Katholische Kirchgemeinde
Untervaz

Ökumenischer Gottesdienst am 28. Februar 2021, um 10.30 Uhr in der Kath. Kirche

 

Alljährlich begehen wir in Untervaz einen ökumenischen Gottesdienst und essen anschließend eine gemeinsame Suppe in der Fastenzeit. Dieses Jahr findet es am

  1. Februar um 10.30 Uhr in der katholischen Kirche statt.

 

Die Ökumenischen Fastenopfer Kampagne 2021 und das Thema des Gottesdienstes ist die Klimagerechtigkeit. Die Länder des globalen Südens sind bereits jetzt stark vom Klimawandel betroffen. Klimagerechtigkeit braucht die Freude am «weniger» an Ressourcen und dafür «mehr» an Solidarität mit den Menschen, die unter den Folgen leiden.

 

Gemeinsam feiern und essen verbindet Menschen. Leider, wegen dem Corona-Virus, können wir das gemeinsame Essen einer Suppe nicht durchführen. Jedoch verteilen wir am Schluss des Gottesdienstes eine kleine Fasten-Suppen-Packung, die in Ruhe zu Hause gekocht und genossen werden kann. Die Kollekte ist für das Fastenopfer Projekt: Mit Know-how gewappnet gegen Hunger und Wirbelstürme» in Philippinen. Im Voraus, herzlichen Dank für Ihre Spenden. Alle Informationen zum Projekt, finden Sie unter folgender Projektnummer LPG17/PH-000.134296.

 

Zum gemeinsamen Gottesdienst laden wir alle herzlich ein. Es soll ein Zeichen der Verbundenheit mit der Weltkirche und den Anliegen des Fastenopfers sein. Wir freuen uns mit Ihnen den Gottesdienst zu verbringen.

Liebe Untervazerinnen und Untervazer

Liebe Pfarreiangehörige von St. Laurentius

Mit großer Hoffnung haben wir das neue Jahr begonnen. Wir hoffen, dass die Impfungen gegen das Coronavirus die gewünschten Wirkungen zeigen und dass wir in diesem Jahr wieder in die uns bekannte Normalität zurückfinden können.

Kaum sind die Weihnachtstage vorüber, gehen wir im Kirchenjahr schon wieder neuen Höhepunkten entgegen. Zunächst lädt uns die Kirche in der Fastenzeit ein, uns vorzubereiten auf das große Fest der Auferstehung Jesu. Dabei hat Fasten eigentlich weniger mit Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel zu tun. Die Fastenzeit ruft auf, über unser Leben, unsere Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen nachzudenken.

Dieses Jahr werden wir in unserer Pfarrei das Projekt – „Mit Know-how gewappnet gegen Hunger und Wirbelstürme» in den Philippinen unterstützen. Reichtum und Land sind in diesem Inselreich sehr ungleich verteilt. Infolge des Klimawandels fegen immer mehr Wirbelstürme übers Land. Eine erste Bilanz zeigt das Ausmass der Zerstörung. Insbesondere der Landwirtschaft und der Fischerei wurden schwere Schäden zugefügt. Die Ernte ist vielerorts ganz verloren, auch weil vier aufeinanderfolgende Taifune vorher in rund 11‘350 Haushalten Schäden angerichtet hatten.

Was wir durch unsere Hilfe erreichen wollen:

  1. 2400 Frauen und Männer lernen, wie sie Landwirtschaft und Fischerei der Klimaveränderung anpassen und genügend produzieren können.
  2. 150 Aktionen werden von Bevölkerung und Partnerorganisation durchgeführt, um ihr Recht auf Land, Wasser, Saatgut oder andere Lebensgrundlagen u.s.w. einzufordern.

Weitere Informationen finden Sie im Internet – Fastenopfer 2021.

Ich wünsche uns allen, dass uns der Geist Gottes in diesen Tagen der Fastenzeit innerlich frei mache, unsere Herzen und unser Antlitz erneuere (Ps 104, 30), unsere Freundschaft mit Gott und den Menschen stärke (Jn. 15, 9-17)! So erfrischt und verwandelt werden wir die Auferstehung Jesu Christi, Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen, hoffnungsvoller, fröhlicher und glücklicher erfahren und feiern.

Wir danken Ihnen für Ihr Mittragen und freuen uns sehr, wenn Sie auch dieses Jahr dazu beitragen, dass Benachteiligten geholfen wird. Um dieses Projekt zu unterstützen, ergänzen Sie bitte auf dem Einzahlungsschein die Projektnummer LPG17/PH-000.134296                                             

 

Die Königin der Liebe, Schio, Italien

Schio ist eine Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern in der Provinz und Diözese von Vicenza. Die Marianische Bewegung Königin der Liebe ist aus den Marienerscheinungen heraus entstanden, die vom 25. 03. 1985 bis zum 15. 08. 2004 in San Martino di Schio stattfanden. Renato Baron, der einzige Seher von Schio, erhielt bis zu seinem Tod am 02. 09. 2004 zahlreiche Botschaften von der Gottesmutter Maria, der Königin der Liebe. Mehr dazu erfahren findet  einen Film und einen Gebetsnachmittag in unserer Pfarrkirche, St. Laurentius, Untervaz.

Mittwoch, 24. Februar. 2021 um 18.00 Uhr: Rosenkranzgebet anschließend der Filmvorführung über den Wallfahrtort, Schio.

Sonntag, 14. März 2021 um 15.00 Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten, Beichtgelegenheit, Rosenkranzgebet mit Betrachtung einer Botschaft von Schio

Um 16.00 Uhr: Vortrag von Mirco Agerde, Schio (mit Übersetzung) anschließend der Hl. Messe

Alle zu diesen Gebetstreffen herzlich eingeladen.

 

 

Angebote in unserer Pfarrei

„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung.“ Mit diesem Satz aus dem 2. Brief an die Christinnen und Christen in Korinth wird die Fastenzeit am Aschermittwoch eröffnet. Seit ich dieses Wort bewusst wahrgenommen habe, haben für mich diese 40 Tage ein völlig neues Gesicht bekommen. Aus Wochen, die ich eher düster, ermahnend, verzichtbetont, also eher wenig erfreulich empfunden hatte, wurde auf einmal eine Zeit der neuen Chancen, einer anderen Sicht auf das Leben und auf Gott als einen, der mich „rettet“, mich freundlich anschaut.

Die Fastenzeit lädt ein, mich mit meinen Möglichkeiten auszutesten; meine Grenzen anzuschauen, ohne daran zu verzweifeln; mein Versagen, auch Schuld ernst zu nehmen und mich zugleich in die Arme Gottes fallen zu lassen. Denn es ist ja „der Tag der Rettung. Sie möchte uns wecken für ein „MEHR“. Mehr zu tun für uns, mehr zu tun für andere und mehr zu tun für unseren Glauben.

Mit unseren Vorsätzen und dem Blick auf Jesus wollen wir den Weg bis Ostern gehen. Daher laden wir Ihnen ganz herzlich zu besonderen Stationen der Fastenzeit ein.

– Aschermittwoch – Hl. Messe um 9:30 Uhr, 16.30 Uhr für Kinder und 18:30 Uhr mit Aschenauflegung

–  Kreuzwegandacht – jeden Dienstag und Freitag um 18:00 Uhr

– Rosenkranz mit dem Allerheiligsten am 3. März um 18.00 Uhr

– Gebetsnachmittag am 14. März um 15.00

– Bußfeier mit anschließender Hl. Messe am 26. März um 18:30 Uhr

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen gesegneten Start in die Österliche Bußzeit, an deren Ende wir das Hochfest der Auferstehung Jesu feiern dürfen.

 

 

Ökumenischer Stationengottesdienst zum Weltgebetstag 2021

«Auf festen Grund bauen» Unter diesem Motto feiern wir den Weltgebetstag gemeinsam mit den katholischen und reformierten Nachbargemeinden aus Zizers, Trimmis/Says und Haldenstein an vier Stationen in Untervaz.  

Herzlich laden wir ein, am Freitag, den 5. März ab 19.00, die vier Stationen in der reformierten und katholischen Kirche, sowie im reformierten und katholischen Kirchgemeindehaus in Untervaz zu besuchen.

Für das Team hiess es in diesem Jahr, coronabedingt, neue Wege zu gehen. Auf diesen Weg möchten wir euch mitnehmen. Die vier Stationen können in beliebiger Reihenfolge besucht werden. An den Stationen werden die Besucher*innen das Land mit seiner Schönheit, seinen Problemen, seiner Hoffnung und dem tragenden Fundament des Glaubens der Frauen dort näher kennenlernen. Der Aufenthalt an jeder Station wird 10-15 Minuten dauern. Der Gottesdienst endet, wenn alle Mitfeiernden die vier Stationen besucht haben.  

Die Frauen aus Vanuatu laden uns ein gemeinsam mit ihnen diesen Tag mit Musik, Texten und Bildern aus ihrem Land zu feiern.

 

I stret nomo – Herzlich willkommen!

 

Das Weltgebetstagsteam Haldenstein, Trimmis/Says, Untervaz und Zizers

 

Das Kleingedruckte: für den gesamten Stationenweg gilt Maskenpflicht. Desinfektionsmittel stehen an jeder Station zur Verfügung.

 

Die Vorstellungsmesse der Erstkommunikanten 2021

Die Feier der Eucharistie gilt als Höhepunkt und Quelle des christlichen Lebens. Die Begegnung mit Gottes Wort, das uns zu einem christlichen Leben herausfordert und der Empfang des Leibes Christi im «heiligen Brot» sind von tiefer Bedeutung für uns Christen. In unserer Pfarrgemeinde bereiten sich 10 Kinder zur Zeit darauf vor; mit diesem Sakrament, mit der Feier des Gottesdienstes und mit dem Leben der Gemeinde vertraut zu werden.

 

«Jesus, der gute Hirt»: Unter diesem Motto haben sich am 23. und 24. Januar (Samstag und Sonntag) die diesjährigen Erstkommunionkinder ihrer Pfarrgemeinde St. Laurentius offiziell vorgestellt. Am 10. und 11. April 2021 werden sie zum ersten Mal an den Tisch des Herrn treten und die heilige Speise empfangen. Die Vorfreude auf das grosse Ereignis war bereits bei allen Beteiligten zu spüren. Mit viel Eifer beteiligten sich die Mädchen und Buben dann am weiteren Geschehen, insbesondere in den Kyrie-Rufen und den Fürbitten.

Diese Mädchen und Buben im Bild gehen in diesem Jahr zur Erstkommunion:

Hintere Reihe von links nach rechts:

Nando Fabiano, Dalia Angius, Yannick Krättli, Samuel Pfiffner

Vordere Reihe von links nach rechts:

Lee Lecchino, Paula Joos, Leana Gallati, Shana Mani, Anik Gaupp

 

Matti Vogel: 2. Bild, oben links

«Betende Familien» – Brief von Bischof Peter Bürcher, Apostolischer Administrator des Bistums Chur, an alle Familien im Bistum Chur

Liebe Eltern, liebe Kinder

Ich bin unserem Papst Franziskus sehr dankbar, dass er ein Jahr des HI. Josef und der Familie aus­gerufen hat, denn ich bin ganz sicher, dass Jesus, Maria und Josef bereit sind, uns allen in unseren täglichen Nöten beizustehen. Vor einigen Tagen hörten wir ein Gebet von Papst Franziskus an die Heilige Familie, worin er betete: «Heilige Familie von Nazareth, mache auch unsere Familien zu Or­ten der Gemeinschaft und Räumen des Gebetes, zu echten Schulen des Evangeliums und kleinen Hauskirchen».

In einer Familie, sagt der Papst, sollten stets drei Worte hochgehalten werden: «Bitte», «Danke» und «Entschuldigung ». Gebet kann auch Bitte heissen. Unsere Familien brauchen Hilfe für mehr Frieden und Einheit. Wir kennen auch getrennte Familien, die das Gebet dringend brauchen. So kann eine solche Familie mit Gottes Hilfe eine Schule der Verzeihung werden. Auch unser Bistum braucht Einheit und Frieden, sowie alle Menschen guten Willens .

Wie schön, wenn eine Familie betet! Darum möchte ich alle Familien und Personen des geweihten Lebens in unserem Bistum Chur ganz herzlich für den kommenden 2. Februar 2021 zum Gebet ein­laden, und zwar am Abend, ganz einfach zuhause mit der Familie. Jede Familie entscheidet ganz frei, wie sie diesen Gebetsabend kreativ gestalten möchte: mit nur einem gemeinsamen Vater Un­ser, mit einem Gegrüsst seist Du Maria, oder mit dem Rosenkranz, mit einer Lesung aus dem Evan­gelium: zum Beispiel vom Fest der Darstellung des Herrn, auch Mariä Lichtmess genannt, und Tag des Geweihten Lebens. Es kann auch mit einem schönen religiösen Film oder mit einer kurzen «Ta­gesschau» sein: «Was war heute schön, was war nicht so schön?» … Vielleicht auch mit einer Kerze am Fenster …

Meine Lieben, ich wünsche viele betende Familien in unserem Bistum Chur für mehr Einheit und Frieden, aber nicht nur am kommenden 2. Februar! Diese Gnade schenke uns allen – natürlich auch unseren Grosseltern – die Heilige Familie von Jesus, Maria und Josef!

Aus diesem Anlass wird in den nächsten Tagen auf der Bistumshomepage www.bistum-chur.ch meine Videobotschaft mit dieser Gebetseinladung für den 2.2.2021 aufgeschaltet. Andere Vor­schläge werdet Ihr da auch finden können. Gerne seid auch Ihr eingeladen, uns für das Jahr der Familie an die Maildresse betendefamilien[at]bistum-chur.ch Eure Erfahrungen als «betende Fami­lie» zu senden.

Ich danke Euch allen sehr herzlich für all Euer Wirken in dieser schweren Zeit. Zusammen mit Euch möchte ich meinen Blick auf Jesus, Maria und Josef richten und ihnen unsere Familien in unseren Pfarreien und das ganze Bistum Chur empfehlen, damit Vergebung und Liebe alles erfüllen.
Liebe Grosseltern, liebe Eltern, liebe Kinder, ich segne und grüsse Euch alle, mit Maria und Josef verbunden in Christus, unserem Frieden

Bischof Peter

Chur, 19. Januar 2021

© 2021 Bistum Chur

 

Sternsingen 2021

«Segen bringen, Segen sein, Kindern Halt geben»

Jedes Jahr, Anfang Januar nach dem Dreikönigstag ziehen in der KirchgemeindeSt. Laurentius, in Untervaz die Sternsinger von Haus zu Haus, um den Segen in die Häuser zu bringen. Er geht auf die biblischen Sterndeuter aus dem Morgenland zurück, die «aus dem Osten nach Jerusalem kamen (Mt 2,1)», um Jesus zu huldigen: «Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar (Mt 2,10).»

Der Segen «20 * C + M + B + 21», den die Könige mit Kreide an die Haustür schreiben, steht nicht etwa für die Namen der Könige «Caspar, Melchior und Balthasar». Das ist die lateinische Abkürzung für «Christus mansionem benedicat», was auf Deutsch «Christus segne dieses Haus» heisst. Der Stern steht für den Stern von Bethlehem, dem die Sterndeuter auf dem Weg zur Krippe gefolgt sind. Die drei Kreuze sind Zeichen für den Segen: Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Die Zahlen zeigen das jeweilige Jahr an.

Das Haus wird mit Weihwasser gesegnet und man lässt Weihrauch aufsteigen, so wie der Weihrauch gegen den Himmel aufsteigt, so sollen auch unsere Gebete sich zu Gott erheben.

Durch die Haussegnung soll Christus, der in die Welt gekommen ist, auch in unsere kleine Welt, in unseren familiären Lebensbereich kommen. Unsere Wohnungen sollen ja Orte der Gottesbegegnung sein: Erfahrung von Menschlichkeit, Geborgenheit, Frieden und Trost. Das Segenszeichen an den Türen ist für uns Zeichen seiner Gegenwart und Aufruf zu christlichem Lebensstil.

Aufgrund des Infektionsgeschehens und den geltenden Massnahmen zur Pandemiebekämpfung konnten die Sternsinger leider nicht persönlich die Haushalte besuchen. Deshalb haben wir uns etwas anderes ausgedacht, denn es ist uns wichtig, dass die Häuser und ihre Bewohner nicht ohne den Segen Gottes sind und natürlich wollten wir auch in diesem Jahr für notleidende Kinder Geld sammeln.

Unter dem Motto «Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit» rückte die Aktion Sternsingen 2021 Kinder in den Mittelpunkt, die getrennt von ihren Eltern aufwachsen, weil diese in einer anderen Region oder im Ausland arbeiten. Am Beispiel der Ukraine wird deutlich, wie Armut, Arbeitslosigkeit oder zu geringe Verdienstmöglichkeiten dazu führen, dass viele Eltern sich von ihren Kindern trennen. Von Arbeitsmigration betroffenen Kindern zur Seite zu stehen, sie zu stärken und zu schützen war Schwerpunkt der Aktion Sternsingen 2021.

Nachdem die Sternsinger diesmal nicht an euere Türen anklopfen konnten, haben wir am 10. Januar, am Hochfest Taufe des Herrn, den Gottesdienst mitgestaltet und mitgefeiert. Sogar ein Lied haben wir gesungen. Danach verteilten wir gesegnete Aufkleber oder gesegnete Kreide zusammen mit Weihrauch und einem Gebet. Damit Gottes Segen und die Aufschrift der Sternsinger20 * C + M + B + 21 doch in die Häuser fanden. Nie ist die frohe Botschaft, der Segen der Heiligen Nacht so wichtig, wie in Zeiten der Unsicherheit und der Krise.

 

Viele haben ganz grosszügig das diesjährige Anliegen unterstützt. Wir danken euch für euer Zeichen der Solidarität, selbst in einem so herausfordernden Jahr wie diesem!

Wenn jemand noch einen gesegneten Aufkleber möchte sind sie noch hinten in der Kirche aufgelegt.

Bis nächstes Jahr, hoffentlich wieder wie gewohnt!

Euere Sternsinger

 

 

 

Protokoll der ordentlichen Kirchgemeindeversammlung

vom 15. November 2020

 

Ort und Zeit Pfarreiheim „St. Laurentius“, 10.30 Uhr

Vorsitz                      Hans Joos – Uhr

Anwesend               23 Personen inklusive 5 Vorstandsmitglieder

Protokoll                  Yvonne Gysler

Traktandenliste

 

                 Begrüssung

  1. Wahl der Stimmenzähler
  2. Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 10. November 2019
  3. Rechnungs- und Revisorenbericht 2019
  4. Budget 2021
  5. Steuerfuss
  6. Neuanschaffung Tische und Stühle

          Malerarbeiten Saal

          – Krediterteilung Pfarreiheimfond Fr. 30’000.00

  1. Wahlen
  2. a) Präsident
  3. b) 3 Mitglieder Kirchenrat
  4. c) Revisor/innen
  5. d) Stellvertreter/Revisor/in
  6. Varia

 

Begrüssung 

Präsident Hans Joos begrüsst die Anwesenden zur ordentlichen Kirchgemeinde-versammlung. Obwohl Maskenpflicht besteht sind 23 Personen anwesend.

Diese wurde ordnungsgemäss angekündigt. Gegen die Einberufung und die Traktandenliste werden keine Einwände erhoben.

Die März Versammlung musste wegen Corona kurzfristig abgesagt werden. An dieser Versammlung stand die Jahresrechnung zur Abnahme. Nach den Statuten müsste diese bis 31. Oktober abgenommen werden. Da jedoch im September die Erstkommunion, Firmung und der Bettag stattfanden, endschied der Vorstand die Jahresrechnung ausnahmsweise an der Novemberversammlung zu traktandieren.  

Entschuldigt. Roswitha Lipp, Sonja Bandli

                       

  1. Wahl der Stimmenzähler

Als Stimmenzählerin wird gewählt: Isabella Gartmann

 

  1. Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 10. November 2019

Das Protokoll wurde seinerzeit auf der Homepage aufgeschaltet und im Sekretariat aufgelegt. Der Wunsch auf Verlesung besteht nicht.

Die Versammlung hat keine Einwände, und genehmigt das Protokoll einstimmig.

  1. Rechnungs- und Revisorenbericht

Präsident Hans Joos erläutert die Rechnung 2019.

Die ordentlichen Steuereinnahmen belaufen sich auf CHF 354’122.60. Dies bezeichnet er als Rekord im Vergleich zu den letzten Jahren.

Der budgetierte Betrag von CHF 18’000.00 bei der Wohnungsmiete Abwart, ist um eine

Monatsmiete kleiner da die Wohnung wegen dem Mieterwechsel einen Monat leer stand.

In diesem Zusammenhang wurden diverse Sanierungsarbeiten ausgeführt.

Die Lokalmieten sind höher ausgefallen, da mehrere Anlässe im Pfarreiheimsaal stattfinden.

Die CHF 30’000.00 bei Verschiedene Einnahmen, sind auf den Sockelbeitrag der Landes-kirche zurück zu führen und CHF 1’500.00 für Entschädigung für das Durchleitungsrecht der Swissgrid.

 

Die Homepage wurde im Hintergrund neu aufgegleist, damit es dem Vorstand möglich ist selber Beiträge aufzuschalten.

Präsident Hans Joos betont auch, dass unter NEWS die Aktuellen Infos zu lesen sind. Da die Beiträge für das Pfarrblatt 6 Wochen vor dessen Versenden abgegeben werden müssen.

 

Der Solidaritätsfranken für das Bistum wurde abgeschafft. Dieser wurde unter Beiträge Hilfswerke noch budgetiert.

 

Bei den Fonds wurden folgende Einlagen vorgenommen: Pfarrhausfond CHF 10’000.00.

Durch die Mehreinnahmen der Steuereinnahmen wurden in den Kirchenfond CHF 40’000.00 statt wie budgetiert 10’000.00 und in den Pfarreiheimfond CHF 70’000.00 statt wie budgetiert CHF 40’000.00 eingelegt.

Da mit der Turmsanierung der Kirchenfond ziemlich aufgebraucht wurde, und im Pfarreiheim und in der Kirche noch gewisse Projekte ausstehend sind, wurde statt einen Überschuss auszuweisen, die Beträge in die Fonds eingelegt. 

Die Rechnung weist somit einen Vorschlag von CHF 2’509.91 aus.

Hans Geisseler ist erstaunt über das gute Resultat, trotz schrumpfender Organisation. Die Abschlusspositionen stellt er jedoch in Frage. Er stellt den Antrag, dass in der Rechnung 2019 nur die budgetierten Beträge in die Fonds fliessen sollen und der Überschuss von CHF 60’000.00 der Vermögensrechnung der Kirchgemeinde gutgeschrieben werden.

Präsident Hans Joos erläutert der Versammlung, dass die Fonds für Rückstellungen für künftige Projekte vorgesehen sind. Da kein Fondsreglement besteht ist es dem Vorstand frei gestellt Beträge in die Fonds einzulegen oder der ordentlichen Rechnung zu zuschreiben.

Präsident Hans Joos stellt den Antrag, dass die Fondseinlagen in diesem Jahr so belassen werden wie in der Rechnung ausgewiesen.

Urs Gaupp erklärt, dass er dem Antrag des Vorstandes für dieses Jahr zustimmt. Der Vorstand soll jedoch in den nächsten 1-2 Jahren ganz klare Projekt aufzeigen, die diese Einlagen auch rechtfertigen. Ansonsten sollte überlegt werden den Steuerfuss zu senken.

Hans Joos befürchtet, dass in Zukunft weniger Steuereinnahmen generiert werden. Einerseits dürfte wegen Corona die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zurückgehen, anderseits ist es noch unklar wie sich die Austritte auf die Steuereinnahmen auswirken. Bei einer Senkung des Steuerfusses entfällt der Sockelbeitrag von CHF 30’000.00 der Landeskirche.

Auch er ist er der Meinung, dass der Steuerfuss ca. alle 5 Jahre hinterfragt werden sollte. Ein jährliches auf und ab ist nicht sinnvoll. Die letzte Anpassung wurde an der KGV 2017 beschlossen. Eine Standortbestimmung ist in nächster Zeit vorgesehen. Es ist beabsichtigt zu diesem Zweck den Finanzierungsbericht aus dem Jahr 2016 zu aktualisieren.

Mit 20 zu 3 Stimmen wird der Antrag des Vorstades angenommen. Die Fondseinlagen sollen wie in der Jahresrechnung ausgewiesen vorgenommen werden.                 

Vermögensausweis    per 31.12.2019           CHF 209’911.48

Kirchenfond                per 31.12.2019           CHF 257’704.38

Pfarrhausfond            per 31.12.2019           CHF   41’358.89

Pfarreiheimfond         per 31.12.2019           CHF 154’050.65

 

Revisorenbericht:

Petra Wolf hat zusammen mit Sonja Bandli die Rechnung geprüft und verliest den Revisorenbericht. Sie danken Rosi Bürkli für die sauber geführten Bücher und die geleisteten Arbeiten.

Die beiden Revisorinnen beantragen die Rechnung 2019 zu genehmigen und den Vorstand zu entlasten.

Die Jahresrechnung wird einstimmig genehmigt und der Vorstand entlastet.

 

  1. Budget 2021

Die Steuereinnahmen wurden gemäss Angaben der politischen Gemeinde gleich wie im 2020 budgetiert.

Bei den Einnahmen und den Gehältern sind keine grossen Veränderungen gegenüber dem Vorjahr auszumachen. Es wurden lediglich kleine Anpassungen vorgenommen.

Die langjährige Mitarbeiterin im Pfarreisekretariat Rosi Bürkli wird pensioniert. Als Nachfolgerin wurde Frau Lorena Bürkli-Berger eingestellt. Hans Joos heisst sie im Team herzlich willkommen. Sie wird die Stelle anfangs Januar antreten. Rosi Bürkli wird in den ersten drei Monaten noch die Einarbeitung vornehmen.

Ebenfalls wurden bei Verwaltung und Kultus und Beiträge die Vorjahres Zahlen übernommen.

Bei Verschiedenes wurden die Fondseinlagen wie im Vorjahr budgetiert,  

Fr. 10’000.00 in den Pfarrhausfonds, Fr. 40’000.00 in den Pfarreiheimfonds und

Fr. 20’000.00 in den Kirchenfonds.

Das Budget 2021 weist einen Rückschlag von Fr. 2’350.00 auf.

Hans Geisseler stellt den Antrag, die drei Fonds Einlagen vorerst nicht zu budgetieren und die Zuweisung erst bei Vorliegen der Jahresergebnisse vorzunehmen.

Mit 13 zu 6 Stimmen beschliesst die Versammlung die Fondseinlagen wie vom Vorstand vorgeschlagen zu budgetieren.

Isabella Gartmann wünscht, dass wir aufgrund der guten finanziellen Lage als Christen ein Zeichen setzen sollten. Sie schlägt vor den Betrag Hilfswerke aufzustocken. z.B. mit finanzieller Unterstützung an andere Kirchgemeinden oder an das Kloster Wesen, die weniger Hostien verkaufen konnten, und darunter leiden. Eventuell könnte auch ein spezielles Sonntagsopfer aufgenommen werden.

Hans Joos erläutert, dass gewisse Opfer vom Bistum vorgeschrieben sind. Die «freien Opfer» werden in der Regel dem Kirchenfonds gutgeschrieben.

Der Vorstand nimmt die Anregung von Isabella Gartmann entgegen.

