stel­le die Rede. Es gibt ver­schie­de­ne Legen­den rund um den Tod von Maria. Die­se berich­ten davon, dass Maria in einem Fel­sen­grab bestat­tet wor­den sei, das aber nach drei Tagen – genau wie bei ihrem Sohn Jesus – leer vor­ge­fun­den wur­de. Aber nicht ganz leer: An der Stel­le des Gra­bes lagen bun­te Blu­men und Kräu­ter, die das Grab mit süßem Duft erfüll­ten. Daher stammt auch unser heu­ti­ger Brauch, an Mariä Him­mel­fahrt Kräu­ter­bu­schen zu bin­den und sie beim Got­tes­dienst seg­nen zu lassen.

Wenn Maria in den Himmel aufgefahren sein soll, was hat das für den heutigen Menschen zu bedeuten? Vielleicht ist es ähnlich wie beim Bergsteigen. Wer je schon mal auf einem hohen Berg war und nicht gerade der sicherste und geübteste Bergsteiger ist, der weiß, wie entlastend und ermutigend es sein kann, wenn entgegenkommende Wanderer, die schon auf dem Gipfel waren, bestätigen: „Es ist nicht mehr weit, es ist nicht so schlimm, wie es aussieht, ihr schafft auch noch das letzte Stück. Und noch dazu ist da oben ein Seil, an dem man sicher zum Gipfel gehen kann!“

Ähnlich ist auch für uns die die Aufnahme Mariens in den Himmel so ein ermutigender und hoffnungsvoller Zuruf: Mensch, du schaffst auch noch das letzte Stück in deinem Leben. Es ist nicht so schwer, wie es aussieht. Ich hab es auch geschafft. Noch dazu ist da ein Seil an der Wand. Es ist das rettende Seil von Jesus. Er rettet uns alle über den Abgrund des Todes ins Leben, in die Auferstehung und ins himmlische Jerusalem. Das Fest lenkt unseren Blick auf das Ziel unseres Lebens, dass wir einmal bei Gott leben und seine Herrlichkeit schauen dürfen.

Mit diesen Gedanken zum Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel und der dazu gehörenden Kräuterweihe möchten wir Sie in diesem Jahr auch am 15. August zur Kräuterweihe in der Pfarrkirche einladen.

 

Der Monat Juli steht wieder vor uns. Es ist der Monat, der geprägt ist von Ferien, von Freizeit. Für viele die schönste Zeit des Jahres: endlich mal keine Proben und Prüfungen, keinen oder weniger Stress, die Seele baumeln lassen, endlich mal Zeit, um das zu tun, was man schon lange tun wollte. Wie oft habe ich in den letzten Wochen gehört: „Der Akku, der Tank ist leer“.  Also zunächst einmal “Entspannen“, wieder in den Normalzustand zurückkehren, so wie die Sehne eines Bogens. Wenn die Sehne eines Bogen immer angespannt bleibt, leiert sie aus. Aber entspannen allein genügt nicht. Wir müssen in diesen freien Tagen auch genügend Energie, Power, Kreativität, usw. tanken, für die Zeit nach den Ferien, nach dem Urlaub.

Jeder von uns, muss in diesen Tagen selbst entscheiden, wie er/sie sich am besten erholt. Aber bitte vergessen Sie dabei nicht, dass sich nicht nur Ihr Körper von den Anstrengungen der letzten Monate erholen muss, sondern vor allem auch Ihre Seele! Unser Körper holt sich im Normalfall was er braucht: Schlaf, Nahrung, etc. Und die meisten Menschen nehmen sich viel Zeit, ihn zu pflegen, vom Kopf bis zu den Füßen. Das lassen wir uns auch etwas kosten.

Meistens trifft das nicht im gleichen Maß für unsere Seele zu. Sie aber  ist mein Innerstes, sie macht mich aus. In Ihr kommt alles zusammen: Freude, Glücksgefühle, Trauer, Schmerz, Enttäuschungen, Verletzungen, Ängste und manches mehr. Dies alles zu verarbeiten, ist Aufgabe unserer Seele. Keine leichte Aufgabe! Und manchmal kommt sie mit dem „verdauen“ gar nicht nach. Wir stehen dann neben uns und nicht selten verhalten wir uns aggressiv, unzufrieden, verletzend, hoffnungslos, egoistisch, rechthaberisch, usw. Dann braucht unsere Seele Zeit. Zeit von uns: Zeit zur Erholung, Zeit des Auftankens. 

Wie geht es? Das geht ganz einfach mit kurzen Zeiten der Stille oder der Meditation, einer kleinen Pause für ein Gebet oder einfach nur ein Staunen über Gottes wunderbare Schöpfung jetzt in dieser Jahreszeit. Das geht auch durch ein gutes Gespräch und eine wohltuende Begegnung, den Besuch einer Kirche oder eines Gottesdienstes. Alles das können Quellen sein, die nicht nur uns selbst und unsere Mitmensch guttun und erfrischen, sondern auch unsere Beziehung zu Gott. Laden wir unsere Akkus also auf, auch bei Gott, damit wir voller Energie und Power nach den Ferien weitermachen können. 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen, gerade auch denen, die nicht anderswo Ferien machen können und denen die krank oder nicht mehr so beweglich sind, dass Sie eine segensreiche und erholsame und schonende Zeit haben. Wir freuen uns ein glückliches Wiedersehen mit neuer Lebens- und Schaffensfreude nach der Zeit der Erholung.

Dieses Jahr,mitten im Sommer, am 10. August, begeht unsere Pfarrei das Patrozinium – den Gedenktag des Hl. Laurentius. Von Anfang an wurde er in der frühen Kirche sehr verehrt, eigentlich nach dem heiligen Petrus und dem heiligen Paulus wurde er in der frühen Kirche am meisten verehrt, eben aufgrund seines Bekennermutes, seiner Standhaftigkeit, seiner ganzen Persönlichkeit und seines großen Herzens für die Armen. „Die Armen sind die wahren Schätze der Kirche“ so hat er es prägnant formuliert. Papst Leo der Große sagte über Laurentius: „Das Feuer, das in ihm brannte, half ihm das äußere Feuer des Martyriums zu bestehen.“ Am Patrozinium wollen wir ihn selbst zu uns sprechen lassen und bitten ihn um seine große Fürsprache bei Gott.

