Katholische Kirchgemeinde
Untervaz

Herr gib ihnen die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihnen. Herr lass sie ruhen in Frieden.

DER HERR UNSER GOTT HAT AUS UNSERER PFARREI

ZU SICH HEIMGERUFEN.

 

Hans Krättli

„Beton-Jonny“

 * 12.11.1947    †  21.05.2020

 

 

  1. STERBEROSENKRANZ: 28. 05. 2020 um 18.00 Uhr
  2. STERBEROSENKRANZ : 29.05. 2020 um 18.00 Uhr

 

Die Urnenbeisetzung im engsten Familien- und Freundeskreis

 am Samstag, 30. Mai. 2020 um 14.00 Uhr. 

  1. ROSENKRANZ FÜR DAS NÄCHSTSTERBENDE: 30.05.2020 um 18 Uhr

 

Siebter: 07.06. 2020 um 09.30 Uhr

Dreißigster: 28.06.2020 um 09.30 Uhr

 

Untervaz, 22. 05. 2020 

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

 

Armin Pasqual-Castelberg

* 24.05.1948        † 03.03.2020

 

zu sich heimgerufen.

 

 

 

Sterberosenkranz:     Samstag, 07. März 18.00 Uhr

urnenbeisetzung:        Montag, 09. März 14.00 Uhr

Besammlung:                Aufbahrungsstätte

 

Siebter:         15.März  09.30 Uhr

Dreissigster: 18. April  18.30 Uhr

 

 

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

 

Silvio Galliard-Fischer

 

* 10.12.1941            † 02.03.2020

 

zu sich heimgerufen.

 

 

Urnenbeisetzung:          wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.                            

Untervaz, 02. März 2020  

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

 

Hobi-Hutter Maria Veronika

*08.02.1955   † 03.02.2020

 

zu sich heimgerufen.

 

     

Sterberosenkranz:           Samstag,     08. Februar   18.00 Uhr

Urnenbeisetzung:             Mittwoch,  12.Februar  14.00 Uhr

Besammlung:                               14.00 Uhr in der Kirche anschl. Urnenbeisetzung

 

Dreissigster:                               15. März     09.30 Uhr    

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

 

Kaspar Joos-Mariller

 

* 01.02.1944            † 11.12.2019

 

zu sich heimgerufen.

 

 

 

Sterberosenkranz:        20.12.2019  18.00 Uhr      

urnenbeisetzung:          21.12.2019   14.00 Uhr

Besammlung:                   Aufbahrungsstätte/Beisetzung

 Abschiedsfeier 

 

Dreissigster:    26.01.2019  09.30 Uhr  

 

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

 Margrith Gerger

*25.02.1943   † 19.10.2019

zu sich heimgerufen.

 

 

 

 

 

Sterberosenkranz:           Dienstag,    29. Oktober    18.00 Uhr

Urnenbeisetzung:             Mittwoch,  30.Oktober   14.00 Uhr

Besammlung:                               14.00 Uhr in der Kirche anschl. Urnenbeisetzung

 

Dreissigster:                               01. Dezember 2019     09.30 Uhr     

 

 

Lebenslauf von Florian Jäger

*20.07.1931       23.09.2019

Ich bin am 20. Juli 1931 in Filisur geboren. Aufgewachsen mit 3 Brüdern Kuoni, Eugen, Alfred und meiner Schwester Alice. Die erste und zweite Klasse besuchte ich in Filisur. Dort war mein Vater Bahnangestellter. Im Jahre 1939 wurde er nach Preda versetzt. Daher absolvierte ich die restliche Schulzeit in Preda und Bergün.

Nach der Schule war ich an verschiedenen Orten tätig, so auch als Jeep Fahrer bei der Familie Kessler in Davos. Später durfte ich bei der Rhätischen Bahn meine neue Arbeitsstelle antreten. Während 10 Jahren waren meine Arbeitsorte in St. Moritz und Bever.