Bei der Abstimmung wird das Budget wie vorliegend mit 22 zu 1 Stimmen gutgeheissen. 

  1. Steuerfuss

Der Kirchenrat beantragt den Steuerfuss auf 15% zu belassen.

Dies wird mit 22 Ja Stimmen und 1 Enthaltung genehmigt.

 

  1. Neuanschaffung Tische und Stühle

      Malerarbeiten Saal

       –    Krediterteilung Pfarreiheimfond Fr. 30’000.00

Tische und Stühle:

Die Tische und Stühle Pfarreiheim sind ca. 40 Jahre alt und teilweise in schlechtem Zustand.

Der Vorstand schlägt vor diese zu ersetzen.

Eine dreier Delegation bestehend aus Hans Joos, Rico Wolf und Priska Kollegger hat verschiedene Werke besucht um eine Evaluation vorzunehmen. Sie empfehlen das Produkt der Fa. Satec in Lungern. Die Tische sind Schweizer Produkte und überzeugen von der Qualität und dem Preis. Die Gemeinde hat für die Mehrzweckhalle die gleichen Tische und Stühle angeschafft. Somit können wir bei der Anzahl Tische und Stühle von einem Minimum ausgehen und bei Bedarf zusätzliches Mobiliar bei der Gemeinde ausleihen. 

Präsident Hans Joos schlägt der Versammlung vor, 20 Tische und 100 Stühle anzuschaffen.  Er beantragt zu diesem Zweck einen Kredit zulasten des Erneuerungsfonds Pfarreiheim von Fr. 24’000.–. 

Der Antrag wird mit 22 Ja Stimmen gutgeheissen.

Malerarbeiten:

Nach Erneuerung des Bodens und Auffrischung der Bühne fehlen noch Malerarbeiten um den Saal wieder in einen neuwertigen Zustand zu bringen. An einer Wand ist geplant zusätzlich einen Magnetanstrich vorzunehmen damit bei Anlässen Infos, Mitteilungen etc. problemlos befestigt werden können. Zusätzlich sollten auf der Aussenseite auch die stark verwitterten Fensterrahmen behandelt werden.

Der beantragte Kredit zulasten Erneuerungsfonds Pfarreiheim von Fr. 6’000.— wird einstimmig angenommen. 

  1. Wahlen
  2. a) Präsident
  3. b) 3 Mitglieder Kirchenrat
  4. c) Revisor/innen
  5. d) Stellvertreter/Revisor
  1. Präsident Hans Joos wird einstimmig für eine weitere Amtsperiode wiedergewählt.
  2. Die 3 bisherigen Kirchenrats Mitglieder Rosi Bürkli, Yvonne Gysler und Roberta Dietiker werden ebenfalls wiedergewählt.

Unsere langjährige Kassierin Rosi Bürkli wird per Ende März 2021 pensionshalber ausscheiden. Es ist beabsichtigt an der März Versammlung, nach Beendigung der Probezeit, die Nachfolgerin Lorena Bürkli-Berger in einer Ersatzwahl für die Mitgliedschaft im Kirchenrat vorzuschlagen.

 

  1. Die Revisorinnen Petra Wolf und Sonja Bandli wurden einstimmig wiedergewählt.
  2. d) Stellvertreter Kirchenvorstand Severin Geisseler und Stellvertreter Revisor Hanspeter Bürkli wurden ebenfalls einstimmig für 2 Jahre wiedergewählt.     
  1. Varia

Der Präsident hofft, dass wir während der Coronazeit bestmöglich über die Runden kommen und bis zur Weihnacht wieder normale Verhältnisse herrschen. Er bittet die Versammlung auch sich im Schaukasten und auf der Homepage über News zu orientieren.

Er wünscht Lorena im Januar einen guten Start.

Hans Joos bedankt sich bei der Versammlung für das Mitwirken und das Erscheinen.

Ebenfalls wünscht er allen Anwesenden eine gute Zeit.

Hans Joos schliesst die Versammlung um 11.45 Uhr

                                                                                               Die Aktuarin

                                                                                               Yvonne Gysler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In diesem Jahr dürfen wir Sternsinger keine Hausbesuche machen, deshalb sind wir am:

  1. Januar 2021

09.30 Uhr

in der katholischen Kirche

und feiern mit Euch Gottesdienst

Nach der Heiligen Messe verteilen wir Euch gesegnete Kreide oder gesegnete Aufkleber.

 

Natürlich sammeln wir auch in diesem Jahr für Kinder in Not.

Unter dem Motto «Kindern Halt geben – in der Ukraine und weltweit» rückt die Aktion Sternsingen 2021 Kinder in den Mittelpunkt, die getrennt von ihren Eltern aufwachsen, weil diese in einer anderen Region oder im Ausland arbeiten. Am Beispiel der Ukraine wird deutlich, wie Armut, Arbeitslosigkeit oder zu geringe Verdienstmöglichkeiten dazu führen, dass viele Eltern sich von ihren Kindern trennen. Von Arbeitsmigration betroffenen Kindern zur Seite zu stehen, sie zu stärken und zu schützen wird Schwerpunkt der Aktion Sternsingen 2021 sein.

Vielen Dank für jede Gabe.

Euere Sternsinger

Krippenspiel 2020

 

Alle haben sich in diesem Jahr gefragt; Wird Weihnachten stattfinden? Ja, wir haben Weihnachten gefeiert, ein bisschen anders, als sonst. Viel ruhiger und besinnlicher. Alles konnte nur im kleinen Rahmen durchgeführt werden. So gab es keine großen Firmenessen, Familienweihnachten nur mit zwei Familien und nicht mehr als 10 Personen, in der Kirche nicht mehr als 50 Personen und anmelden musste man sich auch noch. Alles mit mehr Aufwand und vielen Verboten. Aber die Menschen wollten Weihnachten feiern, deshalb entstanden viele gute Ideen wie man Weihnachten in diesem Jahr feiern konnte, manchmal etwas kurzfristig, aber zu Coronazeiten muss man sehr flexibel sein. So war es dann auch mit dem dies jährigen Krippenspiel.

Das ökumenische Krippenspiel konnten wir in diesem Jahr nicht einstudieren, weil wir nicht 25 Kindern aus verschiedenen Klassen miteinander üben lassen durften.

Nach der Absage Ende Oktober waren gute Ideen gefragt. Nichts machen, kam nicht in Frage. Wir wollten aber noch ein wenig abwarten und schauen wie sich die Massnahmen wegen dem Coronavirus entwickelten. Als es dann Mitte Dezember immer noch so war, dass 50 Personen in die Kirche durften, hat unser Herr Pfarrer ein kurzes Krippenspiel mit Lesung aus dem Evangelium Lk 2,8-10 vorbereitet. Meine Aufgabe war es nun ein paar Kinder zu finden, die bereit waren mitzumachen.

Bei der 5./6. Klasse wurde ich dann fündig. Drei Kinder waren bereit uns zu unterstützen. Mit zwei Proben und fleißigem Üben zu Hause konnten wir am 24.12. um 16.00 Uhr und um 17.00 Uhr jeweils eine halbe Stunde lang wunderschöne Kinderweihnachten feiern.

 

Wir haben gebetet, die Weihnachtsgeschichte erzählt und gespielt und Weihnachtslieder gehört und das war auch das Einzige, was in diesem Jahr gefehlt hat, man durfte keine Weihnachtslieder singen.

 

 

 

 

Vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir auch in diesem Jahr das Fest der Geburt Jesu feiern konnten. Vor allem bedanken wir uns bei den Kindern und ihren Eltern, die mitgemacht und mitgetragen haben und bei den Familien, die dabei waren. Es war sehr schön. Wie sagt man: «klein aber fein»!

Pfr. Issac

Priska Kollegger

 

 

Rosenkranz und eucharistische Anbetung

Beim letzten Abendmahl sagte Jesus über das Brot: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ In der eucharistischen Anbetung wird das bei der Messe gewandelte Brot – der Leib Christi – in einem kostbaren Zeigegefäß (Monstranz) ausgestellt, ausgesetzt. Wir schauen also auf Jesus im Moment seiner größten Liebe: Seiner Lebenshingabe am Kreuz für uns – für mich. Er ist da in seiner erlösenden und heilenden Liebe.

 

Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta sagte einmal: „Die Zeit, die du mit Jesus im Allerheiligsten Sakrament verbringst, ist die beste Zeit, die du auf Erden verbringen wirst. Jeder Augenblick, den du mit Jesus verbringst, wird deine Einheit mit Ihm vertiefen und deine Seele auf ewig herrlicher und schöner machen für den Himmel, sowie mithelfen, ewigen Frieden auf Erden zu fördern.“

 

Viele fragen heutzutage, wenn Sie über Anbetung hören: „Ja, was soll ich denn da machen? Wie ‚geht‘ Anbetung?“ – Die Antwort ist einfach: wir müssen eigentlich gar nichts ‚machen‘. Jesus ist im Allerheiligsten genauso konkret anwesend, als würde er neben uns in der Kirchenbank sitzen. Anbetung bedeutet, sich dieser Gegenwart Jesu bewusst zu werden. Wir können ihm unser Herz ausschütten, aber wir können auch nur ohne Worte auf den Knien seine Gegenwart verehren. So wie es ein einfacher Bauer zum heiligen Pfarrer von Ars sagte, als der ihn fragte, was er denn eigentlich tue, wenn er jeden Tag vor dem Tabernakel knie: „Das ist ganz einfach: Er schaut mich an und ich schaue ihn an.“

Fürbittbox

In der Kirche liegen eine Box, Zettel und Stifte auf. Gerne können Sie dort anonym Ihre Anliegen aufschreiben und in die Box legen. Immer am 1. Mittwoch wird dann für Ihre Anliegen und unsere Pfarrei gebetet. In dieser schweren Zeit wollen wir unsere Anliegen gemeinsam vor den Herrn bringen, dem nichts unmöglich ist! In dieser Zeit ist jeder eingeladen, seine persönlichen Anliegen vor den Herrn in der eucharistische Anbetung zu bringen. Kommen Sie – und wenn es nur für einige wenige Augenblicke ist!

 

Ablauf der Gebetszeit am 1. Mittwoch im Monat:

18 Uhr Aussetzung mit Rosenkranz

18.30 Uhr Eucharistischer Segen

und für jene, die noch bleiben wollen ab

18.30 – 19 Uhr Stille Anbetung mit kleinen Impulsen und Musik

 

 

Kath. Kirchgemeinde Untervaz Coronavirus

Infolge des Coronavirus ist die Teilnehmerzahl während den kirchlichen Anlässen begrenzt. Es muss für die Gottesdienste an Weihnachten im Voraus Platz reserviert werden.

Anmeldungsformulare zum Bezug einer Eintrittskarte liegen hinten in der Kirche auf, oder können per mail zugestellt werden.

Die Anmeldungen werden nach Eingang (Datum) berücksichtigt.

 

 

Anmeldungsformular für Gottesdienste an

Weihnachten 2020    (bitte ankreuzen)

Donnerstag,  24.12. 16.00 Uhr  □         Krippenspiel

                        24.12. 17.00 Uhr  □         Krippenspiel

Heiligabend   24.12. 22.30 Uhr □

Weihnachten 25.12. 09.30Uhr □

 

Name   ___________                            Vorname__________

Adresse________________________

Tel. Nr.__________________________

Anzahl Personen__________

Anmeldung bis 21. Dezember im Büro abgeben oder in den

Briefkasten werfen beim Pfarreiheim 

 

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Anmeldungsformular für Gottesdienste an

Weihnachten 2020    (bitte ankreuzen)

Donnerstag,  24.12. 16.00 Uhr  □         Krippenspiel

                        24.12. 17.00 Uhr  □         Krippenspiel

Heiligabend   24.12. 22.30 Uhr □

Weihnachten 25.12. 09.30Uhr □

 

Name   ___________                            Vorname__________

Adresse________________________

Tel. Nr.__________________________

Anzahl Personen__________

Anmeldung bis 21. Dezember im Büro abgeben oder in den

Briefkasten werfen beim Pfarreiheim

 

 

 

 

 

Friedenslicht aus Bethlehem 2020

Das Friedenslicht aus Bethlehem ist eine ökumenische Aktion zur Advents- und Weihnachtszeit. «Ein Licht, das verbindet» lautet das diesjährige Motto und es könnte wohl kaum besser passen zur derzeitigen unsicheren Lage. Möge die kleine Flamme aus der Geburtsgrotte von Bethlehem die Menschen weltweit auf besondere Weise verbinden und Zuversicht schenken. In einer Zeit, in welcher wir gezwungen sind, die physischen Kontakte zu reduzieren, kann der verhältnismässig junge Brauch der Weitergabe des Friedenslichtes an Bedeutung gewinnen.

 

Dieses Jahr ist alles anders. Aber ab dem Montag, 17.12.2020 kann das Friedenslicht in unsere Kirche abgeholt werden. Bitte bringen Sie ihre eigenen Lichtträger mit.

 

 

 

 

 

 

Advent du stille Zeit

Der Advent als Vorbereitungszeit auf das Fest der Geburt Christi gilt bzw. galt als die sog. „stillste Zeit im Jahr“. Aber, wie wir längst wissen, ist Stille oftmals nur noch als Sehnsucht geblieben, wird aber nicht selten vom Lärm der Umwelt und vom Lärm in der eigenen Seele überrollt. Die innere Rastlosigkeit kann leicht zur Ratlosigkeit ausarten, wie man denn sein eigenes Leben noch im Griff behalten kann. Aber doch ist sie da, die stillste Zeit, als leise Einladung, ein wenig innezuhalten, in eigene Tiefen hinabzusteigen, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu durchleuchten.

 

Stille, sofern wir sie erfahren, ist mehr als ein Zeitabschnitt, der weniger laut ist als sonstige Zeiten und Gezeiten. Stille ist auch nicht einfach ein Zustand der Lärmfreiheit, wenngleich auch diese schon manchmal als Wohltat empfunden werden mag. Die Stille kommt nur zu Suchenden, sie wird nicht einfachhin geschenkt.

 

Eine gesegnete und besinnliche Adventzeit, sowie gute Vorbereitung auf Weihnachten wünscht der ganzen Pfarrfamilie.

 

 

Einladung zur Segnung der privaten Adventskränze

Es gibt den guten Brauch, am 1. Advent den Adventskranz zu segnen. Der Adventskranz ist ein Symbol für das Leben und die Gemeinschaft. Die vier Kerzen, die während der Adventszeit nach und nach angezündet werden, weisen auf Jesus Christus hin, der das Licht der Welt ist und dessen Geburt die Kirche an Weihnachten feiert. So wird der Adventskranz zu einem Zeichen der Hoffnung.

 

Wir möchten Sie herzlich einladen, Ihre privaten Adventskränze zum ersten Adventssonntag in die Hl. Messe mitzubringen und dort unter den großen Kirchen-Adventskranz zu legen. Dort werden sie gesegnet, um Sie und ihre Familie in der Vorbereitungszeit auf Weihnachten mit Segen und Zuversicht zu begleiten.

 

 

DIE STERNSINGER KOMMEN

Am 10. Januar ziehen in der Kirchengemeinde St. Laurentius die Sternsinger von Haus zu Haus. Mit dem Kreidezeichen oder Aufkleber „20*C+M+B+21“ bringen die Mädchen und Jungen in der Nachfolge der heiligen drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen, sammeln für benachteiligte Kinder in Ukraine (näheres unter https://www.missio.ch/sternsingen) weil dort Kinder häufig ohne ihre Eltern aufwachsen müssen.

 

Wegen der aktuellen Situation, bedingt durch den Corona- Virus, ist der genaue Ablauf der Aktion, sprich das Laufen von Haus zu Haus, noch nicht ganz planbar. Stattfinden wird das Sternsingen aber definitiv. Dazu werden wir noch ein genaues Hygienekonzept erstellen und veröffentlichen, sodass es kein großes Risiko sowohl für die Kinder als auch für die besuchten Haushalte geben wird.

 

Auch wenn Corona uns in vielen Situationen beeinflusst, freuen wir uns doch auf eine großartige Aktion Sternsingen 2021 mit zahlreichen motivierten Sternsingern/innen und vielen offenen Türen.

 

 

Rorate-Messen bei Kerzenschein

Trotz Dunkelheit und Kälte raus aus den Federn, um bereits um 6.30 Uhr in der Kirche hellwach Gottesdienst zu halten: Das Schaffen alle Jahre wieder in unserer Pfarrkirche während der Adventszeit die Rorate-Messen.

Wie jedes Jahr laden wir Sie alle sehr herzlich zum Besuch der Rorate-Messen am 01. und am 15. Dezember um 06.30 Uhr ein. Noch im Dunkel der Nacht, die Kirche nur mit Kerzen erleuchtet und mit den stimmungsvollen instrumental Musik und Gesänge des Advents sollen diese frühmorgendlichen Gottesdienste helfen, in der hektischen Adventzeit den Tag in der Hoffnung auf das Kommen des Herrn zu beginnen.

Normaler Weise gibt’s nach dem Gottesdienst Frühstück im Pfarreiheim. Wegen Corona findet das Frühstück leider nicht statt. Beim Ausgang gibt’s für die Kinder ein Brötli und ein „Schoggistengeli“. Die Kinder können zur Überbrückung ins Pfarreiheim gehen, bis sie in die Schule müssen.

 

Pfarreisekretariat

Unsere langjährige Mitarbeiterin Rosi Bürkli wird uns nächstes Jahr

infolge Pensionierung verlassen.

Es ist uns gelungen die Stelle neu zu besetzen.

 

Wir freuen uns

Frau Lorena Bürkli 

Ab 1. Januar 2021 

 

in unserem Team willkommen zu heissen.

 

 

 

Frau Lorena Bürkli ist zur Zeit Hausfrau,. Sie verfügt über eine abgeschlossene

Lehre als Kaufm. Angestellte und einige Jahre Berufserfahrung.

 

Um einen reibungslosen Uebergang zu gewährleisten wird Frau Rosi Bürkli

unsere neue Mitarbeiterin Lorena Bürkli bis Ende März einarbeiten.

Infolge Corona müssen folgende Anlässe abgesagt werden:

bis auf weiteres   Chlichinderfiir

 6. November        Nacht der Lichter

11. November       Elternabend Erstkommunion

November              Vorbereitung und – 24.12. Krippenspiel

14. November       Laternen basteln

15. November       Martinsumzug

22. November      Vorstellungs- Gottesdienst Erstkommunikanten

Einladung

zur ordentlichen Kirchgemeindeversammlung

Sonntag, 15. November 2020, 10.30 Uhr

im kath. Pfarreiheim 

Traktanden:

  1. Wahl der Stimmenzähler
  1. Protokoll der Kirchgemeindeversammlung vom 10. November 2019
  1. Rechnungs- und Revisorenbericht 2019
  1. Budget 2021
  1. Steuerfuss
  1. Neuanschaffung Tische und Stühle
    Malerarbeiten Saal
  • Krediterteilung Pfarreiheimfond 30’000.–
  1. Wahlen
  1. Präsident
  2. 3 Mitglieder Kirchenrat
  3. Revisor/innen
  4. Stellvertreter/Revisor/in

  1. Varia

 

                       Der Kirchenrat                                                     

 

Gedanken über den November

«Memento mori» – «Gedenke des Todes»

Kein Monat konfrontiert uns so mit dem Sterben wie der Monat November. Wir werden durch verschiedene

Gedenktage, Allerheiligen und Allerseelen, an unsere eigene Sterblichkeit erinnert. Am liebsten wollen viele Menschen den Gedanken ans Sterben verdrängen. Die Bewohner eines kleinen Berglandes im Himalaya gelten als die glücklichsten Menschen der Welt. Reisende berichten, dass sie in diesem Gebiet auffallend viele Menschen beobachten, die zufrieden lächelnd durch den Tag gehen. Und Studien berichten, dass sich die Bewohner selbst als glücklichste Menschen einschätzen. Am Geld kann das nicht liegen, denn der Staat und seine meisten Bewohner sind – nach unseren Massstäben – bettelarm. Woher kommt also dieses Glücksgefühl? Amerikanische Psychologen glauben, eine Erklärung gefunden zu haben. In der Kultur dieses Landes werden Menschen ermutigt, mindestens fünf Mal am Tag an den Tod zu denken. Auch in den Bräuchen und Gesängen ist das Ende des Lebens ständig ein Thema.

Das drückt nicht etwa die Stimmung oder macht deprimiert –, im Gegenteil: Der Gedanke an den Tod macht bewusst, wie wertvoll das Leben, das Hier und Jetzt ist. Wir sind Menschen und sind, wie es in einem Lied heisst, nur Gast auf Erden (KG 727). Als Christen können wir aber anders mit diesem Thema umgehen. Für uns ist das Leben hier auf Erden nur eine Wanderschaft hin zu einem endgültigen Ziel. Eines Tages wird auch unsere Pilgerschaft beendet sein. Dann werden wir bei Gott mit unseren vorausgegangenen Schwestern und Brüder ruhen. Wenn man weiss, dass alles, was wir hier auf Erden erleben, nur Durchgangscharakter hat und unser eigentliches Ziel Gott ist, dann kann man manches gelassener und ruhiger angehen, was uns oft Kopfzerbrechen bereitet und dann kann man vor allem das Thema Tod und Sterben hoffnungsvoller sehen.

Allerheiligen, am 1. November gedenkt die Kirche all ihrer Heiligen. Der Jugendkatechismus Youcat erklärt das so: «Zur Gemeinschaft der Heiligen gehören alle Menschen, die ihre Hoffnung auf Christus gesetzt haben und durch die Taufe zu ihm gehören, ob sie bereits gestorben sind oder noch leben. Weil wir in Christus ein Leib sind, leben wir in einer Himmel und Erde umspannenden Gemeinschaft. Die Agenda im November 2020 Untervaz | Pfarreiblatt Graubünden

weite Definition des Heiligenbegriffs ist eine gute Überleitung zum Allerseelentag am 2. November. Gebete, Fürbitten und Eucharistie an Allerseelen sollen dazu beitragen, dass die Toten Vollendung in Gott finden. An diesem Tag werden die Gräber auf den Friedhöfen von den Angehörigen geschmückt und die Kerzen entzündet. Blumen und grüne Zweige stehen stellvertretend für die Hoffnung.

Wie jedes Jahr findet bei uns in der Pfarrkirche eine hl. Messe für die Verstorbenen und Gräbersegnungen statt. Jetzt möchten wir Sie am Beginn des «Totenmonats» einladen, zusammen mit der Pfarrgemeinde der Verstorbenen zu gedenken. Wenn wir auch das ganze Jahr über für die Verstorbenen beten, so soll in diesen Tagen das Totengedächtnis besonders im Zentrum stehen. Zu diesem Gedächtnis gehören Sie in besonderer Weise dazu.

Wir möchten danken für die Menschen, mit denen wir leben durften und unser Vertrauen vor Gott bringen, der trotz allem unsere Zukunft ist.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Kraft, wenn Sie in diesem Jahr einen lieben Menschen zu Grabe tragen mussten, und wir wünschen und beten uns einen tiefen Glauben an die Auferstehung, weil er das grosse Potential ist, das unseren Glauben prägt und trägt.

Unsere Verstorbenen seit Allerheiligen 2019

† Gerger Margrith (19.10.2019)

† Nigg-Plattner Sophie (30.10.2019)

† Joos-Mariller Kaspar (11.12.2019)

† Hobi-Hutter Veronika (3.2.2020)

† Galliard-Fischer Silvio (2.3.2020)

† Pasqual-Castelberg Armin (3.3.2020)

† Krättli Johann (21.5.2020)

† Pilat-Schrofer Anna Katharina (9.7.2020)

† Ludwig-Rupp Irma (20.9.2020)

† Lecchino-Macri Vito (7.10.2020)

 

 

Regionaler Gottesdienst

Trimmis – Untervaz – Zizers

Sonntag, 25. Oktober 2020

09:30 Uhr

in der kath. Kirche, Trimmis

Es besteht eine Maskenpflicht und es wird eine Anwesenheitsliste geführt. Es wird kein Apéro durchgeführt.

Parkmöglichkeiten Schulanlage Montalinstrasse.

 

Herzlich laden ein

Kath. Kirchgemeinden Trimmis, Untervaz und Zizers

Jugendprojekte und kirchliche Anlässe 2020 – 2021

13.09.20.            Erstkommunion Feier um 09:30 Uhr

20.09.20             Dankgottesdienst für die Erstkommunikanten um 09:30 Uhr

26.09.20            Firmungsfeier um  09:30 Uhr mit Bischof Peter Bürcher

04.10.20             Erntedankfest – Familiengottesdienst  (1. – 5. Klasse)

07.10.20           Ministranten Nachmittag

11.11.20           Elternabend Erstkommunion       um 19:30 Uhr im Pfarreiheim  

15.11.20           St. Martinsumzug um 17:00 Uhr – Kath. Kirche

                                               (ökumenisches Projekt)       

ab 11.11.20       Krippenspiel Proben (jeweils Mittwoch)

01.12.20            Rorate Messe um 06:30 Uhr (3./4. Kl.)

                          Anschliessend Frühstück im Pfarreiheim.

15.12.20           Rorate Messe um 06:30 Uhr (5./6. Kl.)

                         Anschliessend Frühstück im Pfarreiheim.

19.12.20          Ministranten Weihnachtsessen

24.12.20          Krippenspiel Aufführung um 16:00 Uhr in der  kath.

                        Kirche – um 17:30 Uhr in der  ref. Kirche.

                       (Ökumenisches Projekt).

10.01.21            Sternsinger unterwegs (mit Haussegnung)

20.01.21            Dankesessen für Krippenspiel

06.02.21            Senfkorn Projekt für die Erstkommunikanten in Cazis

17.02.21             Aschermittwoch Ateliers

27.03.21              Palmen binden

28.03.21              Palmsonntag             

11.04.21           Erstkommunion Feier um  09:30 Uhr

18.04.21            Dankgottesdienst für die Erstkommunikanten um 09:30 Uhr

  • Muttertag / Familiengottesdienst.

                          Von Kindern mit Kindern für die Mütter   

12.05.21           Frühlingsfest  (ökum. Projekt)

26.05.21           Maiandacht mit den Schülern um  19:00 Uhr

Im Frühling (Daten sind noch nicht festgelegt):

  • TeenStar Kurs / 10 Abende (5./6. Kl.)    
  • Besichtigung der Wallfahrtskirche in Einsiedeln

                           (Alle Klassen)

Verschiedene Oberstufenprojekte zur Auswahl: 

  • Besuch im Unterricht von Prof. Dr. Dominikus Kraschl OFM

(Philosophie Professor an TH Chur)

  • Besichtigung des Jüdischen Museums in Hohenems
  • „Monkstrail“ Schnitzeljagd im  Kloster Einsiedeln
  • Menschen am Rande der Gesellschaft.

Diverses:

  • Adoray Festival in Zug (1. bis 4. Okt. 2020) für Jugendlichen ab 14. Infos adoray.ch
  • MFM Robinson Sommerlager 2021 für 8 – bis 14 –jährigen Kindern. (Infos: Roberta Dietiker 079 596 73 59)
  • Medjugorje Jugendfestival (29. Juli bis 9. August 2021).

Infos: www.catholix.ch

  • „Kliikinderfiir“ jeweils am letzten Donnerstag im Monat um 15:45 Uhr.

Angesichts der aktuellen Covid 19 Situation können wir nicht garantieren, dass

Alle Anlässe wie geplant stattfinden werden. Genauere Infos zu den jeweiligen Aktivitäten erhalten Sie rechtzeitig. 