Am 10. August gehen die Schulferien zu Ende.  Dann beginnt für alle Schülerinnen und Schüler die Schule wieder. Seit Hl. Laurentius Patron der Schüler und Studenten ist, in der Patrozinium-Eucharistiefeier danken wir Gott für all das Gute, dass er an uns getan hat und stellen wir unseren Kindern unter dem Gottes Schütz und Segen. Die Schultüten dürfen auch gerne mitgebracht werden, die werden dann auch gesegnet.

Laurentius hat mit dem Leben bezahlt. Aber er hat Recht behalten. König Valerian konnte das Feuer des Glaubens nicht auslöschen. Deswegen können wir heute Laurentius feiern und uns von ihm anstecken lassen. Wir würden uns wirklich sehr freuen, wenn viele Kinder mit ihren Familien kämen.

 

 

„Viele Wege führen zu Gott. Einer geht über die Berge,“ ist ein Sprichwort.

Auf einem Berggipfel fühlen sich viele Menschen Gott ein kleines Stück näher als sonst. Deshalb sind auch Berggottesdienste so beliebt. Der dies jährige ökumenische Alpgottesdienst findet am 3. August, um 10.30 Uhr statt. Erfahren Sie Gottes Wort inmitten unserer herrlichen Bergwelt. Der Gottesdienst wird von der Musikgesellschaft Untervaz sowie Heidi Nutt und Emil Herrsche (Alphorn) begleitet und verschönert.

Nach der Feier kann in der Alpwirtschaft bei Speis und Trank die herrliche Aussicht genossen werden.

Nehmen Sie eine Auszeit vom hektischen Alltag und genießen Sie die Gemeinschaft mit anderen in der einmaligen Natur.

Es würde uns freuen, wenn viele am Gottesdienst teilnehmen würden.

Am 1. August wird in der ganzen Schweiz die Entstehung der Eidgenossenschaft gefeiert. Die Errungenschaften der Schweiz beruhen auf dem festen Willen zur Unabhängigkeit im Inneren wie gegen außen.

An diesem Tag darf wie ein Vulkan Dankbarkeit sprühen für die vielen schönen Seiten unseres Landes und dass Gott uns vor großen Katastrophen bewahrt hat.

Der Glaube an Gott stärkt und tröstet uns. Gott der Herr schenkt uns Kraft und Segen! Der Nationalfeiertag bietet uns die Gelegenheit, dass wir uns erneut auf die Kraft des Gebetes besinnen. Wir können nichts Besseres tun, als in einer Eucharistiefeier teilzunehmen. Im Zentrum der Eucharistiefeier stehen Freude und Dankbarkeit. Alle Gebete und Worte sind geprägt von dieser Dankbarkeit – auch das Schweigen.

Wir laden alle ganz herzlich ein, diesen grossen Tag in unserer Pfarrei am Freitag den 1. August um 9.30 Uhr mitzufeiern.

 

In der katholischen Kirche ist der Monat Juni traditionell dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht und findet Ausdruck im Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, das am zweiten Freitag nach Fronleichnam bzw. am dritten Freitag nach Pfingsten (dieses Jahr am 27. Juni) begangen wird. Ebenfalls wird jeweils der erste Freitag des Monats als Herz-Jesu-Freitag (es ist üblich an diesem Tag am Schluss der Hl. Eucharistie eine Andacht mit Aussetzung des Allerheiligsten und anschließender Spendung des sakramentalen Segens abzuhalten) gefeiert.

Schon in der frühen Kirche gab es die Vorstellung einer aus dem Herzen Jesu hervorgehenden Kirche. Den biblischen Hintergrund für diese Vorstellung finden wir in der Kreuzigungsszene wie sie in Jn. 19, 34 berichtet wird: „Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.“ Ausgehend von dieser Vorstellung formte sich bis zum Mittelalter die Herz-Jesu-Frömmigkeit aus. Die Verbreitung der Herz-Jesu-Verehrung ist vor allem den Jesuiten zu verdanken, die sich dieser Frömmigkeitsform annahmen.

Das Fest Heiligstes Herz Jesu macht uns ganz deutlich, wie sehr Gott uns Menschen liebt. Das zeigt sich darin besonders deutlich, dass er uns aus Liebe nicht irgendetwas schenkt, sondern seinen Sohn. Wer sich nun auf diese Liebe Gottes in Jesus Christus einlässt, der wird von dieser geschenkten Liebe überwältigt sein. Am Christuszeugen Paulus hat diese Liebe Gottes ein wahres Wunder bewirkt. Er hat sich dieser Liebe geöffnet und so wurde aus dem wütenden Christenverfolger der überzeugte Völkerapostel.

Die Liebe Gottes wird uns also in Jesus Christus geschenkt. Jesus erkennen und annehmen heißt somit, sich der Liebe Gottes öffnen. Wer diese Liebe in seinem Leben wirken und durchschimmern lässt, kann selber zur Quelle der Liebe werden. So ist die Liebe der Schlüssel zu Gott und den Mitmenschen, der Zugang zu einer lebendigen und erfüllenden Liebe zu Gott und einer gelingenden und versöhnten Begegnung mit dem Nächsten.

 

Fronleichnam – komisches Wort – Als Kind dachte ich immer daran, dass man froh und glücklich über eine Leiche, den Tod sein soll. Seltsam. Nein, es geht um etwas anderes: Um „Corpus Christi“ den Körper des Herren!

Nach der Passion, dem Leidensweg Christi mit Demütigungen, Verfolgungen, Aburteilung und Hinrichtung, Tod und Auferstehung, Trauer und Verzweiflung, flüchtige Begegnung auf dem Weg nach Emmaus, Himmelfahrt und das Gefühl ganz allein gelassen zu sein. Dann die erneute Wende an Pfingsten. Da ist ja der Geist, den wir spüren, der uns bewegt! Der bleibt! Und jetzt wird es wieder handfest und gegenständlich: Der Körper Christi!

