Katholische Kirchgemeinde
Untervaz

Die aktuellen Öffnungszeiten des Sekretariats während den Schul-Sommerferien finden Sie unter folgendem Link:

 

Öffnungszeiten Sekretariat über Sommerferien

„Die Route wird neu berechnet“ Die Route wird neu berechnet – unzählige Male mussten wir seit gut einem Jahr umsteuern, immer wieder neu unsere Aktivitäten planen, dabei in der Unsicherheit vor Krankheit und möglicher Gefahr leben. Wie wurde das erlebt und was bedeutet das für diesen Sommer?

In diesen Tagen kann man in Schulen und Büros, in Fabrikhallen und Werkstätten den erleichterten Seufzer hören: na endlich, es ist so weit, endlich Urlaub, endlich Ferien! Druck und Stress vieler Arbeits- und Schulwochen hören auf, es beginnen die Tage und Wochen der Erholung, Zeit für sich und seine Lieben.

Urlaub ist eine Notwendigkeit, ja ein Segen, wenn er recht genutzt wird. Die arbeitsfreie Zeit soll dich näher zu dir selber bringen denn: „Wer mit sich selbst schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne dich dir selbst“. Dieses Wort des hl. Bernhard soll zum Nachdenken anregen. Urlaub sollte kein Stress sein, in gar keiner Weise.

Die Freizeit bietet sich an der Sehnsucht Raum zu geben, er ist auch Chance die Gottes Beziehung zu vertiefen. „Alles Erkennen beginnt mit der Wahrnehmung“ sagte der hl. Thomas von Aquin.

Verplanen wir unsere Urlaubszeit nicht zu sehr, in der Meinung, nur so unseren Erlebnishunger stillen zu können. Denn wahre Lebensfreude wächst aus der Tiefe. Als geistliches Wort geben wir Ihnen die Worte von Papst Franziskus mit auf den Weg: „Wir rennen und arbeiten so viel, wir setzen uns für so vieles ein; doch wir riskieren, abends müde zu sein und eine beschwerte Seele zu haben… Denken wir jeden Tag daran, in Gott Anker zu werfen!“ Nur in der Stille öffnen sich Herz und Seele. Nutzen wir die Zeit des Urlaubs, ein Stück des Weges mit Gott zu gehen!

Erholsame, begegnungsreiche, stärkende Urlaubszeit wünschen wir uns allen, den Schulkindern, ihren Eltern, den Reisenden, allen unterwegs und den Daheimgebliebenen. Möge uns überall ein aufmerksamer Schutzengel begleiten und gesund nach Hause bringen.

 

Im Juni wird Jesus Christus besonders unter dem Gesichtspunkt seiner durch sein Herz verehrt. Nach dem Johannes-Evangelium ist die geöffnete Seite Jesu der Ursprung der Sakramente der Kirche. „… einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus…“ (vgl. Johannes 19,34 bzw. 7,37).

Ausgehend von dieser Vorstellung formte sich bis zum Mittelalter die Herz-Jesu-Frömmigkeit aus. Die Beziehung zwischen Gott und den Menschen spricht nicht in erster Linie den Kopf an, sie ist nicht nur mit Vernunftgründen zu fassen. Sie beginnt im Herzen zu wachsen, dort werden Menschen getroffen von der göttlichen Liebe, und nur so können sie selbst zu Liebenden werden. Es ist Herzenssache, Christus, dem auferstandenen Herrn, zu begegnen, sich anrühren zu lassen von seiner Botschaft, sich ergreifen zu lassen von seiner Liebe.

Christus, den auferstandenen Herrn, im eigenen Alltag zu finden, ist möglich. Wer sich „Herz über Kopf“ in dieses Abenteuer stürzt, der kann Ihn erkennen; Ihn, der verborgen und unerkannt mitten unter uns Menschen lebt. Ihn, der uns sein Herz schenkt, damit wir ihn erkennen und uns von seinem Evangelium immer neu anrühren lassen.

Das Herz-Jesu-Fest, das die Kirche am zweiten Freitag  nach Fronleichnam feiert, kann Jahr für Jahr wieder eine Erinnerung sein, sich nicht nur auf den Kopf zu verlassen, sondern auch auf das Herz zu hören.

Weltfamilientreffen

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte auf folgender Homepage:

4. Deutschschweizer Weltfamilientreffen

 

Pfingsten ist nach Ostern und Weihnachten das dritthöchste Fest im Kirchenjahr und gilt als Geburtstag der Kirche. Ob ein Fest gelingt, hängt bekanntlich neben anderem von der guten Vorbereitung ab. Für die Hochfeste des Kirchenjahres kennen wir geprägte Zeiten der inneren Einstimmung und Vorkehrungen.

Die Pfingstnovene wird in der Regel vom Freitag nach Christi Himmelfahrt bis zum Samstag vor Pfingsten gebetet. Das sind neun Tage! Im Pfingstbericht in der Apostelgeschichte heißt es, die Aposteln kehrten in die Stadt Jerusalem zurück, gingen in das Obergemach und verharrten dort mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern im einmütigen Gebet Apg. 1, 13-14).

Nach diesem Beispiel werden wir in unserer Pfarrei vor dem Pfingstfest einmütig um den Heiligen Geist beten. Der Heilige Geist ist der Beistand, den Jesus uns zugesagt und versprochen hat. Er hilft uns in unserem Leben, stärkt uns, verändert uns, trägt uns tiefer in den Glauben hinein und zeigt uns den Weg im Leben und den Weg zu Gott.

Auch in diesem Jahr wollen wir in unserer Pfarrei nach jedem Gottesdienst wieder gemeinsam die Pfingstnovene beten. Weil wir sein Wirken gerade in unserer Zeit und Welt und auch in der Kirche dringend brauchen, laden wir herzlich dazu ein, die Pfingstnovene mitzubeten.

 

Bei schönstem Wetter haben wir uns um 13.30 Uhr bei der katholischen Kirche versammelt. Nachdem alle Kinder eingetroffen waren, hat uns Frau Todon auf der Empore bei der Orgel eine spannende Geschichte von König Saul erzählt.

Danach haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt, die eine Gruppe ging mit Frau Pfr. Bergauer und Frau Todon in die reformierte Kirche und lernte die Orgel kennen, die andere Gruppe ging mit Priska Kollegger und Lorena Bürkli ins kath. Pfarreiheim zum Musikinstrumente basteln. Nach einem Wechsel der Gruppen gab es einen feinen z’Viari. Nach dieser kleinen Stärkung haben sich die Kinder erneut in drei Gruppen aufgeteilt und nochmals drei Posten besucht.