 

Rückblick 2019- 2020

 

Die Fünft- und Sechstklässler haben sich mit der Katechetin Nicole Wilhelmi auf die diesjährige Firmung gründlich vorbereitet mit Unterricht, Firmvorstellungs-Gottesdienst und einem Firm-Intensivtag im Dominikanerinnenkloster Cazis. Höhepunkt der Firmvorbereitung ist sicher der Firmtag. Unser apostolischer Administrator Bischof S.E. Peter Bürcher wird unsere 14 Schüler und Schülerinnen am Samstag 26. September, um 9.30 Uhr das Sakrament der Firmung spenden.

Ihre Namen sind

Castelberg Melina, Gallati Saira, Capaul Mauro, Schmucki Julia, Seraina Giacomelli, Huwyler Zoe,  Machado Fernandes Beatriz, Karina Kercho, Sanna Joos, Poltera Caterina, Joos Enya, Stöckli Lisa, Ioannone Leana, Keller Alessia. 

Wir laden alle Pfarreiangehörige, Familienangehörige, Verwandte und Bekannte herzlich ein, diesen grossen Tag in unserer Pfarrei mitzufeiern. Ein herzliches Dankeschön schon jetzt allen, die am Firmvorstellungs-Gottesdienst einen Firmling unter ihr besonderes Gebet gestellt haben.

Hinweis: Am Gottesdienst Maskenpflicht

 

 

 

Erstkommunion 2020

Bei herrlichem Wetter feierte unsere Pfarrgemeinde gemeinsam mit den 6 Erstkommunionkindern ein wunderschönes und feierliches Fest. Begleitet vom Pfarrer und den Ministranten zogen die Erstkommunionkinder voll Vorfreude und Aufregung vom Pfarreiheim in die Pfarrkirche ein.

 

Mit großer Freude, Stolz und voller Konzentration beteiligten sich die Kinder bei gut besetzter Kirche mit stimmigen, schwungvollen Liedern und tiefsinnigen Texten zum Thema: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“.

 

Das Thema „Weinstock und Reben“ wurde durch die lebendige Weinstock und seinen 6 blauen Trauben mit den Fotos von den Erstkommunikanten auf eindrückliche Weise im Altarraum illustriert. Bei der Vorbereitung auf die Erstkommunion haben die Kinder gelernt, was für ein großes Geschenk es ist, dass Jesus Christus selbst in der Heiligen Kommunion zu ihnen kommt. Er will in uns wohnen, uns von innen erneuern und uns Kraft schenken für unser Leben. Gemeinsam um den Tisch des Herrn versammelt erlebten die Kinder in der Eucharistiefeier die Freundschaft und Liebe von Jesus in den Zeichen von Brot und Wein, dem Leib und Blut unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus.

 

 

Im Anschluss an den Gottesdienst spielte die Musikgesellschaft Untervaz vor der Pfarrkirche auf und lud durch ihr gekonntes Spiel noch zum Verweilen ein. Für diesen einmaligen, unvergesslichen Tag sei allen Beteiligten, allen Helferinnen und Helfern – ein herzliches „Vergelt‘‘s Gott“ gesagt. Begleiten wir unsere Erstkommunikanten auch weiterhin im Gebet. Möge Jesus in den Herzen der Kinder und ihren Familien immer mehr Raum bekommen und sie prägen ein Leben lang.

 

Erntedank-  Familiengottesdienst

Es gibt vieles, für das wir Gott dankbar sein können. Deshalb wollen wir Innehalten und Danke sagen für die Gaben des Lebens und sich bewusst werden, welche Wunder der Schöpfung die Natur für uns bereithält.  

Wann? Sonntag, 04. Oktober 2020

Wo? Pfarrkirche St. Laurentius Untervaz

Zeit? 09.30 Uhr

 

 

Wer?  Kinder, Familien, Jugendliche und Erwachsene

 

 

Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag.

Neben dem 1. August als Nationalfeiertag kennt unser Bundesstaat seit 1832 jeweils am dritten Sonntag im September noch einen gemeinsamen Tag der Besinnung, der geprägt ist durch die Stichworte: Dank, Busse und Beten. Der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag bedeutet, dass wir an unsere Zukunft glauben, dass wir Solidarität und Nächstenliebe leben und dass wir – wie es am Anfang unserer Bundesverfassung heisst – auf «Gott den Allmächtigen» setzten. Der diesjährige Dank- Buss- und Bettag feiern wir ganz besinnlich und feierlich am 20. September um 9.30 Uhr. Wir laden Sie herzlich zu dieser Feier ein.

 

Zur Verschönerung des Gottesdienstes singt das Jodelterzett Mariann, Paula und Hitsch aus dem Schanfigg.

 

Zweite Phase vom 8. Juni 2020 bis zum 1.Adventsonntag, 29. November 2020

 

Mutter Teresa:

  1. Lasse nie zu, dass du jemandem begegnest, der nicht nach der Begegnung mit dir glücklicher ist.

 

 

 

 

 

Papst Benedikt XVI:
Die Freude: Woher kommt sie? Wie erklärt sie sich? Sicher wirken viele Faktoren zusammen. Aber der entscheidende ist nach meinem Dafürhalten die aus dem Glauben kommende Gewissheit: Ich bin gewollt. Ich habe einen Auftrag in der Geschichte. Ich bin angenommen, bin geliebt. Josef Pieper hat in seinem Buch über die Liebe gezeigt, dass der Mensch sich selbst nur annehmen kann, wenn er von einem anderen angenommen ist. Er braucht das Dasein des anderen, der ihm nicht nur mit Worten sagt: Es ist gut, dass du bist. Nur vom Du her kann das Ich zu sich selbst kommen. Nur wenn es angenommen ist, kann es sich annehmen. Wer nicht geliebt wird, kann sich auch nicht selber lieben. Dieses Angenommenwerden kommt zunächst vom anderen Menschen her. Aber alles menschliche Annehmen ist zerbrechlich. Letztlich brauchen wir ein unbedingtes Angenommensein. Nur wenn Gott mich annimmt und ich dessen gewiss werde, weiss ich endgültig: Es ist gut, dass ich bin.

Zweites Vatikanisches Konzil – Gaudium et spes:
Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art, sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi. Und es gibt nichts wahrhaft Menschliches, das nicht in ihren Herzen seinen Widerhall fände.

Papst Franziskus:
Habt keine Angst davor, eure Freude darüber zu zeigen, dass ihr auf den Ruf des Herrn geantwortet habt, auf seine Wahl der Liebe und des Zeugnisses für sein Evangelium im Dienste der Kirche. Und die Freude, die wahre Freude, ist ansteckend, sie steckt an … sie lässt einen weitermachen.

Bibel:
Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke. (Neh 8,10).

Thomas von Kempen – Nachfolge Christi:
Keiner wird sich wahrhaft freuen, wenn er nicht das Zeugnis des guten Gewissens in sich trägt.

Hl. Thomas von Aquin:
Die volle Freude dringt nicht in die Glücklichen ein, sondern die Glücklichen treten ganz in die Freude ein.

Fragen zum Wochenthema:

  • Was bereitet mir Freude?
  • Woher kommt die wahre Freude?
  • Was kann uns die Freude rauben?
  • Nehme ich mir Zeit, um mir auch einmal eine Freude zu bereiten?

Für Kinder und Jugendliche:

  • Hier findest du ein Arbeitsblatt zum Thema «Freude».
  • Mache dir selber eine Freude
  • Mache diese Woche jemandem eine ganz besondere Freude.

Wir laden Sie ein, über diese Fragen mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Beilagen:

© 2020 Bistum Chur

 

Die Feier der Erstkommunion ist sicherlich eines der Feste, die uns nachhaltig  prägen und noch nach vielen Jahren in Erinnerung bleiben.

 

In unserer Pfarrgemeinde findet am Sonntag 13. September um 9.30 Uhr die Feier der Erstkommunion statt. Ich bin der Weinstock, und ihr seid die Reben“(Jn. 15,5) – unter diesem Motto haben 6 Kinder ,

Duarte Silva Melanie,

Gaupp Lina,

Mezga Lana,

Scheucher Melina,

Wolf Lara und

Tristan Elia Aresu

sich gemeinsam auf den Weg gemacht um sich auf dieses Ereignis vorzubereiten und es miteinander zu feiern. Solch eine Feier ist aber keineswegs eine private Angelegenheit der Kinder und ihrer Familien. Sie lädt uns alle dazu ein uns bewusst zu machen, worum es in jeder Eucharistiefeier eigentlich geht. Gott lädt uns an seinen Tisch, er möchte uns ganz nahe sein. So wünschen wir nicht nur den Kindern und ihren Familien, sondern auch Ihnen allen eine besinnliche Feier der Erstkommunion.

Alpgottesdienst Alp Salz

Bei herrlichem Sommerwetter und hohen Temperaturen auch auf der Alp konnten wir am Sonntag, 9. August, um 10.30 den ökumenischen Gottesdienst auf Salaz feiern.

Der liebe Gott wollte, dass wir gemeinsam beten, danken und singen, denn der diesjährige Alpgottesdienst fand nur bei schönem Wetter und ohne Festwirtschaft statt; wegen Corona! Und das Wetter war aussergewöhnlich schön. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt.

Trotzdem haben viele am Alpgottesdienst teilgenommen. Vielleicht nicht so viele Auswärtige wie sonst, aber viele Untervazer Familien und das war schön so. Konnten wir doch gemeinsam mit Pfarrerin Désiree Bergauer und Pfarrer Issac Gott für alles danke sagen; für unser schönes zu Hause, die gute Ernte, die saftigen Weiden, den herrlichen Sommer, den feinen Alpkäse, Bergkäse, Alpbutter, Joghurt und vieles mehr. Haben wir doch hier bei uns alles im Überfluss.

Deshalb haben wir auch für diejenigen gebetet, die nicht so reich beschenkt sind wie wir hier in Untervaz. Die Leute haben mitgebetet und beim «Vater unser» sind sie sogar aufgestanden. Ich glaube es ist vielen wieder bewusst geworden, wie schön wir es haben und wie wichtig es ist zusammenzuhalten, besonders in einer Krise wie Corona sie hervorgerufen hat.

Das will uns auch das Matthäus Evangelium 14, 22-33 «Mit Jesus der Angst begegnen» zeigen. Wir können uns immer auf Jesus verlassen, und wir sind mit unseren Ängsten und Sorgen nie allein.

Bedrohung, Todesgefahr, Angst… Dieses Jahr hören wir viel davon. Tausende Menschen, die an einer neuen Krankheit sterben, genauso viele, die verhungern, weil in ihrem Land wegen der Pandemie die Wirtschaft zusammenbricht…. Menschen, die die Situation psychisch nicht aushalten, die Angst, die Einsamkeit, die Überforderung. Gleichzeitig gehen Kriege weiter, sterben Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer, im Libanon sind viele Menschen betroffen von der grossen Explosion Anfang August.

Eingeengt von allen Seiten – so fühlen wir uns auch manchmal. Hilflos mitten in der Welt, wo es so viele Bedrohungen, so viel Unsicherheit gibt.

Auch Bedrohungen von innen drücken uns: Zweifel, Angst vor dem Tod, quälende Gedanken, böse Erinnerungen. In dem allem sind wir aber nicht allein. Jesus kommt auf uns zu. «Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht!» Wenn wir glauben und seine Hilfe annehmen, ist er immer für uns da. Gesungen haben die Gottesdienstbesucher natürlich auch, zusammen mit der MGU.

Aber nicht nur die MGU war für die Musik zuständig, das Alphorn Duo Tiba D’Alp (Marcus Cavelti und Paula Bundi)

haben alle Zuhörer mit ihren wunderschönen Klängen erfreut.

Nach dem Gottesdienst hat einer der Älper den Alpsegen gebetet. War sehr schön. Und damit die Leute noch ein wenig die Natur und Musik geniessen konnten, hat das Alphorn-Duo und die MGU noch einige Stücke zum Besten gegeben.

Pfarrerin Déssiree Bergauer bedankte sich bei allen Gottesdienstbesuchern und Helfern, beim Alphorn Duo Tiba D’Alp und der Musikgesellschaft Untervaz fürs Mitbeten, Mitsingen, Mithelfen und Mitgestalten. Und wer den Rucksack gepackt hat, konnte den herrlichen Sonntag noch mit einem gemütlichen Picknick mit der Familie oder Freunden geniessen.

Priska Kollegger



 

Kräuterweihe am Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel

„Mariä Himmelfahrt“, von der katholischen Kirche als „Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel“ bezeichnet, ist eines der ältesten Marienfeste und eines der religiösen Hauptfeste des Jahres. Der „Hohe Frautag“ oder „Große Frauentag“ (15.8.) wird seit 1500 Jahren gefeiert, er war ab 582 weit verbreitet.

Die Kräuterweihe gehört zu den volkstümlichen Bräuchen der röm.-kath. Kirche. Die Tradition der Kräuterweihe gibt es schon länger als das Christentum. Die Menschen wollten auch damals Gott dafür danken, dass er die Kräuter, die sie zur Heilung brauchten, wachsen ließ. Später verehrten die Christen Maria als „Schützerin der Feldfrüchte“ und erbaten ihren Segen für die Heilkräuter. Und diese Tradition hat sich bis heute fortgesetzt. Das Hochfest findet am 15 August um 9.30 Uhr statt. Es wäre schön, wenn Sie einen Kräuterstrauß zur Segnung zum Gottesdienst mitbringen würden.

«Ein ganz herzlicher Gruss an alle in unserem Bistum Chur!

Wir sind alle auf dem Weg des Lebens. Als der junge Jean-Marie Vianney zu seiner neuen Pfarrei Ars, bei Lyon in Frankreich, zu Fuss auf dem Weg war, fragte er einen Knaben: „Kannst Du mir bitte sagen, wohin ich gehen muss um in Ars anzukommen?“ Der Knabe zeigte dem jungen Pfarrer den Weg. Der Priester sagte zu ihm: „Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt. Ich werde dir den Weg zum Himmel zeigen!“

Seit dem 8. Juni bis zum 1. Adventsonntag, 29. November sind wir jetzt in der 2. Phase unseres gemeinsamen Weges zur Erneuerung der Kirche im Bistum Chur. Jemand fragte mich: „Wir sind gemeinsam auf dem Weg, aber wohin?“ Wohin? Ja, zu oft vergessen wir es. Die Coronaviruszeit hat uns vielleicht daran erinnert: Als Christen sollten wir unseren Mitmenschen den Weg zum Himmel zeigen. Dorthin pilgern wir gemeinsam. Wie? Im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe! Grundsätzlich geht es für uns alle darum, gemeinsam und persönlich unseren Glauben zu stärken. Der Glaube ist ein grosses Geschenk!

Wir sind unterwegs in der Gewissheit, dass unsere Wege uns am Ende vor den Thron Gottes führen. Jesus, der Auferstandene von den Toten, ist uns allen vorangegangen. Wir finden dort Liebe und Barmherzigkeit in Fülle. Der Himmel ist die immerwährende Gemeinschaft mit Gott. Jetzt aber sind wir noch Pilger auf dem Weg in diese Gemeinschaft. Ja, dieser Weg kann auch Kreuzweg werden. Wer glaubt, ist nicht allein. Im Youcat können wir mit Freude lesen: „Der Glaube der anderen trägt mich, wie auch das Feuer meines Glaubens andere entzündet und bestärkt“. Und oft können wir auch beten: „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

Meine Lieben, ich segne Euch alle, die Ihr auf dem Weg zum Himmel seid, im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen.

Restais sauns!
Vi auguro buona salute!
Bleibt alle gesund! Schöne Sommerwochen!

Bischof Peter».


https://www.bistum-chur.ch/bistumsleitung/videobotschaft-von-bischof-peter-zur-zweiten-phase-des-gemeinsamen-wegs/

Wochenthema 29. Juni – 5. Juli 2020:

Eucharistie als Quelle und Höhepunkt

Welche Möglichkeiten zum Austausch sind

gedacht?

Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten! Jeder soll jene nutzen, die ihm am

meisten entsprechen. Hier möchten wir lediglich einige Vorschläge machen:

In der Pfarrei:

Der Priester leitet die Texte und Fragen des Wochenthemas an die verschiedenen

Personen und Gruppen innerhalb der Pfarrei weiter.

In der Familie:

Eltern sprechen mit ihren Kindern über ihre Erfahrungen zum Wochenthema.

Ehepaare:

Ehepaare laden andere Ehepaare ein und tauschen sich über das Wochenthema

aus.

Nachbarschaft:

Eine Familie könnte Nachbarn einladen, um mit ihnen über das Wochenthema

zu reden.

Weitere Kreise:

Es soll nach Möglichkeit nicht nur auf der Ebene der kleinen Gesprächsgruppen

bleiben, sondern auch auf grössere Gruppierungen ausgeweitet

werden:

– Videokonferenzen bieten die Gelegenheit für grössere Gesprächsrunden,

auch für jene, die sonst keine Möglichkeit für ein herkömmliches Treffen

haben.

– Persönliche Telefongespräche. Miteinander austauschen: wie kann ich auf

Gott hören? Wie ist dieses Gespräch mit Gott überhaupt möglich?

Weiteres mögliches Thema:

Papst Franziskus hat am 24. Mai 2020 das «Laudato sì-Jahr» ausgerufen, das

bis zum 24. Mai 2021 dauert. Er lädt alle ein, über diese Enzyklika

nachzudenken.

Auf der Bistums-Webseite (www.bistum-chur.ch) werden unter der Rubrik

«Gemeinsam auf dem Weg» Arbeitsblätter für Kinder, Jugendliche und alle

Interessierten zu den einzelnen Wochenthemen zur Verfügung gestellt. Über

Rückmeldungen an gemeinsam@bistum-chur.ch würden wir uns sehr

freuen

Wochenthema 22. Juni – 28. Juni 2020:

Gemeinsam über die Einheit

unter den Christen sprechen

Welche Möglichkeiten zum Austausch sind

gedacht?

Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten! Jeder soll jene nutzen, die ihm am

meisten entsprechen. Hier möchten wir lediglich einige Vorschläge machen:

In der Pfarrei:

Der Priester leitet die Texte und Fragen des Wochenthemas an die verschiedenen

Personen und Gruppen innerhalb der Pfarrei weiter.

In der Familie:

Eltern sprechen mit ihren Kindern über ihre Erfahrungen zum Wochenthema.

Ehepaare:

Ehepaare laden andere Ehepaare ein und tauschen sich über das Wochenthema

aus.

Nachbarschaft:

Eine Familie könnte Nachbarn einladen, um mit ihnen über das Wochenthema

zu reden.

Weitere Kreise:

Es soll nach Möglichkeit nicht nur auf der Ebene der kleinen Gesprächsgruppen

bleiben, sondern auch auf grössere Gruppierungen ausgeweitet

werden:

– Videokonferenzen bieten die Gelegenheit für grössere Gesprächsrunden,

auch für jene, die sonst keine Möglichkeit für ein herkömmliches Treffen

haben.

– Persönliche Telefongespräche. Miteinander austauschen: wie kann ich auf

Gott hören? Wie ist dieses Gespräch mit Gott überhaupt möglich?

Weiteres mögliches Thema:

Papst Franziskus hat am 24. Mai 2020 das «Laudato sì-Jahr» ausgerufen, das

bis zum 24. Mai 2021 dauert. Er lädt alle ein, über diese Enzyklika

nachzudenken.

Auf der Bistums-Webseite (www.bistum-chur.ch) werden unter der Rubrik

«Gemeinsam auf dem Weg» Arbeitsblätter für Kinder, Jugendliche und alle

Interessierten zu den einzelnen Wochenthemen zur Verfügung gestellt. Über

Rückmeldungen an gemeinsam@bistum-chur.ch würden wir uns sehr freuen.

Gemeinsam auf dem Weg zur Erneuerung der Kirche

im Bistum Chur Zweite Phase vom 8. Juni 2020 bis zum

  1. Adventsonntag, 29. November 2020

 

Wochenthema 15. Juni – 21. Juni 2020:

Gemeinsam über den Glauben sprechen

Welche Möglichkeiten zum Austausch sind

gedacht?

Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten! Jeder soll jene nutzen, die ihm am

meisten entsprechen. Hier möchten wir lediglich einige Vorschläge machen:

In der Pfarrei:

Der Priester leitet die Texte und Fragen des Wochenthemas an die verschiedenen

Personen und Gruppen innerhalb der Pfarrei weiter.

In der Familie:

Eltern sprechen mit ihren Kindern über ihre Erfahrungen zum Wochenthema.

Ehepaare:

Ehepaare laden andere Ehepaare ein und tauschen sich über das Wochenthema

aus.

Nachbarschaft:

Eine Familie könnte Nachbarn einladen, um mit ihnen über das Wochenthema

zu reden.

Weitere Kreise:

Es soll nach Möglichkeit nicht nur auf der Ebene der kleinen Gesprächsgruppen

bleiben, sondern auch auf grössere Gruppierungen ausgeweitet

werden:

– Videokonferenzen bieten die Gelegenheit für grössere Gesprächsrunden,

auch für jene, die sonst keine Möglichkeit für ein herkömmliches Treffen

haben.

– Persönliche Telefongespräche. Miteinander austauschen: wie kann ich auf

Gott hören? Wie ist dieses Gespräch mit Gott überhaupt möglich?

Weiteres mögliches Thema:

Papst Franziskus hat am 24. Mai 2020 das «Laudato sì-Jahr» ausgerufen, das

bis zum 24. Mai 2021 dauert. Er lädt alle ein, über diese Enzyklika

nachzudenken.

Auf der Bistums-Webseite (www.bistum-chur.ch) werden unter der Rubrik

«Gemeinsam auf dem Weg» Arbeitsblätter für Kinder, Jugendliche und alle

Interessierten zu den einzelnen Wochenthemen zur Verfügung gestellt. Über

Rückmeldungen an gemeinsam@bistum-chur.ch würden wir uns sehr

freuen!

An die Gläubigen im Bistum Chur

Zweite Phase vom 8. Juni bis zum 1. Adventsonntag 29. November 2020

Meine Lieben

In meinem Schreiben vom 6. Januar 2020 habe ich den Weg der Erneuerung der Kirche im Bistum Chur vorgestellt und am 2. April 2020 die ursprünglich nach Ostern vorgesehene zweite Phase unseres gemeinsamen Weges der Erneuerung verschoben, also die Phase «Aufeinander hören», die bis zum Beginn der Adventszeit 2020 dauern soll. Durch die Lockerungen des Bundesrates sollte nun diese zweite Phase beginnen können.

Ich danke allen ganz herzlich, die in der ersten Phase auf vielfältige Weise mitgewirkt und sich eingesetzt haben, ganz besonders den mehreren hundert Personen, welche jeden Tag mitgebetet  haben.

Wie soll diese zweite Phase konkret aussehen?

Es soll ein «Aufeinander hören» sein, also ein Austausch untereinander, vor allem auch der positiven Erfahrungen, die jede und jeder von uns auch in dieser Zeit des Lockdowns machen durfte.

Mit unserem Team der Erneuerung möchte ich also den Menschen Vorschläge machen, wie sie die zweite Phase selber gestalten können. Diese beginnt also am 8. Juni 2020. Es ist vorgesehen, dass wir dazu regelmässig kurze Texte mit einigen Fragen zur Anregung auf unserer Bistums-Webseite www.bistum-chur.ch  unter der Rubrik „Gemeinsam auf dem Weg“ veröffentlichen. Wer diesen Dienst gerne per Mail oder whatsapp abonnieren möchte, sende dazu den Text «Start zweite Phase» entweder per Mail an gemeinsam[at]bistum-chur.ch oder per WhatsApp-Nachricht an die Nummer 081 258 60 50.

Welche Möglichkeiten zum Austausch sind gedacht?

Es gibt natürlich unzählige Möglichkeiten! Jeder soll jene nutzen, die ihm am meisten entsprechen. Hier möchte ich lediglich einige Vorschläge machen:

  • In der Pfarrei: der Priester leitet die Texte und Fragen an die verschiedenen Personen und Gruppen weiter.
  • Innerhalb der Familie: Eltern sprechen mit ihren Kindern über ihre Erfahrungen mit Gott.
  • Eine Familie könnte Nachbarn einladen, um mit ihnen über den Glauben zu reden. Ehepaare laden andere Ehepaare ein.
  • Es soll nach Möglichkeit nicht nur auf der Ebene der kleinen Gesprächsgruppen bleiben, sondern auch auf grössere Gruppierungen ausgeweitet werden.
  • Videokonferenzen bieten die Gelegenheit für grössere Gesprächsrunden, auch für jene, die sonst keine Möglichkeit für ein herkömmliches Treffen haben.
  • Persönliche Telefongespräche. Miteinander austauschen: wie kann ich auf Gott hören? Wie ist dieses Gespräch mit Gott überhaupt möglich?
  • Papst Franziskus hat am 24. Mai 2020 das «Laudato sì-Jahr» ausgerufen, das bis zum 24. Mai 2021 dauert. Er lädt alle ein, über diese Enzyklika nachzudenken.
  • Auf der Bistums-Webseite werden Arbeitsblätter für Kinder, Jugendliche und alle Interessierten zur Verfügung gestellt. Über Rückmeldungen an gemeinsam[at]bistum-chur.ch würde ich mich sehr freuen!

Ich danke allen, die sich auf den Weg zur Erneuerung der Kirche im Bistum Chur aufmachen. Jesus ist mit uns allen auf dem Weg.

Von Herzen segne ich Euch alle in Christus, unserem Frieden.

Chur, 2. Juni 2020, Weihetag der Kathedrale Chur

+ Peter Bürcher
Apostolischer Administrator des Bistums Chur

 

Aufgrund der Corona Pandemie können wir dieses Jahr das Fronleichnahmsfest nicht im üblichen Rahmen durchführen.

Anstelle des bisher Gewohnten möchten wir eine schlichte und einfache Prozession als Dank und Segen für das Dorf durchführen.

d.h. keine Musik und Tambouren

        kein Militär

        keine Gardisten

        keine Altarstationen

Ein kleiner Blumenschmuck entlang der Route Vordergasse/Büehli/Hintergasse/Kronengasse würde uns freuen.

9.30 Uhr Heilige Messe

Anschliessend: Prozession (nur bei schöner Witterung)

  • Es gelten die vorgeschriebenen Abstandsregeln

Nachmittagsandacht 13.30 fällt aus.

 

Fronleichnam

Am Donnerstag nach dem Dreifaltigkeitssonntag feiert die kath. Kirche das Hochfest des Leibes und Blutes Christi.  An diesem Tag feiern wir, was für uns im Zentrum des Glaubens steht: die Eucharistie und die damit verbundene Gemeinschaft. Gemeint ist nicht nur die hinter Kirchenmauern versammelte Gemeinde, sondern die gesamte Umwelt. Das verdeutlichen wir jedes Jahr mit dem Allerheiligsten, betend und singend begleitet von zahlreichen Gläubigen, durch die Straßen getragen. Augustinus wird folgender Ausspruch zugeschrieben: „Wir empfangen, was wir sind und wir sind, was wir empfangen!“ Hier wird deutlich, dass wir selber eigentlich Monstranz sind.