Fronleichnam bedeutet, die wirkliche Gegenwart, die wahre Gegenwart Jesu, seines Leibes und Blutes im Brot und Wein der Eucharistiefeier freudig zu feiern. In der biblischen Sprache stehen die Begriffe „Körper“ oder „Fleisch“ für den ganzen Menschen. Wenn Jesus heute mit den Aposteln das Abendmahl feiern und in der heutigen Sprache ausdrücken würde, was er vor den Opfergaben von Brot und Wein sagen möchte, würde er wahrscheinlich sagen: „Das bin ich. Das bin ich für euch.“

Wie sehr uns dieses Brot prägen möchte, bringt der heilige Augustinus zum Ausdruck, wenn er sagt: „Sei, was du siehst, und empfange, was du bist: den Leib Christi.“ Die Realpräsenz der Eucharistie muss Konsequenzen haben, sie will uns in den Leib Christi verwandeln. Wer wirklich in die eucharistische Schule geht, beginnt zu teilen: Brot, Zeit, Leben, Erfahrungen, Hoffnung, Glauben. Die Eucharistie wird nur dort wirklich gefeiert, wo seine Gegenwart unser Leben erreicht und uns dazu bringt, sie mit anderen zu teilen.

Am Sonntag, 22. Juni: Was wir das ganze Jahr hindurch im Gotteshaus feiern und verehren und gläubig empfangen, das tragen wir an Fronleichnam hinaus in die Öffentlichkeit. Das Allerheiligste, sonst ehrfurchtsvoll in der Kirche verwahrt, wird heute auf Straßen und Plätzen jedermann gezeigt. Es kommt in unsere Welt, in unseren Alltag, dorthin, wo wir leben und arbeiten und wohnen.

Wenn wir mit dem Allerheiligsten durch die Straßen ziehen, bekennen wir uns öffentlich zu Jesu Christus, geben wir Zeugnis für ihn inmitten einer säkularisierten Welt. IHN grüßen wir, IHM singen wir Lieder, IHN beten wir an im hl. Sakrament des Altares.

 

 

 

 

Der Dreifaltigkeitssonntag wird 1334 als Hochfest am Sonntag nach Pfingsten in den Kalender der Kirche aufgenommen. Seit frühester Zeit ist für Christen in aller Welt diese Formel das kürzeste Bekenntnis unseres Glaubens an Gott, von dem wir als den dreifaltigen oder dreieinigen Gott sprechen. „Dreifaltigkeit“ versucht, die in der Bibel seit Jahrtausenden bezeugten Erfahrungen der Menschen mit dem einen facettenreichen Gott  auszudrücken. Im Alten Testament erfährt das Volk Israel Gott als schöpfenden und sorgenden Vater im Himmel.

Jesus offenbart und sich selbst als Gott in Ewigkeit aus dem Vater durch den Heiligen Geist. Mehrere Personen haben das Wesen Gottes immer wieder in Bildern auszudrücken versucht: Tertullian wählt das Bild vom Baum aus Wurzeln, Stamm und Zweigen. Augustinus vergleicht das Geheimnis mit dem Menschen aus Körper, Seele und Geist. Patrick von Irland sieht die Dreifaltigkeit im Kleeblatt versinnbildlicht, der Theologe David Clemens in der Rechnung 1 x 1 x 1 = 1 oder drei Kerzenflammen ineinander gehalten: drei Flammen, eine Glut – ist ein weiteres Bild. 

Am Dreifaltigkeitssonntag findet nach altem Brauch während der Eucharistiefeier eine Salzsegnung statt. „Warum wohl wurde die feierliche Salzsegnung gerade auf den Dreifaltigkeitssonntag gelegt? Nachdem der Tod, die Auferstehung, die Himmelfahrt und die Geistsendung gefeiert wurde, soll zeichenhaft verkündet und uns bewusst werden, dass die Salzsegnung auch mit dem Auftrag Jesu: «Ihr seid das Salz der Erde» verbunden werden soll“. (Liturgische Institut)

Wer Salz segnen lassen will, der soll sein Salz am 14. Juni vor 18.00 Uhr oder am 15. Juni vor 09.30 Uhr vorne auf den Altar legen. Im Anschluss an den Gottesdienst kann das gesegnete Salz wieder mit nach Hause genommen werden.

 

Nach Weihnachten und Ostern feiern wir nun Pfingsten. Was hat es eigentlich mit dem Heiligen Geist auf sich? Mutlos waren die Freunde Jesu. Voller Trauer, Angst und Zorn. Dann passierte etwas Seltsames. Plötzlich waren sie wie verwandelt. Das erste Pfingsten erlebten ein paar Menschen in Jerusalem. Männer und Frauen, die mit Jesus durchs Land gezogen waren. Ohne ihn waren sie nur ein verlorener Haufen. Sie wollten ja glauben, dass er auferstanden sei, dass er lebt. Aber das war damals auch nicht einfacher als heute.

So war der Zweifel stark und der Glaube klein. Und dann geschah etwas Unerklärliches, so erzählt es die Apostelgeschichte (Apg. 1, 12-14). Der Geist Gottes, sonst unsichtbar wie Gott selbst, zeigte sich für einen Moment. Durch Feuerflammen auf den Köpfen der Jesusfreunde. Petrus tritt vor eine bunte Menschenmenge, die sich aus verschiedenen Nationen und Sprachen zusammensetzt, und er wird verstanden. Durch ein Wunder der Verständigung in allen Weltsprachen. Fremde und Einheimische hörten das Evangelium in ihrer Muttersprache.

Gottes Geist hält sich nicht an Grenzen zwischen Menschen, Gruppen, Kulturen oder Nationen. Er ist international tätig. Ein christlicher Dichter unserer Tage hat geschrieben: Gottesgeist – das ist ein Tätigkeitswort. Er formuliert damit den Gedanken, dass Gott uns nicht einfach statisch gegenübersteht und gleichsam ein kalter Glaubensgegenstand ist, sondern dass ER und der Glaube an IHN etwas zutiefst Lebendiges und Bewegendes ist. Er weht, wo er will. Er ist in den Schwachen mächtig. Er macht Ängstliche ruhig, Engstirnige weitsichtig und bringt bisher Gleichgültige zu leidenschaftlichem Engagement.