1962 wurde ich nach Untervaz als Betriebsdisponent versetzt, dort habe ich Silvia Lipp kennen gelernt. Silvia arbeitete oft im Restaurant Bahnhof bei der Familie Wolf. Am 6. Juni 1964 heirateten wir in der Antoniuskirche in Mastrils. 1966 wurden wir stolze Eltern von unserer Tochter Lilian. 2 Jahre später wurde unser Sohn Jürgli geboren, der aber gleich nach der Geburt zu den Engeln zurückgekehrt ist, es sollte nicht sein!

Den Traum von einem Ferienhaus in Lat erfüllten wir uns im Jahre 1974. Dort verbrachten wir immer wieder schöne Stunden. 1977 zogen wir von der Kirchgasse in unser neues Heim in der Quadrella ein.

1971 bis 1996 war ich im Vorstand der Raiffeisenbank Untervaz als Aktuar tätig.

Eine grosse Freude war, als am 18. September 1996 unsere erste Enkelin Jessica auf die Welt kam. Am 15. November 2004 starb meine liebe Frau Silvia. Ein paar Monate später, am 17. Februar 2005 durfte ich meinen Enkel Justin in die Arme schliessen. Die zwei Schätze bereiten mir immer wieder viel Freude, vor allem, wenn sie mich zu einem Ausflug begleiteten.

Ab dem Jahre 2013 war ich nach mehreren Stürzen immer wieder im Spital, so dass ich mit entschied ins Pflegeheim Lindenhof nach Churwalden zu ziehen.

Anfangs 2014 durfte ich ein grosses, schönes Zimmer im Seniorenzentrum Cadonau in Chur beziehen.

Immer wieder hatte ich lieben Besuch von meiner Tochter, meinen zwei Enkelkinder, Verwandte und Freunde. Speziell erwähnen möchte ich meinen ehemaligen Nachbarn Kurt Kleingutti. Während Jahren begleitete er mich zu verschiedenen Arztterminen und war immer für mich da. Danke Kurt.

Ebenfalls ein vergelt’s Gott meiner lieben Schwägerin Erika, die mich jahraus, jahrein wöchentlich im Seniorenheim besucht hat. Danke Erika.

Euer Florian

 

Am letzten Sonntag verliessen unserem Papa und Neni die Kräfte. Er durfte am Montagabend im Beisein seiner Liebsten einschlafen.

Ruhe in Frieden

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

 

Florian Jäger-Lipp

*20.0

7.1931   † 23.09.2019

zu sich heimgerufen.

Sterberosenkranz:           Mittwoch,    25. September    18.00 Uhr

Urnenbeisetzung:             Samstag,     28. September   14.00 Uhr

Besammlung:                               14.00 Uhr in der Kirche anschl. Urnenbeisetzung

Siebter:                                         06.Oktober  2019     09.30 Uhr

Dreissigster:                                27.Oktober  2019     09.30 Uhr     

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

Sebastian Giger-Casutt

* 25. Juni 1931      † 31. August 2019

zu sich heimgerufen.

  1. Sterberosenkranz: Mittwoch, 04.Sept., 18.00
  2. Sterberosenkranz: Donnerstag, 05. Sept., 18.00

Urnenbeisetzung:            Freitag,          06. September 14.00

Besammlung:                      Aufbahrungsstätte

  1. Rosenkranz für das Nächststerbende: Freitag, 06.09. 18.00

Siebter:            14.09.2019  18.30 Uhr

Dreissigster:  06.10.2019  09.30 Uhr 

Untervaz, 02.09.2019

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

Roland Hedinger-Ludwig

* 18.12.1937            † 20.07.2019

zu sich heimgerufen.

 

 

 

 

Sterbegebet:                      26.07.2019  19.00 Uhr      

Urnenbeisetzung:          30.07.2019   14.00 Uhr

Besammlung:                   Aufbahrungsstätte 

Siebter:             03.08.2019  19.30 Uhr

Dreissigster:    01.09.2019  09.30 Uhr  

 

Lebenslauf von Jakob Krättli-Drath

Am 18.2.1929 wurde Jakob als erstes Kind von Jakob und Theres Krättli-Vogler in Salavis geboren. In der Flumisgasse kam seine Schwester Helene dazu, bevor nach Grafis ins eigene Heim gezügelt wurde.

