Katholische Kirchgemeinde
Untervaz

Am Morgen des 6. Oktobers, besammlten wir uns um 8.30 Uhr auf dem Dorfplatz. Wir waren eine grosse Gruppe von 28 Personen. Nach einer kurzen Begrüssung machten wir uns mit dem Reisecar auf nach Feldkirch wo wir dem Fall vom Hl. Fidelis auf die Spur gingen. Zuerst durften wir uns im Aufenthaltsraum der Ausstellung mit einem Kaffee stärken bevor wir dann rund 1.5h dem Fall Fidelis lauschten. Es war eine sehr spannende und interessante Ausstellung.

Nach der Fidelis Ausstellung konnte man selber entscheiden, ob man ins Kapuziner Kloster gehen möchte und dort den Schädel vom Hl. Fidelis anschauen oder, ob man selbst ein wenig durch Feldkirch spatzieren möchte. Die Gruppe hat sich dann so etwas aufgeteilt. Viele von der Gruppe sind ins Kloster gegangen und haben dort eine Führung erhalten.

Anschliessend trafen wir uns alle wieder in der Schattenburg zum gemeinsamen Mittagessen. In der Schattenburg konnte jeder Essen was ihm schmeckt, die Schattenburg ist natürlich durch die riesen Wiener Schnitzel bekannt, welche man dort bekommt. Es gibt aber auch andere leckere Sachen zum Essen.

Jetzt waren wir wieder gestärkt für den 2. Teil unserer Wallfahrt und so fuhren wir um 14.00 Uhr von Feldkirch nach Maria Bildstein, Österreich, weiter. Die Basilika Maria Bildstein liegt oberhalb des Dorfes auf dem Hügel und man hat von da aus eine richtig tolle Aussicht. In der Basilika machte Pfarrer Issac am Nachmittag für uns eine hl. Messe. Nach der Messe stärkten wir uns noch einmal im Gasthof Kreuz in Bildstein, mit einem Kaffee und einem feinen Stück Kuchen oder Glace und machten uns um 17.00 Uhr zurück auf den Heimweg.

Um ca. 18.30 Uhr kamen wir in Untervaz an.

Es war ein sehr schöner Ausflug nach Österreich mit vielen interessanten Besichtigungen und Gesprächen. Es freut uns, dass wir eine so grosse Gruppe bei der Pfarreiwallfahrt dabei haben konnten. Wir freuen uns schon heute, auf die nächste Pfarreiwallfahrt.

Der Vorstand

(Fotos vom Ausflug sehen Sie in der Galerie)

Hallo liebe Eltern und liebe Kinder

Mein Name ist Nina Ratz und ich bin 32 Jahre alt. Zusammen mit meinem Ehemann Volker und unseren drei Kindern bin ich vor einem halben Jahr von Deutschland, Nordbayern in die Schweiz gezogen. Wir wohnen seitdem im Prättigau. Doch da dort kaum die heilige Messe gefeiert wird, kommen wir seitdem meistens bei euch in den Gottesdienst und uns gefällt es sehr gut bei euch.

Euer Pfarrer hat mich und Volker irgendwann einfach mal so angefragt, ob wir nicht Lust hätten, etwas mit euch Kindern zu machen. Das fanden wir beide eine gute Idee. Ihr seid nämlich besonders wichtig für Gott! Nicht umsonst sagt Jesus: „lasst die Kinder zu mir kommen“ (Mk 10,14) und „wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen“ (Mt 18,3).

Ich habe bereits seit meiner Jugend in unserer Heimatgemeinde in einer Lobpreisband Klavier gespielt und gesungen und bei verschiedenen Aktionen für Kinder und Jugendliche in der katholischen Kirche mitgewirkt. Wenn du Zeit und Lust hast, kannst du gerne mal im Pfarrheim vorbeikommen, wenn wir uns treffen.

Der genaue Termin und die Uhrzeit stehen immer im Pfarrblatt. Eines können wir dir versprechen: Langweilig wird es sicher nicht!

Wir freuen uns auf dich!

Volker und Nina mit Immanuel (6), Josef (5) und Daniel (3,5)

Mit dem ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. Um was geht es eigentlich im Advent? Ist der Advent für uns als Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest auch Vorbereitung auf das wieder neu Empfangen von Jesus Christus in unserem Leben? Zu diesem Gedanken möchten wir Ihnen und Euch in diesem Jahr die Frage mit auf den Weg geben: Was bedeutet mir mein Glaube an Jesus Christus? Welchen Stellenwert hat Jesus für mein Leben?

Wende, Wandel – diese Worte hören wir in den letzten Monaten oft, um die wichtigen Bewegungen unserer Zeit einzuordnen: Coronawende, Klimawandel, digitaler Wandel und Energiewende. Zeitenwende ist auch der Ausdruck geworden um die katastrophalen Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zu veranschaulichen. Gott, was soll das werden?

In diese Zeit spricht am Ersten Advent der Prophet Jesaja hinein: „Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um schmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg“ (Jesaja 2, 4).

Die Jesaja-Vision am Beginn des neuen Kirchenjahres vermittelt die Botschaft, dass wir der Zukunft nicht hilflos ausgeliefert sind. Wir können und sollen etwas tun: wachsam sein, Gottes Zeichen erkennen und vertrauen, dass durch ihn am Ende alles gut wird. Hier wird nichts weniger als die Wende der Katastrophe bejubelt in den Triumph göttlicher Macht über menschliche Gewalt und Herrschaftsansprüche. Gott, kann ich das glauben?

Hier verwenden wir um ein „modernes Gleichnis“ dafür zu benutzen aus der Computerwelt: Gott ist nicht irgendein Programm, das ich aufrufe, wenn ich es brauche, sondern der Prozessor, der letztlich alles steuert. Sie merken: Wenn man es so sieht, ist Tun für den Glauben nicht etwas Zusätzliches, sondern es ist eher die Frage, „wie“ ich die Dinge meines Alltags tue, mit welcher Haltung und mit welchen Zielen. Doch hierfür gibt es viele Formen und viele Möglichkeiten der Intensität.

Zum Bespiel in diese Zeit so passend die Worte des Johannes des Täufers: „Bereitet den Weg des Herrn. Ebnet ihm die Straße.“ (Mk 1,3) Wir sind in diesen Tagen eingeladen, in unserem Leben wieder Raum zu schaffen, damit Gott zu uns kommen kann. Wir sollten uns in diesen kommenden Wochen besonders Zeit nehmen für das Nachdenken über Gott und seine Bedeutung für unser Leben. Wir sollten uns Zeit nehmen für Gebet und Stille. Wir sollten wachsam sein für die Zeichen seiner Gegenwart in unserem Leben.