Wenn wir den Heiligen Geist in unser Herz hineinlassen, dann kann ein neues Pfingsten geschehen, ein neuer Sturm der Begeisterung seinen Anfang nehmen, der uns von lähmender Angst befreit und ungeahnte Kräfte freisetzt. Lassen wir uns von ihm anstecken! Diese Bewegung soll zu Begegnungen hinführen. Hin zu ihm und zu unseren Mitmenschen.

Die Zeit zwischen dem historischen Pfingsten und heute ist die Zwischenzeit der Kirche. Es ist unsere Zeit, in der wir unterwegs sind zum Zielpunkt unseres Lebens, der einst auch unser Ausgangspunkt war, zum Herzen des Vaters. Damit wir dorthin finden und das Ziel nicht verfehlen, brauchen wir dringend das Brau­sen des Geistes, welches das Haus unseres Herzens erfüllen und uns dazu bewegen möge, den Menschen in Wort und Tat die frohe Botschaft des Evangeliums glaubwürdig zu bezeugen.

Ein frohes Pfingstfest und die vielfältigen Gaben des Heiligen Geistes in allen

Lebenslagen wünscht Ihnen.

 

Der Mai gilt angesichts der Blütenpracht und des Frühlings als der schönste Monat. In der Tradition der Katholischen Kirche übernimmt Maria diese Rolle. Sie gilt als „Blüte der Erlösung“, „Schönste aller Frauen“ und „Frühling des Heils“. Die Darstellung Marias auf den Marien Altären ist mit einer wahren Blütenfülle geschmückt. Die Blumen wiederum sind ein Symbol für Maria in ihrer Gnadenfülle, die auch das verlorene Paradies symbolisieren.

Seit Papst Paul VI. in seiner Enzyklika „Menso maio“ („Im Monat Mai“) vom 1. Mai 1965 die besondere Verehrung Marias in diesem Monat empfahl, ist diese Liturgieform fester Bestandteil geworden. In der Enzyklika schreibt er: “Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt. Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus. Es sei eine teure Gewohnheit unserer Vorgänge, diesen Marienmonat zu wählen, um das christliche Volk zu öffentlichem Gebet einzuladen, so oft die Nöte der Kirche oder eine drohende Weltgefahr dies verlangten“.

Wir wissen, dass schon im Frühjahr manche Stürme kommen können. Da brausen die Stürme, und es kommen auch kalte Nächte, und das hat schon mancher Wurzel und mancher Blüte schwer geschadet. So gibt’s auch in der Menschenseele Stürme, auch da gibt’s Fröste, böse Tage und Stunden. Es ist gut, wenn wir die Gottesmutter bitten, dass sie unser Seelengärtlein mit ihrem mütterlichen Schutze umfriedet.

In unserer Pfarrei finden folgende Maiandachten statt, jeweils um 19.00 Uhr:

7. Mai, musikalische Unterhaltung mit Priska von Däniken

14. Mai, musikalische Unterhaltung durch eine Musikgruppe aus Untervaz

21. Mai, musikalische Unterhaltung durch Familie Repole

28. Mai um 18.00 Uhr Aussetzung

Im Namen des Mainandachtsteams wünsche ich Ihnen allen einen gesegneten „Wonnemonat“ Mai und lade zu den Maiandachten in unserer  Pfarrei herzlich ein.

„Warum bei den Toten nach einem Lebenden suchen?“ Jesus lebt. Das ist der Kern unseres Glaubens. Gottes unsterbliche Liebe zu Jesus hat den Tod beiseitegeschoben und ihn durch den Tod in ein herrliches Leben geführt. Seine Auferstehung offenbart die Treue Gottes, des Vaters, zu Jesus und zu uns allen.

 „Christus ist wahrhaft auferstanden.“ Dieses Bekenntnis ist keine Illusion, sondern der Grund unserer Hoffnung. Es ist der Dreh-und Angelpunkt unseres Glaubens. Nicht der Tod hat das letzte Wort, sondern das Leben.

Ein solcher Glaube an die Auferstehung ist allerdings keine billige Vertröstung auf ein Jenseits. Er ermutigt vielmehr, schon jetzt, hier und heute, als österliche Menschen zu leben und aus dem Licht des Osterglaubens unser Leben zu wagen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ganz herzlich ein frohes und gesegnetes Osterfest. Mögen besonders unsere Kranken aus der Botschaft von Ostern neue Hoffnung schöpfen.

 Die Fastenzeit lädt uns ein, innezuhalten und neu auf Gott zu schauen. Gemeinsam wollen wir uns auf den Weg machen, unser Leben betrachten und uns von dem lösen, was uns belastet. Dabei geht es nicht nur um Verzicht, sondern um eine tiefere Freude – die Freude, unseren Glauben bewusster zu leben und in der Gemeinschaft der Kirche neue Kraft zu schöpfen. 

In diesen Feiern wollen wir uns von Gottes Wort berühren lassen, unser Herz für seine Liebe öffnen und uns in der Gemeinschaft gegenseitig stärken: Solche Bußgottesdienste dienen einer gemeinsamen Vorbereitung auf den Empfang des Bußsakraments, sie ersetzen diesen nicht. Im Anschluss an den Gottesdienst besteht die Möglichkeit das Sakrament der Versöhnung zu empfangen.

Herzliche Einladung zu den Bußgottesdiensten zur Vorbereitung am Freitag 11. April um 18.00 Uhr Kreuzwegsandacht und anschließend die Bußfeier auf das Osterfest.