Durch den frühen Tod seines Vaters schlug Jakob direkt nach der Schulzeit den Weg in die Hotellerie ein. Seine erste Station war das Hotel Waldhaus in Flims. Unzählige Saisonstellen führten ihn in viele Hotels in der ganzen Schweiz.

Schnell wurde klar, dass Sprachen wichtig sind. Bei Tätigkeiten in der Romandie und während Auslandaufenthalten in England und Spanien lernte Jakob nicht nur Sprachen, sondern auch Menschen und ihre Geschichten kennen. Er schätzte die Begegnungen mit Ihnen und gewann mit seiner charmanten, bescheidenen Art vielfältige Einblicke und Freundschaften.

Die Familie war Jakob sehr wichtig. Vorerst bildete Grafis und seine Muttter, sowie die Familie seiner Schwester den Ort der Nähe. 1975 gründete er dann mit Karin Drath selbst eine Familie mit den Kindern Betty und Walter. Seither verzichtete er auf die saisonalen Stellenwechsel und arbeitete bis zur Pensionierung im Hotel Parsenn in Klosters.

In der Freizeit genoss Jakob die Bergwelt, die Natur und die Bewegung. Das Schöne fing er gerne mit seiner Fotokamera ein. Dies wusste er auch mit seiner Familie auf ausgedehnten Wanderungen zu leben und weiterzugeben. Zuletzt durfte er zu seiner grossen Freude noch seine beiden Enkelinnen Maria und Okka im Leben begrüssen.

Ein feiner Mensch ist gegangen. – Wir sind dankbar für deine Liebe und die gemeinsame Zeit mit vielen schönen Erinnerungen. Jakob, läb wohl.

 

 

 

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

Jakob Krättli-Drath

*18.02.1929         †  20.06.2019

zu sich heimgerufen.

      1.Sterberosenkranz:  27. Juni 2019   19.00 Uhr

  1. Sterberosenkranz: 28. Juni 2019 19.00 Uhr

Urnenbeisetzung :       29. Juni 2019           14.00 Uhr

Besammlung in der Kirche

Rosenkranz für das Nächststerbende 29.06.2019  19.00 Uhr

Siebter:          07.07.2019  19.30 Uhr

Dreissigster:  28.07.2019  19.30 Uhr

 

 

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei 

Ursula Wolf

*07.04.1927  † 02.05.2019

zu sich heimgerufen.

Urnenbeisetzung Montag,  20.05.2019   14.00 Uhr

Besammlung: Aufbahrungsstätte

Beisetzung, Abschiedsfeier  

Dreissigster: 30. Juni 2019  09.30 Uhr

Untervaz, 06.05.2019

Sepp Portmann kam am 19. Mai 1940 in der Gigen in Escholzmatt als 3. Kind von Hedwig und Josef Portmann-Ettlin auf die Welt.

Es folgten noch 4 Geschwister und Sepp durfte in der Grossfamilie eine schöne Kindheit erleben.

Die Schulen besuchte er im Dorf Escholzmatt.

Nach der Schulzeit ging er ans Gymnasium nach St. Gallen.

Später fand er die erste Anstellung bei der SBB. Schon bald war das Bündnerland sein neuer Arbeitsplatz und er fand Arbeit als technischer Kaufmann in einer grossen Baufirma.

Seine grosse Liebe fand er in Lucia, 30 Jahre waren sie verheiratet und hatten eine wunderbare Zeit. Die Musik war für Sepp eine grosse Leidenschaft. Auf seiner Handorgel spielte er in vielen Formationen, aber auch mit Lucia und erfreuten damit viele Herzen.

Sehr viel Freude machte ihm das Carfahren. Sepp chauffierte viele Gäste auf schönen Touren und in die Ferien.

Die Besuche von seinen Geschwistern aus dem Unterland waren immer wieder ein Erlebnis und machten ihm sehr grosse Feude.