Darum laden wir Sie und Euch besonders zur Mitfeier von „Rorate-Gottesdiensten“ und vielfältige Angebote in unserer Pfarrei ein. Sie lassen zur Ruhe kommen und erzeugen in uns doch die notwendige Spannkraft, die uns sensibel macht für Spuren Gottes in unserem Leben, in unserem Alltag. „Ergreifen wir die Hand, die er uns entgegenstreckt. Es ist eine Hand, die uns nichts nehmen, sondern nur beschenken will“ (Emeritierter Papst Benedikt XVI). In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Euch eine gesegnete Adventszeit.

 

Das Wort Advent kommt von dem lateinischen „Adventus „, zu Deutsch: „Ankunft“, womit wir die Geburt Jesus meinen. Mit dem 1. Advent beginnt für uns Christen eine Zeit des Wartens, das Warten auf Weihnachten, den Geburtstag von Jesus Christus. Die Vorbereitungszeit hierzu ist der Advent, in dem es viele schöne Sitten und Bräuche gibt: eine davon ist der  Adventskranz mit seinen 4 Kerzen.

„Wo kommt der Adventskranz her?“ Im Rauen Haus in Hamburg hat Johann Wichern Kindern, die niemanden hatten ein neues Zuhause gegeben. In der Adventszeit haben sie immer wieder gefragt, wie lange es noch bis Weihnachten sei. Da hatte der Pastor eine Idee: Auf ein Wagenrad montierte er Kerzen für jeden Tag im Advent. Es waren kleine Kerzen für die Werktage und große Kerzen für die Sonntage. Jeden Tag wurde eine Kerze mehr angezündet und die Zeit bis Weihnachten war viel schöner.

Im Laufe der Zeit ist der Adventskranz mit seinen 4 Kerzen eingeschränkt (es bedeutet vier Wochen). Dieses Jahr haben wir die Kinder am Samstag 26. November um 9.00 bis 11.00 Uhr im Kath. Pfarrheim eingeladen einen Adventkranz zu basteln. Es gibt in unserer Pfarrei den guten Brauch, am 1. Adventwochenende den Adventskranz zu segnen.

Wir möchten herzlich einladen, Ihre privaten Adventskränze zum ersten Adventssonntag entweder am 26. November um 18.30 Uhr oder am 27. November um 09.30 Uhr in die Hl. Messe mitzubringen und dort unter den großen Kirchen-Adventskranz zu legen. Dort werden sie gesegnet, um Sie und ihre Familie in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten mit Segen und Zuversicht zu begleiten.

Wissen Sie, was das ist?

Der Name „Rorate-Messe“ stammt vom Anfangswort des lateinischen Eröffnungsverses „Rorate caeli desuper…“ (Tauet Himmel von oben KG 313), den wir auch aus dem Kirchenlied „Tauet Himmel den Gerechten… (KG 303)“ kennen. Als winterliche Frühmesse wurde das Rorateamt bei nur Kerzenschein gefeiert und konnte wegen seiner Bedeutung für die Gläubigen festlich gestaltet werden. Gott klopft an die Tür meines Herzens und möchte, dass ich ihn aufnehme, damit er mein Leben mit seinem Licht hell und freudig machen kann.

Wie jedes Jahr laden wir Sie alle sehr herzlich zum Besuch der Rorate-Messen am 06. und am 13. Dezember um 06.30 Uhr ein. Noch im Dunkel der Nacht, die Kirche nur mit Kerzen erleuchtet und mit stimmungsvoller instrumental Musik und Gesänge des Advents sollen diese frühmorgendlichen Gottesdienste helfen, in der hektischen Adventzeit den Tag in der Hoffnung auf das Kommen des Herrn zu beginnen. Die Rorate-Messe am 6. wird vom Männerchor und die Rorate-Messe am 13. von Frau Zeitlberger musikalisch begleitet.

Anschließend der Messe kommen alle Gottesdienstteilnehmer noch zu einem gemeinsamen Frühstück im kath. Pfarreiheim zusammen. Die Kinder können bis Schulbeginn im Pfarreiheim bleiben.

Das Kirchenjahr neigt sich seinem Ende am 20. November 2022 und findet im Christkönigsfest seinen Abschluss. Christ­kö­nig ist ein ziem­lich jun­ges Fest. Erst 1925 hat es Papst Pius XI. ein­ge­führt, in sehr unru­hi­gen Zei­ten des Umbruchs. Mit dem Ers­ten Welt­krieg sind vie­le alte Ord­nun­gen zer­fal­len. König- und Kai­ser­rei­che waren unter­ge­gan­gen, tota­li­tä­re Sys­te­me ent­stan­den und neue Macht­ha­ber setz­ten sich oft gewalt­sam durch. Tra­gen­de Säu­len wie die Fami­lie gerie­ten immer mehr in die Kri­se und Wirt­schafts­kri­sen stürz­ten vie­le Men­schen in Arbeits­lo­sig­keit und exis­ten­ti­el­le Not. Als das wirk­sams­te Heil­mit­tel gegen die zer­stö­ren­den Kräf­te der Zeit, stellt Papst Pius die Königs­herr­schaft Chris­ti in den Mit­tel­punkt. Jesus Chris­tus ist unser König — und sonst niemand.

Er ist der eigent­li­che König und Hir­te aller Men­schen, von dem der Pro­phet Eze­chi­el sagt: Jetzt will ich mei­ne Scha­fe sel­ber suchen und mich sel­ber um sie küm­mern. … Ich wer­de mei­ne Scha­fe auf die Wei­de füh­ren, ich wer­de sie ruhen las­sen“ (Ez. 34, 11.12.15). Und wie weit die­se Hir­ten­sor­ge und Hir­ten­lie­be geht macht Jesus der ​“Christkönig” deut­lich, bis zur Voll­hin­ga­be des eige­nen Lebens am Kreuz. An die­sem Christ-König sol­len sich alle ori­en­tie­ren und Maßnahmen, die Macht und Ver­ant­wor­tung für ande­re haben, von den gro­ßen Macht­ha­bern in Poli­tik, Wirt­schaft, Kir­che und Gesell­schaft ange­fan­gen, bis zu jeder und jedem Ein­zel­nen, in ihrem und sei­nem Lebens- und Wir­kungs­be­reich.

An diesem Sonntag  um 9.30 Uhr stellen sich die 8 Erstkommunion-Kinder der Pfarrgemeinde vor,  jeweils mit einem Satz, was Jesus für sie bedeutet. Anschließend der Hl. Messe, die wollen, haben  die Möglichkeit die Krankensalbung zu empfangen. Die Krankensalbung ist also zunächst ein Sakrament der Heilung und Stärkung. Sie kann auch öfters empfangen werden.