5. Fastensonntag (dem sogenannten Passionssonntag) trägt den alten Namen „Judika“ nach dem Eröffnungsvers „Judica me, Deus“ (Ps 43,1), „Verschaff mir Recht, o Gott …!“. Es ist die Klage des betenden Menschen, seine Bitte, dass Gott ihm Recht verschafft. Bisher sind wir durch die Zucht der Sinne und der Leidenschaften, durch die Entsagung, das Fasten, Beten und Almosengeben für das Große, das uns von jetzt an zu beschäftigen hat, empfänglicher geworden. „Selig die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“. Jetzt richten wir unsere Augen auf das Kreuz, das uns traditionsgemäß bis am Karfreitag verhüllt wird, damit wir in das Leiden unseres Herrn vor allem mit unseren Herzen eintauchen und darin seine Liebe zu uns intensiver erfahren. Es ist gewissermaßen ein Fasten für die Augen, um den Blick neu zu schärfen für das, was man sonst als ganz gewöhnlich und alltäglich ansieht. Und fragen wir uns: Wer ist er – für mich? Ist er mein Trost im Leben wie im Sterben?

 

PALMSONNTAG

Der Palmsonntag beginnt die Karwoche, die im Osterfest mündet – dem höchsten und wichtigsten Ereignis im gesamten Kirchenjahr. Es beginnt mit dem fröhlichen und feierlichen Einzug Jesu in Jerusalem – voller Jubel, Fröhlichkeit, Gesang, Buntheit. Diese Fröhlichkeit prägt auch den Beginn des Gottesdienstes: einfach herrlich – draußen zu stehen, an einem strahlenden sonnigen Tag, mit vielen Menschen, alle mit Palmzweigen in den Händen und dem bunten, flatterndem Schmuck daran.

Und dann die Wende: Der Tag verliert seine Fröhlichkeit. In allen Einzelheiten hören wir die Leidensgeschichte Jesu: die Furcht Jesu im Garten Getsemani – der Verrat des Judas – die Gefangennahme Jesu – die Verleugnung durch Petrus – das Verhör durch Pilatus – die Auslieferung durch Pilatus – die Verspottung durch die Soldaten – der Kreuzweg Jesu – und schließlich die Kreuzigung Jesu, die in seinem Tod endet.

Die biblischen Lesungen am Palmsonntag laden uns ein, uns bereit zu machen für die Geschehnisse der kommenden Tage. Richten wir unser Inneres und unsere Gedanken ganz auf diese bedeutsamen Tage. Schieben wir alle Ablenkungen beiseite, um dieses hohe und wichtige Fest intensiv erleben zu können und uns von Gott berühren zu lassen.

 

  1. April 2025 um 18.00 Uhr Rosenkranz, anschließend Hl. Messe

 

  1. April um 9.30 Uhr, Besammlung bei schönem Wetter vor dem Pfarrheim. Palmzweige verteilen und segnen. Prozession zur Kirche und Feier der Hl. Messe. Sie sind eingeladen, auch selbst Palmsträusse zum Segnen mitzubringen.

 

HOHER DONNERSTAG / GRÜNDONNERSTAG

  1. April um 19.00 Uhr Rosenkranz, Hl. Messe vom letzten Abendmahl, anschließend stille Anbetung

 

KARFREITAG

Freitag den 18. April um 10.00 Uhr Kreuzweg

Um 15.00 Uhr Karfreitagsliturgie, anschließend Beichtgelegenheit

 

KARSAMSTAG

  1. April um 09.30 Uhr Andacht zur Grabesruhe

17.00 – 18.00 Uhr Beichtgelegenheit

Hochfest der Auferstehung des Herrn

Um 21.00 Uhr Osternachtfeier

Besammlung vor der Kirche beim Osterfeuer

 

OSTERSONNTAG

  1. April um 9.30 Uhr Hl. Messe

18.00 Uhr Rosenkranz

 

OSTERMONTAG

  1. April um 9.30 Uhr Hl. Messe

18.00 Uhr Rosenkranz

 Eine besinnliche, ruhige und vor allem ergreifende Passion-Kar- und Osterzeit!

Am Samstag, 22. März, haben wir zur Vertiefung der Erstkommunion am Projekt Senfkorn in Cazis teilgenommen.

Der Projekttag begann mit einer kurzen Einführung durch Sr. Marjana, welche den Kindern einiges über das Kloster erzählte. Anschließend ging es für die Kinder in verschiedene Gruppen, in denen sie unterschiedliche Stationen durchliefen. Die eine Gruppe besuchte die Hostienbäckerei, wo sie selber Hostien ausstanzen durften. Diese Hostien durfte Pfarrer Issac mit nach Untervaz nehmen, so dass die Kinder ihre eigenen Hostien an der Erstkommunion haben werden.

Eine weitere Station war der Bastelposten. Dort durften die Kinder eine Zündholzschachtel verzieren und bekleben. Die Schachtel wurde dann mit Watte ausgelegt. Wozu die Schachtel gebraucht wird, erfuhren die Kinder dann später bei der Verabschiedung.

Nach den zwei Posten gingen wir alle gemeinsam zum Mittagsgebet in die Kapelle, wo wir mit den Schwestern das Mittagsgebet beten durften. Anschliessend bekamen wir im Kloster einen feinen z’Mittag – Rahmschnitzel mit Nudeln. Nach dem Mittagessen gingen wir zurück in die Kapelle wo uns Sr. Marjana verabschiedete. Die Kinder durften dazu im Altarraum mit der Schwester Platz nehmen und bekamen, für ihr selbst gebasteltes, mit Watte ausgeschmücktes „Bettchen“ eine kleine Jesus-Figur, welche sie in Watte eingebettet mit nach Hause nehmen durften.

Am Nachmittag fuhren wir zurück nach Untervaz, wo wir im Pfarreiheim mit Priska von Däniken die Lieder für die Erstkommunion geübt haben, die Erstkommunionkleider anprobiert haben und für die Dekoration am Erstkommunion-Tag gebastelt haben. Nach einem feinen z’Viari war der Tag zu Ende.

Der Projekttag im Kloster Cazis war ein voller Erfolg und trug dazu bei, dass die Kinder mit einer freudigen Erwartung auf ihre Erstkommunion zugehen können.