Ja, Sepp hatte ein intensives Leben. In den letzten Jahren hatte er immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Seine Krankheit hat ihn sehr geschwächt. Im Spital durfte er friedlich im beisein von Lucia einschlafen. Sepp, wir danken dir… Gott schenke dir den ewigen Frieden.

Wenn es dich gibt, irgendwo da oben, zwischen Wolken und Lüften.   -Dann schau liebevoll auf Sepp und auf die Tage seines Lebens.

Wenn es dich gibt, irgendwo da innen, zwischen Hoffen und Bangen.   -Dann erinnere dich seines Namens und schreibe ihn in deine Hand.

 

Wenn es dich gibt, irgedwo da draussen, zwischen Steinen und Sternen.   -Dann laufe ihm entgegen und schliesse ihn in deine Arme.

 

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

Josef (Sepp) Portmann-Platz

* 19.05.1940  † 27.04.2019

zu sich heimgerufen.

  1. Sterberosenkranz: Donnerstag,         09. Mai  18.00 Uhr
  2. Sterberosenkranz: Freitag,                 10. Mai  18.00 Uhr

Den Beerdigungsgottesdienst halten wir am Samstag, 11. Mai 2019 um 14.00 Uhr. Besammlung in der Kirche und anschliessend der Abschiedsfeier findet die Urnen Beisetzung statt.

  1. Rosenkranz für das Nächststerbende: 11.05.2019 18.00 Uhr

Siebter:             19.05.2019, 09.30 Uhr

Dreissigster: 09.06.2019, 09.30 Uhr

Untervaz, 29.04.2019

Der Herr unser Gott hat aus unserer Pfarrei

Franz Krättli

* 09.03.1945        † 14.04.2019

zu sich heimgerufen.

  1. Sterberosenkranz: Sonntag, 21. April  18.00 Uhr
  2. Sterberosenkranz: Montag, 22. April  18.00 Uhr

Den Beerdigunsgottesdienst halten wir am Dienstag, 23. April 2019 um 14.00 Uhr. Besammlung in der Kirche und anschliessend der Abschiedsfeier findet die Urnen Beisetzung statt.

  1. Rosenkranz für das Nächststerbende: 23.04.2019 18.00 Uhr

Siebter:             27.04.2019, 18.30 Uhr

Dreissigster: 26.05.2019, 09.30 Uhr

Untervaz, 14.04.2019

ANNA Müller Egger (8.11.1930 – 23.03.2019)

Anna wurde am 8. November 1930 in Oberdrauburg Österreich geboren. Hier wuchs sie als 5. von 8 Kindern in relativ bescheidenen Verhältnissen auf. Beim gemütlichen Zusammensein hat sie uns manchmal einige der wenigen erhaltenen Familienfotos gezeigt – abgetragene Kleider und Schuhe – ein paar neue Schuhe gab es jeweils nur zu Weihnachten, sie mussten ein Jahr halten.

Auf dem Hof wuchs Anna zwischen Schule und den täglichen Aufgaben am Hof, unter anderem dem Hüten der jüngeren Geschwister auf. Die Jahre ab März 1938 bis Frühjahr 1945 (Anna war zwischen 8 und 15) waren dabei wesentlich geprägt durch die Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich. Anna hat nicht viel von diesen Jahren erzählt. Sie waren sehr entbehrlich, wobei es aber immer eine gewisse Harmonie und genug zum Essen gab. Auf dem Hof zugewiesene Kriegsgefangene, zu denen bis vor wenigen Jahren Kontakt bestand und gegenseitige Besuche stattfanden, haben dies immer wieder bestätigt.

Die Kriegsjahre haben Anna wesentlich geprägt. Wann genau sie den Entscheid gefällt hat in die Schweiz auszuwandern, wissen wir nicht. Der Entscheid muss aber schon früh, wahrscheinlich während den Kriegsjahren gefallen sein, wobei ein Aspekt ganz zuoberst stand: Ihr künftiger Ehemann musste ein Staatsangestellter mit gesichertem Job, sicherem Verdienst und einer gewissen Bildung sein: Ihre Kinder sollten es einmal besser haben als sie selbst, mit der Möglichkeit  einer guten Bildung und unabhängiger Entwicklung.