Am 24. September 2022, nach vier Jahren Vorbereitung (durch Corona bedingte Unterbrüche), wurden wir in der Stiftskirche Heiligenkreuz im Wiener Wald durch Weihbischof Franz Scharl von der Erzdiözese Wien als Katechistinnen gesendet. Auch unser Pfarrer Issac war dabei und hat beim Pontifikalamt konzelebriert. Das hat uns sehr gefreut und wir sind ihm dankbar, dass er sich dafür Zeit genommen hat. Bei der dreistündigen Feier empfingen insgesamt 37 Frauen und Männer, darunter drei Ordensschwestern, das Sendungsdekret.

Der zweijährige Lehrgang zur Ausbildung von ehrenamtlichen Katechisten (LAK) ist ein Fernkurs und schliesst auch vier Studienwochen im zisterziensischem Stift mit der Ablegung von sechszehn Prüfungen ein. Er wurde vor genau zwanzig Jahren vom Institut St. Justinus in Mariazell mit Genehmigung der Österreichischen Bischofskonferenz und in Zusammenarbeit mit der Philosophisch – Theologischen Hochschule Benedikt XVI Heiligenkreuz gegründet und hat bis heute 750 Absolventen gesendet.

Der Dienst des Katechisten gibt es allerdings seit den Anfängen des Christentums und wird auch schon in der Bibel erwähnt (1 Kor 12,28). Das Wort «Katechist» stammt aus dem Griechischen und bedeutet «unterrichten». Die Katechisten sind Laien, die kraft der Taufe, der Firmung, ihrer theologischen Ausbildung und der bischöflichen Sendung für die Weitergabe des Glaubens befähigt sind. Sie sind im Pfarreileben integriert und können vom Pfarrer zur Unterstützung in verschiedenen Aufgaben eingesetzt werden, sie handeln in Zusammenarbeit mit dem geweihten Amtsträger und unter dessen Leitung.

Der LAK-Kurs war für uns eine grosse substanzielle und geistliche Bereicherung. Vor allem die Studienwochen haben uns sehr geprägt. Wir konnten durch grossartige, hochqualifizierte Referenten den zu Hause gelernte Stoff vertiefen und somit einen Einblick in viele theologische Aspekte unseres Glaubens gewinnen. Wir beschäftigten uns mit Altem und Neuem Testament, Liturgie, Dogmatik, Sakramenten Lehre, Christliche Moral, Kirchengeschichte, Katechismus und konnten uns zuletzt auch mit den anderen Weltreligionen und der Esoterik befassen. Darüber hinaus durften wir während der Studienwochen viel Weltkirche Luft schnuppern und unseren Glauben in Gemeinschaft mit vielen Leuten aus verschiedenen Ländern und gesellschaftlichen Schichten durch tägliche Eucharistiefeier und Gebete in konkreter Weise erleben, vertiefen und bestärken.

Wir sind sehr dankbar für diese Erfahrung und freuen uns auf unsere weiteren Aufgaben in unserer Pfarrei im Dienst der Kirche.

Roberta Dietiker und Priska Kollegger

 

Im Monat Oktober begeht die Kirche die Weltmission. «Ihr werdet meine Zeugen sein!» lautet das Leitwort des diesjährigen Monats der Weltmission. Dieses Wort aus der Apostelgeschichte (Apg 1, 8) galt damals wie auch heute. Leider denken manche Christen, dass es überflüssig ist, jedes Jahr einen besonderen Monat für die Weltmission zu haben. Diese Leute wissen nicht, dass die Mission im Grunde eine so zentrale Stellung in unserem christlichen Glauben einnimmt, dass es ohne Mission überhaupt kein Christentum gäbe.

Jeder Mann und jede Frau hat eine Mission-Sendung in seinem Leben. In unserem Denken und Handeln richten wir unseren Blick immer noch auf ferne Situationen und Erdteile, auf Menschen, denen die Frohe Botschaft verkündet werden soll. Wir unterstützen finanziell Missionswerke. Das ist sinnvoll, hilfreich und wichtig. Aber schon in den Jahren des dritten Millenniums sprachen wir von Europa als Missionsland. Wir tun uns schwer auf diese Entwicklung passende Antworten zu finden.

Wir merken es in unserer eigenen Familie, in unserem Dorf. Das religiöse Wissen geht weiter verloren. Religionsunterricht und Katechese erreichen nicht in dem gewünschten Maß ihre Adressaten. Noch ist unser gesellschaftliches Denken und Handeln von den christlichen Wurzeln geprägt. Aber wie lange noch?

Immer geht es zunächst um die Suche nach Gott in meinem eigenen Leben. Durch Taufe und Firmung sind wir alle gerufen den Glauben zu bezeugen. Es ist Gabe und Aufgabe zugleich. Erst wenn ich selber Feuer gefangen habe für die Sache Gottes, kann ich dieses Feuer weitergeben und zum Brandstifter für das Reich Gottes werden. Es ist eine ganz persönliche Anfrage an uns selber: Bin ich eine Mission für diese Zeit, mit welcher Mission bin ich auf dieser Erde? Was ist meine ganz persönliche Sendung?

Ich glaube wir sind in einer Zeit der Kirche angekommen, in der das Zeugnis des Glaubens zunächst ohne Worte geschehen muss und geschehen wird. In den vielfältigen diakonischen Diensten, in der liebenden Begegnung mit den Menschen, verkünden wir Christus den Auferstandenen, der das Leben für alle will. Wenn Menschen wieder neu die Erfahrung der konkreten Hilfe in ihren alltäglichen Mühen und Sorgen erleben, werden sie vielleicht die Frage stellen: Warum tust du mir das an? In der Antwort sollten wir dann den Mut haben von unserer Hoffnung Zeugnis zu geben, die uns im Glauben zugesagt hat.

Darum beten wir am Weltmissions-Sonntag, am 23. Oktober, ganz speziell nicht nur für unsere Missionarinnen und Missionare, die in den Ländern des Südens wirken. Wir sammeln nicht nur Spenden für die armen jungen Kirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Sondern wir beten auch für unsere Heimat: dass die Menschen mehr zum Glauben finden. Wenn Sie die Mission durch ihre finanzielle Gabe, durch Opfer und durch ihr Gebet zu Ihrem eigenen Anliegen machen, leben Sie die allgemeine Berufung zu einem guten Christen und sind somit in der Kirche missionarisch tätig.