 

Wir brauchen zur Fronleichnamsprozession nicht unbedingt ein in die Monstranz hineingezwängtes Stück Hl. Brot. Wenn wir am Fronleichnam in der Prozession teil zu nehmen, dann wollen wir den Menschen in Untervaz eigentlich sagen: „Uns ist die Botschaft von der Liebe Gottes, die Jesus den Menschen verkündet hat, so wichtig, dass wir sogar wie in einer Demo auf die Straßen gehen! Wir stehen dafür ein, dass das Christentum auch heute noch Antworten auf die Fragen der Zeit geben kann und vor allem, dass Jesus das Leben in Fülle für alle wollte.“ 

 

Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation kann das Fronleichnamsfest leider nicht in gewohnter Weise stattfinden, was wir sehr bedauern. Somit kann unser großes Gemeinschaftswerk, ……. leider nicht durchgeführt werden. Wir bedauern dies sehr, aber es ist der derzeitigen Situation geschuldet. Es wird ein einfacher und schlichter Weise…..

 

 

 

24. Mai 2020, 7. Sonntag der Osterzeit

Lesungen: Apg. 1, 12-14; 1 Petrus, 4, 13-16; Jn 17, 1-1

 

Gedanken: „Glauben Sie mir, Herr Pfarrer, beten hilft.“ So empfing mich einmal eine ältere Frau; ihr Mann war vor kurzem nach einer schweren Operation gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden. Am Ende dieses Besuches fiel es uns allen leichter, ein Dankgebet zu sprechen. „Denken Sie an mich!“ Wie oft bekomme ich dies gesagt, wenn ich z.B. jemanden besucht oder wenn ich telefoniert habe, der krank ist und meint damit: „Bitte, beten Sie für mich!“

Wenn ich Kinder frage, findet ihr Zeit zum Gebet?  Dann geben manche  spontan die Antwort: «ich habe keine Zeit. Ich habe dies und jenes, auch Training, Musik Unterricht, Sport, Freundes Treff…“ usw. Wieso meinen wir eigentlich immer, keine Zeit zu haben? Wir leben in Eile und Hetze, wollen immer umfassend informiert sein, damit wir wissen, was los ist in der Welt. Wir haben einen vollen Terminkalender und viele Pläne, und trotzdem sind wir nicht glücklich. Wir haben wohl eine gefüllte, aber nicht eine erfüllte Zeit. Wer ehrlich ist, muss zugeben, dass hier irgendetwas nicht mehr stimmt.

Beten ist der Atem der Seele, ist die Brücke zu Gott und auch zu den Menschen. Das sehen auch Mediziner so. Viele wissenschaftliche Studien haben inzwischen die positiven Effekte religiösen Lebens bestätigt. Wussten Sie, dass Beten gesund ist? Beten ist gut für das Herz und den Kreislauf, es reguliert den Blutdruck, es hilft, Stress abzubauen und sich zu entspannen. Es ist sogar nachweisbar, dass Menschen, die beten, von manchen gesundheitlichen Problemen weniger belastet sind.

Beten zu können ist ein großes Privileg. Viele Menschen tun sich jedoch schwer damit, weil sie nicht genau wissen, ob Gott ihre Gebete wirklich hört. Sie fragen sich, ob sie „richtig“ beten oder sie befürchten, dass sich am Ende doch nichts ändert. Manche halten das Gebet für eine religiöse Pflichtübung oder sie beten erst, wenn sonst nichts mehr hilft. Hast du schon mal jemanden sagen hören: „Ach, ich habe bereits alles versucht, jetzt hilft nur noch Beten.“ Wenn wir ehrlich mit uns selbst sind, müssen die meisten von uns zugeben, dass wir auch schon so auf Schwierigkeiten reagiert haben.

Jetzt ist die Frage, wie sollen wir beten? Die Antwort ist so klipp und klar: wir sollen von Jesus lernen; Er war ein Mann des Gebets. Im Evangelium hörten wir das hohepriesterliche Gebet Jesu im Abendmahlssaal. Beten ist das Einzige, was Jesus noch für seine Jünger tun kann. Und wie betet Jesus? Er „erhebt die Augen zum Himmel”, steht da. D.h.: Er wendet sich in Gedanken, mit Herz und Seele, zu Gott hin. Und Jesus sagt zu Gott: „Nicht für die Welt bitte ich” (Jn 17, 9). Mit „Welt” sind hier die Menschen gemeint, die sich Gott und seiner Liebe noch verschließen, die noch nicht zum Glauben an Gott gefunden haben. Es geht Jesus hier also nicht um „die Menschen“, sondern um seine Freunde, seine Jünger, seine Christen, um uns.

Und was sagt Jesus zu Gott, seinem Vater? „Ich habe dich meinen Freunden bekannt gemacht (Jn 17,6).“ Er redet Gott mit „lieber Vater” an. Aus dieser Anrede ist innige Vertrautheit und Verbundenheit, Urvertrauen des Kindes zum Vater, herauszuhören. Gott ist nicht länger einer, der uns Angst einflößt und der mit Gewalt und mit aller Macht unser Leben beherrschen will. Gott hat sich in Jesus als Freund unseres Lebens gezeigt. Er will für uns das Leben, das „ewige Leben“. „Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen, und Jesus Christus, den du gesandt hast“ (Jn 17, 3).

Wer sich also auf Jesus einlässt, wird Gott als liebenden Vater erfahren – und daraus das Leben gewinnen: Leben – nicht als ein bloßes Dahin-Vegetieren, kein willenloses Sich-Treiben-Lassen, kein ängstliches Sich-Festkrallen – sondern ein Leben, das getragen und begleitet ist von einer Kraft, die stärker ist als jeglicher Tod, ein sinnvolles, sinnerfülltes Leben.

Mit „ewigem Leben“ meint Jesus also nicht die „Lebensdauer“, sondern die „Lebensqualität“: ein Leben, das ganz ist, dem nichts mehr fehlt”, „volles Leben”, „vollendetes Leben”. Das ist so schön, so „herrlich“, dass er aus Dankbarkeit Gott deswegen „verherrlicht“ (Jn 17, 10). „Du bist herrlich”, das bedeutet: du bist so wunderbar, du bist für mich so kostbar und wertvoll, der Wichtigste, du bist großartig, du bist einmalig für mich.”

Hast du immer noch keine Zeit fürs Beten?, so frage dich doch ehrlich, ob du auch keine Zeit hast für die Liebe? Hier erinnere ich mich an ein Zitat der heiligen Teresa von Avila: „Beten ist meiner Meinung nach nichts anderes als das Verweilen bei einem Freund, mit dem ich oft und gern zusammenkomme, einfach um bei ihm zu sein, weil ich weiß, dass er mich liebt.“

Wir alle können mit Gott reden. Egal wie hektisch es in unserem Leben zugehen mag. Wir alle können ein Zeitfenster finden, wo Gott und unser Gespräch mit ihm das Wichtigste ist. Gott hat Zeit für uns. Seine Prioritäten sind klar. Und wir Menschen haben bei ihm Priorität Nummer eins. Wenn ein Mensch ruft, kommt Er. Auch heute noch genügt ein Hilferuf und er kommt. Jesus ist nicht weit weg. Er hat immer Zeit! Sie sind ihm wichtig. Er wartet schon lange auf diesen inneren Anruf.

Ja, beten wir in diesen Tagen vor Pfingsten in Vereinigung mit der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria um die Gaben des Heiligen Geistes! Maria ist auch in der Kirche unserer Tage gegenwärtig; sie ist das betende Herz der Kirche. Wenn wir uns ihr anschließen, dann finden wir bei Gott Erhörung.

 

Fürbitten:  Herr Jesus Christus, am Abend vor deinem Leiden und Sterben hast du für deine Jünger, und für alle, die an dich glauben werden, zu deinem Vater im Himmel gebetet. Voll Vertrauen kommen wir mit unseren Anliegen zu Dir:

Ermutige die Christen, in dieser Welt, an dem Ort, an dem Du jeden Einzelnen stellst, Zeugnis von der Frohen Botschaft zu geben.

Lass besonders einsame und verzweifelte Menschen in unserer Pfarrgemeinde erfahren, dass Du ein Gott bist, der sich auch durch uns um sie sorgt.

Führe uns durch das Beten näher zu uns und zu unseren inneren Kräften und somit näher zu den Mitmenschen und zu Dir.

Entzünde das Feuer Deiner Liebe in uns, wenn wir zu sehr an Dingen und Aufgaben dieser Welt haften bleiben.

Bilde immer mehr das Gewissen der Entscheidungsträger in den Medien, dass sie ihre Verantwortung zum Wohl der einzelnen Menschen und der ganzen Gesellschaft wahrnehmen.

Gib allen, die uns lieb und teuer waren und schon von uns gegangen sind, Anteil haben an deinem Sieg über den Tod und lasse sie bei dir die Erfüllung ihres Lebens finden.

 

Allmächtiger Gott, wir leben in dieser Welt, aber wir sind nicht von dieser Welt. Lass uns in der Kraft deines Heiligen Geistes zuversichtlich unseren Weg gehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

Segensgebet: In der Erwartung des Pfingstfestes beten wir darum, dass der Geist Gottes unsere Gemeinde und die ganze Kirche mit neuer Kraft erfülle!

Der Herr segne uns, damit wir in allem seine Spur erkennen.

Der Herr stärke uns, damit wir aus seiner Kraft leben.

Der Herr behüte uns, damit alles, was wir tun, zu seiner Ehre geschieht.

So segne und begleite uns der uns liebende Gott,+ der Vater, der Sohn und der Hl. Geist.  Amen.

 

«Ein ganz herzlicher Gruss allen Familien in unserem Bistum Chur!
 
Ihr seid sehr zahlreich in unseren Kantonen Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Graubünden, Glarus und Zürich! Ihr seid zahlreich und verschieden. Ihr gehört zur grossen Familie der Katholischen Kirche und seid Teil der grossen Weltkirche.
 
Meine Familie war arm und gläubig! Wir waren sechs Kinder: drei Mädchen und drei Knaben. Wir lebten sehr bescheiden. Trotz der vielen Arbeit, begleiteten uns unsere Eltern jeden Sonntag zur Messe. Das war sehr wichtig! Jeden Tag vor dem Essen beteten wir zusammen das Vaterunser. Wir waren aber keine heilige Familie: Es gab Streitereien, aber dann auch wieder Versöhnung.
 
Vielleicht ist es bei Euch jetzt auch so. In dieser schweren Pandemiezeit seid Ihr mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, beispielsweise mit Erziehungsproblemen, Problemen in der Partnerschaft, Überforderung, Krankheit, finanzielle Schwierigkeiten und Schulden, Problemen im Beruf und betreffend der Wohnsituation. Und Ihr lebt jetzt noch enger zusammen. Da braucht es viel Verständnis, Respekt, Geduld und eine immer konkretere Liebe zueinander. Die gegenseitige Liebe ist der Schatz der Familie! Spiel und Spass gehören auch dazu!
 
„Meine Familie“, sagte jemand, „ist mein grösster Schatz. Sie gibt mir einen Platz in der Welt. Wir sind echt, wir machen Fehler, wir bitten um Verzeihung, wir streiten, wir geben uns Chancen, wir machen Lärm, haben Geduld, und wir lieben uns. Sie ist mein Zuhause, mein grösster Zufluchtsort“.
 
Letzte Woche sagte Papst Franziskus: „Beten wir für die Familien, damit in ihnen der Geist des Herrn wachse, der Geist der Liebe, des Respekts und der Freiheit!“
 
Dafür will ich für Euch und mit Euch allen beten, liebe Familien! Ich bin ganz sicher, dass die Heilige Familie – Jesus, Maria und Josef – Euch jeden Tag helfen wird! Und das ist auch mein Wunsch für Euch alle! Ich bete den Rosekranz für Euch und segne Euch im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Amen
 
Restais sauns!
Rimanete in salute!
Bleibt alle gesund! »


 

 21. Mai 2020, Christi Himmelfahrt

Lesungen: Apg. 1, 1-11; Eph 1, 17-23; Mt 28, 16-20

 

 

 

 

Gedanken: In den letzten Wochen und Monaten haben wir so viel Unruhe und Ängstlichkeit erlebt,  wie wir uns vorher gar nie vorstellen konnten. Wir standen vor verschlossenen Türen: Geschäfte und Gaststätten waren geschlossen, Kulturveranstaltungen, Arbeitssitzungen und auch unsere Gottesdienste wurden abgesagt. Tür zu! Kein Einlass! Krankenhäuser und Altenheime ließen Angehörige nicht mehr in ihre Häuser, um die Patienten und Bewohner, aber auch die Pflegekräfte und Ärzte zu schützen. Länder schlossen ihre Grenzen, Angehörige und Freunde durften nicht oder nur in begrenzter Anzahl zu Familienfeiern oder Verabschiedung eines Verstorbenen zusammen kommen. Wir sehnen uns schlussendlich nach Normalität und Ruhe.

So war es auch damals bei den Jüngern/innen von Jesus. Seit dem Letzten Abendmahl befanden sie sich in einem permanenten Ausnahmezustand. Erst das Leiden und der Tod ihres geliebten „Rabbuni“ (Meister), dann das unglaubliche Wunder der Auferstehung, und schließlich die Erscheinungen des auferstandenen Christus über 40 Tage hindurch. Am vierzigsten Tag, wo Jesus zu seinem Vater in den Himmel aufstieg, da schauen die Jünger auf zum Himmel und sehen nur noch eine Wolke. Und es drängen sich ihnen Fragen auf: Ist jetzt alles zu Ende, was wir zusammen mit Jesus erlebt haben? Waren es nur ein paar Jahre, in denen wir von einer neuen Welt berührt wurden, vom Reich Gottes, das wir bei Jesus so sehr gespürt haben? Ich kann mir gut vorstellen, dass die Freunde Jesu in dieser Zeit innerlich gar nicht mehr zur Ruhe kamen.

„Aufgefahren in den Himmel, er sitzt zu Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters.“ So bekennen wir das Festgeheimnis des heutigen Tages in unserem Glaubensbekenntnis.  „Gott hat Jesus im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben“, hörten wir in der ersten Lesung. Und durch Bilder wurde uns früher vor Augen geführt, wie Jesus von der Erde abhebt und im Dunst einer Wolke verschwindet. „Aufgefahren in den Himmel“ – wer diese biblische Bildersprache nicht versteht, der könnte denken, dass Jesus die Welt verlässt, ja, dass der Himmel eine Art Raum ist, der ihn von uns trennt.

Eine kleine Anekdote erzählt, dass in den 70er Jahren ein Präsident der damaligen Sowjetunion einen Staatsbesuch in Deutschland plante. In der unmittelbaren Vorbereitung sah man, dass in die Zeit des Aufenthaltes in Deutschland ein Feiertag sein würde, nämlich Christi Himmelfahrt. Der Präsident fragte einen der Berater, was ist das? Dieser erkundigte sich und sagte dann: „Das ist der Tag, an dem der deutschen Raumfahrt gedacht wird“! Ob diese Geschichte wahr ist oder nicht, ich weiß es nicht. Aber vermutlich würde man heute viele verschiedene Antworten hören, nicht nur in Deutschland, auch bei uns und in anderen Ländern, wenn man eine Umfrage über den Himmelfahrtstag unter beliebigen Passanten auf der Straße machen würde.

Wo ist der Himmel? Was meinen wir mit Himmel?, und mit Himmelfahrt? Für das, was wir „Himmel“ nennen, haben die Engländer und Amerikaner zwei Worte: »sky“ und »heaven«. „Sky“ – das ist das Weltall, das Universum, in dem Flugzeuge und Raketen sich bewegen und die Weltraumfahrer experimentieren. „Heaven“ – das ist die liebevolle, persönliche Beziehung von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Gott. In anderen Worten: „Heaven ist ein Bewusstseinszustand, der nicht mit den Füssen „betreten“, sondern nur allein mit dem Herzen wahrgenommen werden kann. »Ich tanze mit dir in den Himmel hinein…«. Hier gebrauchen die Engländer und Amerikaner selbstverständlich das Wort »heaven«, das eine schöne, liebevolle und frohe Zukunft ausdrückt.

Im Vergleich dieser beiden Worte »sky« und „heaven“ geht uns auf, was Himmelfahrt Jesu bedeutet. Jesus selbst spricht nicht von Himmelfahrt. Er sagt ganz schlicht und einfach: Ich gehe zum Vater. Das ist der Sinn und das Ziel seines Lebens: beim Vater zu sein. Er ist sein Zuhause.

Auch wir sehnen uns nach einem guten Zuhause. Junge Menschen, die ihr Elternhaus verlassen, haben oft sehr gute Gründe dafür. Sie möchten sich weiter entwickeln und selbständig werden. Sie sehnen sich nach einem neuen Zuhause, nach mehr Geborgenheit, Selbstbestätigung und Freiheit. Unser eigentliches Zuhause ist also nicht ein bestimmter Ort, sondern ein bestimmter Zustand. Ich bin dort zu Hause, wo ich verstanden werde, wo ich Zuwendung und Freundschaft erfahre. Mit anderen Worten: Zu Hause bin ich dort, wo ich glücklich bin. Genau das meint Jesus. „Himmel“ ist für ihn der Zustand eines frohen und liebevollen Zusammenseins aller beim Vater.

Somit ist Himmelfahrt der Weg zum Vater. Auf diesem Weg ist Jesus uns voraus gegangen, um uns eine ewige Heimat, ein ewiges Zuhause vorzubereiten. Es ist gut, dass wir wissen, wohin wir gehören. Jesus ist also beim Vater, aber er ist zugleich auch unter uns geblieben. Darum kann es auch schon hier und jetzt unter uns Himmel geben: überall da, wo wir Lebensumstände vorfinden, in denen sich Menschen geborgen, frei und froh fühlen können.

Wenn wir jetzt noch einmal fragen, wo eigentlich der Himmel ist, dann wird man die Antwort geben dürfen: Nicht „da oben“ irgendwo, auch nicht „später“ irgendwann. Himmel ist da, wo Menschen sich vertrauensvoll fallen lassen können in die Verheißung Gottes; wo Menschen in so enger Verbundenheit mit Gott leben, dass kein Platz mehr da ist für Misstrauen, Zweifel, Neid, Eifersucht, Lieblosigkeit, Egoismus, Angst oder Sorge. Vielleicht heute an diesem Hohen Festtag der Himmelfahrt Christi, wo kein hilfreiches oder tröstendes Wort für unser Denken an den Himmel Platz findet, sollen wir ja nicht vertröstet werden auf ein Danach. Wir sollen   unseren Weg „unter dem Himmel“ in Freude und Zuversicht weitergehen, wir sollen  leben und einander den „Himmel“ jetzt schon erfahrbar machen.

Fürbitten:  Jesus Christus ist in den Himmel aufgefahren, nicht um uns allein zu lassen mit unseren Sorgen und Nöten, sondern um bei uns zu sein immer und überall im Heiligen Geist. So bitten wir voll Zuversicht:

Stärke die Kirche mit deinem Heiligen Geist, dass sie mutig den Glauben an dich besonders dort verkündigen, wo Menschen in ihrer Freiheit eingeschränkt werden.

Hilf allen Menschen, dass sie vor den Angeboten und Forderungen dieser Welt auch die größere Dimension, den Himmel, in den Blick nehmen.

Schenke uns Christen deinen Geist, damit wir Vergangenes loslassen können und aus deiner Liebe und Kraft die Welt gestalten.

Steh allen Müttern und Vätern bei, ihren Kindern den Glauben als ein tragfähiges Fundament ihres Lebens zu vermitteln.

Tröste die Herzen aller, die um einen lieben Menschen trauern, der aus dieser Welt gestorben ist, und erfülle sie mit der Hoffnung auf das himmlische Erbe, das der Auferstandene allen verheißen hat.

Nimm auch unsere Verstorbenen zu dir in den Himmel auf, wo sie das erfahren, wonach sie sich in diesem Leben gesehnt haben.

Jesus Christus, du bist die Auferstehung und das Leben. Lass uns mit dir zur größeren Dimension unseres Daseins finden, in dieser Welt und in der kommenden. So preisen wir dich jetzt schon und in Ewigkeit.

 

Segensbitte: Allmächtiger Gott, erfülle uns am heutigen Festtag mit Freude und Dankbarkeit. Lass uns neu erfahren, dass du Großes an uns getan hast  und deine Kraft und Stärke in uns wirken, wenn wir uns dir gegenüber öffnen. Hilf uns, die uns in Jesus geschenkte Hoffnung mit allen zu teilen, deren Alltag und Leben von Hoffnungslosigkeit geprägt wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.

 

Langsam gleitet der Luftballon
immer höher hinaus,
entzieht sich mehr und mehr
meinen Blicken.

 

Wie die Jünger damals
zum Himmel blickten,
schaue ich nach oben und begreife,
dass das nicht Himmelfahrt ist.

 

Und doch ist es der Blick,
heraus aus der Enge des Alltags,
aus den Problemen und Schwierigkeiten,
heraus aus der Oberflächlichkeit.

 

Ein Blick auf Jesus, auf Gott
verändert mein Leben.
Ein aufmerksamer und staunender Blick
macht mich wie neu.

 

Auf Jesus schauen heißt,
seine Liebe wahrnehmen und spüren,
daraus zu handeln
und sie im Alltag zu bezeugen.

 

So wird er in unserem Leben,
in unseren Worten und unserem Handeln
spürbar und erfahrbar.


Gott lebt in allen, die ihm folgen,
der aufgefahrene lebt mitten unter uns.

(Reinhard Röhrner)

 

17. Mai 2020, 6. Sonntag der Osterzeit

Lesungen: Apg. 8, 5-8.14-17; 1 Petr. 3, 15-18; Jn. 14, 15-21

 

 

 

Gedanken: Eine gewisse Wehmut liegt über diesem heutigen Evangelium. Die Worte Jesu sind ein Teil dessen, was man seine „Abschiedsreden“ nennt. Im Abendmahlssaal in Jerusalem, am Abend vor seiner Auslieferung, dem Prozess und dem Tod am Kreuz, spricht Jesus lange mit seinen Jüngern. Er denkt dabei nicht nur an die kleine Schar, mit der er eben sein letztes Pessach-Mahl gehalten hat, sondern auch an die vielen, die nach ihnen kommen werden, alle die Generationen von Menschen, die an ihn glauben und ihm vertrauen, bis heute.

Jesus wird gehen, er wird gehen müssen. Wir bleiben alleine zurück. Nur noch kurze Zeit – sagt Jesus, und die Welt sieht mich nicht mehr, ihr aber – sein Blick ruht auf den Jüngern  –  und uns, ihr aber seht mich wieder. Ein Leben ohne die sichtbare Gegenwart des Herrn – für die Jünger ist das damals schwer vorstellbar. Befangen, traurig fragen sie, wie das gehen soll.

Viele von uns wurden in den letzten zwei Monaten zurückgeworfen auf ihre eigenen vier Wände. Wir gingen mehr nach innen als nach außen. Manchmal fühlen wir uns richtig allein gelassen, mit kritischen Rückfragen, Krisen und Resignationen. Mit Machtansprüchen, Rangeleien und verwirrender Vielfalt. Wir sehen an vielen Stellen ein Durcheinander. Wir wünschen uns Klarheit. Wir sehnen uns nach einem starken Glauben. Wenn ER uns doch nur sagen würde, wie wir alles bewältigen können! Aber wenn er geht und uns alleine lässt? … Wir merken heute nicht einmal, dass wir einen anderen, tieferen, weiteren Blick geschenkt bekommen haben.

In dieser Situation welchen Trost spricht Jesus ihnen und uns zu? Zuerst verheißt er „einen anderen Beistand“. Er kündigt das Kommen des Heiligen Geistes an. Wer ist das? Er lässt sich nicht so leicht erfassen. Man erkennt ihn an seinem Wirken. Den Namen, den Jesus ihm gibt, beschreibt sein Wirken. Er nennt ihn „Paraklet“, das heißt Fürsprecher, Tröster, Beistand. Er tritt für uns ein, richtet auf, spendet Trost, hilft und stärkt.

Jesus nennt ihn aber auch den „Geist der Wahrheit“. Seine Nähe und sein Wirken zeigen sich darin, dass er Lüge, Täuschung, Illusionen und Irrwege enthüllt und das klare Licht der Wahrheit schenkt. „Die Welt“, sagt Jesus, kann den Geist der Wahrheit nicht aufnehmen, weil sie mehr den Schein, die Meinungen, die Selbsttäuschungen liebt. Jesus sagt: „Die Wahrheit wird euch frei machen.“

Wir fürchten immer wieder die Wahrheit. Sie einzugestehen, kann wehtun. Es kann viel Mut erfordern, zur Wahrheit zu stehen. Deshalb hat Jesus den Beistand verheißen, der uns Kraft und Trost gibt, wahrhaftig zu sein. Es ist ein sicheres Zeichen, dass der Heilige Geist am Werk ist, wenn Menschen eine klare Sicht über sich selber und über ihr Leben haben. Aber es ist auch ein Zeichen, dass der Heilige Geist sicher nicht am Werk ist, wenn die Wahrheit zur brutalen Keule, zur lieblosen Bloßstellung, zur zynischen Entlarvung wird. Der Geist Christi ist immer auch der Geist der Liebe.

Das ist auch das zweite Trostwort, das Jesus heute in seinen Abschiedsworten sagt. Er lädt zur Gegenliebe ein. Wie er uns geliebt hat, so sollen wir ihn zurücklieben. Aber wie können wir das tun, ohne ihn zu sehen? Jesus zeigt einen einfachen Weg: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“ Liebe zeigt sich in Worten, vor allem aber in Taten. Ob wir jemanden lieben, das beweisen wir zuerst durch unser Verhalten. Unter uns Menschen ist das einsichtig. Aber Gott gegenüber?

Jesus verweist uns auf die Gebote. Ist das nicht ein Widerspruch? Gebote und Liebe erscheinen uns oft als Gegensatz. Gebote sehen wir vor allem als Verbote. Sie grenzen ein: „Du darfst nicht …“, „du sollst …“. Und so ist es auch tatsächlich oft. Die Gebote setzen uns Grenzen. Das wissen die Eltern mit ihren Kindern. Wir brauchen Grenzen, weil wir auch eine Neigung zum Bösen haben.

Zum Beispiel, weil wir einander lieben, halten wir Abstand und wir tragen  Mund- und Nasenschutz. Vergangenen Sonntag war Muttertag. Weil wir auch  unsere Mütter und Omas lieben, die nicht mit uns im selben Haushalt leben, waren wir angehalten, zu ihnen Abstand zu haben. Das habe ich selber gesehen. Irgendwie paradox! Liebe verbinden wir normalerweise mit Nähe, mit Umarmung. Nun müssen wir aus Liebe das Gegenteil tun: Abstand halten. Wir mussten einen mehrere Wochen langen Lernprozess durchlaufen, um mit dieser für manche Mitbürger lebensbedrohlichen Situation angemessen umgehen zu können.

Der Umgang mit den Geboten Jesu ist ähnlich anspruchsvoll wie der Umgang mit den Corona-Schutzmaßnahmen. Aber die Gebote Jesu wollen nicht nur eingrenzen. Sie sollen uns von uns selber und von den bösen Neigungen freimachen. Seine Gebote sind Ausdruck seiner Liebe. Nicht aus Zwang, sondern aus einem inneren Antrieb heraus. Und wir können ihm unsere Liebe zeigen, indem wir ehrlich versuchen, nach dem Evangelium zu leben. Er lässt uns nicht als Waisen zurück, hat er versprochen. Wir haben Seinen Beistand, die Kraft des Heiligen Geistes, und Seine Lebensregel, das Evangelium. Braucht es mehr?