Es folgten Wander- und Lernjahre im Gastgewerbe in Österreich und in der Schweiz. Leider wissen wir fast nichts über diese Zeit, Anna konnte sie uns nach ihrem schweren Unfall am 23. April 2015 nicht mehr erzählen und davor hat sie kaum darüber gesprochen. Der Schritt in die Schweiz hat aber sicherlich viel Mut erfordert, stolz hat sie ihren kleinen, braunen Koffer, mit welchem sie damals in die Schweiz einreiste auf dem Dachboden ihres Hauses in Baden bis kurz vor ihrem schweren Unfall aufbewahrt und ihrem Sohn Benno vermacht. Sie liebte das freie Leben, das sich ihr in der Schweiz bot und ging auch gerne zu Tanze, insbesondere an Fastnacht (Karneval), die Fastnachtkleider hat sie jahrelang aufbewahrt.

Im 1954/55 lernte Anna ihren Gatten Hansruedi in Erlen (TG) kennen. Die Heirat fand bereits im Herbst 1955 statt, Tochter Susanna wurde im Dezember 1955 geboren, der Sohn Benno folgte im Dezember 1956. In diesem Jahr sicherte sich das Leben von Anna entscheidend, ihr Gatte Hansruedi hatte seinen ersten festen Dienstort bei der SBB und es wurde die erste eigene Wohnung gemietet. Mit ihren beiden Kindern folgten nun einige Umzüge, denn Mobilität kannte man schon damals. Es folgten Pfäffikon ZH wo auch die Kinder eingeschult wurden, Neuenhof mit Dienstort Baden und einer „Züglete“ innerhalb des Dorfes. 1971 wurde dann die Liegenschaft Kräbelistrasse 3 in Baden erworben und somit wieder umgesiedelt.

Die nächsten Jahre von Anna waren geprägt durch die eigene Renovation der Liegenschaft, dem in Schuss bringen des Gartens, der Erziehung der Kinder, dem Zusammenhalt der Familie und dem Kontakt zur Verwandtschaft. Die früheren, jährlichen Besuche der Verwandtschaft in Österreich, meistens zur Mithilfe bei der Ernte im Herbst, nahmen dadurch merklich ab. Diese Besuche lagen der ganzen Familie immer sehr am Herzen.

Mit 18 verliess die Tochter das Haus, mit 25 Jahren der Sohn, Anna war 43 bzw. 52 Jahre. Immer gerne hat Anna ihren Sohn beim Lernen für die Matura und auf spätere Prüfungen durch Abfragen unterstützt. Auch die Enkelin Manuela genoss in dieser Zeit während 2-3 Jahren die Obhut der Grosseltern in Baden. 

Zwischen 1988 bis 1997 vermieteten Anna und ihr Gemahl aus Karrieregründen des Gemahls ihr Haus und zogen nach Schaffhausen. Unvergessen die Besuchstage, als sich die ganze Familie zuweilen zum Baden am Rhein traf.

Nach der Rückkehr nach Baden; Anna war 67, wurde aber keineswegs ein «lockeres Pensioniertenleben» gefrönt. Es galt Haus und Garten zu renovieren und wieder in Schuss zu bringen. Auch betrieb Anna regelmässig Sport, was sie bis ins hohe Alter fit hielt. Unter der Woche fuhr sie bis 2012 (also bis ins stolze Alter von 82!) täglich mit dem Fahrrad je 2.5 km ins Hallenbad und zurück um zu schwimmen. Ihr Gemahl Hansruedi begleitete sie dabei so oft wie möglich.

Gesundheitlich ging es Anna in dieser Zeit recht gut, wobei sie ihre Angina Pektoris immer mal wieder für wenige Tage ins Spital zwang. Ab 2014 schwanden dann aber die Kräfte merklich und Anna und Hansruedi unternahmen vermehrt Tagesausflüge, immer mit dem Ziel auswärts zu essen, da die Kräfte zum eigenen Kochen nicht mehr ausreichten.