„Wäre das Wort „DANKE“ das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.“
Meister Eckehart

Diese Worte des spätmittelalterlichen Theologen und Philosophen Meister Eckehart könnten wohl nicht besser passen als zum Erntedankfest, das wir anfangs Oktober in unserer Pfarrei wieder feiern dürfen. Das kleine und oft unscheinbare Wort „DANKE“ soll uns bei diesem Fest im Kirchenjahr in den Sinn kommen – ja mehr noch: wir dürfen es als Gebet vor Gott hintragen.

Wie es das Fest selbst in seinem Wort zum Ausdruck bringt, wollen wir Gott Dank sagen für die Ernte dieses Jahres. Für Obst und Gemüse, Getreide und Feldfrucht, für alles was Gott uns an Nahrung zum Leben schenkt. Damit verbunden ist die Dankbarkeit über die geleistete Arbeit der letzten Monate. Nur durch das Zusammenwirken von Gottes großem Schöpfungswerk, die Kräfte der Natur und das menschliche Bemühen ist ein Ernte-Dank erst möglich. Gott gilt unser erster Dank: er hat uns die Früchte der Natur zum Leben
geschenkt.

Erntedank bedeutet Staunen über Gottes große und gute Schöpfung. Gott lässt uns teilhaben an seinem Schöpfungswerk, indem er uns das schenkt, was unserem Leben Not tut. Symbolisch legen wir die Erntegaben vor dem Altar, um Gott Danke zu sagen. Mit diesen Gaben legt aber auch jeder/e Einzelne von uns seinen/ihren persönlich Dank vor Gott. Wir dürfen an Erntedank nicht vergessen, Gott auch für unsere persönliche Lebensernte Danke zu sagen.

Wofür bin ich Gott dankbar? Welche Früchte hat er mir dieses Jahr in meinem Leben geschenkt? Welche Saatkörner, die ich selbst oder andere in mein Leben gesät haben, sind aufgegangen und tragen Frucht? Und wir müssen uns auch kritisch fragen, welche Gaben und Früchte wir nicht ernten konnten. Wir alle sind nur schwache Menschen, die um Gottes Gnade bitten müssen.

Der schönste Dank ist dann oft das bewusste Genießen all dessen, was Gott uns
geschenkt hat und das Miteinander-Teilen. Beides kommt jedes Mal im Gottesdienst
beim Brechen des Brotes zum Ausdruck. Es ist kein Zufall, dass dieses Brotbrechen ein
zentraler mystische Feier unseres Glaubens ist und dass unsere Dankbarkeit dem Schöpfer und den Mitmenschen gegenüber in der Eucharistiefeier den innigsten Ausdruck findet.

Viele Menschen bringen ihre Haltung der Dankbarkeit auch im Tischgebet zu Hause
zum Ausdruck. Wir tun gut daran, diesen Brauch nicht verkümmern zu lassen, wenn
wir uns in unseren Häusern und Wohnungen als Familie – als Hauskirche –
gemeinsam um den Tisch versammeln. Gerade auch dort dürfen wir gemeinsam
beten und Gott danken für all das Gute, das uns in unserem Leben geschenkt wird.
So laden wir deshalb alle recht herzlich zu unserem Erntedankfest am Sonntag, den 02. Oktober 2022 um 09.30 Uhr ein.

Traditionell gilt der Oktober als Rosenkranzmonat und ist, wie der Monat Mai, in besonderer Weise Maria gewidmet. Das Rosenkranzgebet ist das Gebet der liebenden Seele. Es hilft uns in hervorragender Weise auf unserem persönlichen Weg zu Christus. Wenn wir den Rosenkranz zum Gebet in unsere Hände nehmen, dann treten wir mit Maria ein in den heiligen Raum der Offenbarung und betrachten in den einzelnen Geheimnissen das, was Gott für uns getan hat. Wir vertiefen uns in die unendliche Herablassung und Liebe, die in der Menschwerdung Jesu zum Ausdruck kommt. Darum sagte der Hl. Papst Johannes Paul II: „Den Rosenkranz beten ist nichts anderes, als mit Maria das Leben von Jesus zu betrachten.“

Die Geschichte hat gezeigt, dass man mit dem Rosenkranz sogar Kriege verhindern oder gewinnen kann. Die Gottesmutter sagte zu Luzia in Fatima: „Mit dem Rosenkranzgebet könnt ihr alles erbeten“. Vielleicht wäre der Rosenkranzmonat Oktober der richtige Zeitpunkt, die rettende Perlenkette in die Hand zu nehmen. Wer gerne den Rosenkranz betet oder sich mal wieder diesem Gebet öffnen möchte, den laden wir im Oktober ganz herzlich zu unseren Rosenkranzgebeten am jeden Tag von 18.00 Uhr

Der eidgenössische Dank-, Buß- und Bettag, kurz auch Bettag genannt, wird in diesem Jahr am 18. September 2022, dem dritten Sonntag im September, gefeiert. Der Tag hat einen hohen Feiertagsstatus. Entstanden ist er aus einem von den Behörden angeordneten Fasttagen. Der Bettag ist ausdrücklich kein kirchlicher, sondern ein religiös-politischer Feiertag, der an keine Konfession gebunden ist. Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag lädt uns ein, inne zu halten und unser persönliches aber auch unser Verhalten als Gemeinschaft zu überdenken.

Der Gottesdienst am Sonntag, 18. September wird vom Jodelclub Wildwuchs verschönert. Anschliessend der Hl. Messe findet ein Apero statt. Wir laden Sie herzlich ein.

Beim Blick in den kirchlichen Kalender fällt für den Monat September auf, dass gleich drei Marienfeste innerhalb von 8 Tagen aufgeführt sind: „Maria Geburt“ (08), „Maria Namen“ (12) und „Maria Schmerzen“ (15). „Du bist eine von uns, Maria“ – diesen Titel eines modernen Marienliedes von Bruder Samuel Schraufstetter könnte man als Überschrift über diese drei Marienfeste stellen. Alle drei Feste sind nicht aus der Bibel ableitbar, sie haben ihren Ursprung vielmehr in der Marienfrömmigkeit.

 

Mariä Geburt, 8. September

Maria ist eine von uns – sie hat Geburtstag wie wir. Drei irdische Geburtstage nur begeht das Kirchenjahr, den des Herrn, den des Täufers Johannes und den der Gottesmutter Maria. Schaut man dabei etwas näher hin, dann wird schnell deutlich, dass die beiden letzteren nur bezogen auf den ersten gefeiert werden. Die Geburt der Jungfrau Maria wird in den Heilszusammenhang gestellt und mit der Geburt des Erlösers aus der Mutter Maria verbunden. Ihr Eintritt in den Kreis der Geschöpfe steht im Licht des Heils, das der aus ihr geborene Heiland begründet hat. Mit der Geburt Marias ist auch der neue Mensch da, der Mensch nach Gottes Gerechtigkeit.