Bei Frau Pfr. Bergauer machten sie ein Tanzspiel, bei welchem alle Kinder sofort ganz still stehen bleiben mussten, sobald die Musik aufhörte zu spielen. Bei Frau Todon mussten die Kinder mit geschlossenen Augen verschiedene Töne erkennen und bei Priska und Lorena konnten sie ein Hör-Memory spielen.

Um 16.30 Uhr war der Nachmittag mit dem Thema Musik fertig und die Kinder haben sich zusammen mit Frau Pfr. Bergauer, Frau Todon und Priska Kollegger auf den Weg zum Rhein gemacht, wo sie den Nachmittag gemütlich ausklingen liessen mit einer feinen gegrillten Wurst.

Es war ein sehr schöner Nachmittag mit den Kindern und wir freuen uns bereits heute auf’s Frühlingsfest 2023.

Euer Frühlingsfest-Team

Am 6. Mai durften wir mit den Firmlingen unseren Bischof Joseph Maria Bonnemain in seinem Schloss in Chur treffen.

Nach dem herzlichen Empfang erzählte er uns über sein Leben und wie es dazu kam, dass er Bischof wurde. Im Gespräch mit den Firmlingen zeigte er ihnen die Wichtigkeit auf, eine Beziehung mit Gott aufzubauen und mit ihm immer in Verbindung zu bleiben, dann könne das christliche Leben ein wahres Abenteuer werden. Er schilderte uns auch die Geschichte des Bistums und zeigte uns viele Räume im Schloss. Am Schluss führte er uns in die Schlosskappelle, wo wir zusammen ein «Vater unser» beteten.

Nach einem feinen Imbiss verabschiedeten wir uns vom Bischof und machten uns auf den Weg zum nächsten Ziel, hinauf zum Priesterseminar St. Luzi.

Auch dort erwartete uns ein spannendes nicht alltägliches Erlebnis. Beim Eingang erwartete uns Valentin, ein zwanzigjähriger, sympathischer Mann, der letztes Jahr die Kantonsschule abgeschlossen hat. Jetzt verbringt er gerade eine Zeit im Seminar, um herauszufinden, ob das Priestertum seine Berufung sein könnte. Valentin erzählte uns viel über das Seminar und führte uns durch verschiedene Räume. Am Schluss erzählte er uns auch über sein Leben, wie er die Liebe Gottes entdeckt hat und sich dazu entschlossen hat, eine Probezeit im Seminar zu verbringen.

In der Mensa des Seminars durften wir uns schliesslich mit einem feinen Mittagessen wieder stärken, um dann mit dem letzten Teil unseres Programms weiterzumachen. Beim Urban Golf war Action angesagt: die Firmlinge waren begeistert von der Idee, durch die Altstadt Golf zu spielen und mit Leuten zu sprechen. In zwei Gruppen machten sie sich mit Stadtplan und Golfschlägern gewappnet sofort auf dem Weg, um die gekennzeichneten Spielorte zu finden und die Leute unterwegs anzusprechen.

Um 15:00 Uhr waren alle wie abgemacht pünktlich am Bahnhof und hatten alle Aufgaben erledigt! Zur Belohnung gab es natürlich ein Eis. Auf dem Heimweg erzählten die Firmlinge über ihre spannenden Erfahrungen beim Urban Golf und zeigten uns die eingetauschten Gegenstände.

Ein erlebnisreicher Tag war somit zu Ende. Aber das Beste kommt noch: am 4. Juni werden unsere Firmlingen Bischof Bonnemain wieder sehen, um von ihm das Sakrament der Firmung zu empfangen.

Wir freuen uns auf den grossen Tag!

Roberta Dietiker, Nicole Wilhelmi

 

Am 20. April durften unsere neun Erstkommunikanten einen spannenden Projektnachmittag erleben.

Durch verschiedene schön gestaltete Posten in der Kirche und im Garten beim Pfarreiheim konnten sie sich mit dem Thema Versöhnung auseinandersetzen. Sie durften dazu jeweils etwas basteln oder Rätsel lösen. Bei einigen Posten lagen auch Tonscherben und Fragebögen bereit, die sie bis zum Schluss aufbewahren mussten.

Nach dem Beichtgespräch mit dem Pfarrer durften sie die gesammelten Scherben in den eigenen Tontopf legen, wo sie anschliessend auch eine Blume pflanzten. Die Fragebögen wurden von den Kindern verbrannt.

Die schön geschmückten Blumentöpfe werden bis zur Feier der Heiligen Kommunion als Dekoration in der Kirche stehen und dürfen dann von den Kindern als Erinnerung nach Hause mitgenommen werden.

Es war ein erlebnisreicher Nachmittag und die Kinder haben mit grosser Begeisterung und Eifer mitgemacht. Wir danken der Katechetin Nicole Wilhelmi für die Vorbereitung und Durchführung des Projektes und auch den Eltern, die ihre Kinder auf dem Glaubensweg unterstützen und ihnen die Teilnahme an den verschiedenen Projekten ermöglichen.

Roberta Dietiker

Pfingsten – endlich ein Fest, das nicht zum Fürchten ist. An Weihnachten und am Ostermorgen müssen Engel die Menschen zuerst einmal beruhigen: „Fürchtet euch nicht!“ An Pfingsten scheint das nicht nötig zu sein. Weit und breit ist kein Beruhigungs-Engel in Sicht … Von wegen! Es ist alles viel schlimmer! Da sitzen die, die es eigentlich besser wissen müssten, die Jünger und Frauen, die um Jesus herum waren, hinter verschlossenen Türen zusammen. Sie haben sich ängstlich zurückgezogen und warten ab, was da kommen wird.

Ein gewaltiges Brausen oder Tosen machte die Menschen auf das bevorstehende Ereignis aufmerksam. Als Nächstes gab es etwas zu sehen. Es sah aus wie Feuer, als ob die Jünger in Flammen standen, aber zum Glück verbrannten sie nicht. Alle, die im Raum versammelt waren, fingen an, Gott zu loben und von seinen großen Taten zu erzählen, aber jeder in einer anderen Sprache. Alle Festbesucher hörten das Evangelium in ihrer Muttersprache. Es geht an Pfingsten darum, dass Menschen in der Kraft des Heiligen Geistes einander verstehen und zu Zeugen Jesu Christi werden, indem sie begeistert, mit brennenden Herzen und in ansteckender Freude gemeinsam ihren Glauben leben.