Bei solch einem Ausflug, am 23. April 2015 fand dann auch der fatale Sturz statt, der das Leben der ganzen Familie radikal veränderte. Anna hat sich bekanntlich nie wieder vom Unfall erholt.  Als Folge, durfte Anna ihre letzten Jahre in der aufopfernden und fürsorglichen Obhut ihrer Tochter Susanna in Untervaz verbringen. Den Tod ihres geliebten Gatten Hansruedi im Januar 2017 hat Anna sicherlich realisiert, aber infolge ihres Unfalls konnte sie ihrer Trauer nicht mehr nachgehen. Die ganze Familie ist nun dankbar, dass Anna am 23. März 2019 in Ruhe und Frieden zu Gott heimfinden konnte.

Wir danken unserer Mutter, Grossmutter für die Liebe, aber auch die Strenge, die sie uns das ganze Leben entgegenbrachte. Annas Leben war gewiss nicht sorgenfrei, nicht vergessen für immer sind aber die frohen und vielen wunderbaren gemeinsamen Tage, die wir gemeinsam verbringen durften.

 

 

 

Liabi Peti, meine liebe Familie, liebe Verwandte, Bekannte, Freunde und Trauergäste.

Es fällt mir schwer hier zu stehen, Rückblick zu halten und Abschied zu nehmen von dir, liebe Petra. Als älterer Bruder habe ich dir wohl das Leben nicht nur einfach gemacht, aber vielleicht dir auch die eine oder andere Türe geöffnet und dich auf das Leben vorbereitet.

Geboren bist du am 1. Mai 1978 im Spital in Chur. Das zweite Kind von Mengia und Peter Streiff, die erste Tochter. Sicherlich ein Stolz für die junge Familie. Dass du mir den Platz als Liebling streitig gemacht hast, habe ich dir sicher zu spüren gegeben. Dir den Nuggi weggenommen, die Kappe ins Gesicht gezogen, aber du hast nur gelächelt und deine Freude an meinen Spässen gehabt.

Aufgewachsen bist du inmitten vieler gleichaltriger Kinder an der Kirchgasse in Untervaz. Da gab es Popcorn, Sandkasten, Theater- und Zirkusvorstellungen, Mammis und Pappis, Indianer, Wettpinkeln und Katzenseicherli. Du warst schon damals kreativ und erfinderisch. Was deine Puppen nicht alles können sollten…Ihre Windeln musste man jedenfalls entsorgen.

Den Kindergarten und die Primarschule hast du in Untervaz besucht. Du hast dich immer gerne verkleidet und dich über besondere Anlässe gefreut. Selbständigkeit war dir wichtig. So, dass du auch mal dein Köfferli gepackt hast und mit „Tschüss, i gohn zur Claudia go wohna“, dich aus dem Staub machen wolltest. Durchsetzungsvermögen gehörte schon von klein auf zu deinen Stärken; so durfte dein kleiner Bruder Mirco auch schon mal deine Primaballerina sein.

Deine langen gewellten Haare waren dein Markenzeichen. Allerlei Frisuren haben sie Stand gehalten. Natürlich hast du auch eine musikalische Seite geerbt. Flöte, das war dein Instrument. Es blieb nicht wie bei mir bei der Blockflöte. Ehrgeizig hast du es durch alle Grössen geschafft. Kleine, grosse, dicke, dünne, hölzerne bis hin zur Querflöte. Dass später auch noch Gitarre dazugekommen ist, zeigt dein musikalisches Talent.

Zwischenzeitlich hatten wir unsere Zelte schon im Giesacker aufgeschlagen. Aber auch hier gab es junge Wilde. Versteckis im SalaPark, das war der Hit. Da hatten wohl nicht alle Nachbarn die gleiche Freude. Aber auch der nahe Bach war ein Paradies, sommers wie winters.

Sport war dir immer wichtig. Volleyball, das lag ja wohl in der Familie. Von der Juniorin bis zum Mixedteam mit nachfolgendem Ausgang in die Tanne spieltest du den Ball in Untervaz. Aber auch Snowboard sagte dir zu. Unzählige Male sind wir frühmorgens mit Sack und Pack und Brett auf den Bus und Zug nach Rueras. Curryspaghetti zum wohlverdienten Znacht inklusive.