Wie auch immer Menschen ihren Geburtstag sehen und feiern, letztlich sollte die Geburtstagsfeier eine Besinnung auf den Sinn des Lebens sein. Damit bleibt die erste Frage der alten Katechismen letztlich doch die Gretchenfrage: „Wozu sind wir auf Erden?“ Grund zum Feiern gibt es für jeden Menschen, der wie Maria in der Schöpfungsordnung steht und dadurch „auf Kurs“ bleibt für das ewige Leben.

 

Mariä Namen, 12. September

„Der Name der Jungfrau war Maria“ (Lukas 1, 27)

Die Muttergottes ist ein Mensch. Darum hat sie auch einen Namen, wie jeder andere Mensch. Der Mensch braucht einen Namen, damit man ihn ansprechen und anreden kann, damit er als Träger dieses Namens von allen Trägern anderer Namen unterscheidet und individualisiert wird. Das ist auch alles richtig. Aber der Name ist nicht nur ein individualisierendes Merkmal, das einem Menschen von seinen Eltern gegeben wird, sondern gerade die biblischen Namen der bedeutenden Gestalten der Heiligen Schrift haben noch eine ganz andere Funktion: In ihnen drückt sich eine Sendung aus.

lautet die „Geliebte Jahwes“ oder die „Vielgeliebte Gottes“, aber auch andere Erhöhte, Erhabene“, “Herrin”, “Schöne”, „Meer der Der Name „Maria“ ist die lateinische Form des Überlieferungen wie „die hebräischen Namens „Mirjam“. Die geläufigste Übersetzung Bitterkeit“ oder „Meeresstern“ sind aus „Mirjam“ ableitbar.

Ja der Name Maria ist Träger einer Bedeutung, in der sich eine göttliche Sendung, ein göttlicher Auftrag für die Menschen ausspricht! Was die Bedeutung des Namens betrifft, so ist die Muttergottes der Stern für alle Menschen, welche sich noch auf den Wogen des Meeres dieser Welt befinden und die Gestade des ewigen Lebens, die rettenden Ufer des Himmels, erst noch erreichen müssen.

Das kann gelingen, wenn sich diese Menschen auf dem Meer der Welt an den Meeresstern halten, der allein im menschlichen Leben Orientierung gibt. Die Muttergottes selbst ist durch dieses Leben hindurchgegangen. Sie weiß aus Erfahrung, was Leben, Finsternis, Dunkelheit, Wogen und Stürme des menschlichen Lebens bedeuten.

Der heilige Bernhard, der Gründer des Zisterzienserordens ermutigt uns, in allen Stürmen und Drangsalen des Lebens zu Maria aufzublicken und sie um ihre Fürbitte anzurufen:

„Wenn die Sturmwinde der Versuchungen daher brausen, wenn du zwischen die Klippen der Drangsale verschlagen wirst, blick auf zum Stern, ruf zu Maria!

Wenn dich emporschleudern Wogen des Stolzes, des Ehrgeizes, der Verleumdung, der Eifersucht – blick auf zum Stern, ruf zu Maria!

Wenn Zorn, Habsucht oder die Begierde des Fleisches deine Seele erschüttern – blick auf zu Maria!

Wenn dich die Last der Sünden drückt und die Schmach des Gewissens beschämt, wenn dich die Strenge des Gerichtes schreckt, wenn du drohst von abgrundtiefer Traurigkeit und Verzweiflung verschlungen zu werden – denk an Maria!

In Gefahren, in Ängsten, in Zweifeln – denk an Maria, ruf zu Maria! Ihr Name weiche nicht aus deinem Munde, weiche nicht aus deinem Herzen!“

 

Gedächtnis der Schmerzens Mariens, 15. September

„Dir selbst aber wird ein Schwert durch die Seele dringen“ (Lukas 2, 35)

Am 14. September feiern wir die Kreuzerhöhung, richten unsere Blicke auf das Kreuz, an dem der Herr gestorben ist und der damit zugleich auch den größten Sieg für uns errungen hat, den es überhaupt zu erringen galt: den Sieg über Sünde, Tod und Teufel. Am 15. September feiern wir den „Gedenktag der  Mater Dolorosa, der schmerzhaften Mutter, unseren Blick auf das Mitleiden Marias.

Dies nicht nur in einem äußeren Sinne, sondern in dem Sinne, dass sie selbst aus der Passion ihres Sohnes überhaupt nicht mehr wegzudenken ist, sondern sogar selbst zum Opfer werden soll und diese Sendung auch annimmt und das Opfer bringt. Darum singen wir an diesem Tag ganz besonders: „Christi Mutter stand mit Schmerzen…Angst und Jammer, Qual und Bangen, alles Leid hielt sie umfangen“ (KG 765).

Zum Beispiel hält Maria ihren toten Sohn in den Armen. Vor allem hier ist Maria Identifikationsfigur für Leidende und Trauernde. Es gibt kein Leben ohne Leid. Jedes Menschenleben kennt neben Höhen auch Tiefen, neben Licht auch Schatten, Enttäuschung, Unglück, Angst, Not, Krankheit, Todesfälle, Unfrieden, Arbeitslosigkeit… Wir müssen das Kreuz nicht suchen. Wir brauchen uns kein Kreuz zu zimmern. Es ist einfach da in vielfältiger Gestalt.

Aber wir sind mit unserem Schmerz nicht allein, sondern können ihn mit Maria teilen, ihn gemeinsam mit ihr aushalten und Gott hinhalten. Immer wieder legt Maria ein gutes Wort für uns ein, und immer auch hilft sie uns, denn sie ist die Immer hilf, und alle Menschennot versteht sie, weil sie selbst im Schatten des Kreuzes das große Leid getragen hat.

Am Kreuz hat Jesus selber Maria seinem Lieblingsjünger Johannes und damit der ganzen Kirche zur Mutter gegeben. So ist sie unsere Mutter, die auch uns im Leid umfangen möchte. An ihr wird uns ansichtig, in welcher Gesinnung wir auch unser Kreuz nicht nur geduldig und ohne zu murren tragen, sondern es auch durch ihr unbeflecktes Herz dem Vater im Himmel aufopfern sollen, damit es geistlich fruchtbar wird und wir auch selbst auf diese Weise nach ihrem Vorbild mitwirken an dem Fruchtbar werden des Erlösungsopfers Christi.