Zwei Menschen können durchaus die gleiche Sprache sprechen und sich dennoch nicht verstehen. Es braucht immer wieder ein Pfingstwunder in den kleinen Konflikten unseres Alltags, beim Streit am Arbeitsplatz, in der Familie oder in der Nachbarschaft. Es braucht immer wieder ein Pfingstwunder bei den großen weltpolitischen Konflikten.

In diesem Jahr wurde schon sehr oft das Wort “Friede” gebraucht und zum Frieden aufgerufen. Was die Folgen des Unfriedens, die Folgen von Feindschaft, Hass und Krieg sind, das ist uns bekannt. Wir spüren hautnah die Folgen des Gegenteils von Frieden.

Der Friede ist eine Aufgabe für uns alle. Er wird geschaffen, wo Menschen sich vom Geist Gottes leiten lassen. Der Apostel Paulus sagt uns: “Lasst euch vom Geist leiten” (Gal 5,16b). Dann befolgen wir das Gebot der Liebe. “Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung” (Gal 5,22.23).

Möge daher unser Leben offen sein für den Geist Christi, dann ist sein Friede in uns gegenwärtig und wirksam. Sein Friede wird dann durch uns in unsere Zeit und Umwelt hineingetragen. Zum Pfingstfest am 05. Juni wünschen wir Ihnen die Gnaden und Gaben des Heiligen Geistes und damit den Frieden Christi für Ihren Lebensweg.

Fronleichnam ist das Fest der Eucharistie. Im Mittelpunkt der Prozession, die heute in unserem Dorf abgehalten wird, steht ein kleines Stückchen Brot, die weiße Hostie, die in der Monstranz durch die Straßen getragen wird. Was dieses Brot bedeutet, das hat Jesus damals zum ersten Mal, im „großen Raum im Obergeschoß“ gesagt, als er – nach jüdischem Brauch – ungesäuertes Brot in seine Hände nahm, darüber das Lobgebet sprach, es brach und austeilte, wobei er sagte: „Nehmt, das ist mein Leib“.

Fronleichnam heißt „Leib des Herrn“. Damals im Obergeschoss in Jerusalem geschah dies zum ersten Mal: Brot wurde zum „Fronleichnam“, zum Leib des Herrn. Seither geschieht das jedes Mal, wenn irgendwo auf Erden die Messe gefeiert wird, wenn wieder die Worte Jesu vom Priester über das Brot gesprochen werden: „Das ist mein Leib“.

Am Sonntag, 19. Juni, wird das besonders gefeiert, festlich, mit Umzug, Gebet, Musik, und Blumen, und mitten in dem ganzen Fest das kleine weiße Stück Brot: „Das ist mein Leib“. Kein bloßes Erinnerungsstück, sondern Jesus selber, in der unscheinbaren Gestalt des Brotes.

Von Franz von Assisi, der maßgeblich die eucharistische Verehrung forderte, stammt das Wort: „In den kleinsten Dingen ist Gott am größten“. Das ist die Botschaft des Tages, wenn das gebrochene Brot durch die Straßen unseres Dorfes getragen wird. Keine Machtdemonstration, eher das Gegenteil: Im Kleinsten, in einem Stückchen Brot, ist Gott am größten. Hier kommt seine Demut am meisten zum Ausdruck. Wie anders könnten wir ihm heute antworten, als niederzuknien vor Gott und mit Thomas von Aquin zu beten: »Gott ist nah in diesem Zeichen: kniet hin und betet an. “

Das Hochfest Christi Himmelfahrt

und Flurprozession

Donnerstag, 26. Mai 2022 um 09.00 Uhr

 

Vierzig Tage nach Ostern ist das Fest Christi Himmelfahrt. Was ist der Anlass, der Grund dieses Festes? Der Evangelist Lukas beschreibt das Ereignis ganz konkret. Es fand am sogenannten Ölberg statt, in Jerusalem, auf der Anhöhe gegenüber dem Tempel. «Jesus wurde vor den Augen der Jünger emporgehoben» (Lk 24, 50-53).

Wie kann man sich das vorstellen? Ging die „Himmelfahrt“ dann noch weiter? Über die Erde hinaus, irgendwohin ins weite Weltall? Diese Idee ist sicher falsch. Er hat es ja versprochen: „Ich bin bei euch, alle Tage!“ Wenn wir auf sein Wort hören; wenn wir versuchen, wie er zu leben; wenn wir uns ihm immer wieder ganz und gar anvertrauen; wenn wir zu ihm beten und Gottesdienst feiern, dann kommt der Himmel in unsere Herzen – und Jesus mit ihm.

Im Anschluss an die Festgottesdienste findet die traditionelle Flurprozession statt. “Bittet und es wird euch gegeben; sucht und ihr werdet finden; klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der empfängt; wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet” (Mt 7, 7-8). Jesus fordert uns zum Bittgebet auf. Voran mit dem Kreuz  gehen die Gläubigen mit dem Priester über die Fluren, bitten um Gnaden, um Fruchtbarkeit für Feld und Flur, um Verhütung vor Hagel, Frost und anderem Unwetter. Die Grundordnung des Kirchenjahres bestimmt, dass „an den Bitttagen für mannigfache, menschliche Anliegen, besonders für die Früchte der Erde und für das menschliche Schaffen gebetet wird; auch eignen sich die Tage für den öffentlichen Dank“.

Wir laden alle ganz herzlich ein, diesen grossen Tag in unserer Pfarrei mitzufeiern.

In einem feierlichen Gottesdienst, zum Thema „Ich bin das Brot des Lebens» (Jn. 6, 35) sind am Sonntag 24. April, 9 Erstkommunikantinnen und Erstkommunikanten zum ersten Mal an den Tisch des Herrn getreten, um die heilige Kommunion zu empfangen. Es ist nicht nur das erste Mal, dass sie die heilige Kommunion empfangen durften, sondern sie wurden auch zum zweiten Mal in die Gemeinschaft der Gemeinde aufgenommen. Beim ersten Mal, bei der Taufe, haben stellvertretend für Sie, die Eltern das Gelöbnis zum Glauben und zur Kirche übernommen, bei der Erstkommunion konnten sie das nun selbst tun.

Der Gottesdienste war von einer sehr lebendigen und gleichzeitig berührenden Atmosphäre geprägt. Für viele Eltern und Gäste wurde spürbar, dass die Kinder in ihrer Vorbereitungszeit von Jesus und seiner Botschaft begeistert und erfüllt waren. Eine gute Mischung aus jungen und traditionellen Liedern füllten die Kirchenräume mit Freude und beeindruckenden Klängen.