Sein Gebot ist ohnehin mit wenigen Worten gesagt: es ist das Gebot, einander lieb zu haben. Wenn er noch bei uns wäre: Würde er uns etwas anderes sagen? Mehr? Besseres? Aber: Gibt es denn etwas Anderes, Größeres, Besseres? Als Liebe? Sein ganzes Leben und Sterben ist Liebe. Seine Liebe überwindet die Welt – und den Tod. Das bestätigt Jesus mit seinen eigenen Worten: „Eine größere Liebe hat niemand, als wer sein Leben hingibt für seine Freunde“. Und weil Jesus selbst der Inbegriff der Liebe ist, hat er sich für uns geopfert. In seinem Gebot ist sein Leben, seine Zukunft, unsere Zukunft gewahrt.

Bitten wir oft den Heiligen Geist um diese Liebe, dass wir immer mehr in diese vollkommene Liebe hineinwachsen, besonders in dieser Zeit vor Pfingsten, wo die Kirche dann ab Christi Himmelfahrt in der Pfingstnovene um die Gaben des Heiligen Geistes in besonderer Weise bittet. Amen.

 

Fürbitten: Herr Jesus Christus, du lässt deine Jünger nicht allein zurück, sondern bleibst ihnen nahe bis ans Ende der Welt. Im Vertrauen auf deinen Beistand wollen wir uns mutig einsetzen, dort wo unser Engagement gefordert ist. Darum bitten wir:

Wir beten für die Kirche auf der ganzen Welt: Stärke ihren Einsatz in der Verkündigung der Frohen Botschaft und lass sie selbst ein lebendiges Zeichen der Hoffnung sein. 

Wir beten für alle, die für die Gesundheit ihrer Bürger in Politik und Wissenschaft verantwortlich sind, dass sie ihre Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen treffen können.

Wir beten für alle, die sich in der gegenwärtigen Situation von den Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie eingeengt fühlen. Gib ihnen Verständnis und Einsicht in das Notwendige.

Wir beten für alle, die durch die notwendigen Einschränkungen wirtschaftlichen Schaden erleiden. Eröffne ihnen Wege, wie sie diesen erträglich halten können, und lass sie ausreichend Hilfe finden.

Wir beten für alle Kinder und Jugendlichen, deren Fest der Erstkommunion oder der Firmung auf unbestimmte Zeit verschoben worden ist. Stärke sie durch deinen Heiligen Geist, der ihnen in der Taufe zugesagt worden ist.

Wir beten für unsere verstorbenen Angehörigen und Freunde und für die vielen Opfer der Pandemie. Lass sie bei dir die Erfüllung ihres Lebens und ihrer Hoffnung für immer erfahren.

Herr Jesus Christus, auf dich können wir uns verlassen, denn du bittest den Vater, dass sein Geist für immer bei uns bleiben wird. Dich preisen wir mit dem Vater und dem Heiligen Geist – jetzt und alle Tage bis in Ewigkeit.

 

Segensbitte: Mein Jesus, du hast versprochen, deine Jünger nicht alleine zu lassen, und diese Zusage gilt auch mir. Ich danke dir, dass du immer bei mir bist und mir mit dem Heiligen Geist den Beistand schenkst, der mich lehrt, in der Liebe zu dir zu bleiben. Mehr muss ich nicht erreichen: Nur dich zu lieben, danach steht mir der Sinn. Das bitte ich dich durch Jesus Christus, meinen Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und wirkt, jetzt und für immer.

 

 

 

«Mit grosser Liebe wende ich mich an alle, die heute einsam sind.
Ich wurde von einem französischen Lied inspiriert für die folgenden Gedanken und dieses Gebet:

Ein Gedanke für alle, die einsam sind und weinen,
Weil ich weiss, dass Gott uns nie verlässt:
Dieses Gebet ist für dich.

Ein Gedanke für alle, die vom Alter bedrückt sind und leiden:
Dieses Gebet ist für dich.

Ein Gedanke für alle, die im Gefängnis sind und die alles verloren haben:
Dieses Gebet ist für dich.

Ein Gedanke für alle, die sich nach den geliebten Menschen sehnen:
Dieses Gebet ist für dich.

Ein Gedanke für diejenigen, die alle Lebenshoffnung verloren haben,
nach dem Tod eines Kindes, nach dem Tod eines lieben Menschen:
Dieses Gebet ist für dich.

Ein Gedanke für alle, die weit von ihrem Land entfernt sind und leiden müssen:
Dieses Gebet ist für dich.

Wenn mein Gebet dir beim Tragen
deiner schweren Last helfen kann,
ist mein Gebet für dich.

Weil ich weiss, dass Gott dich innig liebt,
wie auch unsere himmlische Mutter Maria,
und deine wahre Glücksquelle ist 
und dich nie verlässt:
Mein Gebet ist für dich!

Bischof Peter»

 

http://www.bistum-chur.ch/aktuelles/videobotschaft-fuer-alle-die-einsam-sind/

         Du hast

mich liebevoll auf gezogen mit mir gelacht,

mir immer zugehört,

mich in Schutz genommen,

meine Tränen getrocknet,

mich bestärkt,

für mich zurückgesteckt,

           und

mich zu dem Menschen gemacht,

der ich heute bin.

Danke Mama,

 

ich habe Dich lieb.

 

Möge der Segen des Herrn

dich führen durch alle Stürme,

zu allen Zeiten;

 

möge die Kraft und die Weisheit von oben,

dir Gnade geben, den Herrn zu loben.

10. Mai 2020, 5. Sonntag der Osterzeit/ Muttertag

Lesungen: Apg. 6, 1-7; 1 Petr. 2, 4-9; Jn. 14, 1-12

Gedanken: In den letzten Wochen der Osterzeit wird das Evangelium oft aus den Abschiedsreden Jesu im Abendmahlssaal gewählt. Ich bin schon beim ersten Satz des Evangeliums hängen geblieben: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren Glaubt an Gott und glaubt an mich!“ Eine andere Übersetzung heißt: „Habt keine Angst! Lasst euch nicht verwirren! Vertraut auf Gott und vertraut auch auf mich!“ Es ist ein wunderbares, ein ergreifendes und zum Herz gehendes Evangelium.

 

Sind diese Worte von Jesus heute nicht hochaktuell?  Wir leben in einer Zeit und in einer Gesellschaft, wo man scheinbar ganz leicht ohne Gott auskommen kann. Trauen wir uns überhaupt noch zu, über unsere Beziehung zu Gott mit anderen, ja sogar mit dem/der eigenen Partner/in zu reden? Werden unsere christlichen Glaubensüberzeugungen und Werte nicht immer wieder in Frage gestellt oder sogar belächelt?  Lassen wir uns dadurch nicht zu oft verwirren?

 

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren!“ Diese Mahnung Jesu trifft mich mitten ins Herz. Denn ich erlebe die letzten Monate als eine Zeit voller berechtigter Ängste. Viele machen sich Sorgen, wie es wohl weitergehen wird. Werden wirksame Medikamente und Impfungen gefunden gegen bedrohliche Krankheiten, die weltweit Verbreitung finden? Gelingt es, die Alten und jene, die durch Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, auf Dauer zu schützen? Wird sich die Wirtschaft erholen vom „Runterfahren“ während der Corona-Krise? Kommt eine zweite Welle von Infektionen?

„Euer Herz lasse sich nicht verwirren!“  Ist dies nicht viel schneller gesagt als getan? Nein. Hier sollten wir zunächst einen Blick auf die Situation werfen, in die hinein Jesus diese Worte damals gesagt hat. Gerade zuvor hatte Jesus den Jüngern gesagt, dass er nur noch kurze Zeit bei ihnen sein werde. Er hat nämlich bereits seinen Weg durch Leiden und Kreuz zur Auferstehung im Blick. Und seinen künftigen Verräter hat er schon angewiesen: „Was du tun willst, tue bald!“ Die Jünger sind erschrocken, verwirrt, verängstigt. Ein Leben ohne Jesus? Wie soll das gehen? Jesus spürt ihre Angst. Es ist die Angst vor einer ungewissen Zukunft. Es ist die Angst vor dem Alleinsein. Sie können sich das gar nicht vorstellen.

Gegen die Angst gibt es nur ein Mittel: „Glaubt an Gott, glaubt an mich“, sagt Jesus. Dieses Wörtchen „und“ hat hier nicht die Funktion, zwei ver­schiedene Dinge zu verbinden, etwa in dem Sinne: „Vertraut erstens Gott, und vertraut dann zweitens auch mir.“ Nein, das Wörtchen „und“ hat hier vielmehr die Funktion eines Gleichheits­zeichens: „Vertraut Gott“ ist gleich­bedeutend mit „Vertraut Jesus“. Man könnte auch übersetzen: „Vertraut Gott, indem ihr mir vertraut.“ Dieses wichtige Wörtchen „und“ macht klar: Jesus-Vertrauen ist Gott­vertrauen, und rechtes Gott­vertrauen muss Jesus-Vertrauen sein.

Denn das Ziel ist uns bekannt und gewiss: das Haus des Vaters! Wir wissen, wohin wir unterwegs sind: „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten“, hat Jesus versprochen. Ein Zuhause wartet auf uns. Für alle ist vorgesorgt, ganz persönlich: „Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen“. Gott hat für mich schon vorausgedacht. Er wartet nur darauf, dass ich Ihm vertraue. Es ist beruhigend, daran zu denken, dass andere für mein endgültiges Heim mitsorgen. Jesus selber sagt, er bereite uns, jedem ganz persönlich, ein bleibendes Zuhause beim Vater vor.

Deshalb aber ist es so wichtig, Ihn zu kennen. Dem fragenden Thomas erklärt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“. Er vergleicht sich nicht mit einem Weg, als würde er sagen: Ich bin so ähnlich wie ein Weg. Er identifiziert sich mit diesem Begriff.  Normalerweise bezeichnet der Weg eine Strecke, den man angelegt hat, damit wir Menschen darauf zu einem bestimmten Ziel gelangen können, oder aber wir meinen damit den zurückgelegten Weg, den wir hinter uns haben. Solche Wege sind dann außerhalb von uns.

Jesus aber spricht so vom „Weg“, dass dieser nicht vor oder hinter ihm liegt, sondern in ihm ist. Es geht also nicht um äußere Wegstrecken, sondern um den inneren Lebensweg resp. die innere Lebensgeschichte. Der innere Lebensweg ist für Jesus der Weg mit dem Vater, mit Gott. Wer mit Ihm geht, ist schon am Ziel.  Denn Jesus kann das höchst gewagte Wort sagen: „Ich bin die Wahrheit“; sie ist nicht nur eine Theorie, eine Lehre, sondern er selbst als Person ist die Wahrheit. Und noch kühner: „Ich bin das Leben.“ Was jeder von uns ersehnt ist das Leben, das voll erfüllte Leben, ist nicht im „Wellness Paket“ zu finden, sondern in Jesus.

Der Glaube allein führt nicht zur Vielheit des Nichts, sondern zur Eindeutigkeit des Alles, eben zu Gott, zu Jesus Christus. Inmitten der verwirrenden Vielzahl der Angebote zeigt er das einzig lohnende Ziel auf, das einzuschlagen ist. Darum sagte die große Mystikerin und Kirchenlehrerin Theresia von Avila: „Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe. Alles erreicht der Geduldige. Und wer Gott hat, der hat alles. Gott allein genügt.“

Heute ist Muttertag. Er wird seit etwa 100 Jahren am 2. Sonntag im Mai in vielen Ländern der Welt begangen. Er ist ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung  der eigenen Mutter, ihr, nicht nur heute, Zeichen der Liebe zu schenken. Wir danken Gott dem Herrn für die Liebe aller Frauen und Mütter; wir danken ihm auch für die Kirche, welche die Mutter aller Gläubigen ist und sein soll; besonders aber sind wir von Freude, Liebe und Dankbarkeit erfüllt, dass uns Gott in Maria eine geistliche Mutter geschenkt hat, die vom Himmel her unser Erdendasein begleitet.

 

Fürbitten: Guter Gott, wie eine Mutter für ihre Kinder sorgt, so bist Du mit deiner Liebe für uns da. Deshalb kommen wir voll Vertrauen zu Dir und tragen Dir unsere Bitten vor:

Wir beten für alle, die als Getaufte lebendige Steine im Haus der Kirche sind, dass sie erkennen, welche große Würde ihnen geschenkt wurde und was ihr Auftrag in der Kirche und in der Welt ist.

Wir beten heute besonders für unsere Mütter und alle Menschen, die in mütterlichem, selbstlosem Dienst für andere da sind. Vergilt ihnen ihre Mühen und Sorgen und lass sie dafür deine Nähe und Liebe erfahren.

Wir beten für alle, die ein behindertes Kind, einen alten oder kranken Menschen pflegen. Schenke du ihnen Geduld und Kraft und lass ihnen in Stunden der Mühsal immer wieder aufleuchten, welch großen Dienst sie tun.

Wir beten für unseren Kindern, die sich auf das Sakrament der Firmung und die Erstkommunion vorbereiten: Dein Geist möge sie beleben, in ihrem Leben umzusetzen, was sie von deiner Botschaft verstanden haben.

Wir beten für alle, die voller Sorgen und Ängste sind um Gesundheit oder die wirtschaftliche Existenz, für alle, die an psychischen Krankheiten leiden, für alle, die Tage der Quarantäne erlebe. Gib ihnen die Glaubensstärke, die sie in ihrer Situation brauchen.

Wir beten für unseren verstorben Angehörigen, ganz besonders unsere eigene Mutter, um die wir vermissen,  dass wir uns in der Hoffnung bestärken, dass du ihnen eine Wohnung bereitet hast ist im Reich deines Friedens, der Liebe und des Lichtes.

Guter Gott, wir danken dir für alle Liebe, die wir durch unsere Eltern erfahren dürfen. Lass uns selbst zu guten Menschen heranwachsen, damit wir Deine Kinder bleiben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

Segensbitte:

Allmächtiger  Gott!

Wir bitten dich um deinen Segen besonders für die Mütter. Du hast uns durch unsere Eltern erstmals deine Liebe erfahren lassen. Oft haben sie in unserem bisherigen Leben deinen Segen über unser Leben herabgerufen.


Heute wollen wir dich bitten, dass du ihnen all das vergiltst, dass sie uns Gutes getan hast und sie in ihrem Herzen tröstet für all das, was sie vielleicht versäumt haben.


Sei du unseren Müttern und allen mütterlichen Menschen nahe, die unseren Lebensweg bereichert und schön gemacht haben. Wende uns dein Angesicht zu und gib uns deinen Frieden.


Auf die Fürsprache der seligen Jungfrau und Gottesmutter Maria segne euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

 

 

 

 

«Liebe kranke und betagte Mitmenschen, liebe Gläubige

„Wenn ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit“ (1 Kor 12,26), schreibt der hl. Paulus. Damit beschreibt er überaus treffend, was die Kirche in Wirklichkeit ist: die Gemeinschaft der Gläubigen. In diesen schwierigen Zeiten der Pandemie möchte ich mich besonders an euch Leidende wenden und euch zurufen: Ihr seid nicht allein! Ihr seid nicht isoliert! Wir alle begleiten euch: wir, das heisst die ganze Kirche, die Kirche in der ganzen Welt. Ich fühle mich mit jeder und jedem einzelnen von euch zutiefst verbunden. Ich tue es besonders im Gebet für euch und mit euch. Unser Gott verlässt uns nie!

Die im Gesundheitswesen und Pflegebereich Tätigen geben zurzeit nicht nur ein leuchtendes Zeugnis einer hervorragenden und grosszügigen Professionalität, sie erweisen sich auch als Experten der Menschlichkeit. Dafür verdienen sie unseren grossen Dank, den Dank der ganzen Kirche.

Maria, die wir in der Kirche als «Heil der Kranken» anrufen, möge euch Leidende und Betagte beschützen und begleiten, zusammen mit euren Familien und mit denen, die euch betreuen und für euch täglich sorgen.

Ich segne euch alle von ganzem Herzen!

Bischof Peter»

http://www.bistum-chur.ch/aktuelles/videobotschaft-an-kranke-und-betagte-mitmenschen/

 

Frau Marie Ursula Götzel hat die Messmertätigkeit auf 30. April aus Altersgründen beendet.

Sie hat dieses Amt zuverlässig und mit Liebe und Herzlichkeit ausgeführt.

Wir danken ihr für die langjährige Tätigkeit und wünschen ihr auf ihrem weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.

 

 

 

 

Wir freuen uns, dass sich Priska Kollegger als Nachfolgerin zur Verfügung stellt.

Wir wünschen ihr im neuen Amt viel Freude.

 

3. Mai 2020, 4. Sonntag der Osterzeit/Weltgebetstag um geistliche Berufe

Lesungen: Apg. 2, 14.36-41; 1 Petr. 2, 20-25; Jn. 10, 1-10

 

 

 

Gedanken: Auf diesen vierten Sonntag der Osterzeit fällt der Weltgebetstag für geistliche Berufe. In allen drei Lesejahren wird am heutigen 4. Ostersonntag jeweils ein anderer Abschnitt aus dem 10. Kapitel des Johannes-Evangeliums gelesen, nämlich aus der sog. Gute-Hirte-Rede Jesu. Von daher trägt dieser Sonntag auch seinen Namen: Gute-Hirt-Sonntag.

Unter dem Berufszweig der guten Hirten denken wir sicher zuerst an Priester und Ordensleute, aber man kann es auch weiter sehen. Eltern sind zum Beispiel Hirten für ihre Kinder. Eine Lehrerin oder eine Katechetin ist Hirtin für ihre Schüler, sie soll wie eine gute Hirtin für sie da sein. Ein guter Chef soll Hirte sein für seine Mitarbeiter. Selbst Gemeindepräsidenten sollen Hirten sein für ihre Ortsbürger/innen. 

Wenn wir in die Kirchenlandschaft schauen, merken wir die heutige Situation: dass Priester und Ordensleute immer weniger werden; Zwölf sterben und nur einer kommt nach. Manche geben kluge Patentrezepte für die Behebung dieses Missstandes: man müsste nur den Zölibat abschaffen und Frauenpriestertum zulassen, dann würden die Bewerbungen nur so zuströmen. Oder manch andere denken, die Modernisierung der kath. Lehre kann ein neuer Schwung  in Priesterberufung finden. Aber alle strengen Ordensklöster haben kein Problem für Berufungen. Ich erwähne hier eine aktuelle Entwicklung an der Hochschule des Stifts Heiligen Kreuz bei Wien. Im deutschsprachigen Raum leeren sich die Priesterseminare, aber dort drängen sich die Bewerber. Merken Sie,  keines der Rezepte hilft. In keinem der Versandkataloge, die vorgeben, alles möglich zu machen, findet sich eine Bestellnummer für geistliche Berufe.

Der Rückgang der Berufungen in unserer westlichen Welt hat verschiedene Gründe; mehrfach habe ich bereits darauf hingewiesen, dass die Anzahl der Berufungen in einem konstanten Verhältnis zur Anzahl der Gottesdienstbesucher steht. Das eigentliche Problem bleibt der Rückgang der christlichen Lebensweise insgesamt. Wie können wir mit dieser Krise umgehen? Wie kann die Kirche sie bewältigen? Was können wir zur Bewältigung der Krise beitragen? Ich möchte einige  Punkte nennen, die ich für vordringlich halte:

Erstens:  Vertrauen in den Guten Hirten Jesus Christus. Was wir den verschiedenen Krisen voraushaben, führt uns Jesus in der Rede vom Guten Hirten vor Augen. Noch bevor wir daraus neue Forderungen für unsere Unter- und Oberhirten ableiten, müssen und dürfen wir festhalten: Hier ist in erster Linie von Jesus als den Guten Hirten die Rede, der sein Leben für seine Herde hingegeben hat. Er wird für seine Herde auch in unserer Zeit sorgen. Ich traue ihm zu, dass er uns aus der gegenwärtigen Krise herausführen wird, auch wenn ich noch nicht erkennen kann, wie dies konkret aussehen soll.

Zweitens:  Beten. Das heißt aber nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen und nichts tun sollen. Am Sonntag des Guten Hirten werden wir alljährlich aufgefordert, um geistliche Berufe zu beten. Es ist ein Anliegen des Herrn selbst: „Die Ernte ist groß, der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter sende in seine Ernte (Mt 9, 38).“ Viele beten dies nicht nur an diesem einen Tag, sondern das ganze Jahr über. Wie erfolgreich das Gebet ist, zeigt in der folgenden Begebenheit des Bistums Roermond. Der Bischof Gijsen hatte in seinem Bistum keinen Priesternachwuchs mehr. So begann er in den 80er Jahren, von Gemeinde zu Gemeinde zu ziehen und dort Gebetsabende zu halten. Zehn Jahre später war das Priesterseminar zu klein, um die Zahl der Priesteramtskandidaten aufzunehmen.

Drittens: Schätzen Sie Ihre eigene Berufung als kostbares Gut.  Das heißt zusammenfassend, den zu schätzen und zu lieben, der mir diese Berufung geschenkt hat. Fehlt das Bemühen, die Beziehung zu Jesus aufrecht zu erhalten und zu vertiefen, verkümmert die Berufung und büßt an Glaubwürdigkeit ein. Das Gebet ist Garant dafür, dass das Feuer der Leidenschaft für Jesus genährt und die Berufung wie eine wertvolle Perle in Ehren gehalten wird.

Viertens:  Die Ehrfurcht vor der Berufung des anderen. Im Weinberg Gottes gibt es viel zu tun. Damit der Weinberg gute und viele Früchte bringt, sind die unterschiedlichsten Charismen und Fähigkeiten gefragt 1 Kor. 12, 4-12). Da ist Konkurrenzdenken kontraproduktiv. Es geht nicht an, Berufungen (z.B. Priester gegen Pastoralassistentin oder Hauptamtlicher gegen Ehrenamtliche) gegeneinander auszuspielen und so viele seelsorgliche Chancen zu vertun. Ist die Ehrfurcht vor der Berufung des anderen gegeben, steht das Gemeinsame im Vordergrund und nicht das Trennende.

Fünftens:  Unterstützen der Anderen bei der Entdeckung ihrer Berufung: Ich habe nicht nur Verantwortung gegenüber meiner eigenen Berufung, sondern auch gegenüber der des anderen. Sicherlich ruft Jesus mehr Menschen in seine Nachfolge, als dass wir es uns vorzustellen vermögen. Aus verschiedensten Gründen wird dieser Ruf nicht erwidert. Schade, wenn die Verweigerung der Antwort deshalb zustande kommt, weil niemand da ist, der den Gerufenen ermutigt und unterstützt. Gerade der Unterstützung kommt ein großer Stellenwert zu; denn es gibt genug Stimmen, die von einem Lebensentwurf der Nachfolge abraten. Was, du willst Priester oder Ordensfrau werden? Das kannst du uns doch nicht antun! Solche oder ähnliche Aussagen bekommt man dann zu hören. Wer bei der Entdeckung von Berufungen mithilft, hat sich einer fordernden, aber auch äußerst sinnstiftenden Aufgabe verschrieben.

Meine Zuggespräche führen mir immer wieder vor Augen, wie nötig solche aus ihrem Glauben lebende Menschen sind, die sich nicht verstecken. Sie können viel Gutes bewirken und gerade Suchenden entscheidende Impulse für ihre Lebensausrichtung geben. Solche Menschen brauchen wir in unserer Zeit! Solche Gemeinden brauchen wir in unserer Zeit, wo Menschen aufgehoben und begleitet werden in ihren Ängsten, wo ihnen Vertrauen zum Leben geschenkt und ermöglicht wird. Wir alle brauchen einander, und Christus, der gute Hirte, leitet uns. Empfehlen wir uns daher in besonderer Weise der Fürbitte der Gottesmutter Maria, der Mutter des Guten Hirten. 

Fürbitten: Gott, du suchst Menschen, die von dir sprechen, die der Welt deine gute und Frohe Botschaft weitersagen. Hilf uns, Trägheit und Menschenfurcht zu überwinden und deine Zeugen zu werden mit unserem ganzen Leben. So bitten wir dich:

Wir beten um geistliche und kirchliche Berufe. Rufe junge Menschen, sich auf dieses Abenteuer mit dir und für dich einzulassen und hilf uns dabei, sie zu ermutigen.

Wir beten für alle, die nach Halt und Orientierung in ihrem Leben suchen. Dass sie nicht Irrlehrern blind vertrauen, sondern mit Verstand und Vorsicht erkennen, was ihnen zum Leben dient.

Wir bitten für alle Seelsorgenden und in der Glaubensverkündigung Tätigen. Dass sie nicht müde werden von deiner Liebe und Erbarmen in Wort und Tat Zeugnis zu geben.


Wir beten für jene, die für andere Sorgen, die Eltern für ihre Kinder, die Lehrer für die Schüler, die Kinder für ihre betagten Eltern, die Pflegenden für Patienten und Heimbewohner. Dass sie mit Freude ihren wertvollen Dienst tun und darin von deinem Segen begleitet sind.

Wir beten für alle, die unter Angst und Unsicherheit leiden. Dass du dich ihnen als guter Hirt erweist, der sie auch durch diese finsteren Schluchten des Lebens führt.

Wir beten für jene, die im Sterben ihre Hoffnung auf dich setzen. Dass du an ihnen deine Verheißung wahrmachst und ihr Leben in deiner Liebe vollendet wird.

Vater im Himmel, du hast uns in deinem Sohn Jesus Christus einen Guten Hirten gegeben, der uns geleitet zu deiner Herrlichkeit. Dir sei die Ehre jetzt und allezeit und in Ewigkeit!

 

Segensbitte: Guter Gott, du willst uns ein guter Hirte sein, du rufst und begleitest uns, und wohin wir auch gehen, gehst du mit uns. Möge auch unsere Zeit gute Hirten hervorbringen, die im Dienst deiner Liebe stehen und bereit und fähig sind, eine gute Gemeinde zu begleiten nach dem Vorbild deines Sohnes, des guten Hirten. Gib uns ein feines Gespür für dein Wort, lehre uns, auf deine Stimme zu hören, mit der du uns rufst. Darum bitten wir dich im Namen unseres guten Hirten Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 

26.-27.  April 2020 – 3. Sonntag der Osterzeit

Lesungen: Apg. 2, 14.22-33; 1 Petr. 1, 17-21; Jn. 21, 1-14

 

Gedanken: Wenn wir auch nur ein wenig in unser Leben hineinschauen, dann sehen wir schnell die Höhen und Tiefen, die wohl bei keinem ausbleiben. Es gab oft Enttäuschungen, wenn wir ein gutes Ergebnis erwartet oder erhofft haben und am Ende mit leeren Händen dastanden. Kinder kennen das aus der Schule. Junge Menschen sind enttäuscht, wenn sie sich um eine Stelle bewerben und eine Absage erhalten. Erwachsene sind im Beruf erfolglos geblieben, obwohl sie sich so viel Mühe gegeben haben. Solche Erfahrungen gehören zu unserem Menschenleben. Und der Kirche blieben die Sorgen schon von Anfang an nicht erspart.

Davon erzählt uns heute das Evangelium zunächst. Die Jünger sind wieder in Galiläa, beim See, weit weg von Jerusalem, wo die Geschichte mit Jesus traurig geendet hat. Sie sind wieder in ihr normales Berufsleben, in ihr Alltagsleben als Fischer, zurückgekehrt. Sieben Jünger kommen ins Bild. Sieben – die heilige Zahl, der dreifaltige

Gott und die vier Himmelsrichtungen, dass Irdisches sich mit Himmlischem verbindet, dass Himmel und Erde sich einander berühren.