Es war ein sehr schöner Tag und wir möchten uns ganz herzlich bei allen beteiligten Bedanken. Vor Allem bei Roberta Dietiker, die den Tag organisiert hat und uns mit feinen Kuchen am Nachmittag verköstigt hat. Ebenso bei Pfarrer Issac, Priska von Däniken, allen Kindern und Eltern.

Der Kirchenvorstand

 

Die nüchterne Fastenzeit wird am 25. März von einem Hochfest unterbrochen, das auf den ersten Blick nicht auf Ostern, sondern auf Weihnachten ausgerichtet ist. In seinem Mittelpunkt steht der Glaube an die Menschwerdung Gottes. Das Tagesevangelium ist der vertraute Bericht des Evangelisten Lukas von der Begegnung Marias mit dem Erzengel Gabriel, der ihr die Empfängnis eines Sohnes ankündigt, durch das Wirken des Heiligen Geistes (Lk 1, 26-38).

Dieses Fest ist in erster Linie ein Christus-Fest. Deshalb wurde der traditionelle Namen des Festes „Mariä Verkündigung“ bei der Liturgiereform in 1969 durch den älteren Titel „Verkündigung des Herrn“ ersetzt. In der Ostkirche wurde die Verkündigung bereits um 550 nach Christus gefeiert, im 7. Jahrhundert wurde das Fest dann auch in Rom eingeführt.

Die Verkündigung des Herrn ist nicht nur eine heilsgeschichtliche Entwicklung für die ganze Menschheit, sondern auch für das alltägliche Leben jedes Einzelnen. Seit diesem Tag kann ich sicher sein, dass Gott mich in allem versteht, was mich bewegt, weiß er doch aus eigenem Erleben, wie es einem Menschen ergehen kann im Auf und Ab seines Daseins.

Danken wir Gott für das Geschenk der Gnade, die eine solche Ganzhingabe möglich macht; danken wir für die vielen Früchte dieser Hingabe, die wir schon in diesem Leben ernten dürfen und für das strahlende Beispiel der Gottesmutter, das uns Mut macht und Gnade verleiht. Bitten wir darum, dass die Früchte der Gnade in unserem Leben so reich sind, dass uns einst die völlige Ganzhingabe geschenkt werden kann.

Herzliche Einladung zur Festmesse am 25. März um 18.30 Uhr mit dem vorgängigen Rosenkranz um 18.00 Uhr.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit und das klingt eigentlich nicht besonders festlich oder fröhlich. In einem alten Fastnachtsschlager heißt es sogar: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei …!“ Aber am Aschermittwoch ist längst nicht alles vorbei! Manches fängt dann erst richtig an! Entdecke: bei Aschekreuz und Fastenzeit geht es um die Fülle des Lebens. Wie üblich, fand in unserer Pfarrei am Mittwoch, 5. März das Aschermittwochprojekt statt, wir sind um 16.00 Uhr im Pfarreiheim zusammengekommen. In diesem Jahr durften wir (d.h. Priska von Däniken, Lorena Bürkli, Pfarrer Issac, Roberta Dietiker und Priska Kollegger) 24 Kinder begrüssen.

Nach der Begrüssung und einem Gebet haben wir ein neues Lied einstudiert: Effata öffne dich…. Dieses Lied haben wir dann auch in der Hl. Messe um 18.30 Uhr gesungen.

Danach wurde ein alter Palmbuschen gezeigt und im Kreis von Hand zu Hand weiter gegeben. Die Kinder beschreiben, was es ist, woran er erinnert usw… Pfarrer Issac hat erklärt: Das ist der Palmbusch vom Palmsonntag aus dem letzten Jahr. Am Sonntag vor Ostern habe ich ihn in die Kirche getragen, dort wurde er gesegnet und danach habe ich ihn zu Hause zum Kreuz gesteckt als Erinnerung an den Jubel und die Begeisterung am Palmsonntag. Alle haben damals Jesus zugejubelt.

Der Palmzweige geht noch einmal im Kreis herum und jeder nimmt sich ein Kätzchen. Der Palmbuschen ist alt. Er ist nicht mehr Nahrung für die Bienen, er eignet sich nicht mehr zum Jubel und zum Schmuck. Wir geben ihn ins Feuer, damit er sich in Asche verwandelt. Dafür braucht man eine Feuerschale und ein Feuerzeug. Die dürren Äste haben wunderbar gebrannt.

Asche dient dann den lebenden Pflanzen als Dünger. So ist es auch mit unserem Glauben: Immer wieder wird er dürr und verstaubt. Er hat keine Kraft mehr. Dann braucht es Neues und Wandlung.

Sobald die Asche ausgekühlt war, mussten wir sie noch sieben.

Nun haben wir die Kinder in drei Gruppen eingeteilt: 1. Posten Fastenwürfel basteln. 2. Posten Fastensuppe kochen und 3. Posten Fastenbriefe einpacken.

Die Kinder haben überall toll mitgemacht und wir haben versucht den Sinn der Fastenzeit zu vermitteln: «In der Fastenzeit sollen sich die Menschen wieder vermehrt auf Gott besinnen und sich überlegen was wirklich wichtig ist im Leben und was man unbedingt braucht zum Leben.

Vielen Dank an alle Kinder und ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Helfer.

Priska Kollegger

 

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ – so geht eine alte Redewendung. Die Kirche feiert am 19. März das Hochfest des heiligen Josef, des Bräutigams Marias. Ein schweigsamer Heiliger, so stellt ihn uns die Heilige Schrift vor. Aber umso mehr war er ein Hörender, der in der Botschaft des Engels immer die Weisung Gottes für ihn und seine Familie erkannte.

Die Verehrung Josefs lässt sich im Orient früher nachweisen als im Abendland, wo die erste Erwähnung seines Festes am 19. März um das Jahr 850 belegt ist. So ersetzte man das Fest der römischen Göttin der Handwerker, der Göttin Minerva. Papst Sixtus IV. erklärt 1479 den 19. März zum offiziellen Festtag des Heiligen. 1870 ernennt Papst Pius IX. den heiligen Josef zum Patron der ganzen katholischen Kirche.