Höhepunkt des Gottesdienstes war der Empfang der Heiligen Kommunion. Darauf hatten sich die Kinder schon lange gefreut und sich gerade in den letzten Wochen und Tagen intensiv vorbereitet. Endlich konnte ihre Sehnsucht, Jesus im Brot des Lebens zu begegnen, erfüllt werden.

Im Erleben der Kinder wurde deutlich, wie glücklich sie dieser Tag und die Begegnungen im Glauben machen. Um diese, ihre ganz persönliche Glaubensgeschichte weiterzuschreiben, braucht es nach wie vor die Unterstützung und das Vorbild der Eltern, aber auch die Motivation einer gläubigen Gemeinde.

An dieser Stelle nochmals allen ein herzliches Dankeschön, die durch ihr Gebet, ihr Glaubenszeugnis und unermüdliches Engagement, ganz besonders unsere Katechetin Nicole Wilhelm, die Erstkommunionkinder und Familien in dieser Zeit begleitet und unterstützt haben.

Begleiten wir unsere Erstkommunikanten auch weiterhin im Gebet, damit sie gestärkt aus der Kraft des heiligen Brotes in froher Gemeinschaft mit Jesus, unserer Mitte, ihren Weg hoffentlich bis zu ihrem Lebensende fortsetzen können.

Im Monat Mai, in der Regel die Zeit zwischen Ostern und Pfingsten, verehren wir in besonderer Weise die Gottesmutter Maria. In ihrer Person finden wir so etwas wie einen „roten Faden“, der sich durch die Glaubensgeheimnisse hindurch zieht. Sie ist immer da; von der Menschwerdung Jesu, über sein Leben und Wirken bis hin zu Kreuz und Auferstehung, dann weiter schließlich im Kreis der Apostel wartend auf die Ausgießung des Heiligen Geistes.

Auf diese Weise kann Maria verschiedene „Funktionen“ für unser eigenes Glaubensleben einnehmen; sie ist Vorbild und Lehrerin, Begleiterin und Trösterin, Mutter und Schwester und vieles andere mehr. Sie nimmt uns an die Hand und zeigt uns ihren Sohn, führt uns immer tiefer in die Herzensmitte Jesu, in die Quelle unendlicher Liebe. Als Frau und Mutter versteht sie es in besonderer Weise, uns wie ihre eigenen Kinder zu führen und zu unterweisen. Bitten wir also die Gottesmutter um ihre Hilfe, und vertrauen wir uns ihrer Führung an.

In unserer Pfarrei finden folgende Maiandachten statt:

  • Mittwoch, 4. Mai 19.00 Uhr
  • Mittwoch, 11. Mai 19.00 Uhr
  • Mittwoch, 18. Mai 18.00 Uhr
  • Mittwoch, 25. Mai 19.00 Uhr

Im Namen des Maiandachtsteams wünsche ich Ihnen allen einen gesegneten „Wonnemonat“ Mai und lade Sie zu den Maiandachten in unserer Pfarrei herzlich ein.

 

Am zweiten Sonntag im Mai (08. Mai) ist es wieder soweit und Muttertag steht vor der Tür. Der Muttertag soll den Müttern gehören, die alle Tage, Monate und jahrein, jahraus ihren Kindern und der Familie ihre Zeit schenken und deren Arbeit niemals ein Ende hat, die keine 40-Stunden-Woche kennt, kein freies Wochenende hat, die immer da ist, wenn sie gebraucht wird, ohne Lohnerhöhung, ohne Urlaubsansprüche… Sicherlich ist es daher ein großes Anliegen der Kinder, ihren Müttern zu diesem Ehrentag recht herzlich zu gratulieren und vor allem zu danken. Wir wünschen allen Müttern einen harmonischen und beglückenden Muttertag im Kreise ihrer Kinder und Familien.

An diesem Sonntag, 08. Mai 2022, um 09.30 Uhr, sind alle Gemeindemitglieder, besonders aber alle Familien, zum gemeinsamen Gottesdienst eingeladen. Unsere Kinder, zusammen mit Priska, haben sich mit diesen Gedanken beschäftigt und den Gottesdienst vorbereitet.

Herzlich willkommen! Wir freuen uns, wenn viele Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern, Freunde und Gäste den Gottesdienst mit uns feiern.

 

Der 04 Juni ist ein großer und bedeutender Tag für unsere Pfarrei. Unter dem Motto- „Entflammt durch die Liebe Gottes“ wird unser diözesan Bischof Joseph Maria Bonnemain, um 09.30 Uhr in der Pfarrkirche 9 Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klasse das Sakrament der Firmung spenden.

Die Firmung ist eines der sieben Sakramente unserer Kirche und gliedert nach Taufe und Kommunion vollständig in die Gemeinschaft der Christen ein. Der Begriff „Firmung“ kommt von dem lateinischen Wort „confirmare“. Er wird übersetzt mit „festmachen“ und „bestätigen“. „Was in der Taufe grundgelegt wurde, wird in der Firmung gestärkt und fortgesetzt: Sie verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft, die uns sagen lässt: „Abba, Vater“(Römer 8,15); sie vereint uns inniger mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Heiligen Geistes; sie verbindet uns vollkommen mit der Kirche; sie schenkt uns eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, um in Wort und Tat aus dem Glauben zu leben und das Evangelium Christi zu bezeugen.“

Die ganze Pfarrei freut sich mit allen Firmlingen auf den Großen Festtag und wünscht ihnen ein wunderschönes Fest und die spürbare Gabe des Heiligen Geistes zu empfangen – und dass diese Gabe im Leben weiter lebendig bleibt – das ganze Leben lang.

Beten wir als Pfarrgemeinde des Herrn für diese jungen Menschen, damit der Gottesgeist in ihnen lebendig wird. Versammeln wir uns auch zahlreich zum Firmgottesdienst, damit die jungen Christinnen und Christen spüren, dass sie ein wichtiges Glied in der Kette sind, die an Pfingsten in Jerusalem begann und sich bis heute fortsetzt und durch die neuen Firmlinge weiter in die Zukunft getragen wird.

»Ich bin das Brot des Lebens« – so lautet das Thema unseres festlichen Erstkommuniongottesdienstes (Jn 6, 35), an welchem folgende Kinder Elia Gaupp, Dea Hoch, Fabio Mikaere Bux, Andrijana Gvozdenovic, Francesco Gansner, Lorena Francesca Hedinger, Noa Moser, Gianni Zanolari, Mia Joos am 24. April um 09.30 Uhr teilnehmen.