Glücklich der Mensch, der noch eine Mutter hat! Glücklich wir alle, die wir in Maria die beste, liebste, gütigste und mächtigste Mutter haben, die uns, wenn auch wir im Schatten des Kreuzes stehen, zutiefst versteht, besser als jede irdische Mutter es vermag, und die uns in allen Nöten helfen will und in allem Leid am wirksamsten trösten kann.

Wir wissen sicher alle, was ein Logo ist (Firmenzeichen, Markenzeichen, Emblem). Logos gibt es heute überall. Auch im religiösen Bereich kennt man sie. Die Juden haben den Stern, der Islam den Halbmond, der Buddhismus den mit überschlagenen Beinen dasitzenden, meditierenden Buddha. Das Logo des christlichen Glaubens ist das Kreuz, vielleicht das genialste, das es je gegeben hat. Für die ersten Christen war das Kreuz kein Symbol, das sie sich an die Wände hängten. Sie nutzten viel eher den Fisch, dessen griechische Buchstaben zugleich die Anfangsbuchstaben des urchristlichen Bekenntnisses sind: „Jesus Christus, der Sohn Gottes, der Retter der Welt.“

Das Fest Kreuzerhöhung stammt ursprünglich aus Jerusalem. Dort hatte Kaiser Konstantin über dem Grab Jesu die Grabeskirche gebaut. Deren Kirchweihe wurde mit einer eigenen Oktav gefeiert, in die das Fest der Kreuzerhöhung fiel. Zugleich erinnerte man daran, dass Kaiserin Helena das verloren gegangene Kreuz Jesu Christi wiedergefunden haben will. Am Fest selbst hat man dessen Verehrung ermöglicht.

Hier kommt wahrscheinlich die Frage: Welchen Sinn hat es, das „Kreuz“ zu „erhöhen“?  Ist es nicht vielleicht anstössig, ein entehrendes Instrument der Hinrichtung zu verehren? Apostel Pauls schreibt: Für uns Christen ist das Kreuz nicht nur das Folterinstrument, an dem Jesus gestorben ist und nach ihm noch viele andere, sondern eben durch Tod und Auferstehung wurde das Kreuz für uns zum Siegeszeichen (1 Kor 1, 18).

In jedem Jahr am 14 September holt das Fest der Kreuzerhöhung diese bewusste Verehrung des Kreuzes und dessen, der am Kreuz hing, in das Kirchenjahr hinein. Die Präfation des Tages – der Text, der vor dem Gesang des „Sanctus“ gebetet wird – greift die Theologie des Kreuzes auf: „Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes erstand das Leben. Der Feind, der am Holz gesiegt hat, wurde auch am Holze besiegt durch unseren Herrn Jesus Christus.

Am Fest der Kreuzerhöhung dürfen auch wir das Kreuz in unserem Leben erhöhen. Fragen, wo wir mit Kreuzen in Berührung kommen – bewusst und unbewusst. Nehmen wir den Skandal noch wahr? Nehmen wir noch wahr, dass Gott an diesem Kreuz den Tod besiegt hat? Nehmen wir noch wahr, dass an diesem Kreuz Gott – unsterblich von Beginn der Welt an – freiwillig starb, um die Menschen zu retten?

Kreuzerhöhung ist nicht nur ein Fest, das an Vergangenes erinnert. Kreuzerhöhung ist ein Fest, dass uns mahnt und uns aufruft, Ostern, der Auferstehung, dem Leben den Weg zu bereiten und so Gott und den Menschen zu dienen. Wir müssen nicht gleich so vollkommen werden wie Mutter Teresa, die aufgrund des Kreuzes zu den Ärmsten der Armen ging und ihr ganzes Leben für diese Menschen aufopferte. Es gibt auch im alltäglichen Leben, jedem von uns Gelegenheiten genug, unsere Hilfe anzubieten. Genau davor nicht die Augen zu verschließen sondern helfen.

 

Mittwoch, 30. März 2022, 19 Uhr

Am Fest Maria Verkündigung am 25.März 2022 wird Papst Franziskus während einer Bußfeier Russland und die Ukraine dem Unbefleckten Herzen Marias weihen. Um 17.00 Uhr wird er in Rom das Weihegebet sprechen. Als Gesandter des Papstes wird Kardinal Konrad Krajewski in Fatima zur gleichen Uhrzeit das Weihegebet sprechen.

Dieses „Gebet für den Frieden auf der Welt und insbesondere für den Frieden in der Ukraine“ sei ein „Akt voller Bedeutung in diesen unruhigen Zeiten, in denen wir leben. Ein Akt, der tief mit Fatima und seiner Botschaft verbunden ist, … weil Fatima ein Ort ist, an dem man jeden Tag für den Frieden betet“.

Bei einer solchen Weihe wird Maria gebeten, die Menschen oder ganze Länder unter ihren mütterlichen Schutz zu nehmen, sie vor Gefahren und Versuchungen zum Bösen zu bewahren. In entsprechenden Gebeten geht es auch um persönliche Bekehrung und Wiedergutmachung von Sünden.

In unserer Pfarrei beten wir um 18.00 Uhr den Kreuzweg anschließend die Hl. Messe und das Weihegebt. Es ist ein Appell an Gott für die besonderen Nöte, die wir haben. Herzliche Einladung an die ganzen Pfarreimitglieder!

 

 

Akt der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens

O Maria, Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, wir kommen zu dir in dieser Stunde der Bedrängnis. Du bist Mutter, du liebst uns und du kennst uns. Dir ist nicht verborgen, was uns im Herzen bewegt. Mutter der Barmherzigkeit, wie oft haben wir deine zärtliche Fürsorge erfahren, deine friedenbringende Gegenwart, denn du geleitest uns immer zu Jesus, dem Fürsten des Friedens.

Wir aber sind vom Weg des Friedens abgekommen. Wir haben die Lehren aus den Tragödien des letzten Jahrhunderts und das Opfer der Millionen in den Weltkriegen Gefallenen vergessen. Wir haben die Verpflichtungen, die wir als Gemeinschaft der Nationen eingegangen sind, nicht erfüllt, und wir verraten die Träume der Völker vom Frieden und die Hoffnungen der jungen Menschen. Wir sind an Gier erkrankt, wir haben uns in nationalistischen Interessen verschlossen, wir haben zugelassen, dass Gleichgültigkeit und Egoismus uns lähmen. Wir haben Gott nicht beachtet, wir haben es vorgezogen, mit unseren Lügen zu leben, Aggressionen zu nähren, Leben zu unterdrücken und Waffen zu horten. Dabei haben wir vergessen, dass wir die Hüter unserer Nächsten und unseres gemeinsamen Hauses sind. Mit Kriegen haben wir den Garten der Erde verwüstet, mit unseren Sünden haben wir das Herz unseres Vaters verletzt, der will, dass wir Brüder und Schwestern sind. Wir sind allen und allem gegenüber gleichgültig geworden, außer uns selbst. Und schamerfüllt sagen wir: Vergib uns, Herr!