Als Petrus den Jüngern sagt, er gehe fischen, da antworten sie voller Begeisterung: „Wir kommen auch mit.“ (Jn 21,3) Sie hoffen, dass dieser Petrus ihnen zeigen könnte, wie ihr Leben gelingt. Fasziniert von seiner Ausstrahlung steigen sie in sein Boot ein, in der Hoffnung, dass von nun an alles besser wird. „Aber in dieser Nacht fangen sie nichts.“ (Jn 21,3) Die Netze bleiben leer, die Mühe und Anstrengung ist umsonst. Das scheint mir ganz typisch auch für unser Verhalten in der Krise zu sein, damals wie heute. Wir arbeiten und meinen: Das packen wir schon. Wir haben das gelernt, sind Fachleute. Wir wissen schon, wie wir die Zukunft schaffen.

Da geschieht Seltsames, Widersprüchliches. Es gilt, die Symbole zu beachten: „Ein Fremder steht am Ufer.“  Dazu möchte ich hier zwei Begriffe klären.

Der Erste: FREMDER. Jesus Christus ist in dieser Krise den Jüngern fremd geworden. Sie kennen ihn nicht mehr. Sie arbeiten zwar in seinem Geschäft, wirken aber letztlich im eigenen Namen. Sie sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie gar nicht mehr wahrnehmen, für wen oder für was sie eigentlich da sind. Dann aber bleiben die Netze leer.

Auch erinnert uns dies an einen Moment am letzten Abend im Leben Jesu, als er seinen Jüngern im Abendmahlssaal sagt: „Getrennt von mir könnt ihr NICHTS vollbringen!“ (Jn 15,5). Wenn der Herr nicht in unserer Mitte ist, wenn der Auferstandene nicht der Beweggrund für unser Tun ist, geschieht nichts. Übrig bleibt uns nur das Gefühl: Es geht abwärts, es ist alles umsonst. Wir haben keine Zukunft. Dann gehen die Lichter aus.

Der Zweite: Mit dem UFER ist nicht nur der See von Tiberias gemeint, auch nicht nur das Ufer des Himmels, an dem uns Gott am Ende unseres Lebens einmal erwarten wird. Mit dem Hinweis „Jesus am Ufer“ (Jn 20, 4) wollte der Evangelist uns sagen: So wie Jesus bei den Jüngern mitten im Alltag, mitten in ihrem Beruf auftrat, so tut er es auch heute bei uns. Das Evangelium möchte uns die Gewissheit geben, dass Jesus jederzeit am Ufer steht und unser Leben verfolgt. Aber nur diejenigen werden ihn entdecken, die ihn mit dem Glauben und mit der Liebe suchen.

Liebevoll, aber auch entwaffnend spricht sie der Fremde direkt vom Ufer aus an. „Habt ihr etwas zu essen?“ Jesus spricht die ganz einfachen, ja körperlichen Bedürfnisse an. Er überfällt sie nicht mit theologischen Vorträgen und abgehobenen Theorien. Er überfällt sie noch nicht einmal mit dem Evangelium von seiner Auferstehung. Aber es ist eine entscheidende Frage. Übersetzen wir sie einmal so: Kinder, habt ihr etwas bei euch, von dem ihr leben könnt? Ihr arbeitet doch und müht euch nächtelang – könnt ihr davon leben?, ist das euer Leben?  „Kinder“ nennt Jesus sie. Erwachsene Männer werden zu Kindern. Die Jünger spüren: In der Nähe dieses Unbekannten brauchen wir uns nicht zu verstellen, wir können ehrlich sein wie Kinder. Und so kommt ohne Ausflüchte und Beschwichtigungsformeln ihr „Nein“.

Jesus hört nicht auf zu fragen. Er fragt auch uns, als Einzelne, als Glaubengemeinschaft an Ort, als Kirche: „Schaut doch euer Netz an, es ist leer und bleibt leer, weil ihr nicht von euch her leben könnt. Hört doch auf mein Wort, gesteht eure Ohnmacht ein, gebt zu, dass ihr nichts habt, für das ihr wirklich leben könnt, haltet eure leeren Hände hin, ich fülle sie euch. Ich lasse euch nicht verhungern, ich schenke euch das, was ihr braucht, ich gebe euch das, damit ihr gut leben könnt.  Müssen wir nicht auch schlicht „Nein“ sagen?

Da sagt ihnen eine Stimme: Werft das Netz auf der anderen Seite des Bootes aus: dort werdet ihr finden (Jn 21,6). Wir wissen als Hörer der Geschichte: das sagt Jesus. Die Apostel wissen das nicht. Sie lassen sich aber auf die Worte ein, die letztlich bedeuten: Gebt nicht auf! Macht weiter, – macht anders weiter! Aber gebt nicht auf. So weltbewegend anders sollen sie ja gar nicht weitermachen: das Boot bleibt das gleiche, die Mannschaft bleibt dieselbe. Was sich ändert, ist nur die andere Seite, die hier natürlich „symbolisch“ zu verstehen ist. Denn die „rechte Seite“ ist in der biblischen Symbolik „die Seite Gottes“. Sie sollen also einfach dasselbe tun, – nur unter dem Blickwinkel des Gottvertrauens.

Als die Jünger an Land gingen, ein Feuer brennen sahen, darauf Brot und Fisch, sagte Jesus zu ihnen: „Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt“. Keine Frage, wer der Gastgeber ist. Jesus bietet ihnen das seine an, doch er will auch das, was die Jünger mitbringen. Es ist ein Zeichen: Das, was wir tun und schaffen ist nicht alles, aber es ist auch nicht einfach Nichts. Unser Tun und Mühen sollen wir dem Zufügen, was Gott gibt. Wenn wir im Vertrauen auf Gottes Gegenwart und Liebe unsere Arbeit tun, wird er zur rechten Zeit das Seine dazu geben. Und so wird es genug – für uns und für alle. Unser Wirken und Gottes Gnade kommen zusammen und gehören zusammen.

Ich wünsche Ihnen und mir Erfahrungen im Alltag, wo ich spüren kann: Da ist Jesus! In allem, was mir Mut macht; mich aufbaut; mich die Hoffnung nicht aufgeben lässt, mich es noch einmal probieren lässt – damit auch in mir die Osterfreude ankommt. Wer natürlich mit Jesus eng verbunden ist, der hat’s leichter, aber auch die anderen werden von Jesus nicht übersehen. 

Fürbitten: Jesus zeigte sich nach der Auferstehung seinen Jüngern und stärkte sie im Glauben an seine bleibende Gegenwart. An ihn wenden wir uns voller Vertrauen mit unseren Bitte: 

Stärke unseren Papst, die Bischöfe und Priester in ihrer Aufgabe, den Menschen in Liebe und Zuneigung Wegweiser zu Dir zu sein.

Hilf allen, die sich zu Dir bekennen, deine Anwesenheit und Gegenwart zu erfahren, und erfülle sie mit Sehnsucht nach der Gemeinschaft mit Dir.

Sende denen, die am Leben zu verzweifeln drohen Menschen, die ihnen beistehen und die ihnen helfen, den Weg zu finden, den du für sie vorgesehen hast.

Schenke unseren Kranken, Vereinsamten und allen Vernachlässigten den Trost und die Gewissheit, dass Du sie liebst.

Lass uns auch in schwierigen Zeiten immer tiefer bewusst werden, wie sehr Du uns als Auferstandener und Verherrlichter nahe bist, auch wenn wir dies nicht sehen.

Nimm alle unsere Verstorbenen bei Dir auf und schenke auch uns im Glauben an Deine Auferstehung die Hoffnung auf Unsterblichkeit.

Herr Jesus Christus, Du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben. In Dir erkennen wir unseren Weg zum Vater, Du bist uns vorausgegangen und dennoch immer bei uns, bis wir die Erfüllung finden mit Dir, Christus, unserem Herrn.  

 

Segensbitte: Du treuer Gott, immer wieder halten uns die Sorgen des Alltags gefangen und noch immer bereitet uns die ungewisse Zukunft für unser Leben im Ausnahmezustand Kopfzerbrechen. Aber noch immer bedenken wir auch das Festgeheimnis von Ostern, das uns deine Gegenwart im Hier und Jetzt verheißt. Lass nicht zu, dass wir über alles, was uns in diesen Tagen in Beschlag nimmt, die Freundschaft mit dir vergessen. Stärke unseren Glauben an deinen Sohn Jesus Christus, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und wirkt in alle Ewigkeit.

 

 

 

Videobotschaft von Bischof Peter an die Firmlinge

«Grüezi
Ich bin Bischof Peter und grüsse Dich ganz herzlich mit all Deinen Kameraden, den Firmlingen!
Hoffentlich geht’s Euch allen gut! Ihr seid jetzt fast alle zu Hause, wegen des Coronavirus!

Weisst Du was ein Firmling ist? Ja, es ist jemand wie Du, der den Heiligen Geist treffen will. Das geschieht bei der Feier der Firmung! Viele Firmungen konnten dieses Jahr bis jetzt leider noch nicht stattfinden, auch wegen dem Coronavirus. Darum bist Du vielleicht traurig! Ich kann Dich gut verstehen! Auch ich freute mich damals sehr auf meine Firmung.
 
Mit diesem kurzen Video komme ich zu Dir. Mit Deinen Freunden hättet Ihr an einem dieser Sonntage Deine Firmung feiern können. Das ist ein grosses und ganz wichtiges Fest, denn der Heilige Geist wird dein Herz erfüllen! ER will die Kraft Deines Lebens und Dein innerer Wegweiser sein, so wie ein geistlicher GPS! Du bist nämlich eingeladen, seine Hilfe zu brauchen und er liebt Dich, weil er Gott ist!
 
Du musst Dich noch etwas gedulden und vorbereiten. Es kommt dann schon der Tag der Firmung für Dich! Ich freue mich darauf mit Dir und mit allen, die Dich darauf vorbereiten!
 
In diesen Tagen bete oft: „Komm, Heiliger Geist, mein Herz ist für Dich bereit!“»


http://www.bistum-chur.ch/aktuelles/videobotschaft-an-die-firmlinge-2020/

„Grüezi!

Ich bin Bischof Peter und grüsse Dich ganz herzlich mit all Deinen Kameraden, den Erstkommunikanten!
Hoffentlich geht’s Euch allen gut! Ihr seid jetzt fast alle zu Hause, wegen des Coronavirus!
Der Weisse Sonntag ist jetzt vorbei!

Weisst Du was der Weisse Sonntag ist? Ja, es ist der Sonntag nach Ostern. Viele Erstkommunionen werden an diesem Weissen Sonntag gefeiert und die Erstkommunikanten sind alle in weiss gekleidet. Es erinnert uns Kinder Gottes an das weisse Kleid unserer Taufe.

Dieses Fest der Ersten Kommunion konnte dieses Jahr leider bis jetzt noch nicht stattfinden, auch wegen dem Coronavirus. Darum bist Du vielleicht traurig! Ich kann Dich gut verstehen! Auch ich freute mich damals sehr auf meine Erste Heilige Kommunion.

Mit diesem kurzen Video komme ich zu Dir. Mit Deiner Mamma, Deinem Papa und Deinen Geschwistern hättet ihr am Weissen Sonntag oder an einem dieser folgenden Sonntage Deine erste Heilige Kommunion feiern können. Das ist ein grosses und ganz wichtiges Fest! Du bist nämlich eingeladen, das erste Mal Jesus Christus in der heiligen Kommunion zu empfangen. 

Leider ist das im Moment noch nicht möglich und Du musst Dich noch etwas gedulden. Es kommt dann schon der Tag der Hl. Kommunion für Dich! Ich freue mich darauf mit Dir und mit allen die Dich darauf vorbereiten!

In diesen Tagen, bete oft: «Komm, Jesus, mein Herz ist für Dich bereit!»“.

Mit bestem Dank für die Kenntnisnahme und mit freundlichen Grüssen

Donata Bricci
Kanzlerin des Bistums Chur

http://www.bistum-chur.ch/aktuelles/videobotschaft-an-die-erstkommunikanten-im-bistum-chur/

 

Mission Motivation

 

Eine Schüleraktion während der Coronakrise

 

 

 

 

Viele Menschen haben Angst. Aber ich bin sicher: Alles wird gut! Jesus hat so oft gesagt: „Fürchtet euch nicht! Ich bin bei euch, immer!“

„Geniesst die Natur, wenn ihr kurz draussen seid.“ Möchte ich meinen Schülerinnen und Schülern gerne zurufen. „Jeden Tag blühen neue Blumen auf und die Vögel zwitschern in der Früh laut und fröhlich. Habt ihr es schon bemerkt? Die alltägliche Geräuschkulisse hat sich verändert: Auf dem Balkon, im Garten oder beim Spaziergang könnt ihr vielleicht eine unbekannte, neue Ruhe geniessen. Die Natur ist viel deutlicher wahrnehmbar als sonst. Habt ihr es schon bemerkt?“

Nun gut. Vielleicht geht es dafür daheim hektischer zu und her als sonst. Die Jungen langweilen sich ohne Freunde und viele Eltern sind beunruhigt. Niemand weiss wohin die Reise geht. Sicher ist nur, diese Erfahrung ist überraschend neu und stellt entsprechend für alle eine gewisse Herausforderung dar. Deshalb haben wir uns in der Pfarrei Gedanken gemacht, wie wir in der Zeit des Lockdown mit unseren Schülerinnen und Schülern sinnvoll in Verbindung bleiben wollen. Was könnte man ihnen in dieser völlig neuen und verunsichernden Situation  Hilfreiches an die Hand geben? Bestimmt haben sie im Rahmen des Distance-Learning schon viel Material von ihren Klassenlehrern erhalten. Inspiriert von der Religionslehrerin Isabella Gartmann, haben wir uns deshalb für ein Sozialprojekt entschieden, welches nicht nur unsere Schülerinnen und Schüler auf positive Gedanken bringen würde. Sie erhielten die Aufgabe ein Zeichen der Solidarität zu setzen. Sie überlegten welche Personengruppe sie in ihrer Tätigkeit bestärken möchten, wen sie motivieren, wem sie eine kleine Freude bereiten könnten. Einsame und kranke Menschen brauchen jetzt noch viel mehr unseren Zuspruch, als auch unsere Gebete, damit sie wieder frischen Mut und neue Hoffnung schöpfen können. Tapfere Kämpfer und Helden an vorderster Front der Krise, Ärzte und Pflegepersonal freuen sich über eine Geste der Dankbarkeit, motivierende Worte, Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung. Vom Erstklässler der Primarschule bis zur Oberstufenschülerin – Alle legten sie ein unglaublich berührendes Engagement an den Tag! Liebevoll gestaltete Basteleien, witzige Karten und Zeichnungen, sogar persönliche Briefe mit tröstenden Gedichten und Gebetsversprechen wurden verfasst. Ich muss gestehen, so manches Mal sind mir vor Rührung die Tränen in die Augen gestiegen und ich bin mir sicher, den Empfängern wird es ebenso ergangen sein! Aus Sicherheitsgründen durften die wunderbaren Werke nur am Empfang der jeweiligen Institution abgegeben werden, wo sie schliesslich durch das Personal selbst an die von den jungen Künstlerinnen und Künstler gewünschten Empfängerinnen und Empfänger verteilt wurden. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten, die dieses Projekt ermöglicht haben. Und an unsere Schülerinnen und Schüler: Ihr seid die Besten!

Nicole Wilhelmi

 

 

Gedanken zum zweiten Sonntag der Osterzeit (Weißer Sonntag/ Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit) Johannes 20, 19-31

 

Mit dem heutigen 2. Ostersonntag endet die achttägige Feier des Osterfestes, die sogenannte Osteroktav. Aber das heißt nicht, dass wir die Botschaft dieses größten christlichen Festes ad acta legen können. Der Osterglaube braucht Zeit, um in uns zu wachsen. Er wird erst nach und nach in unsere Gedanken und in unsere Herzen eindringen. Was mit Jesus in seiner Auferweckung geschah, ist zu großartig und zu unbegreiflich, wenn wir nur menschliche Maßstäbe und Erfahrungen zugrunde legen. Das merken wir auch in den Erzählungen der ersten Christen, die versuchen zu formulieren, wie sie es erfahren und verarbeitet haben.

 

Die Freunde von Jesus haben Angst. Sie haben sich eingesperrt. „Warum haben wir uns nur auf das Abenteuer mit Jesus eingelassen? Nicht nur, dass wir unser bisheriges Leben als Handwerker oder Fischer aufgegeben haben. Jetzt besteht auch noch die Gefahr, dass auch wir eingesperrt, ja getötet werden.“ Sie haben Angst, ihre Lage sei aussichtslos. Und da ist Jesus plötzlich mitten unter ihnen, ganz real, – obwohl: er ist anders als vorher. Sonst hätte er ja auch nicht durch verschlossene Türen gehen können. Das Anders-Sein wird nicht weiter beschrieben. Wichtiger ist: Jesus macht mit ihnen etwas: Er haucht sie an. Ist das nicht eine Anspielung auf die Schöpfungsgeschichte, wo Gott dem Menschen Lebensatem einhaucht? Jesus gibt ihnen neue Kraft, vertreibt die Angst, die Unsicherheit, das Gefühl, bedroht zu sein. Er hilft ihnen ihr inneres Gleichgewicht, den inneren Frieden wiederzufinden: „Friede sei mit euch!“.

 

Eine unglaubliche Geschichte, wenn man nicht selbst dabei gewesen ist, so wie Thomas. Der denkt sich: Das sind Hirngespinste, reine Phantasien. Die bilden sich etwas ein! Auch jetzt: Wenn es stimmt, was ihr erzählt habt, wenn es keine Einbildung war, wenn ihr kein Gespenst gesehen habt, sondern den Jesus, so wie wir ihn gekannt haben, will er zuerst seine Finger in die Wunden legen, d.h., wenn er eine ähnliche Erfahrung machen würde, möchte er sich vergewissern, dass er der gekreuzigte Jesus ist.

 

Warum will Thomas unbedingt die Wunden Jesu ertasten? Warum sagt er nicht: Ich möchte ihn in die Arme schließen? Ich möchte sehen, wie er vor meinen Augen isst! Warum aber will er gerade die Wunden Jesu ertasten? Diese Frage bewegt mich, weil ich ahne, dass da in Thomas ein bedrängendes Suchen spürbar wird, welches auch mein Suchen ist: Ist es möglich, dass ein so Verwundeter lebt? Ist das Leben stärker als meine Wunden, als die tödlichen Wunden, die ich in der Welt erkenne?


Wohl keiner unter uns lebt ohne Wunden. Wer das Leben wagt, wird Wunden tragen. Wer Beziehungen wagt, wird auch Wunden tragen. Selbst wer auf Rosen gebettet scheint, wird über kurz oder lang merken, dass die Rosen Dornen haben, die ihn verwunden. Es gibt kein Leben ohne Wunden. Wenn ich ehrlich bin,  dann muss ich sagen: Mir gefällt Thomas. So ein „gesunder“ Zweifel ist mir lieber als ein unreflektierter Wunder-Glaube. Eine Erscheinung hier, ein tolles Wunder dort – und alles fährt hin. Nein, von dieser Sorte ist Thomas nicht. Ihm muss man schon mit Argumenten kommen. Er will es handgreiflich wissen.

 

Wieder ist es ganz interssant, dass Thomas wegen seiner Skepsis von den anderen nicht ausgestoßen wird. Auch wenn er zweifelt, bleibt er dem Freundeskreis von Jesus zugehörig. Und als Jesus dann zum zweiten Mal kommt, da ist Thomas dabei. Und das Spannende ist: Jesus beschäftigt sich ausschließlich mit ihm. Er schenkt  ihm seine ganze Aufmerksamkeit. Aber all das geschieht in einer absolut wohltuenden und guten, eben in einer barmherzigen Weise.  Jesus tadelt Thomas nicht wegen seines Unglaubens, er macht ihm keine Vorwürfe oder sonst was, sondern er lädt Thomas ein, sich selbst zu überzeugen: Hier, fass an. Leg deine Finger in die Wunden und leg deine Hand in meine Seite. Und fast liebevoll fordert er Thomas auf: Sei doch nicht länger ungläubig, sondern gläubig.

 

Ich vermute, die meisten von uns werden irgendwann im Leben einmal in so eine Glaubenskrise kommen. Es sind nicht die Schwächlinge, sondern gerade die, die es mit Gott ernst meinen, die alles auf Jesus gesetzt haben. Dann wird einem auf einmal alles so fraglich: Ob es wirklich stimmt, dass es einen lebendigen Gott gibt. Warum gibt es dann so viel Not in meinem Leben, in der Welt (jetzt mit dem Corona-Virus), warum gibt dann so viel Ungerechtigkeiten? Warum wird dann ein geliebter Mensch von meiner Seite weggerissen? Auf einmal wird einem alles so hohl und leer und so fraglich. Und es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn man in so eine Glaubenskrise kommt. Aber wenn wir in einer solchen Krise sind, dann können wir von Ap. Thomas ein paar entscheidende Dinge lernen, um wieder aus dieser Krise heraus zu kommen.

 

Das Erste, der Glaube, ist nur in der Gemeinschaft von Gläubigen möglich. Allein kann ich alles Mögliche glauben. Ich kann viele Vermutungen und Überzeugungen haben, Theorien für wahrscheinlich halten oder auch nicht. Dass Jesus der Messias ist und ich in ihm das Leben habe, kann ich nur hier erfahren und glauben, in der Gemeinschaft der Glaubenden, die sich am Sonntag versammelt. Davon ist der Evangelist überzeugt. So haben es die Jünger Jesus und seine Sendung verstanden. Hier, aus dieser Feier heraus, haben wir erst die Kraft, hinauszugehen und in Wort und Tat von der Liebe Gottes, die uns verbindet, Zeugnis zu geben in konkreter Liebe in der Sorge für die Notleidenden.

 

Das Zweite und Letzte, was wir anhand der Thomas-Geschichte für den Glauben erkennen können, ist: Dass christlicher Glaube etwas mit meinem Leben zu tun hat. Dass er mein Leben und meinen Alltag verändern kann und verändern wird. Genauso wie die österliche Begegnung des Thomas mit Jesus, den Apostel verändert hat. Ostern zieht Kreise – im Alltag des Thomas, und bis auf den heutigen Tag. Auch heute können wir die Spuren Gottes in unserem Alltag entdecken, auch heute kann der Glaube vieles verändern, wenn wir es an uns selbst zulassen. Sie wissen selbst, wo ihnen der Glauben in ihrem Leben schon zweifelsfrei weiter geholfen hat. Und wenn Sie sich schwer tun, das zu entdecken, dann gibt es vielleicht Menschen um Sie herum, die Ihnen dabei helfen können. Seien Sie dafür einfach offen.

 

Mögen viele Menschen auf diese Weise zum Glauben an den auferstandenen Herrn gelangen und den Reichtum seiner Gnade und Barmherzigkeit erfahren, dies auch durch die Fürbitte der Gottesmutter Maria, der Mutter der Barmherzigkeit.

 

Fürbitten: Heute, am Weißen Sonntag , „wäre Erstkommunion“! Das große Fest von Jesus und den Kindern. Auch mit den Eltern, Patinnen und Paten, Omas und Opas. Es wird nachgeholt! In dieser Zeit des Verzichtens denken wir an einen Satz aus der heutigen Lesung: Seid voll Freude, auch wenn ihr für kurze Zeit durch manche Prüfungen betrübt seid. Gottes Kraft behütet euch. Wir bitten:  

 

 

Für alle Kinder, die eigentlich am heutigen Tag zum Ersten Mal die heilige Kommunion empfangen hätten. Lass ihre Freude wachsen auf das Fest der Erstkommunion.

 

Für alle Geängstigten, die sich in diesen Tagen vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus fürchten, die mit wirtschaftlichen Verlusten zu kämpfen haben Schenke ihnen österliche Hoffnung und eine neue Lebensqualität.

 

Für alle, die sich den Geistlichen Werken der Barmherzigkeit widmen: Schenke ihnen das Gespür für den rechten Augenblick und die richtigen Worte für ihren Dienst, damit sie helfen und zurechtbringen und ihren Mitmenschen gute Begleiter auf dem gemeinsamen Weg zu dir sein können!

 

Für die Unbarmherzigen, die auf so viele Weise das Leid und die Härte in der Welt vermehren: Begegne ihnen mit deiner Liebe und Barmherzigkeit, damit sie von ihren falschen Wegen umkehren und zu dir zurückfinden können! 

 

Für alle, denen der Glaube an die Auferstehung durch Schicksalsschläge mühsam geworden ist. Lass sie am Licht Jesu Christi Orientierung, Hilfe und Freude finden.

 

Für alle Verstorbenen: für die, die noch in unserem Herzen sind und auch für die, an die niemand mehr denkt. Lass sie das verheißene Licht sehen und schenke ihnen das ewige Leben bei dir.

 

 

Herr, unser Gott, Du selbst bist die Barmherzigkeit und alle Barmherzigkeit kommt letztlich von dir. Daher vertrauen wir alle unsere Bitten, Sorgen und Hoffnungen dir an, der du lebst und herrschst von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

 

Segensgebet: Barmherziger Gott, du kennst unsere Zweifel und Verzweiflung, unsere Kritik und Anfragen, unsere Hoffnungen und Enttäuschungen. In Jesus Christus gehst du mit uns durchs Leben. An seinen Wundmalen in dieser geschundenen Welt erkennen wir deine Gegenwart. Befähige uns zum Zeugnis für die österliche Glaubenserfahrung, dass Tod und Sinnlosigkeit nicht das letzte Wort sind, sondern deine Zusage für ein Leben in Fülle. Das erbitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn und unseren Herrn und Gott, mit dem du in glücklicher Gemeinschaft des Heiligen Geistes lebst und wirkst und liebst in alle Ewigkeit.

 

 

 

 

Wir wünschen allen ein gesegenetes und frohes Osterfest

 

 

 

 

 

 

Gedanken zum Ostern, die Auferstehung des Herrn (Matthäus 28, 1-10)

 

 

Mit Ostern feiern wir das Fest der Auferstehung, ein Fest der Hoffnung gegen den Tod und auch gegen die heute so weit verbreitete depressive Stimmung in und zwischen den Menschen.  Es ist klar, dass wir in diesen Tagen viele menschliche Schicksale vor Augen haben, die sich hinter unendlichen Zahlenkolonnen und in bunten Statistiken verbergen. Viele alte Menschen können nicht einmal mehr besucht werden. Einsam und verlassen sterben Menschen. Ihre Angehörigen können sich nicht verabschieden. Dabei drängen so viele  Fragen nach: Was ist das Leben? Was für ein Rätsel ist doch der Mensch? Ist da noch ein Gott?  Kann überhaupt die Glaubensfrage an die Auferstehung beantwortet werden?  

 

Schauen wir in diesem Jahr die Auferstehungsepisode aus dem Matthäus-Evangelium an. Der Kreuzestod war für die Jünger auch damals das Ende all ihrer Hoffnung. Da war kein Gottesreich mehr, das er in Gang setzen wollte. Scheitern und ein qualvoller Tod haben alles vernichtet. Selbst die letzte Geste des Abschieds, die Salbung, konnte nicht unmittelbar erfolgen. Sie waren am Ende. Ihre Hoffnung war mit ermordet worden. Selbst Wächter stellten sich in den Weg. Was tun?