Liebe Kinder, viele Geschenke bekommt ihr zu eurer Erstkommunion. Das wichtigste Geschenk ist nicht in buntes Papier eingepackt; kommt nicht von Mama und Papa oder Oma und Opa; kostet kein Geld. Das wichtigste Geschenk ist ein Stück Brot, so klein, dass es in eure Hand passt. Gott schenkt es euch: sich selbst. In so alltäglichen Dingen wie Brot und Wein begegnet uns Gott. Denn er ist nicht nur ein Gott für Sonntag- und Feiertag oder für das große Fest der Erstkommunion. Unser Gott ist ein Gott des Alltags. Auch nach dem Fest möchte er jeden Tag bei euch sein.

Eure Pfarrgemeinde wünscht euch ein wunderschönes Fest und die spürbare Freude, Jesus zu empfangen – und dass diese Freude bleibt – das ganze Leben lang.

Alle Ostergeschichten erzählen, dass bei den Jüngerinnen und Jüngern Jesu eine Änderung der Blickrichtung notwendig war, um dem Auferstandenen zu begegnen. Die Frauen gehen zum Grab und suchen Jesus „bei den Toten“ (Lk 24, 1-12).

Die Geschichten erzählen uns etwas über uns selbst. Es ist zutiefst selbstverständlich, zuerst den Verlust von etwas Vergangenem, Verlorenen, jemand Gestorbenen wahrzunehmen. Den Schmerz, die Trauer zu spüren und auszudrücken. So wie die Frauen in der Bibel, die sich aufmachen, um sich von Jesus zu verabschieden, indem sie seinen toten Körper salben.

Der Fingerzeig des Engels lenkt den Blick der Frauen jedoch auf eine andere Spur. Sie sollen den Blick vom Grab und vom Tod abwenden, um das Lebendige, die Lichtspur, den Auferstandenen wahrzunehmen.

Auch uns weist der Engel, die Blickrichtung zu ändern – ein österliches Auge zu bekommen. Einen Blick, der sich von der Vergangenheit abwendet, um das Leben wahrzunehmen, das in der Gegenwart stattfindet – uns vom Tod abzuwenden und nach dem Leben, nach dem was wachsen will, Ausschau zu halten. Der verstorbene Aachener Bischof Klaus Hemmerle hat es so formuliert:

 

„Ich wünsche uns Osteraugen,

die im Tod bis zum Leben,

in der Schuld bis zur Vergebung,

in der Trennung bis zur Einheit,

in den Wunden bis zur Herrlichkeit,

im Menschen bis zu Gott,

in Gott bis zum Menschen,

im Ich bis zum Du

zu sehen vermögen“.

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Osterfest, das uns allen wieder neu Kraft und Mut für unser Leben gibt, so dass wir gestärkt von der Ostererfahrung wieder unseren Alltag meistern können.

 

Mittwoch, 30. März 2022, 19 Uhr

Das Senfkorn (lateinisch granum sinapis) gilt in der westlichen Kultur als Metapher für etwas sehr Kleines. Jesus schildert es in einem Gleichnis (Mt 13, 31-32, Mk 4. 30-32) als das kleinste aller Samenkörner, aus dem etwas ganz Grosses entsteht. Auf Basis dieser Überlieferung führen Schwester Lea vom Dominikanerinnenkloster Cazis und Isabella Gartmann, Religionspädagogin, seit vielen Jahren eintägige Vorbereitungskurse für Erstkommunikanten und Firmlinge durch. Am Samstag, 12. März 2022, trafen sich zu diesem Anlass die Erstkommunikanten von Untervaz und Schellenberg (FL) in der Schule St. Catharina in Cazis.

Nach der Vorstellungsrunde zeigte Isabella Gartmann auf spielerische Art und Weise auf, was dazu gehört, um ein guter Hirte zu sein und bezog sich bei ihren Ausführungen auf Jesus, der von sich selber sagt: «Ich bin der gute Hirte» (Joh 10, 11-14). Nach dem ersten Teil bildeten die Kinder und wir Begleitpersonen zwei Gruppen, wobei die Kinder ein Kurztheater einstudierten und wir Erwachsene mit Schwester Lea die Struktur der Eucharistiefeier beleuchteten. Nach der gelungenen Theaterdarbietung der Kinder ging es zur Spaghettata, wo die eine oder andere angeregte Diskussion ihre Fortsetzung fand. Nach dem Mittagessen lauschten wir in der Klosterkapelle des Klosters St. Peter und Paul in Cazis dem Mittagsgebet der Dominikanerinnen. Im Anschluss stellte sich Schwester Lea in der Kapelle all unseren Fragen rund um das Kloster.

In drei Gruppen aufgeteilt, verbrachten wir einen abwechslungsreichen Nachmittag. Zum einen bastelten wir mit den Kindern unter der Mithilfe von Isabella Gartmann eine Hirtentasche, in der wir Gebetsanregungen für den Alltag zu Hause aufbewahren können, zum anderen führte uns Schwester Lea ins Thema Meditation ein, wobei der Psalm 23 (Der gute Hirt) als Leitgedanke diente. Beim dritten Posten, und dies war das Highlight vieler Kinder, durften wir in Begleitung von Schwester Elisabeth den ältesten Raum des Klosters, die Backstube, besichtigen. Schwester Elisabeth erläuterte uns, wie früher die Hostien in diesem Kloster hergestellt wurden. Zum Abschluss stanzten die Kinder mit viel Leidenschaft Hostien aus.

Dieser kurzweilige und sehr gut organisierte Tag fand den Abschluss bei einem feinen Stück Kuchen. Mit sehr vielen Eindrücken und neuem Wissen sind wir nach Hause gereist; und wir Erwachsene zusätzlich mit der Erkenntnis, dass die nun gesäten Samen gewässert sowie die heranwachsenden Jungpflanzen gepflegt werden möchten, damit etwas ganz Grosses entstehen kann.

Bettina und Peter Hoch, Untervaz

 

 

 

Am Fest Maria Verkündigung am 25.März 2022 wird Papst Franziskus während einer Bußfeier Russland und die Ukraine dem Unbefleckten Herzen Marias weihen. Um 17.00 Uhr wird er in Rom das Weihegebet sprechen. Als Gesandter des Papstes wird Kardinal Konrad Krajewski in Fatima zur gleichen Uhrzeit das Weihegebet sprechen.

Dieses „Gebet für den Frieden auf der Welt und insbesondere für den Frieden in der Ukraine“ sei ein „Akt voller Bedeutung in diesen unruhigen Zeiten, in denen wir leben. Ein Akt, der tief mit Fatima und seiner Botschaft verbunden ist, … weil Fatima ein Ort ist, an dem man jeden Tag für den Frieden betet“.