Im Elend der Sünde, in unserer Erschöpfung und Hinfälligkeit, in der geheimnisvollen Ungerechtigkeit des Bösen und des Krieges erinnerst du, heilige Mutter, uns daran, dass Gott uns nicht verlässt, sondern stets mit Liebe auf uns schaut, mit dem Wunsch, uns zu vergeben und uns aufzurichten. Er selbst hat dich uns geschenkt und der Kirche und der ganzen Menschheit in deinem Unbefleckten Herzen eine Zuflucht geschaffen. Aufgrund der Liebe Gottes bist du bei uns und auch durch die schwierigsten Momente der Geschichte geleitest du uns voll Zärtlichkeit.

So kommen wir zu dir und klopfen an die Tür deines Herzens, wir, deine geliebten Kinder, die du zu allen Zeiten unermüdlich aufsuchst und zur Umkehr einlädst. Komm in dieser dunklen Stunde zu uns, um uns beizustehen und uns zu trösten. Sag uns immer wieder neu: „Bin ich denn nicht da, ich, die ich deine Mutter bin?“ Du kannst die Verstrickungen unseres Herzens und die Knoten unserer Zeit lösen. Wir setzen unser Vertrauen in dich. Wir sind gewiss, dass du, besonders in Zeiten der Prüfung, unser Flehen nicht verschmähst und uns zu Hilfe kommst.

So hast du dich auch in Kana in Galiläa verhalten, als du erwirkt hast, dass Jesus eingriff, noch ehe seine Stunde gekommen war. So hast du der Welt sein erstes Zeichen vermittelt. Als sich die Festesfreude in Trübsal verwandelt hatte, sagtest du zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3). Verwende dich erneut für uns, o Mutter, denn heute ist uns der Wein der Hoffnung ausgegangen, die Freude ist geschwunden, die Geschwisterlichkeit verwässert. Wir haben die Menschlichkeit verloren, wir haben den Frieden verspielt. Wir sind zu aller Gewalt und Zerstörung fähig geworden. Wir bedürfen dringend deines mütterlichen Eingreifens.

Nimm an, o Mutter, unser Gebet.

Du Stern des Meeres, lass uns im Sturm des Krieges nicht untergehen.

Du Arche des Neuen Bundes, zeige uns Möglichkeiten und Wege der Versöhnung.

Führe, „du Irdische im Himmel“, die Welt wieder zu göttlicher Eintracht.

Beende den Hass, besänftige die Rachsucht, lehre uns Vergebung.

Befreie uns von Krieg, bewahre die Welt angesichts der nuklearen Bedrohung.

Du Königin vom Rosenkranz, erwecke in uns wieder das Bedürfnis zu beten und zu lieben.

Du Königin der Menschheitsfamilie, zeige den Völkern den Weg der Geschwisterlichkeit.

Du Königin des Friedens, erbitte der Welt den Frieden.

Deine Traurigkeit, o Mutter, erweiche unsere verhärteten Herzen. Die Tränen, die du für uns vergossen hast, mögen dieses Tal wieder aufblühen lassen, das unser Hass verdorren ließ. Lass uns, bei allem Lärm der Waffen, durch dein Gebet zum Frieden finden. Liebkose mit deinen mütterlichen Händen alle, die leiden und vor den Bomben fliehen. Lass alle, die ihr Zuhause und ihr Land verlassen müssen, in deiner mütterlichen Umarmung Trost finden. Dein betrübtes Herz erwecke in uns Mitgefühl und dränge uns, unsere Türen zu öffnen und uns der verwundeten und verstoßenen Menschen anzunehmen.

Heilige Mutter Gottes, als du unter dem Kreuz gestanden bist, sagte Jesus, als er den Jünger neben dir sah: „Siehe, dein Sohn“ (Joh 19,26). Damit hat er dir einen jeden von uns anvertraut. Dann sagte er zu dem Jünger, und somit zu einem jeden von uns: „Siehe, deine Mutter“ (V. 27). Mutter, wir wollen dich heute in unser Leben und in unsere Geschichte bereitwillig aufnehmen. Die erschöpfte und verstörte Menschheit steht in dieser Stunde mit dir unter dem Kreuz. Und sie verspürt die Notwendigkeit, sich dir anzuvertrauen und sich durch dich Christus zu weihen. Das ukrainische Volk und das russische Volk, die dich liebevoll verehren, kommen zu dir, und dein Herz schlägt für sie und für alle Völker, die unter Krieg, Hunger, Ungerechtigkeit und Armut leiden.

Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, dir vertrauen wir uns an und feierlich weihen wir die Kirche und die ganze Menschheit, insbesondere Russland und die Ukraine, deinem Unbefleckten Herzen. Nimm diesen unseren Weiheakt an, den wir mit Vertrauen und Liebe vollziehen. Gib, dass der Krieg aufhört und schenke der Welt den Frieden. Durch dein von Herzen kommendes Ja trat der Fürst des Friedens ein in die Geschichte; wir vertrauen darauf, dass der Friede auch jetzt wieder über dein Herz zu uns kommt. Dir also weihen wir die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie, die Nöte und Erwartungen der Völker, die Ängste und Hoffnungen der Welt.

Die göttliche Barmherzigkeit ergieße sich durch dich über die Erde und der liebliche Herzschlag des Friedens bestimme wieder unsere Tage. Frau des Ja, auf die der Heilige Geist herabkam, lass uns miteinander wieder in die Harmonie Gottes finden. Stille den Durst unserer Herzen, du „strömender Quell der der Hoffnung“. Du hast das Menschsein in Jesus eingewoben, so mach auch uns zu Handwerkern der Gemeinschaft. Du bist auf unseren Wegen gewandelt, geleite uns auf den Pfaden des Friedens. Amen.

 

Beim letzten Abendmahl sagte Jesus über das Brot: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ In der eucharistischen Anbetung wird das bei der Messe gewandelte Brot – der Leib Christi – in einem kostbaren Zeigegefäß (Monstranz) ausgestellt, ausgesetzt. Wir schauen also auf Jesus im Moment seiner größten Liebe: Seiner Lebenshingabe am Kreuz für uns – für mich. Er ist da in seiner erlösenden und heilenden Liebe.

Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta sagte einmal: „Die Zeit, die du mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament verbringst, ist die beste Zeit, die du auf Erden verbringen wirst. Jeder Augenblick, den du mit Jesus verbringst, wird deine Einheit mit Ihm vertiefen und deine Seele auf ewig herrlicher und schöner machen für den Himmel, sowie mithelfen, ewigen Frieden auf Erden zu fördern.“

Viele fragen heutzutage, wenn Sie etwas über Anbetung hören: „Ja, was soll ich denn da machen? Wie ‚geht‘ Anbetung?“ – Die Antwort ist einfach: wir müssen eigentlich gar nichts ‚machen‘. Jesus ist im Allerheiligsten genauso konkret anwesend, als würde er neben uns in der Kirchenbank sitzen. Anbetung bedeutet, sich dieser Gegenwart Jesu bewusst zu werden. Wir können ihm unser Herz ausschütten, aber wir können auch nur ohne Worte auf den Knien seine Gegenwart verehren. So wie es ein einfacher Bauer zum heiligen Pfarrer von Ars sagte, als der ihn fragte, was er denn eigentlich tue, wenn er jeden Tag vor dem Tabernakel knie: „Das ist ganz einfach: Er schaut mich an und ich schaue ihn an.“

 Fürbittenbox

In der Kirche liegen eine Box, Zettel und Stifte auf. Gerne können Sie dort anonym Ihre Anliegen aufschreiben und in die Box legen. Immer am 3. Mittwoch im Monat wird dann für Ihre Anliegen und unsere Pfarrei gebetet. In dieser schweren Zeit wollen wir unsere Anliegen gemeinsam vor den Herrn bringen, dem nichts unmöglich ist! In dieser Zeit ist jeder eingeladen, seine persönlichen Anliegen vor den Herrn in die eucharistische Anbetung zu bringen. Kommen Sie – und wenn es nur für einige wenige Augenblicke ist!

 

Ablauf der Gebetszeit am 3. Mittwoch im Monat:

18 Uhr Aussetzung mit Rosenkranz

Anschließend des Rosenkranzes bis zum 19.00 Uhr Stille Anbetung mit kleinen Impulsen und Musik

Das Friedenslicht aus Bethlehem ist eine ökumenische Aktion zur Advents- und Weihnachtszeit. Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnern wir uns an die weihnachtliche Botschaft und an unseren Auftrag. Es ist klar dass das Friedenslicht ist kein magisches Zeichen ist,   das den Frieden herbeizaubern kann. Es erinnert uns vielmehr an unsere Pflicht, uns für den Frieden einzusetzen. Seit dem 18. Dezember 2021 vor der Hl. Messe ist das Friedenslicht in unserer Pfarrkirche.

Sie dürfen entweder eine Kerze selber mitbringen oder eine in der Kirche kaufen.

Papst Franziskus hat anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Apostolischen Schreibens „Amoris laetitia“, über die „Freude der Liebe“, ein „Jahr der Familie“ ausgerufen. Es beginnt mit dem 19. März 2021 und endet mit dem Weltfamilientreffen vom 22. bis 26. Juni 2022 in Rom. Papst lädt herzlich dazu ein, in diesem Jahr die Schatztruhe von „Amoris laetitia“ nochmals oder erstmals zu öffnen – und über die vielen Impulse und wegweisenden Erfahrungen zu staunen, die dieses grundlegende Schreiben enthält.

Familien sind ebenso die ersten und prägenden Orte des Glaubens. Papst schreibt dies, auch wenn wir uns bewusst sind, dass uns allen vieles weggebrochen ist, was noch vor ein, zwei Generationen ganz selbstverständlich zum Basiswissen und zur Grundpraxis des Glaubens gehört hat. Insofern kann dieses Jahr auch ein Jahr des Neu-Entdeckens werden. Eine Schule des Glaubens. Jesus selbst ist in einer Familie aufgewachsen, es war der wesentliche Ort seiner „Menschwerdung“. Aus diesem Grund hat alles, was mit Familie zusammenhängt, auch mit Gott zu tun – alle Freuden und Leiden.

Die Einladung zum „Jahr der Familie“ geht weit über den kirchlichen Kreis hinaus. Wagen wir das Gespräch mit unseren Nachbarn und Arbeitskollegen, Bekannten und Freunden. Familie sind wir alle. Inmitten einer pulsierenden und nervösen Gesellschaft braucht es die Erfahrung familiärer Nähe, viele Zeichen von Zuwendung und vor allem ein ehrliches Interesse aneinander.

Das „Jahr der Familie“ soll ein Jahr der dankbaren Wahrnehmung sein für alles, was Familien leisten. Auch im persönlichen Umfeld sind ermutigende Zeichen der Wertschätzung möglich: nachfragen, hinhören, besuchen, einen kleinen Dienst anbieten, Familien mit ihren Sorgen nicht allein lassen. Papst ergänzt «die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche».


Schliessen wir mit einem Gebet: «Heilige Familie von Nazareth, erwecke in unserer Gesellschaft wieder das Bewusstsein des heiligen und unantastbaren Charakters der Familie, unschätzbares und unersetzbares Gut. Jede Familie sei aufnahmefreudige Wohnstatt der Güte und des Friedens für die Kinder und für die alten Menschen, für die Kranken und Einsamen, für die Armen und Bedürftigen. Jesus, Maria und Josef, zu euch beten wir voll Vertrauen, euch
vertrauen wir uns mit Freude an» (Papst Franziskus).

Papst Franziskus hat Katholiken weltweit zu Rosenkranzgebeten gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. Angesichts der Einschränkungen solle man das häusliche Gebet wiederentdecken, schrieb das Kirchenoberhaupt in einer Botschaft.

Als Christen sind wir solidarisch mit allen, deren Gesundheit nun in Gefahr ist, ganz besonders mit Kranken und älteren Menschen. Schöpfen wir Kraft und Zuversicht aus der Hoffnung des Psalmisten: „Schüttet euer Herz aus vor Gott! Denn er ist unsere Zuflucht“, sagt der Beter im Psalm 62. Das kann auch uns in dieser Situation eine Hilfe sein.

Wir wollen den Rosenkranz beten und unser Land der Muttergottes anvertrauen, ihre Hilfe erflehen und durch sie, die Gnadenmittlerin, bei Gott erbitten, unsere Immunkräfte stärken und uns widerstandsfähig machen für alles, was uns schaden möchte.

In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich zu den Rosenkranzgebeten einladen, die in unserer Pfarrei jeden Tag um 18.00 Uhr stattfinden.