 

In dieser grausamen Situation, was machen die beiden Frauen, Maria aus Magdala und die andere Maria? Sie gehen in der Abenddämmerung zum Grab, um bei Jesus zu wachen, um bei seinem Grab zu bleiben. Während die Frauen auf das Grab schauen, beim Grab bleiben, es betrachten und zu verstehen suchen, was geschehen ist, entsteht plötzlich ein gewaltiges Erdbeben. Die Frauen erleben Auferstehung, wenn auch nur von der Außenseite. Das tatsächliche Geheimnis bleibt unsichtbar.

 

Die Auferweckung Jesu Christi muss auch auf uns Auswirkungen haben. Da ist das Bild des Erdbebens. Wenn Christus in mir aufsteht, kommt etwas in mir in Bewegung. Dann entsteht in mir ein Beben. Alles Erstarrte und Verhärtete in mir wird aufgebrochen, damit Neues Leben erstehen kann.

 

Dann gibt es noch ein zweites Bild in der Auferstehungsgeschichte. Da ist die Rede von einem Engel, der vom Himmel herabsteigt. Es ist der Engel, der ans Grab tritt, den Stein wegwälzt und sich darauf setzt. Auferstehung heißt, dass ein Engel vom Himmel herabsteigt. Über mir öffnet sich der Himmel. Der Engel kommt auf mich zu. Auferstehung kann ich also nicht selber machen. Es ist der Engel, der den Stein wegwälzt, den Stein, der mich am Leben hindert, der mich blockiert.

 

Es heißt, der Engel leuchtet wie ein Blitz. Ein Blitz kommt und vergeht wieder, man kann ihn nicht festhalten. Wichtiger ist die Auswirkung dieses Blitzes, die Erleuchtung. Es heißt, dass die Grabeswächter vor Angst zittern und wie tot zu Boden fallen.

 

Auch in mir gibt es innere Wächter, die darüber wachen, dass bei mir alles beim alten bleibt, dass ich ja nicht aufstehe aus dem Grab meiner Ängste und Enttäuschungen, aus dem Grab meiner Depressionen und Entmutigungen. Was alles in mir lässt mich nicht frei sein? Wenn Gottes Engel an mein Grab herantritt, dann fallen die Wächter wie tot zu Boden. Sie haben keine Macht mehr. Sie können meine Auferstehung nicht verhindern.

 

Der Engel spricht die Frauen an. „Kommt her und seht euch die Stelle an“. Die Frauen sollen sich nochmals dem Tod und der Dunkelheit des Grabes stellen, damit sie das Wunder der Auferstehung verstehen können. Jesus ist auferstanden. Diese froh machende Oster-Botschaft sollen sie den Jüngern verkünden. Auferstehung ist nicht einfach etwas zum Genießen, sondern verpflichtet dazu, aufzustehen und diese Botschaft weiter zu verkünden: „Dann geht schnell zu meinen Jüngern und sagt….“

 

„Er geht euch voraus nach Galiläa“: Das ist der Alltag, der Ort, wo sie leben und ihrem Beruf nachgehen… Galiläa ist auch das Mischland, in dem Juden und Heiden vermischt zusammen wohnen. Ist das nicht auch wieder ein Bild für unser Leben. Auch in uns lebt beides: das Gottlose und das Fromme, die Liebe und der Hass, das Vertrauen und die Angst, die Hoffnung und die Verzweiflung. All das lebt in uns, nebeneinander, oft genug miteinander vermischt. Dort, im Mischland unserer Seele, sollen wir den Auferstandenen sehen. Auferstehung muss sich also in unserem konkreten Leben, im Alltag, bewähren. Hier zeigt sich, ob Auferstehung mein Leben wirklich verwandelt.

 

Und während die Frauen sich auf den Weg machen, kommt ihnen Jesus entgegen und spricht sie an: „Seid gegrüßt!“ (28,9) Und Jesus lässt sich von ihnen berühren und umarmen. „Sie umfassten seine Füße“

 

Jesus nimmt den Frauen alle Angst: „Fürchtet euch nicht!“ Das ist eine dringende, aktuelle Botschaft an uns. Der Gekreuzigte und Auferstandene geht damals nicht nur mit den Jüngern, sondern zugleich auch mit uns, voraus. Wir sollten deshalb seinem Wort an die Frauen folgen und ihm jetzt und hier, ob zu Hause oder unterwegs, entgegen gehen, um ihm zu begegnen.


Mit Ostern, ist manches ins Wanken geraten. Denn Ostern ist kein harmloses Frühlingsfest. Ostern ist das größte Erdbeben der Menschheitsgeschichte.

 

Ich wünsche uns allen, dass sich der österlich-pfingstliche Geist in unseren Familien, in  der Pfarrei und im Dorf, besonders auch in den Kirchen, sichtbar macht, dass wir alle den Mut haben, aufzustehen, also den Aufstand zu wagen gegen alles Einengende, Ängstliche und Krankmachende.

Fürbitten: Unser Herr Jesus Christus hat uns aus dem Leid zur Freude geführt, aus der Bedrückung in die Freiheit, aus dem Tod zum Leben. Darum rufen wir voll Vertrauen zu ihm:

 

 

Für alle, die heute das Fest der Auferstehung begehen: Lass sie aus der Freude leben und schenke ihnen den Mut zum Zeugnis für deine Liebe.

 

Für alle, die nicht glauben und für die, denen die Osterbotschaft nichts bedeutet: Sende ihnen deinen Geist und öffne ihre Herzen für deine Gegenwart.

 

Für alle Mitmenschen, die das Leben im Hier und Jetzt als die letzte Gelegenheit sehen: Mach sie nachdenklich und wecke ihre Suche nach Sinn.

 

Für alle, die in deinem Volk eine leitende Funktion inne haben: Schenke ihnen wahren „Dien-mut“, und lass sie dein Beispiel nicht aus den Augen verlieren.

 

Für jene Menschen, denen das Leben durch Coronakrise schwer und anstrengend geworden ist: Stelle ihnen Menschen zur Seite, die ihnen deinen österlichen Trost weiterschenken.

 

Für unsere Verstorbenen: Vollende ihr Leben. Schenke ihnen Anteil an deiner Auferstehung und lass sie dich schauen.

 

 

Herr Jesus Christus, du hast dich offenbart als den Herrn über den Tod und uns ewiges Leben verheißen. Wir danken dir für diese österliche Botschaft heute und alle Tage, unseres Leben.

 

 

Segensgebet: Guter Gott, wir begehen heute in Freude das Fest der Auferstehung Jesu.Denn zu Ostern hast du uns gezeigt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Wir bringen mit, was uns bewegt und belastet: unsere Sorgen, unsere Angst, unseren Kummer und unser Leid, aber auch unsere Hoffnungen, unsere Freude und unsere Dankbarkeit. Im Licht des Osterfestes kommen wir zu dir. Lass uns auferstehen zu neuem Glauben, neuer Hoffnung, neuer Liebe und neuem Leben. Darum bitten wir durch Jesus, den Boten deiner Liebe, den du aus dem Tod auferweckt hast in dein Leben, der nun bei dir lebt, heute und in Ewigkeit.

 

 

 

 

 

 

Ostern 2020 – Das Leben neu sehen

 

 

 

 

Es wird in diesem Jahr ein völlig anderes Osterfest als sonst, ohne Verwandtenbesuche, ohne Gottesdienste. Ich weiß, dass es viele Menschen sehr schmerzt, mich eingeschlossen! So etwas hat es in meinem ganzen Leben noch nicht gegeben, ist ein Satz, den ich in letzter Zeit sehr häufig gehört habe. Ja, es ist wirklich eine Zeit, das wir so noch nie erlebt haben und hoffentlich nie wieder erleben müssen.


Aber wir lassen uns davon nicht begraben, weil wir berufen sind, aufzuerstehen aus den Gräbern unserer Angst. Christus hat uns aus unseren Gräbern geholt, weil er gezeigt hat, dass das Grab nicht der Endpunkt unseres Lebens ist. Nicht der Tod steht am Ende, sondern das Leben. Fürchtet euch nicht! Sagt Jesus.

 

Ostern bedeutet Hoffnung, dass das letzte Wort ein liebender Gott hat.

 

Ostern bedeutet endgültige Hoffnung, dass alles gut wird; daher hat Leben Sinn.

 

Ostern bedeutet, dass Scheitern sein kann, aber nicht das Ende ist.

 

Ostern ist ein Fest der Freude: Dass wir leben, dass wir die Möglichkeit haben, wieder neu anzufangen.

 

Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie immer wieder eine Spur dieser Hoffnung in Ihrem Leben spüren kannst.

 

Ein frohes Osterfest wünsche ich Ihnen!

 

 

 

 

Gedanken zum Karfreitag

 

 

 

Jesus Christus ist am Kreuz gestorben. Warum? Wofür? Welche Bedeutung hat dieser Tod? Welche Bedeutung hat das Kreuz? Manche haben Probleme mit dem Kreuz.

 

«Ich stelle ein Familienfoto an der Stelle vom Kreuz in unserem Wohnraum. Warum hängen wir denn immer noch Kreuz? Das sieht so furchtbar aus, wie Jesus leidet.“ Das war der Einstieg in ein Gespräch, das ich vor kurzem mit einer jungen Mutter geführt habe. Ein Gespräch darüber, dass das Kreuz Christi für viele Menschen, sogar Katholiken  heute anstößig ist und unverständlich und auch das, was Christinnen und Christen an Karfreitag „feiern“.

 

Die Leidensgeschichte Jesu ist der Zentrum der heutigen Liturgie. Irgendwie ist uns nicht so recht wohl damit. Eigentlich, so denken wir, eigentlich sollte das nicht so sein. Innerlich sträuben wir uns, wehren wir uns, lehnen wir uns auf gegen das Leiden, gegen das Leiden Christi damals – und erst recht gegen unser eigenes Leiden, wenn es uns trifft.

 

Leiden in der Welt ist das Unnormale. Normal ist, dass es uns gut geht, dass wir gesund sind, dass wir uns wohl fühlen. Leiden erscheint uns als die peinliche Panne des Schicksals. Und wir protestieren dagegen. Vielleicht aber leben wir allzu sehr in der Illusion von einer leidfreien Welt, die nur noch geprägt ist von Erfolg und Genuss und reiner Spass.

 

Auch die Diskussion um die Euthanasie, mittlerweile in mehreren europäischen Ländern  schon ganz legal, geht in diese Richtung. Kommen wir damit nicht zu einer Lebensweise, in der man das Leiden als sinnlos betrachtet, in der man es nicht mehr erträgt, weder dass der andere neben mir leidet, der Kranke, der Pflegebedürftige, noch dass mir selbst das Leiden zugemutet wird? Leiden macht scheinbar keinen Sinn. Also Schluss damit!

 

In den Zeiten der Bibel muss das offenbar anders gewesen sein. Es fällt auf: Jesus muss leiden. Es ist eine Notwendigkeit. Leiden tut not. Petrus verkündet es, wie in der Apostelgeschichte zu lesen ist: Jesus musste leiden, wie es die Propheten vorausgesagt haben. Jesus selbst kündigt es seinen Jüngern an auf seinem Weg nach Jerusalem. Und nach seiner Auferstehung verweist er die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus wiederum auf diese Notwendigkeit: Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen?

 

Das Leid ist ein Muss für Jesus. Und auch für seine Jünger: Wer mein Jünger sein will, der nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

 

Vielleicht verbirgt sich dahinter die alte philosophische Weisheit, die Erkenntnis und Einsicht, dass das Leid zum Leben in dieser Welt gehört. Es lässt sich nicht wegoperieren und nicht wegschweigen und nicht weg lügen. Das Leid ist ein Teil, ein wesentlicher Teil unseres Lebens, unseres Schicksals. Und damit müssen wir leben.

 

Viele haben es schon am eigenen Leib oder aus allernächster Nähe gespürt, das Leid in seiner ganzen Vielfalt. Da ist die Krankheit: der Krebs, oder wenn einer an den Rollstuhl gefesselt ist. Da ist die seelische Krankheit: Angst, Verzweiflung, Trauer. Da ist die Bitterkeit: nach Streit und Unrecht. Wie viel Leid erleben wir durch die jetzige Koronakrise: Tod, Ängste, Einsamkeit,  Isolation, Hilflosigkeit… Und vielleicht haben wir uns auch gefragt, was uns selbst noch bevorsteht und wie wir es wohl bestehen werden.

 

Der Apostel Paulus schreibt: Leid ist nicht sinnlose Zerstörung. Sondern alle Leiden sind Geburtswehen eines neuen Lebens. Sie weisen schon darauf hin, dass da etwas Neues entsteht, eine neue Welt, ein neuer Himmel und eine neue Erde (Römer 8, 18-25). Ebenso sieht es Jesus: Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen. Und ebenso sieht es Petrus und viele andere mit ihm. Wer den Glauben hat, wer durch den Glauben die größere Übersicht hat, der sieht sich auch über das Leiden hinaus.

 

Der Tod Jesu, der mit seiner Auferstehung unmittelbar verbunden ist, ist die Erklärung unseres eigenen Leidens und Sterbens. Der Tod Jesu hat unseren Tod relativiert. Er hat uns gezeigt, dass das Leiden und Sterben nur Stadien eines Prozesses sind, der zu einem glücklichen Ziel führt. Sein Leben, das durch Leiden und Sterben die Vollendung gefunden hat, zeigt uns wie wir durch die Gnade Gottes unser Leben meistern können. Das ist unsere Hoffnung und oft einzige Zuversicht: Auch in unserer tiefsten Not sind wir nicht länger allein, sondern Gott ist an unserer Seite. Schauen wir heute neu auf Jesus Christus, der Kreuzigten.

 

Richten wir unseren Blick auf den gekreuzigten Jesus, und bitten wir im Gebet: Erleuchte, Herr, unser Herz, damit wir Dir auf dem Weg des Kreuzes folgen können; lass in uns den „alten Menschen“ sterben, der an den Egoismus, das Böse und die Sünde gebunden ist, und lass uns „neue Menschen“ werden, heilige Männer und Frauen, verwandelt und beseelt von Deiner Liebe!

 

 

Fürbitten: O Gott, unser Heiland, zeige Dein Erbarmen für die ganze Menschheitsfamilie, die gerade in Aufruhr ist und beladen mit Krankheit und Angst.

– für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind;

– für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen;

– für alle, die sich in Medizin und Pflege um kranke Menschen kümmern;

– für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,

– und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft;

– Heile unsere Welt. Heile unsere Körper. Stärke unsere Herzen und Sinne. Und in der Mitte des Aufruhrs gib uns Hoffnung und Frieden.

– In deinen gnädigen Armen halte alle, die gestorben sind und die in dieser Zeit sterben werden. Tröste ihre Hinterbliebenen, tröste die, die verzweifelt sind.


Gedenke deiner Familie, der ganzen Menschheit, und deiner ganzen Schöpfung, in deiner großen Liebe. Amen.

 

 

Segensgebet:  Du Gott des Lebens mache uns dankbar für jeden Tag, den du uns schenkst. Lass uns nie vergessen, dass unser Leben ein zerbrechliches Geschenk ist. Führe uns auch durch Leiden, Sterben und Tod zum neuen Leben. Durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 

 

Gedanken zum Gründonnerstag (Exodus 12, 1-8.11-14;

I Korinther 11, 23-20; Johannes 13, 1-15)

 

 

 

Wir treten mit diesem Tag ein in das „heilige Triduum“, in die Zeit der drei heiligen Tage. Augustinus bezeichnet sie als „eine Zeit des Seufzens, eine Zeit des Weinens, eine Zeit des Bekennens, eine Zeit des Flehens“. Gründonnerstag, ein merkwürdiger Tag, ein Tag der gemischten Gefühle, wo die Klage – im Althochdeutschen das Greinen – die Oberhand gewinnt. Gründonnerstag, Tag der Einsetzung der Eucharistie, ein Tag der Tischgemeinschaft mit dem Herrn, Tag des Gedächtnisses von Tod und Auferstehung.

 

An solchem Tag erwarten wir einen Bericht über das letzte Abendmahl, Jesu mit seinen Jüngern. Von der Einsetzung der heiligsten Eucharistie redet jedoch nur die Lesung aus dem ersten Korintherbrief des Apostels Paulus. Der vierte Evangelist, Johannes, erwähnt nur kurz: Es fand ein Mahl statt. (Jn. 13,2). Von Jesus aber hören wir ausgerechnet an diesem Abend nichts von der Gründung der Abendmahlsfeier, sondern von einem anderen Zeichen, der Fußwaschung.

 

Die Fußwaschung war damals ein Dienst an den Gast, damit er sich wohlfühlt. Eine Wohltat, wenn man von den staubigen, heißen Straßen kommt und die erhitzten Füße eine Abkühlung bekommen. Nur war diese Fußwaschung damals eine Arbeit von Hausdienern und Sklaven.

 

In dieser Fußwaschung ist das Wesen seiner Sendung wie in einem Brennpunkt zusammengefasst. Sie ist nicht ein einzelnes, isoliertes Ereignis – nein, Jesu ganzes Leben steht von Anfang an unter diesem Zeichen: Wie er geboren wurde in einem Stall. Wie er das Los der Flüchtlinge teilte. Wie er die Nähe der Verworfenen und Ausgestoßenen suchte. Wie er schließlich stirbt, als Verfluchter vor den Mauern der Stadt. Immer ist es der letzte Platz, den Jesus wählt. Immer kommt er uns entgegen in der Weise der selbstlos dienenden, sich überreich verströmenden Liebe.

 

Johannes berichtet von der Fußwaschung als Tat der Liebe des Meisters und als Freund seiner Jünger. Was Jesus damit zeigen will, sagt er selbst: „Ich habe euch ein Beispiel gegeben“. Seine Botschaft ist klar: Wenn ihr zu mir gehören wollt, macht es dann wie ich. Seid darauf bedacht einander „Wohltuendes“ zukommen zu lassen, sogar wenn es um „Drecksarbeit“ geht.

 

Die Fußwaschung folgt auf das Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat. Fußwaschung und Abendmahl gehören zusammen. Beides zeigt uns einen Gott, der sich mit uns auf die gleiche Stufe stellt. Ganz einfache Dinge nimmt Jesus, um uns seine Nähe zu zeigen: ein Stück Brot, einen Schluck Wein. Er reicht sie weiter und sagt: „Nehmt und esst, das ist mein Leib. Nehmt und trinkt. Das ist mein Blut.“ „Tut dies zu meinem Gedächtnis“!

 

In jeder Eucharistiefeier erfüllen wir bei der Wandlung seinen Auftrag. Heute Abend tun wir dies in besonderer Weise. Tut etwas zu meinem Gedächtnis? – Ist uns klar, welcher Auftrag des Herrn hier an uns ergangen ist, der uns durch die Einsetzungsberichte überliefert worden ist? Es geht darum, das nachzuvollziehen, was wir heute auf besondere Weise feiern: das Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Wir erinnern uns an dieses Mahl, bei welchem einer zu Tisch sitzt, der ihn verraten wird, wir erinnern uns an dieses eine Mahl, bei welchem ein anderer ist, der hoch und heilig verspricht, immer zu Jesus stehen zu wollen, egal was kommen wird. Wir erinnern uns an dieses Mahl, bei dem die Jünger sind und die anschließend auf und davon laufen.

 

„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Ja! – Es ist ein Mahl, zu dem Jesus immer wieder neu einlädt, und wir sind diejenigen, die dazu eingeladen sind, weil wir nicht anders sind als die Jünger. Und trotzdem dürfen wir auf unfassbare Weise an diesem Mahl teilnehmen, um mit ihm versöhnt zu werden. Wir dürfen wie Johannes an Jesu Seite sitzen und uns von ihm umfangen und ergreifen lassen.

 

Darum sage ich, dass die hl. Eucharistie eine höchst gefährliche Gabe und Aufgabe ist. Wenn wir nämlich ernsthaft und nicht oberflächlich mit dem Herrn kommunizieren, das heißt in Gemeinschaft treten, dann lassen wir uns ein auf ein Leben, das sich hingibt, das sich verschenkt. Dann lassen wir uns ein auf die göttliche Liebe. Eucharistie muss Konsequenzen haben! Ich lasse mich darauf ein, ein „anderer Christus“ zu werden: also ein Christ, der als erster liebt, der den ersten Schritt macht zur Versöhnung, zum Dialog, zur Hingabe. Bei der Feier der Eucharistie lassen wir uns ein auf die Wandlung in einen anderen Christus. Deshalb sendet uns der Priester oder Diakon am Ende jeder Messe mit den Worten: Gehet hin in Frieden! Geht und handelt genauso wie Christus!

 

Wenn nun Johannes an die Stelle des Einsetzungsberichtes den Bericht von der Fußwaschung setzt, dann heißt das doch, dass für ihn die Realpräsenz Christi im konkreten Dienst am Mitmenschen genauso gegeben ist, wie bei der Feier der Eucharistie; dass für Christen beides in das Zentrum ihres Glaubens gehört, das eine genauso wie das andere. Ganz in diesem Sinne ist ein Wort von Mutter Teresa zu verstehen, die einmal gesagt hat: „Ich kommuniziere jeden Tag zweimal: Einmal morgens in der Kapelle und das zweite Mal untertags draußen auf den Straßen von Kalkutta, wenn ich Christus in den Armen und Sterbenden begegne und berühre“.

 

Die Zeichenhandlung der Fußwaschung, von Jesus bei Abendmahl, will uns an den wichtigen Zusammenhang von Gottesdienst und Menschendienst aufmerksam machen. Lassen wir uns anstecken von Jesus edler Haltung und Gesinnung und handeln wir in seinem Sinne, damit wir durch unser Tun, unser Gebet und unser ganzes Sein seine Gegenwart zum Ausdruck bringen.

 

 

 

 

 

Fürbitten: Guter Gott, Jesus hat uns ein Beispiel gegeben, wie wir einander dienen können, damit seine Liebe in der Gemeinschaft aller Menschen weiterlebt.  Mit ihm und untereinander verbunden, bitten wir:

 

 

 

Für die Priester, die durch ihre Weihe beauftragt sind, die Eucharistie zu feiern und sie den Menschen zu reichen: Lass sie aus der Tiefe dieses Geheimnisses leben.

 

Für unsere Erstkommunionkinder, Firmlinge und ihre Eltern, dass ihnen die Bedeutung des Leib Christi bewusst wird, und sie in das Wesen der Kirche hinein reifen.

 

Für alle Menschen, die den Bezug zum Gottesdienst und zur Eucharistie verloren haben, die ihren Lebenshunger in der Konsum-und Spaßgesellschaft stillen: Lass sie die wahren Werte des Lebens erkennen und annehmen

 

Für alle, die nicht bereit sind, anderen zu dienen und wirklich für jemanden da zu sein: Bewahre sie davor, nur um sich selbst zu kreisen und zeige ihnen, wofür zu leben sich lohnt.

 

Für alle, die während der jetzigen Coronakrise nicht die Möglichkeit haben, an der Feier der Gottesdienste teilzunehmen, obwohl sie es sich wünschen. Dass sie geistliche Nahrung für ihr Leben finden.

 

Für alle unsere Verstorbenen, die im Vertrauen auf deine Barmherzigkeit gestorben sind: Lass sie die bleibende Gemeinschaft mit dir in deinem Reich der Liebe und des Friedens finden!

 

 

Allmächtiger Gott, du rufst uns zur Teilnahme am Mahl deines Sohnes. Lass uns von diesem Mahl für unseren Alltag lernen und so Zeugen deiner Liebe in der Welt sein. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

Segensgebet: Allmächtiger Gott, du bist der Beschützer aller, die auf dich hoffen. Segne dein Volk, bewahre, lenke und schütze es, damit wir frei bleiben von Sünde, sicher vor dem Feind und beharrlich in deiner Liebe. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

 

 

 

Die Kar- und die Heiligen Woche

 

 

 

Mit der Feier des Palmsonntags begannen wir die Feier der Karwoche. Diese Bezeichnung „Karwoche“ beruht auf dem althochdeutschen Wort „kara“, was Klage, Kummer und Trauer bedeutet. Im Lateinischen heißt es „passio“. So nennt man die Woche des Leidens Jesu Christi „Karwoche“, „Passionswoche“, in anderen Sprachen auch „Heilige Woche“ oder „Stille Woche“, die in der dreitägigen Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung des Herrn gipfelt.

In dieser Woche geht um nicht weniger als um Tod und Leben, also um Jesu Tod und Leben, um unseren Tod und unser Leben. Es geht um alles, worauf unser Glaube gründet. Es ist das gleiche Geheimnis, dem wir jeden Sonntag und eigentlich in jeder Eucharistiefeier begegnen. Aber es ist so gewaltig, dass wir es einmal im Jahr in besonderer Weise feiern. Es ist wie in einer menschlichen Beziehung: Die große Liebe erweist sich in der Routine des Alltags, nicht in der Leidenschaft. Darum ist es richtig, immer und immer wieder die Eucharistie zu feiern. Aber die Liebe lebt auch von Höhepunkten. Darum müssen wir – einmal im Jahr – Ostern feiern. 50 Tage lang. Und drei Tage intensiv an einem Stück. In dem, was uns die Bibel von den letzten Tagen im Leben Jesu von Nazareth schildert, verdichtet sich, was sein ganzes Leben ausgemacht hat. Darin kommen all die Dinge vor, die auch uns in den dichtesten Augenblicken unseres Lebens bewegen:

– Die Frage, wozu leben wir eigentlich?
– Was macht uns glücklich, was verbindet uns miteinander, was trennt uns?
– Was gibt uns Trost und was bietet uns Sicherheit?
– Die Fragen der Ungerechtigkeit und des Leidens Unschuldiger?
– Das tiefe Missverständnis selbst unter Menschen, die wir lieben?
– Die Enttäuschung, das Zerbrechen von Lebensplänen, von Beziehungen?

– Die Tatsachen, dass es Versagen, Verleugnung und Verrat gibt,

– Schuld und Vergebung, Einsamkeit, Verlassenheit?

– Die Hoffnung, selbst angesichts der jetzigen Corona-Krise?
– Die rückhaltlose Hingabe?
– Der Abschied, die Endgültigkeit des Sterbens, der Tod?
– Die Frage, was von uns bleibt, wenn das Leben auf dieser Erde zu Ende geht?
– Der Glaube an eine Auferstehung, an ein neues Leben, gegen allen Anschein?
– Die Gewissheit, dass Gott bei uns ist, wenn wir nach ihm fragen?
– Ratlos, weil unsere Augen noch gehalten sind wie einst die der Emmausjünger und dann doch überwältigt, weil er sich im Brotbrechen zu erkennen gibt.

Der Blick auf unseren auferstandenen Herrn verändert unser Leben.

Möge die diesjährige Osterzeit viele Wunden der Menschheit zum Heilen bringen. Vertrauen wir auf die Kraft, die im Geist der Einheit in Jesus Christus wirksam bleibt. Als euern Pfarrer und mit allen Mitwirkenden im Lebensraum Untervaz, wünsche ich uns allen, dass wir diese kommende Woche gut motiviert, fruchtbar und ganz intensiv erleben dürfen. Nichts kann uns trennen von dem, der zu uns sagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“.

Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge

Wie in der Mitteilung vom 3. April angekündigt, wird sich Bischof Peter in den kommenden Tagen (Anfang Karwoche / Gründonnerstag / Karsamstag) mit kurzen Videobotschaften an die Gläubigen wenden. Sie erhalten nun den Link zur ersten Videobotschaft von Bischof Peter anlässlich des Palmsonntags. Wenn Sie die Möglichkeit haben, teilen Sie bitte diesen Link in den sozialen Medien und auf Ihrer Homepage:

https://www.bistum-chur.ch/aktuelles/videobotschaft-vom-apostolischen-administrator-des-bistums-chur-bischof-peter-buercher-zum-palmsonntag-2020/

Nachfolgend lassen wir Ihnen gerne den Text auch in schriftlicher Form zukommen, damit auch jene bedient werden können, die keine Möglichkeit haben, das Video anzuschauen:

Botschaft vom Apostolischen Administrator des Bistums Chur, Bischof Peter Bürcher, zum Palmsonntag 2020
 
„Meine Lieben
 
In der jetzigen Pandemie-Zeit werden in der ganzen Welt die Priester und die Diakone schon heute Abend und morgen, am Palmsonntag, die Passion vorlesen. Was ist die Passion? Es handelt sich um die Passion Christi. Unter Passion versteht man im Christentum in erster Linie den Leidensweg Jesu Christi, das heisst sein Leiden und Sterben samt der Kreuzigung in Jerusalem. Und dies für uns alle, zu unserer Erlösung! Hört: «Er hat unsere Leiden auf sich genommen», sagt der Prophet Jesaja und «unsere Krankheiten getragen» (Matthäus 8:17).

Mit Euch allen, ganz besonders mit unseren Kranken und allen, die jetzt Angst haben, bin ich tief und hoffnungsvoll im christlichen Glauben verbunden. 

Bei dieser Corona-Isolation habe ich für morgen einen Tipp! Und er ist schön für Kinder und für Eltern, die jetzt zusammen Zuhause sind, sowie eigentlich für uns alle: Lesen wir im Evangelium die Passion Christi oder wenigstens einen Teil davon! Wir werden so in diesen schwierigen Tagen mit dem leidenden Christus tiefer verbunden sein. Das wünsche ich hoffnungsvoll uns allen.

Danke! Alles Gute mit Christus! Bis bald!“

Mit bestem Dank für die Kenntnisnahme und mit freundlichen Grüssen

Donata Bricci
Kanzlerin des Bistums Chur

 

 

Gedanken zum Palmsonntag (Jes. 50, 4-7; Phil. 2, 6-11;  Mt. 26, 14-27,66)

 

 

Der Palmsonntag wird als der sechste Sonntag der Fastenzeit bezeichnet, er ist gleichzeitig auch der letzte Sonntag vor Ostern. An diesem Sonntag wird dem Einzug von Jesus in Jerusalem gedacht. Das Volk bereitet Jesus einen triumphalen Einzug in Jerusalem. Die Zustimmung zu Jesus und seiner Botschaft ist überwältigend. Die Menschen scheinen zu spüren: „Ja, das ist es. Darauf haben wir gewartet. Jesus ist unsere Rettung und unser Heil!“ Alle sind begeistert und zuversichtlich – aber wir wissen, was kommt: Nach dem heutigen Jubel zeigt sich nur Tage später Angst, Verleugnung, Einsamkeit und die Trauer über den Tod. Die Jünger fliehen zurück nach Galiläa, halten Distanz zu allem, was ihnen wichtig war, und sind auf sich allein gestellt. Sie sind in der Krise.

Dieses Jahr ist es für uns nicht einfach, in den Jubel des Palmsonntags einzustimmen. Unser Gefühl in dieser Corona-Krise ist eher jetzt schon eine Karwochenstimmung, und wir warten sehnsüchtig auf ein Licht am Ende des Tunnels. Es ist für alle schwer, die diesjährigen Kar- und Ostertage ohne die größere Familie und ohne Freunde und Bekannte zu feiern. Es gibt kein gemeinsames Palmbuschen binden, keine Prozessionen, keine Gottesdienste. ,Und für jene, denen zu Ostern der Gottesdienstbesuch stets ein fest gelebter Glaube gewesen ist, sind es schmerzliche Momente, heuer nicht das größte Fest unseres christlichen Glaubens gemeinsam in den Kirchen feiern zu können. Ich habe auch ein großes Verlangen danach, besonders, weil ich als Pfarrer nicht mehr mit meiner Pfarrgemeinde öffentlich Gottesdienst feiern kann.  Genau in dieser Situation mag es gut sein, das „Ostergeheimnis“ besonders stark in sich wirken zu lassen.

Unser eigenes Leben ist doch auch ständig hin- und her gerissen, zwischen Geburt und Tod, zwischen Freude und Leid, – Feierlichkeiten und Trauer. Die Liebe und der Tod bestimmen hier unser Leben existentiell. Wir verdanken die Liebe unserer Eltern und unserer Geschwistern, wir gehen selbst Beziehungen ein und finden Freunde, die wir lieben. Kein Mensch kann leben ohne Beziehung: ohne einen anderen Menschen zu lieben und selbst geliebt zu werden. Nur in gelebten Beziehungen wird unser Leben lebenswert – und doch liegt darin zugleich eine tiefe Quelle des Schmerzes, denn wir können keinen Menschen unbegrenzt festhalten. Der Tod macht immer wieder einen Strich durch unsere Rechnung und durch unsere Liebe.

Wann immer wir dem Tod begegnen, erhebt sich die bedrängende Frage: Was ist das für ein Gott, der uns das Leben schenkt, aber nur auf Zeit, und es uns doch wieder wegnimmt? Wir reden manchmal von Gottes Hand: „Wir ruhen alle in Gottes Hand…“. Doch dann wird der Zweifel stark: Sind Gottes Hände vielleicht kalt, erbarmungslos und schrecklich? Warum sind diese Hände manchmal so fordernd, warum nehmen sie uns weg, was wir selber doch so gern in den Händen behalten hätten?

Die Ereignisse, die uns hin- und herreisen, bringen uns nur dann aus dem Gleichgewicht, wenn wir keinen festen Stand haben. Wenn wir uns selbst nicht treu bleiben können, weil wir nicht wissen, wer wir sind.

Christus ist freiwillig ins Leid gegangen, nicht gezwungen, nicht schicksalhaft, nicht von den politischen Mächten und von den Ränkespielen der Großen bestimmt, sondern aus innerer Freiheit. Die hat er aus seiner Verbundenheit mit Gott, dem Vater, und er wusste auch, wer er war. Er war kein König, der allen Prunk und Reichtum dieser Welt ansammelt, kein Richter, der Judas vernichtet, bevor er ihn verraten konnte. So war er nicht. Er war in allem Geschehen immer der Gleiche: Der geliebte Sohn des himmlischen Vaters. Darin blieb er sich treu. Wenn auch in unserem Leben die Mächte des Schicksals wüten: Nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen. Wir sind und bleiben die geliebten Kinder des Vaters. Darin können wir uns immer treu bleiben.

In der ersten Lesung aus dem Buch Jesaja haben wir gehört: „Und Gott wird mir helfen“. Ja, genau. Das hat er versprochen. Er geht mit uns in die Zukunft, auf ihn dürfen wir vertrauen. Das hat er immer wieder zugesagt. Er begleitet uns auf dem Weg, auch wenn wir noch nicht wissen, wohin uns dieser führen wird. In unserem Leben – seine Zusage gilt uns allen: „Ich bin bei euch und gehe mit euch. Ich stärke euch und segne euch. Habt also keine Angst. Seid mutig und stark“.

In dem Christus den Seinen zumutet, zusammen mit ihm diesen Weg in der Heiligen Woche zu gehen, wird der Palmsonntag zu einer ungeheuerlichen Zumutung. Denn damit nimmt Christus die Seinen in die heilige Pflicht, den Weg, den sie nun liturgisch-feierlich begehen, auch zu ihrem eigenen, gewaltlosen Weg im alltäglichen Leben zu machen.

Fürbitten

Gott, unser Vater, im Vertrauen auf dich hat Jesus den Weg des Messias auf sich genommen, der ihn durch Leiden und Tod hindurch zur Auferstehung führte. So treten auf wir mit unseren Bitten an dich heran.

Wir beten für alle Menschen, die sich in diesen Tagen von der Hingabe deines Sohnes berühren lassen. Lass sie erkennen, Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

Wir beten  für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, für alle, die Angst haben vor einer Infektion, für alle, die sich nicht frei bewegen können, für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern. Stärke sie und lass sie das Vertrauen in deine Vaterliebe nicht verlieren.

Wir beten für alle, die wegen ihrer religiösen Überzeugung verfolgt werden. Hilf Du ihnen, dass sie nicht mutlos werden und treu zum Evangelium stehen.

Wir beten für alle, die dir heute als deine Kirche die Freundschaft halten wollen: Gib, ihnen Kraft, Mut und die rechten Worte, auch in unserer Zeit zu dir zu stehen.

Wir beten für alle, die der Botschaft Jesu gleichgültig gegenüber stehen. Lass sie die befreiende Kraft deines Evangeliums erkennen.

Wir beten für die Verstorbenen, die Zeit ihres Lebens auf der Suche waren und alles loslassen mussten, dass sie in deinem ewigen Reich die Erfüllung ihrer Sehnsüchte erfahren.

Gütiger Gott, du hast die Finsternis unseres Lebens durch das Leiden und die Auferstehung deines Sohnes hell gemacht. Höre unser Gebet und vereine uns in deinem Frieden durch Christus, unseren Herrn.

Die Feiern der Karwoche in der Coronavirus-Krise

Die diesjährige Fastenzeit ist anders. Ostern wird anders sein. In unserer Pfarrei wird wegen der aktuellen Corona-Situation auch an den kommenden Festtagen keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Die Kirchen werden aber trotzdem ab Palmsonntag entsprechend der Liturgie des jeweiligen Tages hergerichtet und sind für das persönliche Gebet geöffnet. Bitte achten Sie dabei auf die aktuellen Sicherheits- und Hygieneregeln.

Palmsonntag, 5. April

Liebe Familien, Palmsonntag naht, der Tag an dem wir Jesu Einzug in Jerusalem feiern. Normalerweise feiern wir gemeinsam einen Gottesdienst, die selbstgebastelten Palmbüsche werden gesegnet und wir ziehen mit allen Kindern und Familien gemeinsam in einer Prozession in die Kirche um an die Leidensgeschichte Jesu zu erinnern. Das geht aufgrund der aktuellen Lage nicht. Wenn Sie selber Palmbüsche zu Hause gebastelt haben, stellen Sie bitte die Palmbüsche am Samstagabend vor den Altar

Gründonnerstag, 9. April

In Verbundenheit im Namen aller Gläubigen feiert der Pfarrer um 19.30 Uhr das Abendmahl. Sie sind eingeladen, bei Ihnen zu Hause mitzubeten.

Karfreitag, 10. April

Die traditionelle Karfreitagsliturgie um 15.00 Uhr findet nicht statt. Zur Verehrung wird das Kreuz vorne vor dem Altar aufgestellt. Sie sind eingeladen, eine persönliche Kreuzverehrung zu machen.

Karsamstag, 11. April

In Verbundenheit im Namen aller Gläubigen feiert der Pfarrer um 21.00 Uhr die Auferstehung Jesu in der Osternacht. Sie sind eingeladen, im Gebet bei sich zu Hause mit zu feiern. Bei dieser Feier werden die Osterkerze, wie auch die Heimosterkerzen eingesegnet.

Ostersonntag, 12. April

In Verbundenheit im Namen aller Gläubigen feiert der Pfarrer um 9.30 Uhr den Gottesdienst zur Auferstehung des Herrn. Sie sind eingeladen, bei sich zu Hause im Gebet mitzufeiern. Um 10.30 Uhr werden die Glocken in unserer Pfarrei und in der ganzen Schweiz läuten.

Wie üblich stehen auch dieses Jahr gesegnete Ostereier zur Verfügung

 

Ostermontag, 13. April

Der Pfarrer wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit, wie jeden Tag nachher, für unsere Anliegen um 7.00 Uhr eine Messfeier durchführen. Flyer mit den Gedanken und Gebeten zur diesjährigen Karwoche finden Sie auf unserer Website http://www.untervaz-katholisch.ch/

 

Untervaz, 02. April 2020

 

Fastenopfer

Katholische Kirchgemeinde

 

 

 

 

 

Das Fastenopfer wird in unserer Pfarrei wiederum am Palmsonntag (5. April) eingezogen.

Da Ihre Spende dieses Jahr nicht in den Gottesdiensten eingezogen werden kann, bitten wir Sie Ihren Beitrag per Einzahlungsschein (dieser befindet sich bei den Unterlagen) oder via E-Banking direkt ans Fastenopfer zu senden.  Bitte notieren Sie in diesem Fall, dass die Spende unserer Pfarrei „gutgeschrieben“wird. Sebstverständlich nehmen wir während der Bürozeit auch gerne das Fastenopfer Säckli entgegen. Aber denken Sie daran: Zurzeit ist es besser zu Hause zu bleiben. Für Ihre Bereitschaft zur Auseinandersetzung und Ihren finanziellen Beitrag danken wir Ihnen herzlich.

 

 

Gedanken zum 5 Fastensonntag (Ezéchiel 37, 12-14; Römer 8, 8-11; Johannes 11, 1-45)

Schritt für Schritt gehen wir in diesen Tage mit der Österlichen Bußzeit auf Ostern zu. Jeden Sonntag hörten wir jetzt ein langes Evangelium. Vor zwei Wochen die Begegnung mit der Samariterin, letzte Woche die Heilung des Blinden und heute die Auferweckung des Lazarus. In diesen drei Begegnungen werden 3 Urbedürfnisse, 3 Sehnsüchte des Menschen deutlich. Die Sehnsucht nach Wasser, das nicht mehr durstig macht. Die Sehnsucht nach Licht, das die Nacht erhellt. Und die Sehnsucht nach Leben, das uns aus unseren Gräbern holt. Mit anderen Worten: Jesus ist das lebendige Wasser, das Licht der Welt und er ist das Leben.

Das Johannesevangelium berichtet von insgesamt 7 Wundern Jesu. Genauer gesagt ist bei Johannes im Unterschied zu den anderen Evangelien aber eigentlich nicht von „Wundern“ die Rede, sondern von „Zeichen“, weil in jeder dieser Handlungen zum Ausdruck kommt, wer Jesus eigentlich ist. Die Auferweckung des Lazarus ist das letzte und zugleich das bedeutungsvollste Wunder, von dem uns  in der Bibel berichtet wird. Nicht nur die Auferweckung selbst, sondern auch alles, was sich rund um das Wunder ereignet hat, ist beeindruckend und bedenkenswert:

 

Der Name Lazarus bedeutet so viel wie „Gott ist mein Erbarmer“. Diesen Namen finden wir im Neuen Testament zweimal: einmal beim Evangelisten Lukas im Gleichnis vom armen Lazarus, wo dieser einem anderen Menschen gegenübergestellt wird, der im Gegensatz zu Lazarus in der Geschichte keinen Namen trägt, sondern nur der „reiche Mann“ heißt (Lk 16,19); und dann hier, beim Evangelisten Johannes, wo uns aber kein Gleichnis erzählt wird, keine Geschichte, keine Legende und kein frommer Mythos, sondern eine wirkliche Begebenheit, die nicht nur die Menschen damals erschüttert hat, sondern auch für die Gläubigen von höchster Bedeutung ist.

 

Etwas eigenartig bei der Totenerweckung des Lazarus ist die Art und Weise der Umstände. Die Schwestern von Lazarus bitten, dass Jesus kommt, um seinem kranken Freund beizustehen, aber er lässt sich viel Zeit, bevor er sich auf den Weg nach Betanien macht, zu viel Zeit. Es ist für uns so unbegreiflich, wie lange Jesus wartet – zwei lange Tage. Und als Jesus schließlich dort ankommt, ist es zu spät: Lazarus ist längst hinübergegangen. Er ist tot und schon begraben! Die Menschen, allen voran Maria und Martha sind verunsichert, verzweifelt, traurig. Jesus hätte doch sicher helfen können! Warum hat er so lange gewartet?

 

Darum sagt Martha zu Jesus, „Herr, wärest Du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben“. Wie oft sind wohl im Laufe der Jahrhunderte gläubige Christen weinend an der Bahre eines lieben Verstorbenen gestanden und haben sich gefragt: Wo ist Gott geblieben mit seiner Allmacht und Güte? Warum hat er das zugelassen? Warum musste dieser oder jener liebe Mensch, vielleicht schon in jungen Jahren, mitten aus dem Leben scheiden? Solche Ereignisse wiederholen sich mit dem jetzigen Corona-Virus  wieder. Man kann festhalten, diese Krise betrifft ausnahmslos alle Menschen. Seit dem letzten Weltkrieg war die Bewegungsfreiheit der Menschen in der ganzen Welt nie so eingeschränkt wie heute.

 

Im Falle des zunächst kranken Lazarus sagt Jesus: „Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes. Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden“.  Jesus weist mit dieser Aussage darauf hin, dass sich seine eigene, göttliche Kraft an Lazarus erweisen wird.

 

Aber, wenn wir es genau überlegen, sagt Jesus in gewisser Weise mit diesem Satz zugleich etwas ganz Wichtiges über alles Leben und Sterben der Menschen überhaupt. Sowohl im Leben wie besonders auch im Sterben wird für uns offenbar, dass nicht wir, sondern – ob wir wollen oder nicht – Gott, Herr über Leben und Sterben ist. Wir fühlen uns meist mächtig und tüchtig, müssen uns aber doch unausweichlich in allem der Vergänglichkeit und Sterblichkeit unterstellen. Alles Leben und Sterben steht letztgültig nicht in unserer Verfügung. Unsere  Vergänglichkeit  und unser Sterben verweisen auf die Macht des ganz anderen Herrn, auf Gott.

 

Mit den drei Worten »Lazarus, komm heraus!« erweckt Jesus Lazarus zu neuem Leben. Mit einem einzigen Zuruf bewegt er Lazarus dazu, die eine, jenseitige Welt zu verlassen und in der diesseitigen wieder seinen Platz einzunehmen. Der Tod ist ja nicht das Ende; das Ende ist vielmehr die Liebe, die Gerechtigkeit, der Lobpreis Gottes. Die Hl. Therese von Lisieux, die gerade mal 24 Jahre alt wurde, schrieb: „Nicht der Tod holt mich ab, sondern die Liebe Gottes; und weiter: Ich sterbe nicht, ich gehe ins Leben ein“. Leben, das ist für sie die volle Gemeinschaft mit Jesus Christus, mit dem sie ja schon im Glauben verbunden war. Die Vorstellung vom Leben nach dem Tod ändert auch die Einstellung zum Leben vor dem Tod.

 

Krise gehört zum Leben. Sie ist ein Chance – „Gottes Chance“ . Mir scheint, das Wort Jesus »Komm heraus!« dringt auch hier und heute in unsere Welt. Dabei kann dieser Ruf sowohl Befreiung sein wie auch Herausforderung. Jene Menschen, die sich eingerichtet haben mit ihren Meinungen, Haltungen, Lebensstilen und Gewohnheiten müssen sich anfragen lassen, ob sie sich nicht vor dem Licht dieser Welt gleichsam in eine Grabeshöhle zurückziehen. Anderen Menschen, die unter der Enge und Unfreiheit ihres Lebens leiden, die eingesperrt sind in dunkle Höhlen, ruft Jesus auf, Neues zu probieren und andere Lebenswege zu beschreiten, ein „Coming-out“ zu wagen.

 

Die Botschaft des Evangeliums betrifft nicht eine ferne Zukunft, die gewiss auch Sie betrifft, sondern auch mein und Ihr Leben heute. Das Evangelium von der Auferweckung des Lazarus ist uns nicht fern, es ist uns nah. Auferstehung kann sich in jeder Zeit ereignen. 

 

 

Fürbitten: Herr Jesus Christus, in dieser Zeit der Unsicherheit und des Umbruchs in unserer Welt fordert uns dein Evangelium dazu auf, unseren Glauben an das Leben mit dir zu erneuern. Verbunden mit allen Menschen guten Willens bitten wir dich:

 

 

Wir beten für alle Menschen, die sich derzeit mühen, ihr Leben neu zu organisieren: Schenke ihnen Durchhaltevermögen und Kreativität.

 

Wir beten für alle, die Angst vor der Zukunft bekommen haben: Schenke ihnen Menschen, die ihnen zuhören und bei der Verarbeitung ihrer Angst helfen.

 

Wir beten für alle im Gesundheitswesen Tätigen, die sich in diesen Wochen besonders intensiv für das Wohl und die Gesundheit ihrer Mitmenschen einsetzen:
Schenke ihnen alle Kraft, die sie brauchen, und Zeiten, in denen sie ausruhen können.

 

Wir beten für die Länder, die besonders schwer von der Ausbreitung des Corona-Virus betroffen sind: Schenke ihnen Zusammenhalt und Hoffnung.

 

Wir beten für alle Kranken und alle, die in Quarantäne leben: Schenke ihnen die Gewissheit, dass du bei ihnen bist, und sie führst und trägst.

 

Wir beten für uns selbst, die wir uns in dieser Zeit vor Ostern neu darum bemühen, unser Leben nach dem Wort des Evangeliums auszurichten.

 

Wir beten für jene Angehörigen, Freunde und Bekannten, die ihr Leben vollendet haben und nun in Frieden ruhen. Lass ihr Lebenswerk nicht vergeblich sein und schenke ihnen Gemeinschaft mit dir.

 

 

Herr Jesus Christus, du kennst unsere Sorgen und Nöte. Begleite uns auf unserem Weg, damit wir einst nach unserem Dienst an den Mitmenschen in deine ewige Gemeinschaft eingehen können.

 

 

Bitten wir Gott nun um seinen Segen:

 

Allmächtiger und gütiger Gott, uns treiben viele Sorgen um: die Familie, die Ausbildung der Kinder, die Arbeit, unsere Zukunft, unsere Gesundheit. Vieles belastet und hält uns gefangen. Schenk uns Zutrauen und Zuversicht, dass du liebevoll sorgend für uns da bist, dass du dort Leben schenkst, wo wir niedergeschlagen und erdrückt sind. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.

 

 

 

Gedanken zum Hochfest

„Verkündigung des Herrn“

 

 

 

Das Geheimnis des heutigen Festtages besteht darin, dass die Jungfrau Maria, die Jungfrau von Nazareth, heute in der Kraft des Heiligen Geistes das ewige Wort Gottes in ihrem jungfräulichen Schoß empfängt. Heute beginnt dieses Wort in ihrem Schoß, um aus ihr Fleisch zu werden. An Weihnachten – heute in neun Monaten – werden wir im Prolog des Johannes-Evangeliums wieder hören: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt, und wir haben seine Herrlichkeit geschaut, die Herrlichkeit des Eingeborenen vom Vater“. Damit ist bereits eine Verwechslung ganz klar ausgeschlossen, auf die ich einmal hinweisen möchte, weil ich davon schon öfter gehört habe: Heute feiern wir die Empfängnis des ewigen Wortes Gottes im Schoß der Jungfrau Maria auf jungfräuliche Weise.

 

Hier setzt Gott nun seinen Heilsplan von Ewigkeit her in die Tat um. Mit dem heutigen Tag ist das Wort Gottes ein nicht mehr nur gesprochenes, sondern ein getanes Wort, das wir nach dessen Geburt sogar leibhaftig sehen und anfassen können. Das heißt aber auch, dass heute das ewige Wort Gottes nicht nur aus der Jungfrau Maria Fleisch anzunehmen beginnt, sondern dass auch der Heils- und Rettungsplan, der Erlösungswille Gottes für uns Menschen Gestalt anzunehmen und wirklich Fleisch zu werden beginnt – und nicht mehr nur eine Idee und eine bloße Verheißung bleibt.

 

„Maria erschrak als sie den Gruß hörte“, so hören wir im heutigen Evangelium (Lk 1, 29). Ich finde, dass diese kleine „Rand-Notiz“ sehr gut mit unserer jetzigen Situation passt. Wir leben in sehr speziellen Zeiten, in denen Vieles von heute auf morgen auf den Kopf gestellt worden ist. Alle unsere Veranstaltungen und Gottesdienste können wegen der Ausbreitung des Coronavirus leider nicht mehr im gewohnten Rahmen stattfinden. Wir mögen momentan nicht bereit sein, den Verlust wertvoller Leben in unserer Pfarrgemeinde und in unseren Familien in Erwägung zu ziehen oder könnten einen solchen Verlust überhaupt ertragen. Angesichts dieser Herausforderung ist Angst, ja sogar Panik, eine verbreitete Reaktion.

 

Ja, Maria erschrickt! Kein Wunder, denn auf eine solche Situation ist sie nicht vorbereitet. Mit so was hat sie nicht gerechnet. Denn sie ist ja nur ein junges Mädchen ohne irgendwelche Bedeutung. Eine unbedeutende junge Frau, die in einem Dorf am Rande der Welt lebt, das nicht mal einen guten Ruf hat.  

 

Dieses Erschrecken ist ganz wichtig. Maria ist nicht „cool“, wie man heute zu sagen pflegt. Sie hat die Sache nicht im Griff, sondern sie weiß: Da kann sie jetzt nicht einfach weitermachen wie bisher, sondern da kommt wirklich Neues auf sie zu. Unbekanntes. Dinge, die ein ganzes Leben auf den Kopf stellen – und die deshalb Angst machen können. Deshalb erschrickt sie – UND sie stellt Fragen.

 

Maria fragt nicht voller Tatendrang – wie mancher von uns das schnell tut: „Was soll ich machen?“. Sondern ihre Frage lautet: „Wie soll das geschehen?“ Und auch der Engel spricht nicht vom „machen„, sondern von Gottes geheimnisvollem Wirken. Was ist Marias Aufgabe? Nichts machen, außer: geschehen lassen, Heiligen Geist über sich kommen lassen, sich von der Kraft Gottes erfüllen lassen.


Für uns Menschen, die gerne alles im Griff haben wollen, ist das eine große Herausforderung: statt zu machen zu lassen. Aber gerade in dieser Zeit wie Corona-Krise, in denen wir spüren, dass wir nicht mehr alles in der Hand haben, kann dieses „geschehen lassen können“ befreiend wirken. Eine solche gelassene Haltung hat niemand von heute auf morgen. „Geschehen lassen können“ wird in einem langen Prozess gelernt und will selbst dann immer wieder neu geübt werden. Dabei dürfen wir darauf verlassen, dass der Heilige Geist ja nicht nur in besonderen Menschen wie Maria wirkt. Gottes Kraft ist in jedem von uns lebendig wirksam.

 

Gott lässt Maria – und uns – nicht „in der Luft hängen“. Ungefragt weist der Engel Maria auf ihre Verwandte Elisabeth hin: Maria ist nicht allein, da gibt es eine Seelenverwandte! Der geht es ganz ähnlich und sie ist Maria sogar zeitlich voraus. Darin zeigt sich Gottes unfassbare Weite und sein Wille zu geglücktem Leben für uns Menschen.

Auch uns stellt Gott solche „Verwandte“ an die Seite, vielleicht auch dort, wo wir es erst gar nicht vermuten. Wenn wir entdecken, wer ähnliche Wege geht, dann können wir uns gegenseitig ermutigen, uns auf Unerwartetes einzulassen. Dann können wir leichter wie Maria Ja sagen zu Gottes Willen für unser Leben und unsere Zukunft. Wir beten, dass unser lebendiger und liebender Gott unsere Ängste beruhigt und Panik gar nicht erst aufkommen lässt, damit wir in der Lage sind, uns auf das zu konzentrieren, was wir füreinander tun können.

 

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