Bei einer solchen Weihe wird Maria gebeten, die Menschen oder ganze Länder unter ihren mütterlichen Schutz zu nehmen, sie vor Gefahren und Versuchungen zum Bösen zu bewahren. In entsprechenden Gebeten geht es auch um persönliche Bekehrung und Wiedergutmachung von Sünden.

In unserer Pfarrei beten wir um 18.00 Uhr den Kreuzweg anschließend die Hl. Messe und das Weihegebt. Es ist ein Appell an Gott für die besonderen Nöte, die wir haben. Herzliche Einladung an die ganzen Pfarreimitglieder!

 

 

Akt der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens

O Maria, Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, wir kommen zu dir in dieser Stunde der Bedrängnis. Du bist Mutter, du liebst uns und du kennst uns. Dir ist nicht verborgen, was uns im Herzen bewegt. Mutter der Barmherzigkeit, wie oft haben wir deine zärtliche Fürsorge erfahren, deine friedenbringende Gegenwart, denn du geleitest uns immer zu Jesus, dem Fürsten des Friedens.

Wir aber sind vom Weg des Friedens abgekommen. Wir haben die Lehren aus den Tragödien des letzten Jahrhunderts und das Opfer der Millionen in den Weltkriegen Gefallenen vergessen. Wir haben die Verpflichtungen, die wir als Gemeinschaft der Nationen eingegangen sind, nicht erfüllt, und wir verraten die Träume der Völker vom Frieden und die Hoffnungen der jungen Menschen. Wir sind an Gier erkrankt, wir haben uns in nationalistischen Interessen verschlossen, wir haben zugelassen, dass Gleichgültigkeit und Egoismus uns lähmen. Wir haben Gott nicht beachtet, wir haben es vorgezogen, mit unseren Lügen zu leben, Aggressionen zu nähren, Leben zu unterdrücken und Waffen zu horten. Dabei haben wir vergessen, dass wir die Hüter unserer Nächsten und unseres gemeinsamen Hauses sind. Mit Kriegen haben wir den Garten der Erde verwüstet, mit unseren Sünden haben wir das Herz unseres Vaters verletzt, der will, dass wir Brüder und Schwestern sind. Wir sind allen und allem gegenüber gleichgültig geworden, außer uns selbst. Und schamerfüllt sagen wir: Vergib uns, Herr!

Im Elend der Sünde, in unserer Erschöpfung und Hinfälligkeit, in der geheimnisvollen Ungerechtigkeit des Bösen und des Krieges erinnerst du, heilige Mutter, uns daran, dass Gott uns nicht verlässt, sondern stets mit Liebe auf uns schaut, mit dem Wunsch, uns zu vergeben und uns aufzurichten. Er selbst hat dich uns geschenkt und der Kirche und der ganzen Menschheit in deinem Unbefleckten Herzen eine Zuflucht geschaffen. Aufgrund der Liebe Gottes bist du bei uns und auch durch die schwierigsten Momente der Geschichte geleitest du uns voll Zärtlichkeit.

So kommen wir zu dir und klopfen an die Tür deines Herzens, wir, deine geliebten Kinder, die du zu allen Zeiten unermüdlich aufsuchst und zur Umkehr einlädst. Komm in dieser dunklen Stunde zu uns, um uns beizustehen und uns zu trösten. Sag uns immer wieder neu: „Bin ich denn nicht da, ich, die ich deine Mutter bin?“ Du kannst die Verstrickungen unseres Herzens und die Knoten unserer Zeit lösen. Wir setzen unser Vertrauen in dich. Wir sind gewiss, dass du, besonders in Zeiten der Prüfung, unser Flehen nicht verschmähst und uns zu Hilfe kommst.

So hast du dich auch in Kana in Galiläa verhalten, als du erwirkt hast, dass Jesus eingriff, noch ehe seine Stunde gekommen war. So hast du der Welt sein erstes Zeichen vermittelt. Als sich die Festesfreude in Trübsal verwandelt hatte, sagtest du zu ihm: „Sie haben keinen Wein mehr“ (Joh 2,3). Verwende dich erneut für uns, o Mutter, denn heute ist uns der Wein der Hoffnung ausgegangen, die Freude ist geschwunden, die Geschwisterlichkeit verwässert. Wir haben die Menschlichkeit verloren, wir haben den Frieden verspielt. Wir sind zu aller Gewalt und Zerstörung fähig geworden. Wir bedürfen dringend deines mütterlichen Eingreifens.

Nimm an, o Mutter, unser Gebet.

Du Stern des Meeres, lass uns im Sturm des Krieges nicht untergehen.

Du Arche des Neuen Bundes, zeige uns Möglichkeiten und Wege der Versöhnung.

Führe, „du Irdische im Himmel“, die Welt wieder zu göttlicher Eintracht.

Beende den Hass, besänftige die Rachsucht, lehre uns Vergebung.

Befreie uns von Krieg, bewahre die Welt angesichts der nuklearen Bedrohung.

Du Königin vom Rosenkranz, erwecke in uns wieder das Bedürfnis zu beten und zu lieben.

Du Königin der Menschheitsfamilie, zeige den Völkern den Weg der Geschwisterlichkeit.

Du Königin des Friedens, erbitte der Welt den Frieden.

Deine Traurigkeit, o Mutter, erweiche unsere verhärteten Herzen. Die Tränen, die du für uns vergossen hast, mögen dieses Tal wieder aufblühen lassen, das unser Hass verdorren ließ. Lass uns, bei allem Lärm der Waffen, durch dein Gebet zum Frieden finden. Liebkose mit deinen mütterlichen Händen alle, die leiden und vor den Bomben fliehen. Lass alle, die ihr Zuhause und ihr Land verlassen müssen, in deiner mütterlichen Umarmung Trost finden. Dein betrübtes Herz erwecke in uns Mitgefühl und dränge uns, unsere Türen zu öffnen und uns der verwundeten und verstoßenen Menschen anzunehmen.

Heilige Mutter Gottes, als du unter dem Kreuz gestanden bist, sagte Jesus, als er den Jünger neben dir sah: „Siehe, dein Sohn“ (Joh 19,26). Damit hat er dir einen jeden von uns anvertraut. Dann sagte er zu dem Jünger, und somit zu einem jeden von uns: „Siehe, deine Mutter“ (V. 27). Mutter, wir wollen dich heute in unser Leben und in unsere Geschichte bereitwillig aufnehmen. Die erschöpfte und verstörte Menschheit steht in dieser Stunde mit dir unter dem Kreuz. Und sie verspürt die Notwendigkeit, sich dir anzuvertrauen und sich durch dich Christus zu weihen. Das ukrainische Volk und das russische Volk, die dich liebevoll verehren, kommen zu dir, und dein Herz schlägt für sie und für alle Völker, die unter Krieg, Hunger, Ungerechtigkeit und Armut leiden.