Josef ist der Patron der Ehepaare und Familien, der Kinder, Jugendlichen und Waisen. Er ist der Schutzherr der Arbeiter und Handwerker – insbesondere der Zimmerleute, Tischler und Wagenbauer –, der Ingenieure und Pioniere. Er ist der Patron der Erzieher und der Reisenden, der Verbannten sowie der Sterbenden, denn seit der barocken Bildkunst wird die Darstellung des Sterbens des heiligen Josef zu einem beliebten Thema. Josef hilft bei Augenleiden, in Versuchung und Verzweiflung und auch bei Wohnungsnot.

Wir wollen am 19. März um 18.30 Uhr in der Eucharistiefeier Gott danken für den Hl. Josef als der Schutzpatron der gesamten Kirche, besonders der Familien, der Arbeiter, Handwerker, auch der Sterbenden.

 

Der ökumenische Suppentag gehört traditionell zur Fastenzeit. Dieser findet jeweils, in diesem Jahr  am 16. März in der katholischen Kirche, mit einem ökumenischen Gottesdienst um 10.30 Uhr statt. Im Anschluss an den Gottesdienst dürfen Sie sich neue Energie zuführen lassen von einer warmen, feinen, reichhaltigen und ausgezeichneten Suppe. Der Erlös der Suppe sowie die Kollekte vom Gottesdienst gehen vollumfänglich zugunsten der jeweils publizierten Projekte. Genießen Sie die köstliche Suppe, die Gemeinschaft und spenden Sie großzügig! Im Voraus, danke viel Mal für Ihre Spenden.

 Zum gemeinsamen Gottesdienst laden wir alle herzlich ein. Es soll ein Zeichen der Verbundenheit mit der Weltkirche und den Anliegen des Fastenopfers sein. Wir freuen uns mit Ihnen den  Gottesdienst zu verbringen.

 

 

 

 

Da die Fastenzeit am 5. März beginnt, werden wir daran erinnert, dass wir die Möglichkeit haben, im Glauben zu wachsen, während wir 40 Tage lang mit Jesus durch die Wüste reisen. Gebet, Fasten und Almosengeben sind die drei Bereiche, auf die wir uns während der Fastenzeit konzentrieren sollten, während wir uns darauf vorbereiten, an Ostern die Auferstehung Christi zu feiern.

Zu Beginn der Fastenzeit stellen wir uns oft die Frage: Wie kann ich in dieser Fastenzeit meine Beziehung zu Gott und zu meinen Mitmenschen vertiefen?.“«Kehrt um zu mir von ganzem Herzen“ (Joël 2,12). Kehrt um, das ist der Sinn der Fastenzeit. Umkehr? Aber wie geschieht Umkehr? Es ist nicht nur einfach eine Richtungsänderung, wie wenn man mit dem Auto einfach in eine andere Richtung fährt. Es ist nicht nur einfach etwas anderes tun als sonst, sozusagen ein Tapetenwechsel oder eine Aktivitätsveränderung.

Umkehr ist vor allem ein In-Sich-Gehen. Vom verlorenen Sohn heißt es, als er sein Vermögen aufgebraucht hatte und er Schweine hüten musste und hungerte, dass er „in sich ging“. Besinnung hat immer mit in-Sich-Gehen zu tun, jenen anderen Raum bewusster wahrnehmen, den wir im Alltag so wenig wahrnehmen, den Innenraum, die Innenseite unseres Lebens, die Innerlichkeit.

Innehalten kann heißen, herauszutreten aus dem Immer- schneller und Immer-mehr, uns abzukoppeln vom Konsum- und Freizeitstress und selbst die Arbeit sein lassen. Innehalten ermöglicht einen ehrlichen Blick auf unser Leben und Lieben, ermöglicht das Wahrnehmen unseres Lebensweges, seiner phantastischen Aussichten und der herrlichen Horizonte, seiner Umwege und fatalen Abkürzungen, die uns doch ans Ziel brachten. Und plötzlich wird klar, in allem ist Gottes Liebe erkennbar, ist seine Zuwendung spürbar.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine von Gott gesegnete Vorbereitungszeit auf das kommende Osterfest.

Der «Tag der Kranken» hat seinen festen Platz im Jahresgeschehen der Schweiz. In unserer Pfarrei hat die Sorge für die Kranken eine große Bedeutung, denn schon Jesus waren die Kranken ans Herz gewachsen. Wer Kranke besucht, begegnet in ihnen Jesus Christus (Mt 25, 36). Schon früh wurden in unserer Kirche die Kranken gesalbt, als Ausdruck der Stärkung und der Glaubenshoffnung, dass Gott auch über Krankheit und Tod hinaus der Herr unseres Lebens ist.

Krank ist aber nicht nur, wer körperliche Leiden hat. Krank sind auch all diejenigen, die eine innere Last mit sich herumschleppen. Kurz um: Krank sind alle, die sich nach Heilung innen und außen sehnen. Mit der Stärkung durch den Heiligen Geist während der Krankensalbung soll der Mensch an Leib und Seele wieder „aufgerichtet“, gestärkt und ermutigt werden.

Hier erinnert die Krankensalbung uns daran, dass Gottes Liebe unser Leben trägt. Auch wenn die Krankheit, das körperliche und seelische Leid, mich niederzwingt, wenn ich klage oder verzweifelt bin, darf ich wissen, dass ich nicht alleine bin. Gott ist bei mir und steht mir bei. Er gibt Kraft und will sich mit mir versöhnen.

Das Sakrament der Krankensalbung kann daher anschließend an die folgenden Hl. Messen am 1. und 2. März in unserer Pfarrei empfangen werden. In herzlicher Verbundenheit, vor allem auch im Gebet für unsere Kranken und leidenden Mitmenschen.