Rueras, ein Ort wie eine zweite Heimat. Hier haben wir mit unseren Cousinen und Cousins als Engel verkleidet Weihnachten gefeiert, den Osterhasen gesucht, quer durchs Haus treppauf und ab Schwarze Mamba gespielt, Hütten aus Kissen gebaut, Silberzwiebeln mit Bergamotte zu uns genommen, Tattas Geschichten gelauscht oder Koko, dem Beo, zugehört und später den Ausgang gepflegt.  Du, Petra, mitten drin, ein richtiges Tschibertschick, das viele Blicke auf sich gezogen hat.

Dass du die gesamte Snowboardkollektion mit dem Label Piffle selber geschneidert hast, brauche ich kaum zu erwähnen. Und das nicht nur für dich. Wir alle trugen deine Jacken und Hosen. Nähen war eine deiner grossen Leidenschaften bis zum Schluss. Ich sehe dich vor mir mit zwei drei Stecknadeln im Mund …

Wahrscheinlich gäbe es hier auch noch die eine oder andere Geschichte zu erzählen. Von Liebschaften, Jungs und Musik. Dass du zu dieser Zeit auch mal zur Schere oder dem Rasierapparat greifen musstest, um deine und meine Mähne zu bändigen oder Mirco zu scheren, versteht sich von selbst.

Nach dem Gymnasium in Chur und der Matura im Typus D, also mit Schwerpunkt Sprachen, zog es dich direkt ins Oberseminar. Noch ein Lehrer in der Familie. Wie wenn Dad nicht genug über die Schule ausgerufen hätte. Sprachen hatten es dir angetan. Romanisch in die Wiege gelegt, mit Deutsch aufgewachsen, französisch in der Schule gelernt, Italienisch, Spanisch und Englisch ebenso. Doch es sollten noch mehr werden.

Zuerst musstest du aber als Lehrerin deine Sporen abverdienen. Dies hast du zusammen mit Anabeth damals Howal, heute Ludwig, in Seewis Pardisla getan. War wohl nicht immer so einfach dort. Ich erinnere mich an Bschuri und andere seltsame Bräuche. Gestärkt und um viele Erfahrungen reicher, hast du dich entschlossen, eine neue Ausbildung in Angriff zu nehmen.

Nach einem Sprachaufenthalt in Norwegen und damit um eine Sprache reicher, hast du im Jahr 2005 an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wädenswil dein Studium in Facility Management begonnen.

Schon damals hat die heimtückische Krankheit dich in den Griff genommen. Nach dem Abschluss als Betriebsökonomin FM hast du eine Stelle in Luzern bei der Firma Reuss angenommen. Später hast du dich Albert Eggenberger angeschlossen und in seiner Firma enopag ag dein Können unter Beweis gestellt. Längst schon hat dich Luzern in seinen Bann gezogen und seither nicht mehr losgelassen.

Dass die Arbeit knapp wurde, hast du ertragen und nach anderen Verdienstmöglichkeiten Ausschau gehalten. Dem trüben Winter und Nebel bist du mit einer mehrmonatigen Auszeit in Lanzarote entwichen. Nur Arbeit liess sich dort auch nicht finden.

Deinen Wissensdurst hast du mit einer Massageausbildung gestillt, den Bewegungsdrang mit Schwimmen beruhigt. Nur deine Krankheit liess sich nicht mehr zähmen. Auch dein Versuch in einem Therapieprogramm der Lage Frau zu werden, zeigte nur anfänglich Früchte. Dann trugen Arbeitslosigkeit, Absagen und Stress mit Untervermietern das ihre dazu bei.

Aber aufgeben gab es bei dir nicht. Unermüdlich hast du genäht, gezeichnet und geschrieben. Du hast fremdländischen Erwachsenen Deutsch beigebracht, jungen Schülern bei den Hausaufgaben geholfen, im Kino die besten Plätze verkauft, in der Hotelküche abgewaschen. Aber mit einer festen Anstellung hat es nicht mehr geklappt.