Mutter Gottes, die du auch unsere Mutter bist, dir vertrauen wir uns an und feierlich weihen wir die Kirche und die ganze Menschheit, insbesondere Russland und die Ukraine, deinem Unbefleckten Herzen. Nimm diesen unseren Weiheakt an, den wir mit Vertrauen und Liebe vollziehen. Gib, dass der Krieg aufhört und schenke der Welt den Frieden. Durch dein von Herzen kommendes Ja trat der Fürst des Friedens ein in die Geschichte; wir vertrauen darauf, dass der Friede auch jetzt wieder über dein Herz zu uns kommt. Dir also weihen wir die Zukunft der ganzen Menschheitsfamilie, die Nöte und Erwartungen der Völker, die Ängste und Hoffnungen der Welt.

Die göttliche Barmherzigkeit ergieße sich durch dich über die Erde und der liebliche Herzschlag des Friedens bestimme wieder unsere Tage. Frau des Ja, auf die der Heilige Geist herabkam, lass uns miteinander wieder in die Harmonie Gottes finden. Stille den Durst unserer Herzen, du „strömender Quell der der Hoffnung“. Du hast das Menschsein in Jesus eingewoben, so mach auch uns zu Handwerkern der Gemeinschaft. Du bist auf unseren Wegen gewandelt, geleite uns auf den Pfaden des Friedens. Amen.

In diesem Jahr konnten wir wieder alle Klassen (1.-6.) einladen. Der Aschermittwoch war aber in den Sportferien und deshalb haben sich nicht viele angemeldet. Wir wollten den Anlass aber trotzdem durchführen und wenn auch nur 7 Kinder dabei waren, war es ein schöner Tag.

Wir haben um 11.00 Uhr angefangen und zusammen eine Gemüsesuppe gekocht und Brot gebacken. Das war dann unser Mittagessen. War sehr fein und alle haben davon gegessen.

Nach dem Essen durften wir noch den Fastenbrief, das Fastenopfersäckli und den Fastenkalender einpacken, was allen richtig Spass machte.

So nun mussten wir natürlich auch noch etwas über die Fastenzeit erfahren:

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40 tägige Fastenzeit die am Ostersonntag endet. Wir haben die Tage vom 2. März – 17. April auf dem Boden ausgelegt und festgestellt, dass es 46 Tage sind. In dieser Zeitspanne hat es noch 6 Sonntage und ein Sonntag ist kein Fastentag, sondern ein Festtag. Deshalb eben nur 40 Tage.

In der Fastenzeit sollen sich die Menschen wieder vermehrt auf Gott besinnen und sich überlegen was wirklich wichtig ist im Leben und was man unbedingt braucht zum Leben. Alles sinnlose, materielle, unnötige soll man in der Fastenzeit weglassen.

Wir kennen drei Säulen: Fasten – Beten – Teilen. Das Teilen und Beten ist genauso wichtig wie das Fasten. Wir kennen alle das Fastenopfer; in diesem Jahr möchten wir Untervazer die Organisation «Agro-Eco-Philippines» unterstützen. Sie setzen sich dafür ein, dass alle das Recht auf Nahrung haben und sie bilden die Kleinbauern aus, damit diese ihre Familien das ganze Jahr ernähren können. Sie helfen auch mit Saatgut und Medikamenten.

Mit der Fastensuppe haben wir den Kindern gezeigt, wie man fasten kann. Damit das tägliche Beten leichter fällt haben wir einen Gebetswürfel gebastelt und fürs Teilen gibt es das violette Opfersäckli oder wir haben einen Würfel gebastelt, der wie ein Kässeli aussieht.

Natürlich haben wir auch Asche hergestellt mit den geweihten Palmzweigen vom letzten Palmsonntag. Diese Asche mussten wir noch sieben und dann konnten wir sie mitnehmen zur Andacht, wo sie von Pfarrer Issac gesegnet wurde. Zum Schluss bekamen alle Kinder ein Aschekreuz auf die Stirn; «Gedenke Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.»

Vielen Dank an alle Helfer und an alle Kinder, es war sehr schön! Freue mich schon auf nächstes Jahr.

Priska Kollegger

 

Am Samstagmorgen um 8.45 Uhr sind die Firmlinge zusammen mit ihren Firmpaten oder Eltern nach Cazis gefahren und haben den Tag im Kloster verbracht. In der Schule St. Catarina wurden sie von Schwester Lea und Isabella Gartmann empfangen und bekamen am Morgen einen Einblick in das Sakrament der Firmung. Nach dem Start mit einem Lied haben sich die Firmlinge und Begleitpersonen ganz dem Thema Firmung gewidmet: Um was geht es bei der Firmung? Wie läuft die Firmung ab? Alle diese Fragen konnten die Firmlinge zusammen mit ihrer Begleitperson besprechen und in verschiedenen Arbeitsposten thematisieren und erarbeiten.

Nach diesem spannenden und lehrreichen Morgen konnten sich alle bei einem feinen Mittagessen in der St. Catarina Schule stärken bevor es dann am Nachmittag ins Kloster ging.

Im Kloster durften sie zuerst dem Chorgebet der Schwestern beiwohnen. Anschliessend ist Schwester Lea auf verschiedene Fragen eingegangen und hat den Firmlingen die Kapelle gezeigt hat. Nach dem Gebet ging es in kleinen Gruppen zu verschiedenen Posten im Kloster. Bei einem Posten konnten die Kinder zusammen mit ihren Paten meditieren, bei einem anderen Posten konnten Sie die Bibel genauer kennen lernen und anhand eines Fragebogens viel über die Bibel lernen und beim letzten Posten konnten die Firmlinge ihre ganz eigene persönliche Kerze für die Firmung gestalten.

Nach einem feinen z’Viari ging es dann um 16.00 Uhr wieder zurück nach Untervaz.

 

 

Beim letzten Abendmahl sagte Jesus über das Brot: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ In der eucharistischen Anbetung wird das bei der Messe gewandelte Brot – der Leib Christi – in einem kostbaren Zeigegefäß (Monstranz) ausgestellt, ausgesetzt. Wir schauen also auf Jesus im Moment seiner größten Liebe: Seiner Lebenshingabe am Kreuz für uns – für mich. Er ist da in seiner erlösenden und heilenden Liebe.

Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta sagte einmal: „Die Zeit, die du mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament verbringst, ist die beste Zeit, die du auf Erden verbringen wirst. Jeder Augenblick, den du mit Jesus verbringst, wird deine Einheit mit Ihm vertiefen und deine Seele auf ewig herrlicher und schöner machen für den Himmel, sowie mithelfen, ewigen Frieden auf Erden zu fördern.“

Viele fragen heutzutage, wenn Sie etwas über Anbetung hören: „Ja, was soll ich denn da machen? Wie ‚geht‘ Anbetung?“ – Die Antwort ist einfach: wir müssen eigentlich gar nichts ‚machen‘. Jesus ist im Allerheiligsten genauso konkret anwesend, als würde er neben uns in der Kirchenbank sitzen. Anbetung bedeutet, sich dieser Gegenwart Jesu bewusst zu werden. Wir können ihm unser Herz ausschütten, aber wir können auch nur ohne Worte auf den Knien seine Gegenwart verehren. So wie es ein einfacher Bauer zum heiligen Pfarrer von Ars sagte, als der ihn fragte, was er denn eigentlich tue, wenn er jeden Tag vor dem Tabernakel knie: „Das ist ganz einfach: Er schaut mich an und ich schaue ihn an.“

 Fürbittenbox

In der Kirche liegen eine Box, Zettel und Stifte auf. Gerne können Sie dort anonym Ihre Anliegen aufschreiben und in die Box legen. Immer am 3. Mittwoch im Monat wird dann für Ihre Anliegen und unsere Pfarrei gebetet. In dieser schweren Zeit wollen wir unsere Anliegen gemeinsam vor den Herrn bringen, dem nichts unmöglich ist! In dieser Zeit ist jeder eingeladen, seine persönlichen Anliegen vor den Herrn in die eucharistische Anbetung zu bringen. Kommen Sie – und wenn es nur für einige wenige Augenblicke ist!

 

Ablauf der Gebetszeit am 3. Mittwoch im Monat:

18 Uhr Aussetzung mit Rosenkranz

Anschließend des Rosenkranzes bis zum 19.00 Uhr Stille Anbetung mit kleinen Impulsen und Musik

Das Friedenslicht aus Bethlehem ist eine ökumenische Aktion zur Advents- und Weihnachtszeit. Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Mit dem Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnern wir uns an die weihnachtliche Botschaft und an unseren Auftrag. Es ist klar dass das Friedenslicht ist kein magisches Zeichen ist,   das den Frieden herbeizaubern kann. Es erinnert uns vielmehr an unsere Pflicht, uns für den Frieden einzusetzen. Seit dem 18. Dezember 2021 vor der Hl. Messe ist das Friedenslicht in unserer Pfarrkirche.

Sie dürfen entweder eine Kerze selber mitbringen oder eine in der Kirche kaufen.

Papst Franziskus hat anlässlich des fünfjährigen Jubiläums des Apostolischen Schreibens „Amoris laetitia“, über die „Freude der Liebe“, ein „Jahr der Familie“ ausgerufen. Es beginnt mit dem 19. März 2021 und endet mit dem Weltfamilientreffen vom 22. bis 26. Juni 2022 in Rom. Papst lädt herzlich dazu ein, in diesem Jahr die Schatztruhe von „Amoris laetitia“ nochmals oder erstmals zu öffnen – und über die vielen Impulse und wegweisenden Erfahrungen zu staunen, die dieses grundlegende Schreiben enthält.

Familien sind ebenso die ersten und prägenden Orte des Glaubens. Papst schreibt dies, auch wenn wir uns bewusst sind, dass uns allen vieles weggebrochen ist, was noch vor ein, zwei Generationen ganz selbstverständlich zum Basiswissen und zur Grundpraxis des Glaubens gehört hat. Insofern kann dieses Jahr auch ein Jahr des Neu-Entdeckens werden. Eine Schule des Glaubens. Jesus selbst ist in einer Familie aufgewachsen, es war der wesentliche Ort seiner „Menschwerdung“. Aus diesem Grund hat alles, was mit Familie zusammenhängt, auch mit Gott zu tun – alle Freuden und Leiden.

Die Einladung zum „Jahr der Familie“ geht weit über den kirchlichen Kreis hinaus. Wagen wir das Gespräch mit unseren Nachbarn und Arbeitskollegen, Bekannten und Freunden. Familie sind wir alle. Inmitten einer pulsierenden und nervösen Gesellschaft braucht es die Erfahrung familiärer Nähe, viele Zeichen von Zuwendung und vor allem ein ehrliches Interesse aneinander.

Das „Jahr der Familie“ soll ein Jahr der dankbaren Wahrnehmung sein für alles, was Familien leisten. Auch im persönlichen Umfeld sind ermutigende Zeichen der Wertschätzung möglich: nachfragen, hinhören, besuchen, einen kleinen Dienst anbieten, Familien mit ihren Sorgen nicht allein lassen. Papst ergänzt «die Freude der Liebe, die in den Familien gelebt wird, ist auch die Freude der Kirche».


Schliessen wir mit einem Gebet: «Heilige Familie von Nazareth, erwecke in unserer Gesellschaft wieder das Bewusstsein des heiligen und unantastbaren Charakters der Familie, unschätzbares und unersetzbares Gut. Jede Familie sei aufnahmefreudige Wohnstatt der Güte und des Friedens für die Kinder und für die alten Menschen, für die Kranken und Einsamen, für die Armen und Bedürftigen. Jesus, Maria und Josef, zu euch beten wir voll Vertrauen, euch
vertrauen wir uns mit Freude an» (Papst Franziskus).

Papst Franziskus hat Katholiken weltweit zu Rosenkranzgebeten gegen die Corona-Pandemie aufgerufen. Angesichts der Einschränkungen solle man das häusliche Gebet wiederentdecken, schrieb das Kirchenoberhaupt in einer Botschaft.

Als Christen sind wir solidarisch mit allen, deren Gesundheit nun in Gefahr ist, ganz besonders mit Kranken und älteren Menschen. Schöpfen wir Kraft und Zuversicht aus der Hoffnung des Psalmisten: „Schüttet euer Herz aus vor Gott! Denn er ist unsere Zuflucht“, sagt der Beter im Psalm 62. Das kann auch uns in dieser Situation eine Hilfe sein.

Wir wollen den Rosenkranz beten und unser Land der Muttergottes anvertrauen, ihre Hilfe erflehen und durch sie, die Gnadenmittlerin, bei Gott erbitten, unsere Immunkräfte stärken und uns widerstandsfähig machen für alles, was uns schaden möchte.

In diesem Sinne möchten wir Sie herzlich zu den Rosenkranzgebeten einladen, die in unserer Pfarrei jeden Tag um 18.00 Uhr stattfinden.