 

 

Der Monat November bringt für viele Menschen das Empfinden der Dunkelheit und Einsamkeit mit sich. Die Tage werden unaufhaltsam kürzer, kälter und grauer. Die Bäume verlieren die bis vor kurzem noch bunten Blätter, die nun braun zur Erde fallen. Obwohl dieser Monat ganz schön aufs Gemüt schlagen kann, birgt er doch in den kirchlichen Feiern, die er enthält, schon Antworten auf die Fragen des: „Warum dieses Verlieren und Absterben?“ Kein Frühling ohne vorausgehenden Winter, kein Neubeginn ohne vorherige Zerstörung, kein neues Leben ohne vorausgegangenes Sterben und Tod.

Wir beginnen diesen Monat mit einem frohen Hochfest, an dem wir Gott danken, dass er seine Verheißung wahr gemacht hat und uns nicht im Dunkel des Todes lässt. Am Allerheiligenfest (1.11.) feiern wir, dass Gott schon so viele in seine Herrlichkeit gerufen hat, dass er ihr Leben  gerade nicht verloren und vergeblich bleiben ließ, dass er es nicht braun und trocken zur Erde fallen ließ, ohne Fruchtbarkeit, sondern es vollendet in Ewigkeit und Fülle. Darum schreibt der Hl. Franz von Sales: “Die Zeit Gott zu suchen, ist dieses Leben. Die Zeit zu finden, ist der Tod. Die Zeit  Gott zu weilen, ist die Ewigkeit”.

Heiligkeit ist das Ziel, dem wir alle entgegengehen. Der Weg dorthin aber ist das sich tägliche Bemühen, das sich tägliche Abstrampeln, Aufraffen und Neubeginnen. Die Lebensgeschichten der Heiligen zeigen uns einen Weg auch für unser Leben hier auf dieser Welt. So ist Allerheiligen tatsächlich ein Freudenfest, denn es ist ein Fest der schon zur Vollendung gelangten Menschen.

Schon der nächste Tag (2.11.)  leitet uns hinüber zum Gedenktag Allerseelen. Wir begeben uns auf die Friedhöfe und wir gedenken an den Gräbern jener Menschen, die mit uns gelebt haben, und die uns schon in die Ewigkeit vorausgegangen sind. Der Trappist und Eremit Thomas Merton (1915–1968) schreibt: »Die Seele ist in ihrem Ursprung nicht beschränkt auf das, was im Rahmen des Lebens liegt. Der Tod löscht ein Verhältnis nicht aus, nein, er stellt es in einen anderen Zusammenhang. Keiner von uns ist völlig in diesem Dasein zu Hause, unsere Seele ist immer versucht, die Bande in den Beschränkungen dieser Welt zu brechen.«

Wenn wir an unsere Verstorbenen denken, erinnern wir uns an das Gute, das sie einmal getan haben. So wird eine Brücke gebaut von der Zeit in die Ewigkeit, Kerzen werden angezündet, Gebete gesprochen. Das Grab ist nicht Gottes letztes Wort an uns Menschen. Im Tot, so glauben wir, fallen wir in die offenen Arme Gottes. Deshalb sind die Gräber unserer Angehörigen nicht Orte, die wir meiden müssen. Wir können immer an diese Orte kommen, weil gerade die Ruhe der Gräber uns etwas für unser Leben und unsere Zukunft sagen kann.

In diesem Sinne laden wir Sie ein, diese beiden Feiertage bewusst zu erleben und zu feiern. Ich möchte einen beson­deren Akzent auf Allerseelen setzen. Am 2. und 3. November werden wir für alle Verstorbenen unserer Pfarrgemein­de und besonders für alle, die wir seit letzten Allerheiligen zu Grabe getragen haben, beten.

 

Beim letzten Abendmahl sagte Jesus über das Brot: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ In der eucharistischen Anbetung wird das bei der Messe gewandelte Brot – der Leib Christi – in einem kostbaren Zeigegefäß (Monstranz) ausgestellt, ausgesetzt. Wir schauen also auf Jesus im Moment seiner größten Liebe: Seiner Lebenshingabe am Kreuz für uns – für mich. Er ist da in seiner erlösenden und heilenden Liebe.

Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta sagte einmal: „Die Zeit, die du mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament verbringst, ist die beste Zeit, die du auf Erden verbringen wirst. Jeder Augenblick, den du mit Jesus verbringst, wird deine Einheit mit Ihm vertiefen und deine Seele auf ewig herrlicher und schöner machen für den Himmel, sowie mithelfen, ewigen Frieden auf Erden zu fördern.“

Viele fragen heutzutage, wenn Sie etwas über Anbetung hören: „Ja, was soll ich denn da machen? Wie ‚geht‘ Anbetung?“ – Die Antwort ist einfach: wir müssen eigentlich gar nichts ‚machen‘. Jesus ist im Allerheiligsten genauso konkret anwesend, als würde er neben uns in der Kirchenbank sitzen. Anbetung bedeutet, sich dieser Gegenwart Jesu bewusst zu werden. Wir können ihm unser Herz ausschütten, aber wir können auch nur ohne Worte auf den Knien seine Gegenwart verehren. So wie es ein einfacher Bauer zum heiligen Pfarrer von Ars sagte, als der ihn fragte, was er denn eigentlich tue, wenn er jeden Tag vor dem Tabernakel knie: „Das ist ganz einfach: Er schaut mich an und ich schaue ihn an.“

 Fürbittenbox

In der Kirche liegen eine Box, Zettel und Stifte auf. Gerne können Sie dort anonym Ihre Anliegen aufschreiben und in die Box legen. Immer am 3. Mittwoch im Monat wird dann für Ihre Anliegen und unsere Pfarrei gebetet. In dieser schweren Zeit wollen wir unsere Anliegen gemeinsam vor den Herrn bringen, dem nichts unmöglich ist! In dieser Zeit ist jeder eingeladen, seine persönlichen Anliegen vor den Herrn in die eucharistische Anbetung zu bringen. Kommen Sie – und wenn es nur für einige wenige Augenblicke ist!

 

Ablauf der Gebetszeit am 3. Mittwoch im Monat:

18 Uhr Aussetzung mit Rosenkranz

Anschließend des Rosenkranzes bis zum 19.00 Uhr Stille Anbetung mit kleinen Impulsen und Musik