Dein geschwächter Körper und dein unermüdliches Herz hielten am Freitag, 25. Januar 2019 einer Grippe nicht mehr Stand.

Petra, wir vermissen dich als Schwester, liebste Tochter, kreative und ideenreiche Gestalterin, als Reisegefährtin, Volleyballerin, Freundin und speziell auch als Gotta von unserem Sohn Len, der immer wieder mit Briefen und selbstgefertigten Geschenken überrascht wurde.

Fast jede Woche fand er einen Brief von dir, Petra, im Briefkasten, was seine Augen zum Glänzen brachte und seine Geschwister leicht neidisch werden liess. Dein letztes Weihnachtsgeschenk übertraf alle Erwartungen. An dieser selbstgenähten Entdeckertasche mit allen Details wird sich Len noch lange erfreuen können.

Ich hoffe, dass Pablo Schmed und Jan Fausch dich in ähnlicher guter Erinnerung als Gotta behalten werden wie unser Len.

Im Namen von meinem Bruder Mirco und mir bedanke ich mich von ganzem Herzen und mit grössten Respekt bei unseren Eltern für den unermüdlichen Einsatz, den Glauben an ihre Tochter und die Hoffnung für dich, liebe Petra.

So sehr es auch schmerzt, so freuen uns doch die unzähligen schönen Momente, die wir mit dir erleben durften. Jetzt, da du frei bist von deiner Krankheit, hoffen wir, dass du wieder aufblühen und deinen Frieden finden kannst.

FAREWELL LIABI PETIi!

*14. Dezember 1932 † 15. Oktober 2018

Helena Krättli kam am 14. Dezember 1932 als zweites Kind der Eltern Jakob Krättli und Theres geborene Vogler in Untervaz auf die Welt und wuchs mit ihrem Bruder Jakob zuerst in der Flumisgasse und dann ab 1936 im neu gebauten Wohnhaus in Grafis auf. Ihre Jugend wurde mit 13 Jahren durch den frühen Tod ihres Vaters überschattet. So musste die kleine Familie bereits in frühen Jahren sich selbst versorgen. Nach der Primarschule in Untervaz besuchte sie das Konstantineum in Chur.

Am 21. Juli 1956 heiratete Helena ihren Joggi in der Kirche in Untervaz. Dieser Ehe wurden die vier Kinder Jakob, Marion, Leo und René geschenkt. Ihre Familie war ihr ein und alles. Keine Arbeit war ihr zu viel, damit es ihrer Familie gut ging. Lange Jahre pflegte sie ihre Mutter aufopfernd Zuhause in Untervaz, für welche sie sehr viel Kraft und Energie benötigte. Mit grossem Eifer betreute sie zusammen mit Ihrem Mann jahrelang eine kleine Schafherde. Auch der Garten vor dem Haus und ein grosser Pflanzplatz im Feld wurden liebevoll gepflegt und mit grossem Einsatz konnte die ganze Familie vom Gemüseanbau profitieren. Besonders stolz und glücklich war sie, als die Familie durch die beiden Enkelkinder Florian und Raphael grösser wurde. Nach 56 Jahren glücklicher Ehe verstarb ihr geliebter Joggi am 10. November 2012. Der frühe Tod ihrer einzigen Tochter am 2. März 2017 beschäftigte sie sehr und kostete sie viel Energie und Lebensfreude. Ihre Gesundheit liess in den letzten Jahren nach. Sie hatte verschiedene gesundheitliche Störungen, weshalb sie in den letzten Monaten nicht mehr alleine Zuhause leben konnte.

Am Nachmittag des 15. Oktober 2018 wurde sie im Altersheim Jenaz von ihrer schweren Krankheit erlöst und durfte Heim zu ihrem Schöpfer gehen.

„Du hast gesorgt, du hast geschafft, bis dir die Krankheit nahm die Kraft. Schlicht und einfach war dein Leben, treu und fleissig deine Hand, immer helfend für die

Deinen, ruhe sanft und habe Dank“.

Herr gib ihr die ewige Ruhe.

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